Der toom Holzratgeber

Kiefer, Tanne, Lärche – manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Kein Wunder, denn weltweit gibt es ca. 30.000 Baumarten. Ihre Holzarten unterscheiden sich in Aussehen, Struktur, Dichte und dementsprechend auch in ihrer Verwendung. Jedes heimische Projekt hat seine eigenen Tücken, denen mit der Auswahl der passenden Holzart entgegengewirkt werden kann. In unserem Holzratgeber haben wir die wichtigsten Informationen zu den Vorteilen der verschiedenen Holzarten sowie weitere praktische Hinweise zusammengefasst.


Holz ist nicht gleich Holz

Der Allrounder

Das Kiefernholz ist ein richtiger Alleskönner. Egal ob Fußboden, Gartenbank oder Fensterrahmen –  im Innenausbau oder bei Gartenprojekten macht die Kiefer immer eine gute Figur. Das Holz ist leicht und mit geringem Kraftaufwand zu bearbeiten, wobei das Vorbohren empfohlen wird. Durch Kesseldruckimprägnierung ist die „Kiefer KDI“ besonders beständig gegen Pilze und Schimmel. Beachte, dass das Austreten von Imprägniersalzen, Farbpigmenten und Harz auch nach der Verarbeitung möglich sind. Im Astbereich können außerdem raue Stellen auftreten.

Die nordische Schönheit

Die Douglasie ist eine echte Schönheit aus den heimischen Wäldern.  hr dekoratives Äußeres macht sie besonders für den Bau von Fassaden und Treppen interessant. Aufgrund ihrer guten statischen Eigenschaften, kommt die Holzart auch oft bei Dielenböden zum Einsatz. Trotz guter Haltbarkeit im Außenbereich, freut sich die Douglasie besonders über einen Anstrich. Achte bei der Verarbeitung darauf, dass sich das gerbsäurehaltige Holz bei Kontakt mit Eisen möglicherweise dunkel verfärbt. Außerdem sind Farb-und Strukturabweichungen, Austritt von Harz sowie Rissbildung im Astbereich möglich.

Der Kraftprotz

Die Europäische Lärche wird hauptsächlich als Bau- und Möbelholz genutzt. Es ist eines der schwersten und härtesten Holzarten und verfügt über gute statische Eigenschaften. Wie wäre es also mit einem Baumhaus aus europäischer Lärche? Die gute Haltbarkeit im Außenbereich kann durch einen Anstrich unterstützt werden. Das Holz aus heimischen Wäldern ist relativ harzhaltig, Harzaustritt ist also möglich. Farb- und Strukturabweichungen, verstärkte Rissbildung im Astbereich und Verfärbungen durch den Kontakt mit Eisen können auftreten.

Der Exot

Die tropische Holzart Tali stammt hauptsächlich aus des Wäldern Mittel-, Ost- und West-Afrikas. Mit seiner rötlich braunen Färbung sorgt das Holz für eine willkommene Abwechslung im Eigenheim. Bei der Erhaltung der tollen Farbe helfen Lacke oder Lasuren. Gegen Pilz- und Insektenbefall ist Tali besonders widerstandsfähig, was eine Nutzung im Außenbereich begünstigt. Eine Terrasse aus Tali ist besonders haltbar, auch bei direktem Erdkontakt des Holzes. Achte bei der Bearbeitung unbedingt darauf, dass der Bearbeitungsstaub zu Reizungen der Schleimhäute führen kann.

Wood-Plastic-Composites

WPC (Wood-Plastic-Composites) hat sich zu einer sehr beliebten Alternative für Massivholzarten entwickelt. Das Kunststoff-Holz ist besonders Pflegeleicht und leicht zu reinigen. Besonders im Sommer freuen sich unsere nackten Füße, dass es nicht zu Splitter- oder Rissbildungen kommen kann. Außerdem ist die Oberflächentemperatur des WPC’s ca. 10% wärmer. Im Außenbereich ist es auch bei direktem Erdkontakt sehr haltbar und kann besonders mit Farbstabilität punkten. Einzig an Übergängen von überdachten zu freien Bereichen kann es zu Wasserflecken kommen. Beachte in diesem Fall unbedingt die Pflegehinweise.

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