Kamelie (Camellia japonica)

Ende des 18. Jahrhunderts gelangten zwei Kamelien nach Deutschland, eine in den Besitz des damaligen Kurfürsten von Hannover und eine nach Pillnitz (Dresden), wo sie noch heute im Garten des Pillnitzer Schlosses zu bewundern ist. Heutzutage sieht man diese immergrünen und ausdrucksstarken Pflanzen immer öfter in Liebhabergärten. Es hat viele Jahre gedauert, bis das Wissen um ihre Kultur und die Auswahl geeigneter Sorten diesen Erfolg ermöglichten. Besonders beeindruckend sind ihre vielfältigen Blütenfarben, -formen und ihre Blühfreudigkeit, die mit dem Alter noch zunimmt.


Standort: Halbschatten

Gießen: Mäßig gießen

Düngezeit: vor und nach der Blüte

Blütezeit: Februar bis Mai


Sortiment

Die unterschiedlichen Kamelien-Arten unterscheidet man nach ihren Blüten. Diese können folgende Formen annehmen: einfach, halbgefüllt, anemonenförmig, päonienförmig, rosenförmig und vollständig gefüllt. Die meisten Sorten blühen von Februar bis in den Mai hinein, genau zu einer Zeit, wo so gut wie keine anderen Zwerggehölze blühen. Ihre unvergleichlich schönen Blüten erreichen dabei einen Durchmesser von bis zu 10 cm.

Standort und Gießen

Im Garten benötigen die Pflanzen einen Standort im lichten Halbschatten am Gehölzrand, unter hohen Bäumen oder im geschützten Innenhof. Das Erdreich sollte mit reifem Kompost oder Rhododendronerde zu je gleichen Teilen vermischt werden. Im Haus eignet sich ein kühler Wintergarten oder ein heller, aber nicht zu sonniger Fensterplatz. Kamelien brauchen stets gleichmäßig feuchte Erde. Achte besonders in den Sommermonaten darauf, dass der Wurzelballen nicht austrocknet.

Pflege und Düngen

Während der Wachstumszeit und nach der Blüte bis Ende Juli solltest du die Kamelie wöchentlich mit Azaleendünger ernähren. Die Konzentration sollte etwas schwächer sein als auf der Packung angegeben. Umgetopft werden sollte ungefähr alle 2 Jahre (je älter, desto seltener), am besten während der Wachstumsphase. Wichtig sind ein guter Wasserabzug und ein ausreichender Gießrand.

Profitipps

Der gefürchtete Knospenfall (überwiegend im Zimmer auftretend) ist meist die Folge von zu geringer Luftfeuchtigkeit. Sorge deshalb besonders bei Raumtemperaturen, die 15 °C übersteigen, durch tägliches Sprühen und Aufstellen von Wasserschalen für eine Luftfeuchtigkeit von mind. 60%.