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Stabelektroden (9 Ergebnisse)

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Stabelektroden: Tipps zum Kauf

Mit Stabelektroden kannst du auch Zuhause Baustahl bis 5 mm verschweißen. Erfahre im Folgenden, welche Stabelektrode du für dein Vorhaben wählen solltest, und was du beim Schweißen mit ihnen beachten solltest.

Die richtige Stabelektrode wählen

Typischerweise setzt du Stabelektroden ein, wenn du Baustahl Reparieren willst. Im Heimbedarf gibt es aber auch noch andere Zwecke, für die du aufpassen solltest, das richtige Grundmaterial zu wählen.

Einsatzzweck

Elektroden-Typ

Kurzzeichen

Gut zu wissen

Baustahl reparieren

Rutil-umhüllte Elektrode

R, RR, oder RC

Standard-Anwendung; klappt auch mit rostigen Stücken und auch Einsteiger können Dank leichter Zündung und glatter Schweißnaht gute Ergebnisse erzielen

Anhänger, Geländer und ähnlich stark belastete Konstruktionen

Basisch-umhüllte Elektrode

B

Richiges Grundmaterial wichtig, da die Schweißnaht mehr Belastung abkönnen muss, teils auch unter Temperaturschwankungen

Edelstahl

Rutil-basisch umhüllte Edelstahl-Elektrode

Verschiedene, u.a. E308L oder E316L

Andere Grundstoffe sind ggf nicht rostfrei.

Gusseisen, z.B. Ofenteile und Motorenblöcke

Nickel- oder NiFe-Elektrode

ENi-CI

Sehr anspruchsvoll; sollte nur von Menschen mit entsprechender Erfahrung vorgenommen werden

Universal-Stabelektroden sind vor allem für das Verbinden von niedriglegierten Stählen (Baustahl) konzipiert und können in allen Schweißpositionen – horizontal, vertikal oder über Kopf – eingesetzt werden.

Neben dem Grundstoff spielt auch der Elektrodendurchmesser eine Rolle. Hierzu rechnest du als groben Startwert 40 Ampere je Millimeter. Wenn deine Elektrode also 2,5 mm dick ist, solltest du 100 Ampere einstellen. Das ist aber nur eine vereinfachte Rechnung, die je nach Grundmaterial nicht perfekt klappen wird – beachte daher immer die Herstellerhinweise.

Solltest du neben den Stabelektroden auch noch ein Schweißgerät kaufen wollen, kannst du Tipps zum Kauf des Schweißgeräts und zum Schweißen übrigens im Ratgeber lesen.

Weitere Tipps

Versuchst du dich neu am Schweißen, sorge dafür, dass du genug Zeit hast, um mit Ruhe zu Arbeiten. Dazu gehört zum einen, dass du einen aufgeräumten Arbeitsplatz brauchst, an dem keinerlei brennbare Materialien (u.a. Lacke, Öle, Verpackungen, etc.) in Reichweite des Schweißgeräts sind. Zum anderen solltest du das zu schweißende Material gründlich von Schmutz, Farbe – und soweit möglich - Rost befreien.

Achte beim Schweißvorgang selbst auf folgendes:

  • Nutze die richtige Stromstärke: Diese kannst du meist der Produktbeschreibung entnehmen, ansonsten nimm die grobe Regel von oben (40 Ampere je Millimeter). Zu viel Strom kann das Ergebnis stören; zu wenig sorgt dafür, dass das Material nicht schmilzt.
  • Arbeite in gleichmäßiger Geschwindigkeit, damit das Ergebnis möglichst sauber aussieht und hält.
  • Beachte Angaben zu Abstand und Winkel: Manche Elektroden müssen in einer bestimmten Position angebracht werden. Beachte auch hier die Anweisungen auf der Verpackung.
  • Benutze zudem das richtige Equipment, um Hände, Körper und vor allem die Augen vor Hitze und Licht zu schützen.

Falls du mehr Einblick in den Prozess selbst benötigst, kannst du im Ratgeber mehr zu den Schweißverfahren erfahren.