Ausroll-Vinylboden verlegen in 5 Schritten

Er sieht nicht nur schön aus, sondern ist gleichzeitig auch noch robust und fühlt sich gut an: Roll-Vinylboden. Ob im Wohnzimmer, Flur, Schlafzimmer oder Bad – mit einem Vinylboden triffst du immer die richtige Entscheidung. Hier erfährst du, wie du ganz einfach selbst einen Vinylboden verlegen kannst.


Schwierigkeitsgrad: Einfach

Dauer: Je nach Fläche ein bis zwei Tage

Werkzeug: Handfeger, Kehrschaufel, Staubsauger, Cuttermesser, Schere, doppelseitiges Klebeband oder Flüssigkleber, Andrückrolle, Säge, Hammer


Vinylboden als Meterware: ein Material mit vielen Vorteilen

Mann verlegt Ausroll-Vinylboden

Einen Vinylboden von der Rolle zu verlegen, hat viele Vorteile. Das Material ist lichtbeständig, elastisch und lässt sich hervorragend bearbeiten. Ein weiterer Pluspunkt: Vinyl ist äußerst pflegeleicht und feuchtigkeitsbeständig. Saugen und feucht wischen reichen zur Reinigung. Und auch beim Design stehen dir vielfältige Möglichkeiten offen: Von Holz- über Fliesen- bis hin zur Korkoptikhast du völligen Gestaltungsfreiraum.

Willst du einen Vinylboden verlegen, stehen dir außerdem zwei verschiedene Systeme zur Auswahl: Fertigboden-Rollenware und Klicksysteme. Das Verlegen von Klick-Vinyl hat den Vorteil, dass es unkompliziert und ohne Kleber möglich ist. Vinylboden von der Rolle wird dagegen mit dem Untergrund verklebt. Diese Variante eignet sich vor allem für das Bad, denn das Material zeichnet sich durch seine hohe Wasserresistenz aus und lässt keine Feuchtigkeit in den Untergrund. toom Baumarkt zeigt dir, was du beim Verlegen von Vinylböden beachten musst und wie es dir in wenigen Schritten gelingt.

Tipp: Vinyl-Rollenware lässt sich auch auf Fliesen verlegen. Dazu sind allerdings spezielle Vorbereitungen nötig. Zum einen ist darauf zu achten, dass der Boden mit dem Vinylbelag nicht zu hoch wird und die Türen noch richtig auf- und zugehen. Zum anderen sollte der Boden möglichst eben sein. Damit sich die Fliesenstruktur nicht auf dem Vinylboden abzeichnet, solltest du deshalb vorher die Fugen verspachteln und eine glatte Fläche schaffen. Alternativ entfernst du zunächst die Fliesen, bevor du den neuen Boden verlegst.


Schritt 1: Untergrund säubern

Untergrund mit Staubsauger reinigen

Für optimale Ergebnisse beim Verlegen eines Bodenbelags aus Vinyl ist es wichtig, dass der Untergrund sauber und glatt ist. Deswegen solltest du ihn gründlich absaugen und wischen. Mögliche Risse und Spalten glättest du am effektivsten mit Spachtelmasse. Anschließend kannst du den Vinylboden grob zuschneiden. Achte darauf, dass du mindestens 10 Zentimeter Überstand an den Rändern einplanst. Dann lässt du den Vinylboden vor dem Verlegen erst einmal etwa 24 Stunden im Raum liegen, damit er sich akklimatisiert.


Schritt 2: Vinylboden-Meterware zurechtschneiden

Ausroll-Vinyl zurechtschneiden

Mit einem Teppichmesser gelingt dir ein exakter Zuschnitt des Vinylbodens. Damit er sich später besser platzieren lässt, schneidest du einen Falz in der Ecke diagonal ein. Wenn du Rundungen auf deinem Boden hast, beispielsweise durch Heizungsrohre, schneidest du diese am besten mit einer Schere aus. Denke daran, beim Zuschnitt einen Abstand von etwa einem Millimeter zur Wand zu lassen. Manchmal dehnt sich das Material noch etwas aus.


Schritt 3: Vinylboden verlegen und fixieren

Ausroll-Vinylboden befestigen

Um den Vinylboden am Untergrund zu fixieren, hast du verschiedene Möglichkeiten. Du kannst ihn beispielsweise mit Doppelklebeband befestigen. Dafür bringst du die Klebestreifen an allen Rändern und Ecken an. Stoßkanten kannst du genau zuschneiden, indem du beide Bahnen aufeinanderlegst und zusammen durchschneidest.

Statt Klebeband kannst du aber auch Flüssigklebstoff verwenden. Dafür verlegst du die Vinyl-Rollenware erst einmal flächig auf dem Untergrund und schlägst dann eine Bodenhälfte zurück. Als nächstes bestreichst du den freiliegenden Boden mit dem Kleber. Anschließend solltest du den Klebstoff etwa zehn Minuten antrocknen lassen. Danach kannst du den Belag vorsichtig andrücken. Diesen Schritt wiederholst du dann Bahn für Bahn.


Schritt 4: Vinylboden andrücken

Ausroll-Vinylboden andrücken

Egal, ob du mit Klebeband oder mit Flüssigkleber gearbeitet hast: Streiche zum Schluss noch einmal den gesamten Boden gründlich fest. Am besten funktioniert das mit einem Andrückroller. Je nachdem, was für einen Kleber du zum Verlegen des Vinylbodens verwendet hast, musst du anschließend noch ein paar Stunden warten. Erst wenn der Klebstoff vollständig getrocknet ist, ist dein neu verlegter Fußboden aus Vinyl betretbar.


Schritt 5: Sockelleisten anbringen

Sockelleisten anbringen

Nachdem du deinen Vinylboden verlegt hast, schneidest du die überschüssigen Ränder mit dem Cutter ab. Zum Schluss bringst du noch die Sockelleisten an. Mit einer Feinsäge trimmst du sie auf die passende Länge. Achte darauf, dass du die Leisten nicht direkt am Boden montierst. Je nach Produkt werden sie mit Dübeln, Schrauben oder Klebestreifen an der Wand fixiert.


Produkte für das Verlegen von Vinylböden von der Rolle