Terrasse anlegen: So gehst du vor

In wärmeren Jahreszeiten geht nichts über eine Terrasse! Wir helfen dir gerne, die richtige Lage und die richtigen Materialien zu finden, um deine Gartenterrasse zu deiner ganz persönlichen Sommeroase zu machen. Wie du selbst aktiv werden kannst und deine Terrasse selbst anlegst, erfährst du in diesem Ratgeber.


Schwierigkeitsgrad: Mittel

Dauer: Unterschiedlich je nach Größe der Fläche

Werkzeug: Schaufel/Minibagger, Schnur, Kies, Sand, Splitt/Granulatasche, Plattenlager/Estrich/ Trasszement, Steinplatten, Flächenrüttler, Gummihammer, Fugenmasse, Spachtel, Zementschleier-Entferner



So gehst du beim Terrasse anlegen vor

Erfahre hier, wie du Schritt für Schritt deine Terrasse anlegen kannst. Die komplette Anleitung findest du auch als PDF. Falls du dein Projekt lieber in die Hände eines Profis geben möchten, solltest du auf unseren Handwerkerservice zurückgreifen. Überlasse den Terrassenbau unserem Fachpersonal und lege die Füße hoch. Ob Stein- oder Holzterrasse: wir unterstützen dich gerne bei deinem Vorhaben! Wende dich einfach an einen unserer kompetenten Mitarbeiter und lasse dich in Hinblick auf Materialien und Technik für einen optimalen Terrassenaufbau beraten.


Schritt 1: Steinterrasse selber bauen und überlegt vorgehen

Vor oder neben dem Haus, freistehend oder an ein Gebäude angrenzend? Die Lage der Terrasse entscheidet darüber, zu welcher Tageszeit du dich am meisten an ihr erfreuen kannst. Die Westseite garantiert dir zu Feierabend Nachmittagssonne und schönes Abendlicht. Auf der Ostseite genießt du deinen Morgenkaffee. Daneben sollte auch die Aussicht stimmen. Damit du alle Loungemöbel unterkriegst, am Familienesstisch genügend Platz hast und im ausgeklappten Liegestuhl ein Sonnenbad nehmen kannst, solltest du dir vor Baubeginn Gedanken über Fläche und Form der Terrasse machen. Miss die Terrassenfläche am besten genau aus.

Nicht weniger wichtig ist es, die Steinsorte mit Bedacht zu wählen. Natürlich sollte sie mit der Gebäudefassade und dem Gartenstil harmonieren. Doch nicht nur ästhetische Kriterien, sondern auch Beständigkeit und Pflegeaufwand solltest du miteinbeziehen. Steinplatten aus poliertem Naturstein sind beispielsweise mit einem Wisch gereinigt. In Sachen Langlebigkeit können sie nicht ganz mit Betonplatten mithalten, sind aber dennoch sehr beständig. Ausrutschsicherer sind dagegen uneben belassene Steine.

Lege dir zum Baubeginn sämtliche Materialien und Werkzeuge zurecht, die du benötigst.


Schritt 2: Auf das Gefälle achten

Es ist wichtig, dass deine Steinterrasse ein Gefälle hat: Eine leichte, vom Gebäude wegführende Neigungverhindert, dass sich an der Wand Nässe staut und zu Feuchtigkeitsschäden im Mauerwerk führt. Optimal ist ein Gefälle von ein bis drei Prozent. Dadurch fällt die Terrassenfläche auf einem Meter (m) circa ein bis drei Zentimeter (cm) ab. Das Gefälle schaffst du, wenn du Untergrund und Verlegebett anlegst. Am einfachsten gelingt dir das Auskoffern mithilfe eines Minibaggers. Aber auch mit einer Schaufel schaffst du dies – nur benötigst du hierfür etwas mehr Zeit und Körperkraft.


Schritt 3: Untergrund abstecken und Füllmaterial beschaffen

Mit einer Schnur markierst du die Fläche und Eckpunktedeiner Terrasse. Dadurch behältst du den Überblick, während du mehrere Materialschichten aufbringst. Denn bevor du die Terrasse baust und Steinplatten verlegst, ist es wichtig, einen stabilen Untergrund zu schaffen. Wenn du klassische Terrassenplatten aus Stein oder Beton verlegen willst, können Splitt oder Granulatasche, aber auch Plattenlager, Mörtelsäckchen und Estrich als Untergrund für deine zukünftige Terrasse dienen.


Schritt 4: Verlegebett anlegen

Für ein Splittbett hebst du zunächst die Verlegefläche aus. Schütte sie dann mit einer 5 bis 10 cm dicken Kiesschicht (Körnung 3 bis 7 Millimeter (mm)) und anschließend mit einer 5 cm dicken, verdichteten Schicht von feinerem Splitt oder gewaschenem Sand (Körnung 0 bis 4 mm) auf. Ein Verlegebett aus Mörtel ist hingegen nur dann notwendig, wenn beispielsweise ein Auto die Steinplatten befahren soll oder sie einer anderen starken Belastung ausgesetzt werden.

Steinterrassen, die du aus Polygonalplatten selber baust, sehen wunderbar natürlich aus. Hierfür sind ein paar kleinere Zwischenschritte notwendig. Sobald der ausgehobene Untergrund mit Kies befüllt ist, sollte er verdichtet werden. Zusätzlich empfiehlt sich eine 15 bis 20 cm dicke Schicht aus Kies oder Recyclingware, die als Frostschicht dient. Mit einem Flächenrüttler muss das Verlegebett abschließend noch einmal verdichtet werden. Achte hierbei darauf, dass du das Gefälle von ein bis drei Prozent einhältst.


Schritt 5: Platten waschen

Um zu vermeiden, dass Schmutz den Halt der Terrassendielen einschränkt, empfiehlt es sich, alle Platten vor dem Verlegen mit sauberem Wasser abzuwaschen.


Schritt 6: Pflasterbett und Platten verlegen

Nach dem Glattziehen des Untergrunds kannst du die Platten mit 3 bis 5 mm Fugenabstand verlegen. Plattenlager sind nicht zwingend erforderlich. Sie haben jedoch den Vorteil, dass du einzelne Platten später noch leicht austauschen kannst. Bei vorhandenen Unterkonstruktionen kannst du auf Stelzlagern, Mörtelsäckchen oder Splitt verlegen.

Du willst eine Steinterrasse aus Polygonalplatten bauen? Dann mische hierfür ein Pflasterbett aus Trasszement und gewaschenem Sand von 0 bis 5 mm Körnung und verteile die Mischung nach und nach auf der Frostschutzschicht. Das Pflasterbett sollte circa 15 bis 20 mm dick werden. Anschließend verlegst du die Polygonalplatten im Dickschichtverfahren mit 3 bis 5 mm Fugenabstand.


Schritt 7: Stabile Terrasse bauen: Steinplatten festklopfen

Klopfe die Steinplatten mit einem Gummihammer ins Verlegebett. Dies verhindert, dass sich Hohlräume bilden und sich die Platten allzu rasch lösen. Am besten schlägst du jede Platte einzeln an. Beginne immer in der Mitte und bearbeite anschließend die Randbereiche der Steinplatte.


Schritt 8: Fugenmaterial anmischen

Um die Zwischenräume zwischen den Steinplatten zu füllen, benötigst du Fugenmasse. Vermische hierfür Quarzsand und Trasszement im Verhältnis 1:3. Zur Verbesserung des Gemischs kannst du auch noch eine Fugenvergütung beimischen. Falls du eine schnelle Aushärtung wünschst, solltest du lieber schnell härtende Fertigfugenmasse verwenden.


Schritt 9: Fugen füllen

In einem ersten Schritt füllst du die Zwischenräume mithilfe eines Spachtels mit erdfeuchter Fugenmasse auf. Den Rest verdünnst du stärker, sodass das Fugenmaterial von leicht flüssiger Konsistenz ist. Gieße es in einem zweiten Schritt in die Fugen ein.


Schritt 10: Zementschleier entfernen

Deine Steinterrasse hast du nun schon fast fertig gebaut. Betritt sie aber erst, nachdem die Fugenmasse vollständig ausgehärtet ist. Mit einem Zementschleier-Entferner kannst du den entstandenen Schleier vorsichtig mit einem Tuch von den Platten lösen. Wichtig: Der Entferner darf nicht in die Fugen geraten. Vermeide unbedingt auch Hautkontakt, indem du beispielsweise Arbeitsschutzkleidung trägst. Noch gründlicher reinigst du die Fläche mit einem Schrubber. Entferne die letzten Reste aber erst, sobald die Fugen ausgehärtet sind. Achte dabei darauf, dass das Schmutzwasser nicht im Boden versickert. Abschließend spülst du die Steinterrasse mit klarem Wasser ab.