Furnier kleben und Holzflächen in neuem Glanz erstrahlen lassen

Holz bringt ein warmes Ambiente und einen natürlichen Charme ins Haus. Falls alte Holzflächen aber mal an Glanz verloren haben oder von Kratzern und Schrammen übersät sind, kann ein Furnier Abhilfe schaffen. In diesem Ratgeber von toom Baumarkt erfährst du, wie du ein Furnier ganz leicht selbst verkleben kannst.


Schwierigkeitsgrad: Mittel

Dauer: inkl. Trocknungszeit min. 12 Stunden

Werkzeug: Furnierkleber, Zahnspachtel, Zollstock/Maßband, Cutter; optional: Spachtelmasse, Schleifpapier (feine Körnung), Feger, Nudelholz, Frischhaltefolie, Holzbrett, Schraubzwingen


Furnier kleben: die Vorbereitung

Holzoberfläche wird mit Schleifpapier bearbeitet

Voraussetzung für dein Vorhaben ist ein sauberer, glatter und fettfreier Untergrund. Um diesen vorzubereiten, gehe wie folgt vor:

  • Grobe Unebenheiten und Löcher gleichst du zunächst mit Spachtelmasse aus.
  • Für einen perfekt glatten Untergrund greifst du anschließend zum Schleifpapier. Schleife die Fläche erst mit mittlerer Körnung und anschließend noch einmal mit feiner Körnung ab.
  • Mit Pinsel oder Feger entfernst du Staub und Schleifreste.
  • Ist das Holz ölig, reinigst du die Oberfläche mit einem milden Spülmittel. Reicht das nicht aus, kannst du hartnäckige Rückstände beispielsweise mit Aceton entfetten.

Ist der Untergrund entsprechend präpariert, musst du das Furnier noch zuschneiden. Details dazu erhältst du im Ratgeber zum Furnieren von Holz.


Holzfurnier kleben: So gehts

Holzfurnier wird festgeklebt

Nun kannst du das Furnier verkleben. Trage zunächst den Leim auf. Achte dabei darauf, dass du ihn möglichst gleichmäßig verteilst und nicht zu wenig nimmst, da das Furnier sonst nicht gut haftet.

Richte das Furnier anschließend passend aus und prüfe, ob es an den Rändern einige Millimeter übersteht – die brauchst du als Spielraum. Drücke das Furnier dann vorsichtig an. Dazu kannst du entweder eine Schaumstoffrolle verwenden oder ein mit Frischhaltefolie umwickeltes Nudelholz nehmen.

Mit dem Kleben des Furniers bist du dann auch schon fertig – allerdings muss der Kleber nun noch richtig trocknen. Damit sich das Furnier während dieser Zeit nicht löst oder Wellen schlägt, solltest du es entsprechend fixieren. Tipps dazu findest du im nächsten Abschnitt.


Tipps zum richtigen Kleben von Furnier

Furnierkleber wird aufgetragen

Was ist sonst noch wichtig für das Verkleben von Furnier? Hier erfährst du es.

Welchen Leim sollte ich verwenden?

Es mag verlockend klingen, aber echter Furnierleim ist nur für den maschinellen Einsatz gemacht und damit etwas für professionelle Handwerker. Mit Furnierkleber oder Weißleim kannst du aber ohne Weiteres dein Furnier kleben.

Die richtige Menge Leim

Du solltest nicht zu wenig Leim auftragen, sondern diesen lieber großzügig verteilen. Verwendest du nicht genügend Leim, kann es sein, dass das Furnier nicht richtig haftet. Zu viel Leim ist allerdings auch nicht gut – du musst also im Zweifel etwas herumprobieren, um die richtige Menge zu bestimmen.

Trocknungszeit des Leims

Der Leim benötigt einige Zeit, um vollständig auszuhärten und zu trocknen. 12 Stunden sind ideal, du solltest das Werkstück aber mindestens über Nacht trocknen lassen.

Holzfurnier wird fixiert

Die perfekte Temperatur

Die perfekte Temperatur zum Kleben und Trocknen des Furniers beträgt etwa 18 bis 20 Grad Celsius, also ungefähre Raumtemperatur – zumindest, wenn du deinen Bastelkeller nicht voll aufheizt. Bei dieser Temperatur kann das Holz perfekt arbeiten, ohne dass der Kleber aufreißt.

Furnier fixieren

Furnieren ohne Presse, geht das? Klar! Mit einem Holzbrett und ein paar Schraubzwingen baust du genug Druck auf, um das Furnier anzupressen. Auf diese Weise kann der Leim in Ruhe trocknen und das Furnier schlägt keine Wellen.

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