Die 5 häufigsten Rasenschädlinge

Braune Flecken oder Erdhügel deuten darauf hin, dass sich in einem Rasen Schädlinge eingenistet haben. Eine mögliche Folge ist, dass das Gras verkümmert und abstirbt – manchmal in erstaunlich kurzer Zeit.

Zum Glück sind Rasenbesitzer nicht machtlos gegenüber Maden, Ameisen, Käfern oder einem Maulwurf. Ist es gelungen, die Schädlingsart zu bestimmen, lassen sich Gegenmaßnahmen ergreifen. Außerdem gibt es Möglichkeiten, einem Befall durch Rasenschädlinge vorzubeugen.


Gartenlaubkäfer – ein häufiger Eindringling

Verbreitete Rasenschädlinge in deutschen Gärten sind Gartenlaubkäfer. Genau genommen sind es die Larven, die das schöne Grün zerstören. Denn sie fressen Graswurzeln, was dazu führt, dass die Pflanzen absterben.

Vorbeugen können Gartenbesitzer einem Befall mit Gartenlaubkäfern durch Pflegemaßnahmen, die für einen gesunden Rasen sorgen.

Außerdem hilft es:

  • den Rasen in der Zeit des Käferflugs im Mai länger stehen zu lassen
  • in der selben Zeit Rasenlücken gezielt zu bewässern

Bekämpfen lassen sich die Rasenschädlinge durch Fadenwürmer (Nematoden), die die Larven der Käfer abtöten.


Wiesenschnake – braune Flecken und Sekundärschäden

Auch bei der Wiesenschnake sind die eigentlichen Rasenschädlinge die Larven und auch hier lässt sich ein Befall über braune Stellen bestimmen. Da Vögel, Dachse und Wildschweine die Larven der Wiesenschnake als Delikatesse betrachten, kommt es zusätzlich zu „Sekundärschäden“.

Geeignete Gegenmaßnahmen sind:

  • mit einer Stachelwalze über den Rasen zu fahren, wenn dieser an der Oberfläche feucht, aber sonst trocken ist
  • im Frühling Kalkstickstoff auszubringen
  • das Präparat Bacillus thuringiensis israelensis (Bti) anzuwenden

Schließlich bleibt das Vertikutieren der befallenen Grünflächen.


Purzelkäfer – gefährliche Rasenschädlinge mit nettem Namen

Im ersten Moment klingt der Name „Purzelkäfer“ nicht nach einem gefährlichen Schädling. Doch ähnlich wie bei Gartenlaubkäfer und Wiesenschnake rücken auch hier die Larven der Käfer den Graswurzeln zu Leibe. Zusätzlich kommt es wiederum zu Sekundärschäden durch. Dabei bleiben die Käferlarven, sind sie einmal ausgeschlüpft, bis zu zwei Jahre lang im Boden.

Um die Rasenschädlinge mit dem netten Namen zu bekämpfen, greifen Rasenbesitzer am besten auf die bereits erwähnten Nematoden zurück. Purzelkäfer erweisen sich allerdings häufig als hartnäckige Gegner.


Ameisen – Umsiedlung hilft

Die Gelbe Wiesenameise errichtet ihre Nester am liebsten unter Rasenflächen. Dabei entstehen Erdhügel, die so groß wie Maulwurfshügel werden können. Um die Tiere zu bekämpfen, können Sie versuchen, sie mit folgenden Maßnahmen umzusiedeln:

  • Gläser mit Zuckersirup und Marmelade in der Nähe der Nester locken die Ameisen an 
  • das komplette Nest lässt sich versetzen, indem man einen Blumentopf umgekehrt darüberstülpt und einen Spaten zum Wegtragen darunter schiebt
  • das Anpflanzen von Majoran oder Lavendel bringt Ameisen ebenfalls dazu, sich ein neues Zuhause zu suchen

Maulwürfe – die Baumeister

Wer sich von Maulwurfshügeln in seinem Rasen gestört fühlt, behält besser im Kopf, dass es verboten ist, die Tiere zu bekämpfen. Deshalb ist auch hier eine Vertreibung das Mittel der Wahl. Dass ein Maulwurf sehr gut riecht und hört, lässt sich dabei ausnutzen, indem man:

  • geruchsintensive Mittel in regelmäßigen Abständen in den Gang einfüllt
  • Klangspiele einsetzt
  • Wiederholt mit einem Benzin-Rasenmäher mäht

Zeigt sich das Tier sehr hartnäckig, kann es sein, dass es sich gar nicht um einen Maulwurf, sondern um Wühlmäuse handelt.


Manche vermeintlichen „Rasenschädlinge“ haben ihren Nutzen

Oft ist es schwer, die Grenze zwischen Nützling und Schädling klar zu ziehen. Das gilt speziell bei einem Tier wie dem Maulwurf. Denn während dessen Hügel Fans eines gleichmäßigen Rasenteppichs wenig Freude bereiten, gehört das Tier zu den natürlichen Feinden der Larven der Wiesenschnake und des Maikäfers. Gartenpflanzen selbst stehen nicht auf seinem Speiseplan. Deshalb ist seine Bekämpfung weniger drängend als die anderer Schädlinge wie zum Beispiel der Gartenlaubkäfer.


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