Aufgrund ihrer üppigen Blütenpracht gehören Chrysanthemen zu den beliebtesten Stauden für Garten und Balkon. Sie blühen bis in den Herbst hinein und zieren deine Beete noch lange, nachdem die Sommerblumen verwelkt sind. Erfahre in diesem Ratgeber von toom Baumarkt alles über die verschiedenen Arten der Zierpflanze, wie du sie pflegst und wie Chrysanthemen überwintert werden.


Über Chrysanthemen

In vielen Gärten, Parkanlagen und auch auf Friedhöfen lässt sich eine prächtige Vielfalt an Chrysanthemen bewundern. Doch auch als Balkonbepflanzung oder Schnittblume ist die Staude aufgrund ihrer zahlreichen und bunten Blüten sehr begehrt. Doch die Chrysantheme ist nicht nur als Zier-, sondern auch als Nutzpflanze bekannt:

  • Frische, getrocknete Pflanzenteile können als Tee aufgebrüht werden.
  • Man kann aus Chrysanthemen Öl gewinnen.
  • Die Blütenkörbe können in Essig eingelegt werden.
  • Die Blüten dienen als aromatischer Badezusatz.
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Name und Herkunft der Chrysantheme

Die Bezeichnung „Chrysantheme“ stammt von ihrem botanischen Namen „Chrysanthemum“ ab, der so viel wie „Goldblüte“ bedeutet. Sie kommt ursprünglich aus Ostasien und war überwiegend in China und Japan verbreitet. Ende des 17. Jahrhunderts gelangte die Staudenpflanze nach Europa, wo sie seitdem – wie in der asiatischen Heimat – als Zierpflanze kultiviert wird.

Info: Das nationale und kaiserliche Siegel Japans ist eine stilisierte, 16-blättrige Chrysanthemenblüte.


Artenvielfalt der Chrysantheme

Die Chrysantheme zählt zur Familie der Korbblütler, zu der auch das Gänseblümchen und die Dahlie gehören. Über 40 Arten sind bekannt, deren verschiedene Sorten auf mehrere Tausend geschätzt werden. Am weitesten verbreitet sind die Garten- sowie die Herbst-Chrysantheme.


Garten-Chrysanthemen

„Chrysanthemum grandiflorum“ sind Garten-Chrysanthemen – mehrjährig und winterhart. Da sie mit den Astern verwandt sind, werden sie auch als Winterastern bezeichnet. Die langstieligen Garten-Chrysanthemen wachsen in Stauden. Die Farbvielfalt ihrer zahlreichen Blüten variiert je nach Sorte und reicht von weißen und gelben Blüten bis hin zu Rosa- und Rottönen. Besondere Züchtungen können sogar während des Jahres die Farbe wechseln. Die Sorten der Garten-Chrysantheme sind sehr robust und können daher europäische Winter im Freien überstehen.


Herbst-Chrysanthemen

„Chrysanthemum indicum“ – auch als chinesische, japanische oder indische Chrysantheme bezeichnet – sind sogenannte Herbst-Chrysanthemen. Sie sind kleiner als Garten-Chrysanthemen, und ihre vielen Blüten wachsen eher kugelförmig. Ihre Farben reichen von Weiß, Gelb und Orange bis hin zu Rot. Herbst-Chrysanthemen werden in der Regel einjährig kultiviert, allerdings gibt es auch mehrjährige Sorten unter ihnen. Diese müssen jedoch drinnen überwintert werden, da sie nicht winterhart sind.


Blütezeit der Chrysantheme

Die Blüten von Chrysanthemen können gefüllt sowie ungefüllt sein, und es gibt sie ein- sowie mehrfarbig. Frühe Sorten der Herbstblüher zeigen bereits ab August ihre Blütenpracht, andere ab September. Die Blütezeit der Chrysantheme dauert bis in den späten Herbst an. So leuchtet dein Garten auch dann noch in prachtvollen Farben, wenn die meisten Sommerblumen bereits verwelkt sind.

Info: Garten-Chrysanthemen öffnen ihre Blüten schubweise, sodass du mit einer lang andauernden Blüteperiode rechnen kannst.


Chrysanthemen pflanzen

Sowohl Garten- als auch Herbst-Chrysanthemen und ihre jeweiligen Sorten haben ähnliche Ansprüche an Pflanzung und Standort. Im Beet ist die ideale Pflanzzeit von Chrysanthemen im Frühjahr oder Frühsommer, damit sich die Wurzeln bis zum Winter gut entwickeln können und die Staude für die Überwinterung im Freien gerüstet ist. Außerdem kann sie dann bereits im kommenden Herbst erblühen.

Chrysanthemen werden auch oft im Topf verkauft. Du kannst die Zierpflanze aber jederzeit umtopfen, denn das mitgekaufte Gefäß ist meistens zu klein.


Chrysanthemen – Standort und Substrat

Einjährige Arten der Chrysantheme bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort, mehrjährige hingegen benötigen viel Sonne. Herbst-Chrysanthemen im Topf reicht handelsübliche Blumenerde ohne weitere Zugaben. Garten-Chrysanthemen haben etwas höhere Ansprüche und brauchen humusreichen, kalkhaltigen sowie lockeren Boden, der bei Bedarf mit etwas Sand vermengt werden kann, um eine gute Bodendurchlüftung zu gewährleisten.


Wie pflegt man Chrysanthemen?

Mit unseren Pflegetipps für Chrysanthemen sorgst du dafür, dass deine ein- und mehrjährigen Zierpflanzen ihre volle Pracht entfalten können. Durch ihren hohen Wasser- und Nährstoffgehalt ist das regelmäßige Gießen und Düngen deiner Chrysanthemen eine Voraussetzung für gesunde Stauden.

Obwohl Chrysanthemen sehr viel Wasser benötigen, können sie Staunässe gar nicht leiden. Gieße sie daher nur mäßig, aber dafür regelmäßig. Bei Stauden im Beet sollte der Boden gut durchlässig sein, was du durch eingearbeiteten Sand fördern kannst. Chrysanthemen im Topf freuen sich über eine Drainageschicht unter der Erde.

Garten-Chrysanthemen solltest du im Frühjahr und Herbst mit reifem Kompost unterstützen, den du in die Erde einarbeitest. Er dient als natürlicher Dünger und verbessert außerdem die Bodendurchlüftung. Zusätzlich sorgt ein bis in den Juli regelmäßig angewandter Blühpflanzendünger für eine reiche Knospenbildung. Einjährige Herbst-Chrysanthemen im Topf benötigen keine Düngerzugabe, da ihnen die Nährstoffe der Blumenerde ausreichen.

Tipp: Hochwachsende Stauden solltest du vor Wind schützen – entweder mit einem Standort nahe einer Wand oder durch Staudenstützen.


Chrysanthemen schneiden

Für einen dauerhaft guten Wuchs und viele neue Triebe empfiehlt es sich, Chrysanthemen nach der Blütezeit zurückzuschneiden. Das beugt zusätzlich dem Befall von Schädlingen und Krankheiten vor. Wie bei allen Blühpflanzen regt das regelmäßige Ausputzen verwelkter Blüten die Knospenbildung an und sorgt somit für eine lange und reiche Blütezeit.


Krankheiten und Schädlinge

Häufig tritt die Minierfliege auf, die die Blätter der Chrysantheme anbohrt und dort ihre Eier ablegt. Die geschlüpften Larven fressen Gänge zwischen der Ober- und Unterhaut des Blattes und schädigen es nachhaltig. Bei geringem Befall können die betroffenen Blätter entfernt werden – bei stärkerem Befall kommt man jedoch um Chemie kaum herum.

Ferner ist der weiße Chrysanthemenrost sehr verbreitet. Er zeigt sich in Form von bis zu zwei Zentimeter großen, grünlich-weißen oder gelblichen Flecken mit braunem Zentrum auf der Blattoberseite sowie flaumigen Pusteln auf der Blattunterseite. Du solltest schon bei den ersten Anzeichen entsprechende Fungizide einsetzen, da sich die Krankheit meistens bereits auf andere Blätter ausgebreitet hat.

Info: Besonders die gefüllten Sorten der Chrysantheme sind häufig von Krankheiten und Schädlingen betroffen.


Chrysanthemen überwintern

Wie bereits erwähnt, sind nicht alle Sorten der Chrysantheme winterharte Pflanzen. Die mehrjährigen Garten-Chrysanthemen im Beet überstehen den europäischen Winter recht gut – du solltest sie lediglich mit mehreren Schichten trockener Reisigzweige bedecken, um sie vor Frost zu schützen. Verwende jedoch keinesfalls feuchtes Laub, da dies schnell zu Fäulnis führen würde.

Mehrjährige Topf-Chrysanthemen bringst du im Winter an einen hellen und kühlen Ort – besonders gut eignen sich Gewächshäuser oder Wintergärten. Die Erde sollte den Winter über gleichmäßig feucht, aber nicht nass sein. Ab April können die Stauden bereits wieder nach draußen.


Chrysanthemen vermehren

Vermehren kannst du Chrysanthemen auf zwei Arten: durch das Teilen der Pflanze im Frühjahr oder durch Stecklinge. Letztere kannst du im Sommer oder Herbst mit einem scharfen Messer von den Jungtrieben schneiden. Entferne die unteren Blätter und kürze die Stecklinge unter einem Blattknoten ein. Setze sie anschließend in feuchte Anzuchterde, bedecke den Topf mit einer Kunststoffhaube oder transparenter Plastikfolie und stelle ihn an einen hellen und ca. 20 Grad warmen Platz. Halte die Erde feucht und besprühe die Stecklinge regelmäßig mit Regenwasser. Frühe Chrysanthemen-Stecklinge kannst du nach erfolgreicher Bewurzelung bereits im Herbst auspflanzen, späte sollten jedoch noch im Haus überwintern.


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