Holzboden pflegen leicht gemacht

Ein Holzboden strahlt Wärme aus und trägt in den eigenen vier Wänden zu einer behaglichen Atmosphäre bei. Damit er lange gut aussieht, muss ein Holzfußboden regelmäßig gepflegt werden: Mit einer Versiegelung verleihst du der Oberfläche neuen Glanz und schützt sie vor Kratzern und Verschmutzungen. Wir erklären dir Schritt für Schritt, wie du dabei vorgehst.


Schwierigkeitsgrad: Leicht

Dauer: zwei bis drei Tage (mit Trocknungszeiten)

Werkzeug: ggf. Parkettschleifmaschine, Besen, für Parkettböden geeigneter Staubsaugeraufsatz oder Bodenwischer, Holzöl oder -versiegelung, Flächenstreicher, Walze, Schleifpapier


Den Holzboden abschleifen

Dein Holzboden zeigt an mehreren Stellen tiefe Kratzer oder hat sich durch direktes Sonnenlicht deutlich verfärbt? Ist der Parkettboden stark beschädigt, wird er selbst nach gründlichster Reinigung und Pflege nicht wie neu aussehen. In diesem Fall ist es am sinnvollsten, den Holzboden abzuschleifen. Dabei wird der Bruchteil eines Millimeters von der Oberfläche abgetragen, bis das intakte unbehandelte Holz zum Vorschein kommt. Die dafür nötigen Maschinen kannst du im Fachhandel oder beim toom Mietgeräteservice ausleihen.

Tiefe Kratzer oder Risse im Parkett besserst du zunächst mit Holzkitt und einem dehnbaren Holzspachtel aus. Warte, bis der Kitt gut durchgetrocknet ist, bevor du den Boden weiter bearbeitest. Schleife Parkettboden diagonal zur Verlegerichtung und Dielenboden in Holzrichtung ab, damit du ein glattes Ergebnis erhältst. Anschließend gut absaugen und abwischen. Austretendes Harz lässt sich mit Spezialverdünnung entfernen. Danach kannst du dein Parkett neu ölen oder versiegeln.


Holzboden pflegen in 3 Schritten

1. Vorbereitung: Holzboden gründlich reinigen

Holzboden pflegen

Bevor du mit der Pflege beginnst, muss das Holz sauber und trocken sowie fett- und wachsfrei sein. Um einen Echtholzboden zu reinigen, solltest du möglichst auf Wasser verzichten. Staub und Schmutz entfernst du am besten regelmäßig mit einem weichen Besen. Falls du einen Staubsauger verwenden willst, besorge unbedingt einen speziellen, für Parkettböden geeigneten Bürstenaufsatz, der die empfindliche Oberfläche nicht zerkratzt.

Falls dennoch Flecken zurückbleiben, kannst du hartnäckige Verschmutzungen mit einem Bodenwischer beseitigen. Dieser sollte gerade feucht genug sein, um angetrockneten Schmutz zu lösen, aber keinesfalls Wassertröpfchen hinterlassen, die in die Fugen eindringen und das Holz zum Aufquellen bringen können. Achte auch hier darauf, ausschließlich Wischer, Tücher und Reinigungsmittel zu verwenden, die ausdrücklich für Holzfußböden geeignet sind, denn haushaltsübliche Mikrofasertücher und chemische Reinigungs- oder Scheuermittel greifen die Holzoberfläche zu stark an. Sei auch vorsichtig, wenn du deinen Parkettboden mit Hausmitteln pflegen willst: Schmierseife beispielsweise hält sich hartnäckig als Geheimtipp, obwohl ein geölter Holzboden äußerst empfindlich darauf regieren kann.

Wichtig: Warte nach der Reinigung, bis der Boden so trocken ist, dass die Holzfeuchte einen Wert von 15 % nicht überschreitet. Dann kannst du deinen Parkettboden entsprechend pflegen; je nachdem, ob du ihn neu versiegeln oder geöltes Parkett nachölen willst.

2. Vorbehandlung: erste Schicht auftragen

Holzboden pflegen

Willst du deinen Holzboden neu versiegeln, trägst du zunächst ein- bis zweimal eine Treppen- und Parkett-Versiegelung unverdünnt auf das Holz auf. Anschließend schleifst du die Oberfläche leicht an und entstaubst sie sorgfältig. Falls du den Boden nicht vorher abgeschliffen und die entsprechende Maschine sowieso noch vor Ort hast, tut es in diesem Fall auch herkömmliches Schleifpapier, mit dem du die Oberfläche minimal anraust.

Ähnlich gehst du vor, wenn du den Holzboden ölen willst. Hier reibst du das entsprechende Öl mit einem weichen Lappen oder einer Poliermaschine in das Holz ein und wartest, bis es tief eingezogen und getrocknet ist. Das kann bis zu 36 Stunden dauern. Richte dich jedoch immer nach den Verpackungsangaben des verwendeten Öls. Anschließend solltest du den Boden ebenfalls abschleifen und entstauben.

3. Finaler Anstrich

Holzboden pflegen

Während die Vorbehandlung dazu dient, den Holzboden von Grund auf zu pflegen, ist der letzte Anstrich als zusätzliche Schutzschicht für die alltägliche Beanspruchung gedacht. Dafür trägst du erneut eine Schicht unverdünnte Versiegelung oder Holzöl auf. Nach der anschließenden Wartezeit von mindestens 24 Stunden kannst du den Holzboden wieder betreten.


Parkett ölen oder versiegeln? Eine Frage der Benutzung

Holz benötigt eine Oberflächenbehandlung, da das Naturmaterial empfindlich auf Feuchtigkeit, Schmutzpartikel und UV-Strahlen reagiert. Um die Oberfläche zu schonen, kannst du deinen Parkettboden ölen bzw. wachsen oder mit Lack versiegeln. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile:

  • Öl und Wachs dringen in das Holz ein und halten die Poren offen. So kann das Holz „atmen“. Es wirkt natürlich und unterstützt ein gesundes Raumklima. Gleichzeitig reagiert es dadurch aber empfindlicher auf verschüttete Flüssigkeiten oder Schmutz, der an Straßenschuhen in den Raum getragen wird.

  • Eine Versiegelung mit Lack oder Farbe bildet eine geschlossene Schicht, die wie jeder Bodenbelag feucht abgewischt und mit dem Staubsauger gereinigt werden kann. Bei einigen Anstrichen geht jedoch die natürliche Optik verloren. Bei stark beanspruchten Böden ist eine Versiegelung aber die pflegeleichtere Wahl.

Beide Behandlungen müssen regelmäßig wiederholt werden. Es ist bei gleicher Benutzung allerdings wesentlich häufiger nötig, Parkett zu reinigen und zu ölen, als die Lackversiegelung zu erneuern, um dauerhaft einen schönen Bodenbelag zu haben. Der entscheidende Aspekt für die richtige Oberflächenbehandlung ist deshalb, wie stark du deinen Holzboden im Alltag beanspruchst.


Das braucht man

  • toom Treppen- und Parkett-Versiegelung
  • toom Komfort Flächenstreicher mit spirePeakmix-Borste
  • toom Premium Walze mit fibreSkin plus-Bezug
  • Schleifpapier

toom Treppen- und Parkett-Versiegelung


Werkzeug

Die Wahl des richtigen Werkzeugs trägt entscheidend zum Erfolg des Projektes bei. Zum Auftragen der toom Treppen- und Parkett-Versiegelung empfehlen wir den toom Komfort Flächenstreicher mit spirePeakmix-Borste und Premium Walze mit fibreSkin plus-Bezug.


Expertentipp

Möchtest du einen alten Parkettboden pflegen, indem du ihn neu versiegelst, solltest du zuerst Beschädigungen wie Kratzer oder Risse im Parkett ausbessern. Dazu eignen sich Holzkitt und ein dehnbarer Holzspachtel am besten. Bessere die Schadstellen mit dem Kitt aus und lasse ihn gut trocknen, bevor du den Boden abschleifst und versiegelst.

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