Basilikum anpflanzen: Alles zu Aussaat, Pflege und Ernte

Das Basilikum verleiht Gerichten der mediterranen Küche ihren typischen, unvergleichlich aromatischen Geschmack. Doch nicht nur zum Essen kannst du Basilikum verwenden: Es kann beruhigend wirken, ist ein wichtiger Nährstofflieferant und eignet sich außerdem zur natürlichen Schädlingsabwehr im Garten. Wir zeigen dir, wie du selbst Basilikum pflanzen und ernten kannst!
Steckbrief für das Basilikum (Ocimum basilicum)
Das Basilikum (Ocimum basilicum) ist ein beliebtes Küchenkraut mit aromatischen Blättern. An einem warmen, sonnigen Standort wächst es besonders gut und liefert laufend frische Ernte.
Jahreskalender für Basilikum
| Zeitraum | Das ist zu tun |
|---|---|
| Januar bis Februar | Mehrjähriges Basilikum hell und warm überwintern. Sparsam gießen, nicht düngen und regelmäßig auf Schädlinge kontrollieren. |
| März bis April | Basilikum auf einer hellen Fensterbank oder im Gewächshaus aussäen. Die Erde gleichmäßig feucht halten und Staunässe vermeiden. |
| Mai | Jungpflanzen langsam an die Bedingungen im Freien gewöhnen. Erst nach dem letzten Frost an einen sonnigen, geschützten Standort setzen. |
| Juni bis August | Regelmäßig gießen und düngen. Triebspitzen samt Stängel ernten, damit sich die Pflanze verzweigt und nicht zu früh blüht. |
| September | Weiter ernten und bei kühleren Nächten mehrjährige Sorten rechtzeitig ins Haus holen. Einjährige Pflanzen kannst du nach und nach abernten. |
| Oktober | Letzte größere Ernte durchführen. Gesunde Triebe lassen sich als Stecklinge vermehren. Mehrjährige Pflanzen hell und frostfrei aufstellen. |
| November bis Dezember | Gießen und Düngen reduzieren. Basilikum vor trockener Heizungsluft schützen und welke oder befallene Blätter entfernen. |
Diese Arten von Basilikum gibt es

Die heute vor allem im Mittelmeerraum verbreitete Basilikumpflanze stammt ursprünglich aus Indien. Manchmal wird sie auch als Königskraut bezeichnet – denn das altgriechische Wort „Basileus“ bedeutet übersetzt „König“. Inzwischen gibt es viele verschiedene Basilikumarten, die du auch im heimischen Kräutergarten oder auf der Fensterbank ziehen kannst. Jede besticht durch ein besonderes Aroma:
- Genoveser Basilikum: dichter Wuchs; dunkelgrüne, glänzende Blätter mit spitz-ovaler Form
- Riesenbasilikum: dichter Wuchs, dunkelgrüne, große, glänzende Blätter
- Thai-Basilikum: schmeckt nach Anis und Lakritze, dunkelviolette Stängel, dunkelgrüne Blätter
- Zitronenbasilikum: schmeckt und duftet aromatisch mild nach Zitrone, glatte, hellgrüne Blätter
- Indisches Basilikum: schmeckt leicht erwärmt nach Nelken und Piment, gezähnte Blattränder. Kann mehrjährig kultiviert werden!
- Blüten-Basilikum: kompakter Wuchs, aromatischer Geschmack, mit lavendelfarbenen Blütenrispen
- Krim-Basilikum: aufrecht locker wachsend, mittelgroße Blätter, intensives Aroma. Kann mehrjährig kultiviert werden!
- Feinblättriges Basilikum: kugelig wachsend, kleine Blätter, intensives Aroma
- Griechisches, kleinblättriges Basilikum: besonders aromatisch und intensiv duftend
Möchtest du mehr als ein Jahr Freude an deinen Basilikumpflanzen haben, hilft eine gezielte Sortenauswahl, die Erfolgsquote zu erhöhen. Mehrjährige, aber nicht winterharte Arten kannst du über mehrere Jahre kultivieren, indem du sie im Winter im Haus pflegst. Neben Indischem und Krim-Basilikum gehören dazu:
- Grünblättriges Afrikanisches Basilikum
- Rot-Blaues Afrikanisches Basilikum
- Afrikanisches Baumbasilikum
Der richtige Standort für Basilikum

Bevor du Basilikum pflanzen kannst, solltest du einen passenden Standort auswählen. Basilikumpflanzen brauchen viel Sonne, nährstoffreichen Boden und stets genügend Feuchtigkeit. Aufgrund des tropischen Ursprungs erfolgt der ganzjährige Anbau nur in warmen, frostfreien Gebieten. In unseren Breitengraden kannst du ab April oder Mai damit beginnen, Basilikum draußen auszusäen. Im Gewächshaus oder auf einer hellen Fensterbank ist auch ein früherer Zeitpunkt möglich.
Basilikum pflanzen: Vorzucht oder direkt ins Beet?

Vor dem Pflanzen des Basilikums weichst du die Samen am besten einige Stunden in Wasser oder, noch besser, kaltem Kamillentee ein. Das erleichtert das Quellen und schützt vor Schimmelbildung. Theoretisch kannst du die Samen nun direkt im Beet deines Nutzgartens aussäen, für eine längere Erntezeit bietet sich aber das Vorziehen an. Fülle dafür eine flache Aussaatschale mit Anzuchterde und verteile das vorbereite Saatgut auf die Fläche. Feuchte die Erde leicht an und drücke die Samen fest. Da es sich um Lichtkeimer handelt, darfst du sie nicht mit weiterer Erde abdecken. Verwende eine Haube oder Folie, damit sich ein feucht-warmes Mikroklima bilden kann. Wichtig ist ein lockeres, wasserdurchlässiges, sich gut erwärmendes Substrat, da das Basilikum in der Jugendphase besonders anfällig für Pilzerkrankungen ist.
Sobald sich die ersten Keimblätter zeigen, kannst du die Pflanzen vereinzeln – ein Abstand von mindestens fünf Zentimetern ist empfehlenswert – und ins Beet setzen, wenn kein Nachtfrost mehr zu erwarten ist.




