Steinterrasse bauen: So gehst du vor

In wärmeren Jahreszeiten geht nichts über eine Terrasse! Wir helfen dir gerne, die richtige Lage und die richtigen Materialien zu finden, um deine Gartenterrasse zu deiner ganz persönlichen Sommeroase zu machen. Wie du selbst aktiv werden und eine Steinterrasse bauen kannst, erfährst du in diesem Ratgeber.


Schwierigkeitsgrad: Mittel

Dauer: 1-3 Tage, je nach Größe der Terrasse

Werkzeug: Bandmaß/Zollstock/Maurerwinkel, Wasserwaage, Harke, Rüttelplatte, Schaufel/Minibagger, Schubkarre/Schaufel, Schnur, Sand, Splitt/Granulatasche, Plattenlager/ Estrich/Trasszement, Steinplatten, Flächenrüttler, Gummihammer, Fugenmasse, Spachtel, Zementschleier-Entferner, Drainagemörtel, Haftschlämme, Beton- oder Steinplatten oder Feinsteinzeugfliesen, Fugenkreuze, Winkelschleifer, Trennscheibe, Schutzbrille, Staubschutzmaske



So gehst du beim Terrasse anlegen vor

Hier erfährst du, wie du Schritt für Schritt deine Terrasse anlegen kannst. Die komplette Anleitung findest du auch als PDF. Falls du dein Projekt lieber in die Hände eines Profis geben möchten, solltest du auf unseren Handwerkerservice zurückgreifen. Überlasse den Terrassenbau unserem Fachpersonal und lege die Füße hoch. Ob Holz- oder Steinterrasse: wir unterstützen dich gerne bei deinem Vorhaben! Wende dich einfach an einen unserer kompetenten Mitarbeiter und lasse dich in Hinblick auf Materialien und Technik für einen optimalen Terrassenaufbau beraten.


Steinterrasse selber bauen und planen

Plan für eine Terrasse im Garten

Du willst dir endlich deine Traumterrasse zum Sonnenbaden, Grillen mit Freunden oder fürs gemütliche Familienfrühstück bauen? Die richtige Planung macht es möglich!

Lage deiner Terrasse bestimmen

Zunächst mal geht es darum, den richtigen Platz für deine Terrasse zu finden. Folgendes solltest du dabei berücksichtigen:

  • Möchtest du eine Terrasse am Haus für kurze Wege oder eine frei im Garten liegende Terrasse, auf der du rund um die Uhr die Sonne genießen kannst?
  • Wo hast du den größten Sichtschutz vor Nachbarn?
  • Wann verbringst du die meiste Zeit auf deiner Terrasse?

Die Lage der Terrasse entscheidet darüber, zu welcher Tageszeit du dich am meisten an ihr erfreuen kannst. Die Westseite garantiert dir zu Feierabend Nachmittagssonne und schönes Abendlicht. Auf der Ostseite genießt du deinen Morgenkaffee. Daneben sollte auch die Aussicht stimmen. Damit du alle Loungemöbel unterkriegst, am Familienesstisch genügend Platz hast und im ausgeklappten Liegestuhl ein Sonnenbad nehmen kannst, solltest du dir vor Baubeginn Gedanken über Fläche und Form der Terrasse machen. Miss die Terrassenfläche am besten genau aus.

Nicht weniger wichtig ist es, die Steinplatten für die Terrasse mit Bedacht zu wählen. Natürlich sollten die Terrassenbeläge mit der Gebäudefassade und dem Gartenstil harmonieren. Doch nicht nur ästhetische Kriterien, sondern auch Beständigkeit und Pflegeaufwand solltest du miteinbeziehen. Steinplatten aus poliertem Naturstein sind beispielsweise mit einem Wisch gereinigt. In Sachen Langlebigkeit können sie nicht ganz mit Betonsteinen mithalten, sind aber dennoch sehr beständig. Ausrutschsicherer sind dagegen uneben belassene Steine.

Übrigens: Weitere Tipps für die optimale Planung deiner Terrasse findest du in unserem Ratgeber „Terrasse bauen“.


Auf das Gefälle der Terrasse achten

Steinplatten werden mit Gummihammer verlegt

Es ist wichtig, dass du beim Steinterrasse bauen auf das Gefälle achtest: Eine leichte, vom Gebäude wegführende Neigung verhindert, dass sich an der Wand Nässe staut und zu Feuchtigkeitsschäden im Mauerwerk führt. Optimal ist ein Gefälle von ein bis drei Prozent. Dadurch fällt die Terrassenfläche auf einem Meter (m) circa ein bis drei Zentimeter (cm) ab. Das Gefälle für die Terrasse schaffst du, wenn du Untergrund und Verlegebett anlegst. Am einfachsten gelingt dir das Auskoffern mithilfe eines Minibaggers. Aber auch mit einer Schaufel schaffst du dies – nur benötigst du hierfür etwas mehr Zeit und Körperkraft.


Untergrund für die Terrasse anlegen

Hast du kein vorhandenes Roh-Fundament, gilt es als Erstes, einen ebenen und stabilen Untergrund für deine Steinterrasse zu bauen. Dieser Terrassenaufbau besteht aus einer Frostschutzschicht, einer Ausgleichsschicht, einem Unkrautvlies und eventuell begrenzenden Randsteinen.

Ein Verlegebett aus Mörtel ist nur dann notwendig, wenn beispielsweise ein Auto die Steinplatten befahren soll oder sie einer anderen starken Belastung ausgesetzt werden.

Lege dir zum Baubeginn sämtliche Materialien und Werkzeuge zurecht, die du benötigst.

Maurerwinkel zum Einhalten des rechten Winkels

1.  Untergrund abstecken und Füllmaterial beschaffen

Mit einer Schnur markierst du die Fläche und Eckpunkte deiner Terrasse. Ein Maurerwinkel hilft dir beim Einhalten eines rechten Winkels. Dadurch behältst du den Überblick, während du mehrere Materialschichten aufbringst. Denn bevor du die Terrasse baust und Steinplatten verlegst, ist es wichtig, einen stabilen Untergrund zu schaffen. Wenn du klassische Terrassenplatten aus Stein oder Beton verlegen willst, können Splitt oder Granulatasche, aber auch Plattenlager, Mörtelsäckchen und Estrich als Untergrund für deine zukünftige Terrasse dienen.

Übrigens: Kies ist beim Terrasse pflastern als Untergrund nicht geeignet. Er ist gerundet und lässt sich nicht verdichten. Für die Tragschicht muss Schotter mit unterschiedlichen Körnungen verwendet werden, auch Mineralgemisch genannt. Sehr verbreitete Körnungen sind 0-32mm und 0-45mm. Schotter ist scharfkantig und lässt sich auch wegen des Feinanteils (feine Körnungen) verdichten.

2.  Verlegebett anlegen

Für ein Fundament aus Schotter und Splitt hebst du zunächst die Verlegefläche aus. Der Aushub zum Steinterrasse bauen sollte etwa 35 bis 40 Zentimeter tief sein. Die genaue Aushubtiefe ermittelst du, indem du alle Schichten des Fundaments zusammenrechnest. Achte beim Ausheben darauf, dass du keine Leitungen im Boden beschädigst. Informiere dich am besten im Vorfeld über deinen Versorgungsleister oder lass dir die Pläne vom Katasteramt zu verlegten Leitungen in deinem Garten zeigen.

Verdichte den Boden dann mindestens zweimal mit einer Rüttelplatte. Grenzt deine Terrasse an ein Gebäude, solltest du zwischen Schotter und Mauer eine Noppenbahn verlegen. Sie schützt die Mauer vor Nässe und damit vor Schimmel oder Bakterienbefall. Die Noppen sollten zur Hauswand gerichtet sein.

Frostschutzschicht aus Schotter wird verteilt

3. Frostschutzschicht anlegen

Nun füllst du eine ca. 22 Zentimeter dicke Frostschutzschicht aus Schotter ein und verteilst den Schotter gleichmäßig. Damit deine Terrasse später exakt ausgerichtet ist, spannst du eine Maurerschnur zwischen den Begrenzungsstangen und richtest diese exakt auf die Höhe der späteren Terrasse aus. Beachte dabei den rechten Winkel.

Kontrolliere dann die Höhe der Schotterschicht mithilfe eines Zollstocks und bessere ggfs. mit einer Harke etwas nach. Achte hierbei darauf, dass du das Gefälle von ein bis drei Prozent einhältst. Mit einem Flächenrüttler muss das Verlegebett anschließend noch verdichtet werden. Nutze dazu eine Rüttelplatte und arbeite mindestens dreimal von außen nach innen. Da der Schotter durch die Verdichtung um etwa zehn Prozent einsinkt, verdichtet sich die Schotterschicht dabei auf 20 Zentimeter.

Tragschicht für Terrasse wird angelegt

4. Tragschicht anlegen

Nun folgt die Tragschichthöhe. Sie besteht aus Basaltsplitt und sollte in der Höhe exakt ausgerichtet sein. Dazu legst du Metallschienen in der Länge der Terrasse mit einem Abstand von ca. 90 Zentimetern auf kleine Basaltsplitthäufchen und richtest die Stangen in der Höhe aus. Wenn alle Metallschienen ausgerichtet sind, füllst du den Raum dazwischen etwa vier Zentimeter hoch mit Splitt auf. Der Splitt sollte die Metallschienen gerade so überdecken. Ziehe dann den Splitt mehrmals mithilfe einer Richtlatte entlang der Metallschienen in beide Richtungen ab. Sollten Löcher oder Unebenheiten entstehen, kannst du diese Stellen wieder auffüllen und neu abziehen.

5. Anti-Unkrautvlies auslegen

Zum Schluss entfernst du die Metallschienen und füllst die Rillen vorsichtig mit Splitt auf. Rolle dann ein Anti-Unkrautvlies aus. Die einzelnen Vliesbahnen sollten sich mindestens 10 Zentimeter überlappen. Nun kannst du damit beginnen, deine Terrasse selber zu pflastern!


Verlegearten für Steinterrassen

Stein- oder Betonplatten sind die gängige Art, Terrassen zu legen. Wenn du mit Platten eine Terrasse bauen möchtest, hast die Wahl zwischen drei Verlegearten. Jede hat ihre Vor- und Nachteile:

Haufen aus Splitt

Splittbett

Bei der Verlegung in ein Splittbett legst du die Beton- oder Steinplatten direkt auf eine Schicht aus Splitt. Sie werden nicht mit dem Untergrund verklebt oder anderweitig verbunden. Man nennt die Methode deshalb auch ungebundene Bauweise.

Vorteile:

• Keine Hohlräume, da die Platten mit ihrer gesamten Fläche aufliegen – sie können so nicht brechen

  • Baulich die einfachste Methode, um Terrassenplatten zu verlegen

Nachteile:

  • Nur bei gleich dicken Platten sinnvoll
Mörtelbett auf dem Platten verlegt werden

Mörtelbett

Im Gegensatz zum Terrassenplatten verlegen auf Splitt ist die Verlegung in ein Mörtelbett eine gebundene Bauweise. Die Terrassenplatten werden durch den Mörtel mit dem Untergrund fixiert.

Vorteile:

  • Gut geeignet für unterschiedlich dicke Natursteinplatten
  • Geeignet, um auf eine leicht schräge Fläche eine waagrechte Terrasse zu verlegen

Nachteile:

  • Das Austauschen gebrochener Platten ist kompliziert
Plattenlager auf dem Steinplatten liegen

Plattenlager

Auch mithilfe von Plattenlagern kannst du eine Steinterrasse bauen. Dazu legst du deine Terrassenplatten auf spezielle, höhenverstellbare Kunststofffüße. Jeweils vier Plattenecken kommen auf einem Lager zum Liegen, getrennt durch integrierte Fugenkreuze.

Vorteile:

• Leicht zu verlegen

  • Unebenheiten können gut ausgeglichen werden
  • Wasser kann ungehindert ablaufen
  • Einzelne Platten sind einfach austauschbar

Nachteile:

  • Durch den Hohlraum unter den Platten klingen Schritte etwas hohl
  • Teuerstes System

Steinterrasse bauen

Wir zeigen dir das Anlegen einer Steinterrasse im Splittbett. Das ist gar nicht so einfach: Bis die Steinplatten gerade und fest sitzen, dauert es bei unerfahrenen Selbermachern schon etwas. 

Steinterrasse im Garten

1. Untergrund für die Steinplatten vorbereiten

Auch für das Verlegen von Stein- oder Betonplatten benötigst du einen sorgfältig vorbereiteten Untergrund mit einem leichten Gefälle. Auf die Frostschutzschicht folgt hier eine 20 Zentimeter dicke Tragschicht aus Mörtel und darauf eine Schicht Splitt. Da die Steinplatten direkt in den Splitt verlegt werden und die darunterliegende Mörtelschicht das Unkrautwachstum verhindert, verzichtest du hier auf das Anti-Unkrautvlies.

2. Platten waschen

Um zu vermeiden, dass Schmutz den Halt der Terrassendielen einschränkt, empfiehlt es sich, alle Platten vor dem Verlegen mit sauberem Wasser abzuwaschen.

Randeinfassung aus Betonschicht wird gebaut

3. Terrassenränder mit Beton festigen

Jetzt kann es mit dem Verlegen der Steinplatten losgehen. Du startest am besten mit ein paar Platten in einer Ecke als Arbeitsbereich – so machst du deine akkurat ausgerichtete Splittschicht nicht gleich wieder kaputt.

Grundsätzlich besteht bei der losen Verlegung die Gefahr, dass die Fliesen deiner Steinterrasse verrutschen. Deshalb ist eine Randeinfassung empfehlenswert. Dafür setzt du an allen Rändern der Terrassenfläche die Platten auf eine fünf bis zehn Zentimeter breite Betonschicht. Sie gibt den Randplatten den nötigen Halt und verhindert das Wegrutschen nach außen. Am besten verteilst du den Beton mit einer Maurerkelle.

Tipp: Um den Beton für die Randbefestigung gut verarbeiten zu können, braucht er die passende Konsistenz. Gut geeignet ist Estrichbeton. Rühre ihn am besten in einer Schubkarre an. Gib langsam und nach und nach Wasser hinzu, bis er eine relativ feste, erdfeuchte Konsistenz erreicht hat. Der Beton ist perfekt wenn du mit der Hand trockene Klumpen formen kannst.

4. Randplatten verlegen

Nun legst du Platte an Platte am Rand entlang, ohne dabei in dein Splittbett zu treten. Klopfe die Steinplatten mit einem Gummihammer ins Verlegebett. Dies verhindert, dass sich Hohlräume bilden und sich die Platten allzu rasch lösen. Am besten schlägst du jede Platte einzeln an. Beginne immer in der Mitte und bearbeite anschließend die Randbereiche der Steinplatte.

Sobald die Randplatten waagrecht und fest im Splittbett liegen, gibst du ihnen an der Außenseite Halt, indem du mithilfe einer Maurerkelle Beton keilförmig aufträgst. An manchen Stellen, wie einem Schuppen oder einer Hauswand, kann das recht schwierig sein. Eine Putzkelle ist daher an engen Stellen sehr hilfreich.

Steinplatten werden mit Gummihammer verlegt

5. Steinplatten verlegen

Sobald an einer Seite die Randplatten fixiert sind, kannst du mit der Fläche beginnen und die Steinplatten mit 3 bis 5 mm Fugenabstand verlegen. Plattenlager sind nicht zwingend erforderlich. Sie haben jedoch den Vorteil, dass du einzelne Platten später noch leicht austauschen kannst. Bei vorhandenen Unterkonstruktionen kannst du die Terrassenplatten auf Mörtelsäckchen, Stelzlagern oder Splitt verlegen.

Kontrolliere immer wieder, ob die Platten waagrecht liegen. Notfalls musst du eine Platte nochmals anheben und etwas Splitt nachfüllen.

6. Steinplatten verfugen

Zum Schluss rührst du Fugenmörtel zu einer sämigen Konsistenz an und beginnst diagonal damit, die Fugen der Terrassenplatten zu füllen. Wenn alles gut getrocknet ist, reinigst du die Fliesen mit klarem Wasser und einem weichen Schwamm. Zur Hauswand hin solltest du Silikon für die Dehnfugen verwenden.


Terrasse mit Feinsteinzeug bauen

Feinsteinzeugfliesen werden meist gebunden verlegt, also mittels Haftschlämme in ein Mörtelbett geklebt. Alternativ kannst du sie auch lose, also in ein Splittbett verlegen. Dieses Verfahren eignet sich jedoch nur für leicht beanspruchte Terrassen und große Fliesen. Grundsätzlich gehst du dabei vor wie bei Betonplatten oder Natursteinen. Wichtig ist dabei ein sehr akkurat vorbereiteter Untergrund.

Wir zeigen dir in unserer Anleitung, wie du eine Terrasse mit Feinsteinzeug im Mörtelbett baust.

Schnüre zur Markierung der Terrassenfläche

1. Untergrund für Feinsteinzeugfliesen vorbereiten

Zunächst spannst du Schnüre in der Höhe, in der deine Terrasse später liegen soll. Als Untergrund trägst du zunächst eine Tragschicht Schotter bis ca. 10 Zentimeter unterhalb der Schnur auf. Nun verdichtest du mit der Rüttelplatte und einer Handstampfe.

Betonmörtel in Eimer

2. Betonmörtel anrühren und auftragen

Rühre nun den Drainagemörtel an – am besten geht das mit einem Betonmischer, den du dir bei toom mieten kannst. Aber auch mit einer Bohrmaschine mit Quirl und einem Eimer lässt sich das bei kleineren Terrassen machen.

Den Mörtel trägst du in zwei Schichten auf, zusammen fünf Zentimeter dick, und verdichtest jede Schicht. Die Höhe sollte nun der Richtschnur minus der Plattendicke entsprechen.

3. Feinsteinzeugplatten probelegen

Nun legst du die ersten Feinsteigzeugplatten zur Probe aus und überprüfst Höhe und Neigung. Die Platten sollten mit zwei bis drei Prozent Gefälle vom Gebäude weg liegen. Wenn alles passt, entfernst du Steinplatten und Metallstangen.

Steinplatte wird mit Gummihammer verlegt

4. Haftschlämme auftragen

Als zusätzlichen Kleber zwischen Mörtel und Fliesen trägst du nun mit der Maurerkelle eine Schicht Haftschlämme auf die Platten auf. Du rührst ihn in einem Eimer nach Packungsanleitung an.

5. Feinsteinzeug verlegen

Nun legst du die Fliesen an die vorher bestimmte Stelle. Fugenkreuze helfen dir dabei, die Abstände zwischen den Fliesen einzuhalten. Achtung: Die Haftschlämme an den Fliesen trocknet sehr schnell, deshalb ist ein Verschieben der Fliesen kaum möglich!

Mithilfe eines Gummihammers fixierst du die Feinsteinzuegfliesen im Mörtelbett. Zwischendurch kontrollierst du mit einer Wasserwaage, ob alles waagrecht bzw. im leichten Gefälle liegt.

Tipp: Du kannst Feinsteinzeug mit einem Winkelschleifer und der passenden Trennscheibe zuschneiden. Für längere Schnitte, solltest du eine Führungsschiene verwenden. Wichtig dabei: Immer eine Schutzbrille und Gehörschutz tragen!

6. Fugenmaterial anmischen

Um die Zwischenräume zwischen den Feinsteinzeugplatten zu füllen, benötigst du Fugenmasse. Vermische hierfür Quarzsand und Trasszement im Verhältnis 1:3. Zur Verbesserung des Gemischs kannst du auch noch eine Fugenvergütung beimischen. Falls du eine schnelle Aushärtung wünschst, solltest du lieber schnell härtende Fertigfugenmasse verwenden.

Zwischenräume der Steinplatten werden mit einer Fugenmasse gefüllt

7. Fugen füllen

In einem ersten Schritt füllst du die Zwischenräume der Steinplatten mithilfe eines Spachtels oder eines Fugengummis diagonal mit erdfeuchter Fugenmasse auf. Den Rest verdünnst du stärker, sodass das Fugenmaterial von leicht flüssiger Konsistenz ist. Gieße es in einem zweiten Schritt in die Fugen ein. Fugen zur Hauswand solltest du mit einem Dehnungsmaterial wie Silikon füllen.

8. Zementschleier entfernen

Deine Steinterrasse hast du nun schon fast fertig gebaut. Betritt sie aber erst, nachdem die Fugenmasse vollständig ausgehärtet ist. Mit einem Zementschleier-Entferner kannst du den entstandenen Schleier vorsichtig mit einem Tuch von den Platten lösen. Wichtig: Der Entferner darf nicht in die Fugen geraten. Vermeide unbedingt auch Hautkontakt, indem du beispielsweise Arbeitsschutzkleidung trägst.

Alternativ reinigst du die Fläche mit klarem Wasser und einem Schrubber oder Schwamm ohne kratzige Oberfläche. Entferne die letzten Reste aber erst, sobald die Fugen ausgehärtet sind. Achte dabei darauf, dass das Schmutzwasser nicht im Boden versickert. Abschließend spülst du die Steinterrasse mit klarem Wasser ab.


Steinterrasse aus Polygonalplatten bauen

Steinterrasse wird aus Polygonalplatten gebaut

Du willst eine Steinterrasse aus Polygonalplatten bauen? Du kannst Polygonalplatten lose im Splittbett oder auch im Mörtelbett verlegen. Für eine Terrasse bietet sich das Verkleben mit Mörtel an, denn die Fläche wird dadurch ebener und hält besser. Mische hierfür ein Pflasterbett aus Trasszement und gewaschenem Sand von 0 bis 5 mm Körnung und verteile die Mischung nach und nach auf der Frostschutzschicht. Das Pfla sterbett sollte circa 15 bis 20 Millimeter dick werden und auf einem Untergrund aus 25 Zentimeter gut verdichtetem Schotter und 5 Zentimeter Splitt angelegt werden. Anschließend verlegst du die Polygonalplatten im Dickschichtverfahren mit 3 bis 5 mm Fugenabstand.

Das Verlegen ist eine Puzzlearbeit, bei der aus den vielen unterschiedlichen Größen, Farben und Strukturen ein harmonisches Gesamtbild entstehen soll. Einzelne Platten kannst du durchaus auch einmal mit einem Hammer auf die passende Größe schlagen.

Tipp: Zuerst alle Platten lose auslegen, dann fotografieren und nummerieren, welche Seiten zusammengehören. Erst dann ein Mörtelbett erstellen (ca. 4 Zentimeter) und die Steine gemäß Plan mit dem Gummihammer leicht einklopfen. Zum Schluss die Fugen mit Fugenmasse füllen.