Gemüse

Sich gesund zu ernähren kann so viel Spaß machen, besonders wenn das Gemüse aus dem eigenen Garten kommt. Urban Gardening und Selbstversorgung liegen voll im Trend. Kein Wunder, schließlich ist Gemüse aus eigenem Anbau Bio pur. Mit einem vertikalen Gemüsebeet lässt sich der Traum vom Gemüsegarten sogar auf dem Balkon verwirklichen.

Hier erfährst du, wie du ein Beet anlegst, passende Gemüsesorten auswählst und deine kostbaren Pflanzen auf natürliche Art vor Schädlingen schützt.


Standort und Düngung

Gemüse braucht viel Sonne. Deshalb eignen sich für den Anbau nur Balkone, die nach Südwesten oder Südosten ausgerichtet sind. Ebenfalls wichtig ist eine gute Durchlüftung. Die regelmäßige Gabe von Bio Gemüsedünger aus dem toom-Sortiment unterstützt das Wachstum zusätzlich.

Besonders gesund und wohlschmeckend ist biologisch angebautes Gemüse. Damit der Bioanbau auch langfristig funktioniert, muss besonderes Augenmerk auf den Gartenboden gelegt werden.

Von großer Bedeutung ist dabei die Erhaltung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit, insbesondere die Zufuhr von Humus. Die Humuszufuhr erfolgt über Kompost, Gründüngung, organischen Mulch oder organische Dünger.

Kompost versorgt den Boden neben Humus auch mit Nährstoffen (wie Natrium, Phosphor, Kalium und Magnesium) und darf wegen Überdüngungsgefahr nicht unbegrenzt, sondern nur gezielt als Dünger ausgebracht werden: für Starkzehrer (also solche Pflanzen, die auf viele Nährstoffe angewiesen sind) etwa 3 kg/m2, für andere Kulturen deutlich weniger. Der Kompost wird nur oberflächig (ca. 10 cm tief) eingearbeitet, z.B. mit einem Kultivator.

Zu den Starkzehrern zählen alle Kohlarten, Gurken Kürbisarten, (auch Zucchini), Tomaten und Kartoffeln. Mittelstarkzehrer sind Porree, Sellerie und Spinat. Hier reichen bis 2 kg/m2 Kompost für die Düngung aus.

Schwachzehrer begnügen sich mit den Nährstoffresten der Vorkulturen, dazu zählen die meisten Salate, Möhren, Kräuter und auch die Hülsenfrüchte, die sich selbst mit Stickstoff versorgen.

Den sonnigsten Platz im Garten auswählen und in Beete mit einheitlicher Größe unterteilen. Anschließend den vorhandenen Bewuchs entfernen und den Boden gut umgraben. Die erste Düngung erfolgt im Februar. Wichtig: Manche Gemüsesorten erfordern vor dem Auspflanzen eine Anzucht im Frühbeet.

Wenn Gemüse auf dem Balkon gepflanzt wird sollten ausreichend große Gefäße ausgewählt werden (mindestens 35 cm für Tomaten und Gurken). Vertikale Beete in Form von Blumenampeln eignen sich für Kräuter, für Beetgemüse wie Salate ist ein Balkonkasten oder Hochbeet ideal. Balkongemüse ab Anfang März im Haus vorziehen und im April/Mai auspflanzen.

Kräuter lassen sich gut in einer Kräuterspirale anbauen.


Der Boden

Besonders gesund und wohlschmeckend ist biologisch angebautes Gemüse. Damit derBioanbau auch langfristig funktioniert, muss besonderes Augenmerk auf den Gartenboden gelegt werden.

Von großer Bedeutung ist dabei die Erhaltung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit, insbesondere die Zufuhr von Humus. Die Humuszufuhr erfolgt über Kompost, Gründüngung, organischen Mulch oder organische Dünger.

Kompost versorgt den Boden neben Humus auch mit Nährstoffen (wie Natrium, Phosphor, Kalium und Magnesium) und darf wegen Überdüngungsgefahr nicht unbegrenzt, sondern nur gezielt als Dünger ausgebracht werden: für Starkzehrer (also solche Pflanzen, die auf viele Nährstoffe angewiesen sind) etwa 3 kg/m2, für andere Kulturen deutlich weniger. Der Kompost wird nur oberflächig (ca. 10 cm tief) eingearbeitet, z.B. mit einem Kultivator.

Zu den Starkzehrern zählen alle Kohlarten, Gurken Kürbisarten, (auch Zucchini), Tomaten und Kartoffeln. Mittelstarkzehrer sind Porree, Sellerie und Spinat. Hier reichen bis 2 kg/m2 Kompost für die Düngung aus.

Schwachzehrer begnügen sich mit den Nährstoffresten der Vorkulturen, dazu zählen die meisten Salate, Möhren, Kräuter und auch die Hülsenfrüchte, die sich selbst mit Stickstoff versorgen.


Fruchtfolge

Beim Gemüseanbau ist es sehr wichtig, eine Fruchtfolge einzuhalten. Eine Fruchtfolge beschreibt den aus biologischen Gesichtspunkten notwendigen zeitlichen Wechsel zwischen geeigneten, nicht miteinander verwandten Kulturen über mehrere Jahre. Ziel der Fruchtfolge ist es, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Wenn immer wieder das gleiche Gemüse oder verwandte Arten auf derselben Fläche angebaut werden, vermehren sich Krankheitserreger und Schädlinge im Gartenboden, was man als „Bodenmüdigkeit“ bezeichnet.

Aus gärtnerischer Sicht wünscht man sich eine Mischkultur von Partnern, die sich gegenseitig Schädlinge und Krankheiten fernhalten. Wichtig ist aber ebenso, Partner zu finden, die ihr gegenseitig Wachstum fördern. So müsste es eigentlich auch eine gute und schädlingsabweisende Wirkung von Möhren und Porree geben, aber der starkwüchsige und auch starkzehrende Porree unterdrückt und überwächst die Möhren, so dass hier zwar Schädlinge (Möhrenfliegen) ferngehalten werden, die Mischkultur sich durch die Konkurrenz aber dennoch negativ auf das Wachstum (und den Ertrag) auswirkt. Außerdem kann es durchaus sein, dass ein Partner auf Kosten des anderen von der Mischkultur profitiert. Im Garten sollen Mischkulturpartner gefunden werden, die zusammen besser wachsen, als wenn sie in Reinkultur angebaut werden. Die Konkurrenz zwischen verschiedenen Mischkulturpartnern muss also geringer sein als die zwischen Partnern der gleichen Art. Ebenfalls hat man in diversen Versuchen festgestellt, dass verschiedene rote Gemüse sich nicht mögen, so vertragen sich beispielsweise Rotkohl und Möhren nicht mit Tomaten. Die Mischkultur von Rote Bete und Möhren z. B. wirkt sich ertragsmindernd auf beide aus.


Anfängerfreundliche Gemüsesorten

Einige Gemüsesorten sind ideal für Einsteiger. Radiesschen sind genügsam und lassen sich schon nach vier Wochen ernten. Ebenfalls pflegeleicht sind Pflücksalate wie Feldsalat Rucola und Schnittsalat. Möhren gedeihen gut in praller Sonne, Tomaten wachsen in Balkonkästen, Kübeln oder Blumenampeln.


Resistente Sorten

Während man bei Schädlingsbefall noch regulierend mit umweltfreundlichen Mitteln wie Neudosan gegen Blattläuse oder einem Rapsölpräparat gegen Wollund Schildläuse sowie andere Schädlinge eingreifen kann, ist es bei sichtbarem Pilzbefall oft schon zu spät. Deshalb ist hier die Auswahl resistenter oder zumindest toleranter Sorten besonders wichtig. Allerdings kann die jetzt noch als resistent geltende Sorte auch heute oder morgen schon von einer neuen, oft noch aggressiveren Pilzart befallen werden. Vorbeugend und im Anfangsstadium noch heilend kann oftmals das Fertigpräparat Neudovital auf Lecithinbasis helfen oder gegen Mehltaupilze selbst hergestelltes Backpulver-Spritzmittel (10 g Backpulver + 5 g (Raps-)Öl für 1 l Spritzbrühe).


Mechanisch vorbeugender Pflanzenschutz

Eine wichtige Methode um Schädlinge abzuhalten, ist das Abdecken der Beete im Frühjahr mit Vlies (was primär zur Ernteverfrühung eingesetzt wird) und im weiteren Kulturverlauf mit Insektenschutznetzen. Sie gewähren auch im Sommer eine ausreichende Belüftung, sind wasserdurchlässig und schützen sicher vor den meisten Gemüseschädlingen (z.B. Gemüsefliegen, Schadschmetterlinge wie Kohlweißlinge und Kohleulen), zudem vor Vogelfraß und anderen Fressfeinden. Dabei ist es wichtig, vor dem Abdecken zu kontrollieren, ob die Pflanzen auch schädlingsfrei sind, sonst würden sich diese unter dem Netz weiter vermehren.


Wie bei allen anderen Pflanzen sollten aber auch hier einige Grundregeln beachtet werden:

    • Die Erstellung eines Pflanzplanes ist wichtig. Überlege dir vorher genau, welches Gemüse du anpflanzen möchtest. Die verschiedenen Sorten beanspruchen die Nährstoffe im Boden unterschiedlich stark. Das Gemüsebeet sollte ausgewogen aus Starkzehrern (Z. B. Tomate, Kartoffel, Gurke), Mittelzehrern (Z. B. Möhren, Spinat, Zwiebeln) und Schwachzehrern (Z. B. Feldsalat, Spargel, Rhabarber ) bestehen. Dabei hat jede Gemüseart ihre eigene Ausbringungszeit, in der sie gepflanzt werden soll.
    • Wenn du nur wenig Platz in deinem Garten hast, solltest du möglichst auf den Anbau von Gemüse verzichten, das ein langes Wachstum erfordert, viel Platz benötigt und im Handel günstig zu bekommen ist.
    • Es empfiehlt sich nur solches Gemüse anzubauen, dass du selbst gerne und viel isst.
    • Ende März bis Anfang April ist die optimale Zeit für die Anpflanzung von Kohl und Salat. Sorten wie Paprika, Tomaten und Gurken sollten hingegen erst im späten Mai, nach dem letzten Frost, gepflanzt werden.
    • Zur wesentlichen Erleichterung bei der Pflege des Gemüsegartens ist es ratsam die Pflanzen in gleichmäßig angeordneten Reihen zu pflanzen. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte in der Regel etwa 20 cm sein.
    • Natürlich ist regelmäßiges Gießen der Gemüsepflanzen unerlässlich, um eine gute Ernte zu erzielen.
    • Solltest du Probleme mit dem Rücken haben, empfiehlt es sich ein Hochbeet anzulegen. Dies ist nicht nur gut für deine Gesundheit, sondern auch ganz nebenbei für das Gemüse, denn der Boden ist in einem Hochbeet viel wärmer. Auch Schnecken werden durch diese Anbaumethode schonend abgehalten.
    • Wichtig ist, dass das Beet vor der Aussaat richtig vorbereitet wurde, damit die Pflanzen gut wachsen können. Zuerst sollten alle Unkräuter und Wurzeln vom Beet entfernt werden, dann kann eine Schicht Kompost aufgetragen werden. So kann das Gemüsebeet ein paar Wochen ruhen. Ist kein Kompost vorhanden empfiehlt sich eine Pflanz- oder Anzuchterde.
    • Achte darauf, dass der Ort des Gemüsebeetes sonnig bis halbschattig liegt und das Beet circa fünf Sonnenstunden hat.

Das braucht man:

  • Bio Gemüsedünger 1 kg: fördert das Wachstum und steigert die Ernteerträge; für alle Gemüsearten
  • Bio Gemüsedünger 1 l: mit Soforteffekt
  • Bio Gemüsepflanzen