Gartennelken (Dianthus)

Durch Züchtungsarbeit sind bis heute die verschiedensten Nelkensorten entstanden: Von polsterbildenden Steingartennelken über intensiv duftende Gartennelken bis hin zu farbenprächtigen Sommernelken – sogar Nelken, die man als Schnitt für die Vase nutzen kann, sind heute leicht selbst anzupflanzen. Allen gemeinsam ist der nostalgische Zauber, der ihre Beliebtheit begründet. Berühmt ist die Nelke als Symbol einer Revolution geworden: Als die Lissabonner Bürger am Morgen des 25. April 1974 erwachten, war die älteste Diktatur Europas ohne Blutvergießen beendet worden. Menschen strömten auf die Straßen und entwaffneten die Soldaten, indem sie ihnen rote Nelken in die Gewehrläufe steckten. In den Geschichtsbüchern spricht man seither von der Nelkenrevolution.


Blütezeit: Frühsommer bis Herbst

Standort: Sonnig

Düngezeit: Regelmäßig

Gießen: Mäßig gießen


Sortiment

Zu unterscheiden sind bei den Gartennelken ein- und mehrjährigen Sorten: Besonders empfehlenswerte mehrjährige Staudennelken sind z. B. die polsterbildende Federnelke (Dianthus plumarius), die ab Juni blüht und herrlich duftet. Die winterharte Landnelke (Dianthus caryophyllus), z. B. in der Sorte „Devon Cottage“, ist mit ihrem dunkelgrünen Laub mit bläulichem Touch ein magischer Blickfang. Das Sortiment der Einjährigen beinhaltet z. B. die farbintensiven Bartnelken (Dianthus barbatus) oder die fiedrigen Kaisernelken (Dianthus chinensis). Eine Besonderheit bilden sicherlich die Gebirgshängenelken, die durch ihren üppigen, überhängenden Wuchs und ihre zahlreichen Blüten begeistern.

Standort und Gießen

Staudennelken wie die Federnelken benötigen sehr viel Sonne und einen kalkhaltigen, sandig-lehmigen, durchlässigen Boden und sind daher bestens für Dachgärten geeignet. Die Heidenelke (Dianthus deltoides) verträgt keinen Kalk. Sie bevorzugt das alpine Staudenbeet oder eine Auspflanzung in die Trockenwiese. Die einjährigen Schönheiten sind ideal für die Balkonbepflanzung und lieben frischen, lockeren und nährstoffreichen Boden. Alle Nelken mögen es gleichmäßig feucht, vertragen aber keine Staunässe.

Plegen und Düngen

Je wüchsiger eine Sorte ist, desto mehr Wasser und Dünger brauchen die Pflanzen. Im Balkonkasten solltest du alle 14 Tage flüssig düngen oder einen Langzeitdünger verwenden. Bei Nelken im Garten reicht eine vierwöchentliche Düngegabe von April bis September. Hier verwendet man einen Volldünger, um eine ausreichende Nährstoffversorgung zu gewährleisten. Rechtzeitiges Zurückschneiden der Pflanzen und regelmäßiges Ausputzen fördern eine gleichmäßige Blüte und verhindern Blühpausen.

Profitipps

Lasse deine einjährigen Pflanzen an Ort und Stelle verblühen, sodass sie Samen ansetzen können. Diese kannst du reifen lassen, am gewünschten Standort aussetzen und eine dünne Erdschicht darauf verteilen. Schon kurze Zeit später bilden sich Jungpflanzen, die im Folgejahr blühen. Die Staudennelken kann man ganz einfach durch Teilen vermehren. Diese Verjüngung der Pflanze hält sie frisch und blühfreudig.