Neubau mit Umweltnutzen

toom Baumarkt in Nieder-Olm erhält DGNB Zertifikat in Silber für nachhaltiges Bauen

Wenn die Baumarktkette toom Ende Februar ihren neuen Markt im rheinlandpfälzischen Nieder-Olm vor den Toren von Mainz eröffnet, geht das Unternehmen damit einen weiteren Schritt in der Umsetzung seiner Nachhaltigkeitsstrategie. Der Baumarkt ist das erste zertifizierte Green Building des Unternehmens und so konzipiert, dass Energie und die natürliche Ressource Wasser im täglichen Betrieb geschont werden. Mit diesen und weiteren Aspekten der Nachhaltigkeit erfüllt der toom Baumarkt in Nieder-Olm als erster Baumarkt Deutschlands die Vorgaben für das Zertifikat „Silber“ der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen DGNB. Der offizielle Startschuss für den Markt mit 36 Mitarbeitern und einer Fläche von knapp 9 000 Quadratmetern fällt am 27. Februar 2012.

Der Schutz von Umwelt und Ressourcen gehört bei toom zu den zentralen Elementen der Unternehmensstrategie. So hat sich toom Baumarkt als Unternehmen der REWE Group zum Ziel gesetzt, von 2006 bis zum Jahr 2015 den CO2-Ausstoß pro Quadratmeter Verkaufsfläche um 30 Prozent zu senken – in allen 365 deutschen Märkten. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, setzt das Unternehmen unter anderem auf die effiziente Nutzung von Heizenergie und Strom. Letzterer wird für alle toom Baumärkte ausschließlich aus regenerativen Quellen wie Wasserkraft, Windkraft und Biomasse bezogen. Das Green Building in Nieder-Olm unterstützt die aktive Senkung der Treibhausgasemissionen durch den zusätzlichen Einsatz umweltfreundlicher Technologien zur Energiegewinnung sowie baulicher Elemente – dazu zählen etwa Tageslichtarchitektur und effiziente Dämmung.

Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, eine intelligente Beleuchtungssteuerung in Abhängigkeit vom Tageslicht, eine Regenwasserzisterne sowie Solartechnik auf dem Baumarktdach tragen zum Schutz von Ressourcen und Klima bei. Der Energieverbrauch lässt sich durch diese Maßnahmen verglichen mit einem herkömmlichen Bau derselben Größe um ca. 35 Prozent senken. Frank Wiemer, Vorsitzender der Geschäftsführung von toom Baumarkt und Vorstandsmitglied der REWE Group, ist vom Konzept des neuen Markts überzeugt: „Nachhaltigkeit bedeutet für uns als Unternehmen, Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft zu übernehmen. Das Green Building in Nieder-Olm ist ein nächster konsequenter Schritt in diese Richtung.“

Für das DGNB Zertifikat in Silber wurden ökologische, ökonomische, soziokulturelle und technische Faktoren sowie die Prozessqualität bewertet, die Planer, Energieberater und Architekten für den beispielhaften toom Baumarkt in Nieder-Olm berücksichtigt haben: „Alle aus dem Bau und später auch dem Betrieb gewonnenen Erkenntnisse werden in zukünftige Baumaßnahmen einfließen. So treiben wir aktiv die Senkung von Treibhausgasemissionen und die schonende Nutzung von Rohstoffen kontinuierlich voran“, erläutert Wiemer.

Solartechnik und Wärmerückgewinnung

Die Be- und Entlüftung des Gebäudes ist mit einer Wärmerückgewinnung kombiniert. Auf dem Dach des Baumarkts installierte Wärmetauscher nutzen die Wärme der Abluft, um die zugeführte Frischluft zu erwärmen. Zusätzlich messen Sensoren im Lüftungssystem den CO2-Gehalt der Innenraumluft – so ist gewährleistet, dass abhängig von der Anzahl Menschen im Markt immer eine optimale Menge an Frischluft zugeführt wird. Dies sorgt für angenehme Raumluft bei möglichst geringem Energieverbrauch. Abgerundet wird das Lüftungskonzept durch eine luftdichte Bauweise, wodurch Lüftungsverluste um rund 25 Prozent reduziert werden können.
Die 1 300 Quadratmeter messende Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Green Buildings liefert insgesamt 189 kWp Solarstrom. Ein Monitor im Eingangsbereich des Marktes dokumentiert die Leistung nachvollziehbar für die Kunden. Mit dem gewonnenen Solarstrom könnten ca. 51 Drei-Personen- Haushalte das ganze Jahr über mit Strom versorgt werden. Jährlich werden durch die Anlage 155 Tonnen CO2 eingespart.

Angenehme Atmosphäre durch Tageslicht

Das Sonnenlicht wird jedoch nicht nur zur Stromerzeugung genutzt – es dient auch der Beleuchtung des toom Baumarkts in Nieder-Olm. Auf 5 500 Quadratmeter Dachfläche verteilen sich zwölf große Lichtkuppeln, die 20 Prozent der Baumarktfläche abdecken. Die gesamte Beleuchtungsanlage wird über Helligkeitssensoren zudem energieeffizient und tageslichtabhängig geregelt. Entsprechend wird nur so viel künstliches Licht bereitgestellt, wie gerade nötig. Des Weiteren ist jede der insgesamt 500 Leuchten von den Mitarbeitern einzeln ansteuerbar, sodass der Markt die Beleuchtung auf seinen individuellen Bedarf abstimmen kann. Das spart zusätzlich Energie – und trägt außerdem zur freundlichen Einkaufsatmosphäre bei.
Das Green Building spart jedoch nicht nur Energie, sondern schont zudem die natürlichen Ressourcen. Unterhalb des Gartencenters sammelt eine 25 000 Liter große Zisterne das anfallende Regenwasser. Damit lassen sich das ganze Jahr über die Pflanzen des 3 000 Quadratmeter großen Gartenbereichs bewässern – welches einer Ersparnis von ca. 600 000 Litern Wasser jährlich entspricht.

Auch die Belegschaft profitiert

Nachhaltigkeit geht jedoch über Umwelt- und Ressourcenschutz hinaus. Das gesamte Umfeld soll vom Green Building profitieren – auch die Mitarbeiter. Neben den ökologischen und wirtschaftlichen Vorteilen bringt der neue toom Baumarkt in Nieder-Olm deshalb konkreten Nutzen für die Belegschaft: Durch eine besonders dichte Bauweise wird die Zugluft im Inneren reduziert. Der Kassenbereich ist blendfrei gestaltet und die Kassen sind einzeln thermisch regelbar und gewährleisten so ein individuelles Wohlbefinden. Durch die Verlegung von faserfreiem Pflaster wird zudem der Geräuschpegel merklich reduziert. Größere Umkleideräume mit Dusche und die Erhöhung des Fahrradfahrerkomforts tragen weiter dazu bei, dass die Mitarbeiter sich in ihrem Markt wohlfühlen.

Sortimentsgestaltung mit Umweltfokus

Innerhalb der Nachhaltigkeitsstrategie setzt toom auch einen Fokus auf die umweltfreundliche Sortimentsgestaltung in seinen Märkten. Dabei wird neben der Qualität auch auf ökologische und soziale Aspekte geachtet. Dazu gehören die sorgfältige Auswahl von Lieferanten sowie die Verpflichtung zur Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards. Kunden erkennen ökologische Produkte beispielsweise an dem Siegel mit dem Blauen Engel, das besonders umweltfreundliche Produkte kennzeichnet sowie dem FSC- und PEFC-Siegel für Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Als Erster auf dem deutschen Markt verkauft toom seine weiße Dispersionsfarbe in einem Eimer, der komplett aus Recycling-Kunststoff gefertigt wurde. Die Dispersionsfarben der Qualitätseigenmarke „toom“ sind zudem mit dem PRO PLANET-Label gekennzeichnet. Damit werden nur solche Eigenmarkenprodukte der REWE Group gekennzeichnet, die Umwelt und Gesellschaft während ihrer Herstellung, Verarbeitung oder Verwendung deutlich weniger belasten als herkömmliche Produkte. Die Farbprodukte sind emissionsarm sowie lösungsmittelfrei und werden in einem energiesparenden Produktionsprozess hergestellt. Das Portfolio von Produkten mit PRO PLANET-Label wird stetig erweitert.

Der toom Baumarkt in Nieder-Olm bietet seinen Kunden zukünftig daher nicht nur ein zeitgemäßes Baumarkt-Sortiment mit einem wachsenden Anteil nachhaltiger Produkte, sondern macht Nachhaltigkeit selbst vor Ort erlebbar: im ersten als Green Building zertifizierten Baumarkt Deutschlands.

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