So kannst du deinen Kellerboden ganz einfach streichen

Viele Kellerböden sind manch hohen Belastungen ausgesetzt. Niedrige Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und eingelagerte Dinge wie Renovierungs- und Baumaterialien können ihnen zu schaffen machen. Spätestens wenn die Bodenoberfläche sichtbare Schäden aufweist, solltest du den Kellerboden neu streichen. Wie du dabei vorgehst und worauf du achten musst, erfährst du in diesem Ratgeber.


Schwierigkeitsgrad: Einfach

Dauer: Je nach Größe des Kellers mehrere Stunden und mindestens 12 Stunden Trocknungszeit

Werkzeug: Grundierung, ölfeste Farbe, (ggf. auch ein Kombiprodukt aus Grundierung und Farbe), Pinsel, Farbwalze


Womit den Kellerfußboden streichen?

Wenn du den Boden im Keller streichen willst, fragst du dich vermutlich zuerst, welche Farbe du dafür überhaupt verwenden musst. Und damit bist du auch schon beim wichtigsten Punkt, denn nicht jeder Kellerboden verträgt jede Art von Anstrich. Zwar findest du in den meisten Kellern einen einfachen Betonboden vor, die entscheidende Frage ist dabei aber, ob es eine Dampfsperre gibt oder nicht. Dabei handelt es sich um eine in den Boden eingearbeitete Schicht, die das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert.


Einen diffusionsoffenen Boden im Keller streichen

Keller mit diffusionsoffenem Boden

Dampfsperren wurden erst ab den 1990er-Jahren in Kellerböden eingearbeitet. Vorher waren die Böden diffusionsoffen – also sowohl luft- als auch feuchtigkeitsdurchlässig. Solch ein älterer Kellerboden muss auch nach dem Streichen diffusionsoffen bleiben, sonst staut sich Feuchtigkeit an und kann auf lange Sicht Schimmelbildung begünstigen und zur Zerstörung der Bausubstanz führen. Aus diesem Grund solltest du nur luft- und feuchtigkeitsdurchlässige Farben verwenden, wenn du einen alten Kellerboden streichen willst.

Tipp: Eine andere Möglichkeit bestünde darin, den Kellerboden zu renovieren und nachträglich mit einer Dampfsperre zu versehen; oder Fliesen zu verlegen und dafür diffusionsoffene Fugenmasse zu verwenden.


Modernen Kellerboden streichen

Keller mit modernem Boden

Wenn du sicher bist, dass in deinem Keller bereits eine Dampfsperre verlegt worden ist, hast du die freie Auswahl aus sämtlichen Farben für Beton- und Zementböden. Besonders bieten sich Produkte an, die eine Kombination aus Grundierung und Lackierung darstellen. Sie erhöhen deutlich die Widerstandskraft des Bodens und sorgen dafür, dass er länger in gutem Zustand bleibt.

Tipp: In Heizungskellern darf man aufgrund von Brandschutzbestimmungen ausschließlich ölfeste Farbe verwenden. Gute Produkte sind beständig gegenüber Öl, Benzin sowie Diesel, zudem gegenüber Streugut und Weichmachern, die in Autoreifen enthalten sind. Ein solcher hochwertiger Anstrich ermöglicht es überdies, den Boden stets leicht und wirkungsvoll zu reinigen.


1. Vorbereitung: den Kellerboden ausbessern und reinigen

leerer Keller

Bevor du anfangen kannst, den Kellerboden zu streichen, muss der Untergrund sauber, trocken und fest sein. Zu einer guten Vorbereitung gehört es, eventuell vorhandene Zementschlämme, Kalkablagerungen, Oxidschichten und Trennmittel sowie Wasserflecken und Schimmelspuren restlos zu entfernen und mit klarem Wasser gut nachzuspülen.

Renovierst du den Kellerboden vollständig, musst du die neue Beton- oder Zementfläche etwa 4 bis 6 Wochen trocknen lassen, bevor du mit dem Streichen beginnen kannst. So gehst du sicher, dass der neue Boden vollständig ausgehärtet ist und nicht mehr zu viel Feuchtigkeit enthält.

Willst du einen Kellerboden lediglich nachstreichen, kannst du zunächst auf einer kleinen Fläche prüfen, ob sich der neue Anstrich mit dem alten verträgt. Vorher solltest du die Stelle für ein aussagekräftiges Ergebnis gründlich säubern.


2. Vorbehandlung: den Kellerboden mit Grundierung streichen

Grüne Grundierung wird auf Kellerboden aufgetragen

Für den Grundanstrich füllst du eine Grundierung oder ein Kombiprodukt in ein Leergebinde und sorgst unter Rühren für eine 10-prozentige Verdünnung mit Wasser. Für den Zwischenanstrich reduziert sich der Wasseranteil auf 5 Prozent. Die genauen Angaben findest du auf dem jeweiligen Produkt. Dort wirst du vermutlich auch lesen, dass zwischen den einzelnen Schichten Trockenzeiten von mindestens 12 Stunden einzuhalten sind.

Beginne beim Streichen des Kellerbodens immer in den Ecken und an den Wänden und gehe dann zur Mitte des Raumes. Dabei bewegst du dich rückwärts Richtung Ausgangstür, damit du die bereits gestrichenen Flächen nicht mehr betreten musst. Ein guter Flachpinsel erleichtert die Arbeit an schwer zugänglichen Stellen. Um größere Fläche des Kellerbodens zu streichen, ist es empfehlenswert, eine Farbwalze zu verwenden.


3. Anstrich: den Kellerboden widerstandsfähig machen

Kellerboden wird gestrichen

Ist die Grundierung getrocknet, kann der eigentliche Anstrich erfolgen. Auch hier gehst du nach dem gleichen Prinzip vor und arbeitest langsam von Ecken und Wänden zum Ausgang hin.

Bei einem Kellerboden wird der letzte Anstrich unverdünnt aufgetragen, um übermäßige Feuchtigkeitsansammlung zu verhindern und eine belastbare, lange haltbare Oberfläche zu erhalten. Trage die Farbe also unverdünnt in Bahnen mit gleichmäßigen Überlappungen auf. Nach etwa 24 Stunden dürfte der frisch gestrichene Boden wieder begehbar sein.


Das braucht man

  • toom 2in1 Fußboden-Siegel
  • Premium Flachpinsel mit solidPeak-Borste
  • Schleifpapier

toom 2in1 Fußboden-Siegel


Das richtige Werkzeug

Flachpinsel

Die Wahl des richtigen Werkzeugs trägt entscheidend zum Erfolg des Projektes bei. Zum 2in1 Fußboden-Siegels empfehlen wir den toom Premium Flachpinsel mit solidPeakmix-Borste und die Premium Walze mit foam- oder fibre-Skin plus-Bezug.


Expertentipp

Garagenböden stellen spezielle Anforderungen an eine Beschichtung. In diesem Fall und für Böden von Lagerhallen ist die toom 2K-Garagenbeschichtung die richtige Wahl. Sie ist beständig gegenüber Öl, Benzin und Diesel, Streugut sowie Weichmachern aus Autoreifen und lässt sich leicht reinigen.