Die fünf häufigsten Rasenprobleme

Moos, Unkraut und braune Flecken gehören in der freien Natur dazu. Im eigenen Rasen sind sie unerwünscht. Glücklicherweise lassen sie sich meist schnell beseitigen. Voraussetzung dafür ist, dass Gartenbesitzer Rasenprobleme verstehen und geeignete Gegenmaßnahmen kennen. So treten Rasenschäden gar nicht erst auf. 

Hier haben wir die häufigsten Rasen-Probleme zusammengestellt und geben Tipps, wie sie sich beheben lassen.


Sonnenschäden

Rasen-Probleme durch starke Sonneneinstrahlung vermeiden:

  • Lässt man den Rasen in den heißen Sommermonaten etwa 1,5 Zentimeter länger stehen, sorgt das dafür, dass der Boden mehr Schatten erhält und weniger Wasser verdunstet.
  • Zentral ist eine ausreichende Bewässerung, spätestens dann, wenn es länger als eine Woche nicht regnet. Dabei gilt: Lieber kürzer und dafür viel wässern, als häufig und nur kleine Mengen.
  • Übrigens wirken Wassertropfen im prallen Sonnenlicht ähnlich wie ein Brennglas. Das ist neben hoher Verdunstung ein Argument dafür, nicht mittags zu gießen.


Schütterer Rasen – eine Folge falschen Mähens

Es ist wichtig einen Rasen regelmäßig zu schneiden, damit er kräftig wächst. Wer dabei zu radikal vorgeht, schwächt das Gras jedoch. Denn der Regenerationspunkt der Pflanzen befindet sich etwa auf halber Höhe der Halme. Fehlt er, verzögert das das Wachstum und begünstigt die Ausbreitung von Unkraut und Moos.

Abhilfe schafft die „1/3-Lösung“. Das bedeutet, den Rasenmäher so einzustellen, dass er höchstens ein Drittel der Pflanzen wegschneidet. Wer nach längerer Zeit aus dem Urlaub kommt, schneidet seinen Rasen am besten stückchenweise auf die alte Höhe zurück.


Braune Flecken und schlechtes Wachstum

Auf dem Rasen zeigen sich hässliche braune Flecken und das Gras will einfach nicht richtig wachsen? Solche Rasenschäden haben meist mehrere Gründe:

  • Seltene Düngung
  • Viel Unkraut
  • Verdichteter Boden

Die daraus entstehenden Rasen-Probleme lassen sich durch eine Extraportion Pflege beheben, zum Beispiel:

  • Kämmen der Grasnarbe mit einer Harke
  • Vertikutieren (besonders bei viel Filz)
  • Ausbringen von organischem Langzeitdünger

Zusätzlich kann es sinnvoll sein, Bodenaktivator zu verwenden und toom Rasensand auf verdichteten Böden auszustreuen, um diese aufzulockern.


Moosbefall

Die Ausbreitung von Moos ist ein sicheres Zeichen für einen geschwächten Rasen. Auch dafür gibt es verschiedene mögliche Gründe:

  • Der Boden ist zu sauer
  • Der Rasen befindet sich im Schatten
  • Es wurde kaum gedüngt

Beheben lassen sich Rasen-Probleme durch Moos häufig durch Kalken. Spätestens wenn der pH-Wert des Rasens unter 5,5 sinkt, ist der Griff zum Rasenkalk angebracht. Das Moos selbst lässt sich mit einem Vertikutierer entfernen. Außerdem hilft es, den Boden zu düngen und kahle Flächen nachzusäen, um Rasenschäden langfristig zu beheben.


Quecken im Rasen

Quecken sind wie Klee und Löwenzahn unerwünschte Gäste in einem Rasen. Sie tauchen vor allem auf, wenn Rasenbesitzer das Gras zu selten mähen. Ein regelmäßiger Schnitt und eine sorgfältige Pflege sind besonders effektiv in der Vorbeugung dieser Rasen-Probleme.

Haben sich die hartnäckigen Pflanzen einmal eingestellt, lassen sie sich nur schwer entfernen. Mechanisches Jäten ist in der Regel erfolglos, da sich Quecken raffiniert und schnell ausbreiten. Deshalb ist der Griff zu einem Unkrautvernichtungsmittel meist unumgänglich.

Disziplin zahlt sich aus

Es gibt viele Möglichkeiten, Rasenschäden zu beheben, sind sie erst einmal da. Effektiver und langfristig weniger aufwendig ist die Vorbeugung. Schon durch regelmäßiges Schneiden, Bewässern und Düngen gelingt es, einen Rasen über weite Strecken hinweg gesund erhalten. Wer dann noch vertikutiert, den Kalkgehalt misst und bei Bedarf zusätzlich aerifiziert oder einfach Sand ausbringt, der muss sich um Rasen-Probleme deutlich weniger Sorgen machen. Rasen-Probleme zu verstehen und zu wissen, warum sie auftreten, ist dabei eine wertvolle Hilfe.

Jetzt weitersagen