Chrysanthemen: Herbstblüten im Garten

Die Chrysantheme gehört zur Familie der Korbblütler und sorgt bis zum Winterbeginn für Farbe und Leben in deinem Garten. Chrysanthemen sind in vielen Sorten erhältlich. Mit ein- und mehrfarbigen, gefüllten und ungefüllten Blüten sind sie ideale Schnittblumen. Wenn die Bodenbedingungen stimmen und du die Pflanzen richtig gießt, ist die Pflege von Chrysanthemen auch für Garten-Neulinge nicht zu aufwendig.


Standort: Sonne bis Halbschatten

Gießen: Mäßig gießen

Düngezeit: Frühjahr bis Sommerende

Blütezeit: Ganzjährig



Welche Chrysanthemen gibt es für den Garten?

Chrysanthemen stammen ursprünglich aus Ostasien, vorwiegend aus China und Japan. Dort wurden sie schon lange kultiviert, bevor sie Ende des 17. Jahrhunderts nach Europa kamen. Auch hier wurden die robusten Stauden mit den hübschen Blüten schnell zu beliebten Zierpflanzen in Gartenanlagen und Parks und durch intensive Züchtung entstanden unzählige Arten. Am weitesten verbreitet sind heute vor allem zwei: die Gartenchrysantheme (Chrysanthemum x grandiflorum) und die Herbstchrysantheme (Chrysanthemum x indicum) mit ihren verschiedenen Untersorten.

  • Gartenchrysanthemen werden auch als Winterastern bezeichnet. Sie sind langstielig und wachsen in dichten Stauden mit zahlreichen Blüten, deren Farbe je nach Sorte variiert. Es gibt sie in Weiß und Gelb sowie Rosa- und Rottönen. Besondere Züchtungen wechseln während der Blütezeit sogar die Farbe. Der Name spielt darauf an, dass die Winterastern bei guter Pflege und entsprechender Präparation des Bodens die kalten europäischen Winter im Freien überstehen können.
  • Herbstchrysanthemen sind kleiner und wachsen kugelförmig mit einer großen Anzahl an Blüten, die in alle Richtungen zeigen. Ihre lange Blütezeit erstreckt sich über mehrere Monate im Spätherbst bis zum ersten Frost. Diese Chrysanthemen erstrahlen im Garten selbst dann noch in sämtlichen Weiß-, Gelb-, Orange- und Rottönen, wenn andere Pflanzen längst ihre Blätter verloren haben. Das macht sie zu hübschen Farbtupfern im grauen Herbstwetter. Überwintern können mehrjährige Sorten allerdings nur an einem frostgeschützten Ort.

Sämtliche gezüchteten Sorten dieser beiden Chrysanthemen ähneln sich in Pflege, Standortwahl und ihren Ansprüchen an den Boden stark. Deshalb wird in den folgenden Absätzen der Gattungsname Chrysantheme als Oberbegriff verwendet und nur bei entscheidenden Unterschieden auf die einzelnen Arten eingegangen.


Der richtige Standort für Chrysanthemen

Besonders gut gedeihen Chrysanthemen an einem Standort mit humusreichem, kalkhaltigem und lockerem (z.B. sandhaltigem) Boden. Dort ist nicht nur für die nötigen Nährstoffe, sondern auch eine gute Bodendurchlüftung gesorgt, sodass keine Staunässe entstehen kann. Das ist wichtig, denn diese vertragen Chrysanthemen überhaupt nicht.

Generell mögen es Chrysanthemen halbschattig bis sonnig. Während einjährige Herbstchrysanthemen durchaus auch im Schatten gedeihen, brauchen mehrjährige Sorten und Winterastern einen Standort mit viel Sonne. Hochwachsende Stauden stehen an einem windgeschützten Ort sicherer, aber du kannst sie auch mit sogenannten Staudenstützen oder an einem Gartenzaun fixieren, um sie vor Windbruch zu schützen.


Wann ist die beste Pflanzzeit für Chrysanthemen?

Im Herbst gesetzte Chrysanthemen gehen nicht selten über den Winter ein, weil sie noch nicht stark genug sind, um die nährstoffarmen und feuchten Wintermonate zu überstehen. Die besten Pflanzzeiten sind daher das Frühjahr und der Frühsommer. So haben die Pflanzen genügend Zeit, ihr Wurzelwerk auszubilden, damit sie auch im Winter genügend Nährstoffe aufnehmen können. Gleichzeitig wirst du dann bereits im Herbst mit einem bunten Blütenmeer belohnt.


Chrysanthemen und ihre Pflege

Bei der Pflege von Chrysanthemen ist vor allem wichtig, dass die Pflanzen ausreichend Wasser und Nährstoffe bekommen, denn von beidem brauchen sie viel.

  • Chrysantheme gießen: Die Pflanze benötigt ausreichend Wasser und darf niemals austrocknen. Besonders an einem sonnigen Standort musst du die Chrysantheme deshalb häufig gießen. Aber Vorsicht: Gleichzeitig verträgt sie keinerlei Staunässe. Stelle sicher, dass der Boden locker ist, damit das Wasser gut versickern kann. Falls der Boden in deinem Garten zu dicht ist, kannst du ihn mit Sand auflockern.
  • Chrysantheme düngen: Chrysanthemen sind sogenannte Starkzehrer, die ausreichend gedüngt werden müssen. Daher empfiehlt es sich, im Frühjahr und im Herbst reifen Kompost in die Erde einzuarbeiten. So verbesserst du übrigens auch auf ganz natürliche Weise die Durchlüftung des Bodens. Eine reiche Knospenbildung erreichst du, indem du bis in den Juli hinein alle zwei Wochen zusätzlich einen organischen Volldünger anwendest. Bei einjährigen Herbstchrysanthemen ist hingegen kein zusätzlicher Dünger notwendig.

Schnell wachsende Staudenpflanzen solltest du außerdem jedes Jahr nach der Blütezeit zurückschneiden, damit sie dicht und kompakt wachsen und im nächsten Jahr viele Triebe ausbilden. Gleichzeitig verhinderst du damit Krankheiten und Schädlingsbefall.


Das Überwintern von Herbst- und Gartenchrysanthemen

Mehrjährige Chrysanthemen verwandeln deinen Garten jeden Herbst aufs Neue in ein farbenfrohes Blütenmeer, wenn sie den Winter überstehen. Die kalte Jahreszeit ist heikel, weil sich einerseits viel Feuchtigkeit im Boden sammeln kann und andererseits die Flachwurzeln durch Bodenfrost besonders gefährdet sind.

Bei Topfpflanzen ist die Sache noch verhältnismäßig einfach: Nach der Blüte sollte die Pflanze zurückgeschnitten werden, bevor du sie zum Überwintern an einen kühlen und hellen Ort bringst. Achte darauf, dass die Erde weder austrocknet noch zu feucht ist. Ab April kannst du die Pflanzen wieder ins Freie bringen.

Etwas aufwendiger ist es, winterharte Gartenchrysanthemen in ihren Beeten auf den Winter vorzubereiten. Zunächst schneidest du die verblühten Triebe im Herbst ebenfalls zurück, überprüfst die Bodenqualität und düngst die Pflanze mit reifem Kompost. Bei Minustemperaturen kannst du die Pflanzen außerdem mit trockenen Reisigzweigen abdecken. So sind sie vor Frost geschützt, ohne dass sie feucht werden und das Fäulnisrisiko ansteigt.

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