Grünes Zuhause: Wie Zimmerpflanzen unser Wohlbefinden nachweislich verbessern

Ob Monstera, Strelitzie oder Efeutute – Zimmerpflanzen kennt jeder. Bei manchen gedeihen sie prächtig, bei anderen gehen sie trotz bester Absichten ein. Doch egal, ob grüner Daumen oder nicht: Zimmerpflanzen sind weit mehr als nur hübsche Dekoration, sie können einen echten Unterschied für unser Wohlbefinden zu Hause machen. Doch wie genau wirken sich Grünpflanzen auf uns aus? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir eine umfassende Befragung mit über 1.000 Personen durchgeführt.
Unsere Vorgehensweise: Wir haben die Teilnehmenden zunächst zu verschiedenen Aspekten ihres Wohlbefindens zu Hause befragt – wie beruhigend sie ihre Wohnräume empfinden, wie kreativ und naturverbunden sie sich fühlen. Erst am Ende wurde gefragt, ob sie Pflanzen besitzen. So konnten wir unvoreingenommene Aussagen einholen und die Ergebnisse anschließend in zwei Gruppen auswerten: nach den Antworten von Menschen ohne Zimmerpflanzen und denen mit. Die Resultate sind eindeutig: Menschen mit Zimmerpflanzen fühlen sich in nahezu allen befragten Kategorien wohler als Menschen ohne Pflanzen in ihren vier Wänden.
Fast 90 % der Pflanzenbesitzer:innen sagen: „Mein Zuhause trägt zu meinem Wohlbefinden bei"
Die positive Wirkung von Zimmerpflanzen auf das allgemeine Wohlbefinden zeigt sich besonders deutlich: Während 72 % der Befragten, die ohne Pflanzen wohnen, angeben, dass ihr Zuhause zu ihrem Wohlbefinden beiträgt, sind es bei Menschen mit Zimmerpflanzen beeindruckende 88 % – ein Unterschied von 16 %. Umgekehrt zeigt sich: Nur 2 % der Pflanzenbesitzer:innen sagen, ihr Zuhause trage nicht zu ihrem Wohlbefinden bei – bei Menschen ohne Pflanzen sind es mit 10 % fünfmal so viele.

Kreativität blüht auf: 18 % mehr Inspiration durch Grün
Einer der stärksten Unterschiede zeigt sich beim Thema Kreativität und Inspiration. Während nur 38 % der Befragten ohne Zimmerpflanzen ihr Zuhause als inspirierend oder kreativitätsfördernd beschreiben, sind es bei Pflanzenbesitzer:innen 56 %, also mehr als die Hälfte. Das beschreibt einen Anstieg um etwa 18 %. Zudem halbiert sich der Anteil derjenigen, die die Aussage „Mein Zuhause fördert meine Kreativität“ ablehnen von nahezu 21 % auf nur 10 % bei denen mit Pflanzen.

Naturverbundenheit in den eigenen vier Wänden: Pflanzen schlagen die Brücke zur Natur
Bei der Frage nach der Naturverbundenheit im eigenen Zuhause zeigt sich der zweitgrößte Unterschied unserer Befragung. Nur 36 % der Menschen ohne Pflanzen fühlen sich in ihren vier Wänden mit der Natur verbunden – bei Pflanzenbesitzer:innen sind es hingegen 53 %. Ein Hinweis darauf, dass etwas Grün daheim einen echten Unterschied machen kann. Der Anteil derer, die sich gar nicht naturverbunden fühlen, sinkt zudem von 36 % auf 20 %, wenn Pflanzen im Hause sind.

Wer Pflanzen pflegt, pflegt auch sein Zuhause: Der größte Unterschied der Studie
Den größten Unterschied zwischen Pflanzenbesitzer:innen und Menschen ohne Zimmerpflanzen finden wir bei der Frage, ob man sich öfter mal Zeit nimmt, sein Zuhause zu pflegen, zum Beispiel durch regelmäßiges Aufräumen und Lüften. Hier zeigt sich ein Unterschied von fast 30 %: Während nur die Hälfte der Befragten ohne Pflanzen dieser Aussage zustimmen, sind es bei Menschen mit Zimmerpflanzen knapp 80 %. Pflanzen erfordern natürlich eine gewisse Pflege, doch ob die Pflanzen zu mehr Engagement inspirieren oder ob Menschen mit Sinn fürs Zuhause eher zu Pflanzen greifen, lässt sich aus den Daten nicht ableiten. Klar ist aber: Zimmerpflanzen und ein gepflegtes Zuhause gehören offenbar zusammen. Der Anteil derer, die solche Routinen nicht ausüben, sinkt zudem von 17 % (keine Pflanzen) auf nur 4 % (mit Pflanzen).

Beruhigende Wirkung: Wohnräume werden als entspannender empfunden
Zimmerpflanzen können auch zu einer beruhigenden Atmosphäre beitragen. 76 % der Pflanzenbesitzer:innen empfinden ihre Wohnräume häufig als beruhigend, verglichen mit 65 % bei Personen ohne Pflanzen. Der Anteil derer, die ihre Räume nicht als beruhigend empfinden, sinkt von 16 % auf 11 %. Das natürliche Grün scheint somit einen positiven Einfluss auf die wahrgenommene Raumatmosphäre zu haben und kann dazu beitragen, das eigene Zuhause zu einem Ort der Erholung zu machen.
Zufriedener mit der Ästhetik: Pflanzen als natürliche Dekoration

Die ästhetische Zufriedenheit mit den eigenen Wohnräumen ist bei Pflanzenbesitzer:innen deutlich höher. Beinah 70 % sind mit der Gestaltung ihrer Wohnräume zufrieden, bei Menschen ohne Pflanzen sind es nur etwa die Hälfte – ein Unterschied von fast 20 %. Der Anteil der mit der Wohngestaltung Unzufriedenen halbiert sich bei vorhandenen Zimmerpflanzen: von 16 % auf 8 %. Pflanzen fungieren als natürliche Dekorationselemente, die Räumen Lebendigkeit, Farbe und Struktur verleihen, ganz ohne aufwendige Einrichtungsmaßnahmen. Zimmerpflanzen sind somit eine einfache Möglichkeit, die eigenen vier Wände optisch aufzuwerten und die Zufriedenheit mit dem Wohnambiente zu steigern.
Bessere Konzentration und angenehmeres Raumklima
Auch bei Konzentration und Raumklima schneiden Pflanzenbesitzer:innen etwas besser ab. 81 % können sich zu Hause gut konzentrieren (ohne Pflanzen: 71 %) und 76 % berichten von einem angenehmen Raumklima (ohne Pflanzen: 68 %). Dass Pflanzen die Luftqualität verbessern können, ist wissenschaftlich belegt, allerdings hängt der Effekt von der Pflanzenart und -menge ab. Großblättrige Pflanzen wie Einblatt oder Grünlilie gelten als besonders effektiv.
Wer sind die wahren Plant-Parents? Ein Blick auf Alter und Geschlecht
Das Klischee einer jungen „Plant Mom", die ihre Wohnung mit Monstera und Geigenfeige füllt, hält sich hartnäckig in den sozialen Medien. Doch unsere Umfrage zeigt ein anderes Bild: Die wahren Pflanzenliebhaber:innen sind älter als gedacht. Während nur 37 % der 18- bis 29-Jährigen sechs oder mehr Zimmerpflanzen besitzen, sind es bei den über 60-Jährigen beeindruckende 54 %. Auch bei den echten Pflanzen-Enthusiasten mit mehr als zehn Pflanzen zeigt sich dieser Trend: Knapp 30 % der Befragten ab 50 Jahren fallen in diese Kategorie, bei der Generation Z sind es nur 15 %.
Auch zwischen den Geschlechtern zeigen sich Unterschiede: Frauen haben im Schnitt mehr Pflanzen als Männer. Fast 30 % der befragten Frauen besitzen mehr als zehn Zimmerpflanzen – bei den Männern sind es 22 %. Insgesamt haben 52 % der Frauen sechs oder mehr Pflanzen, bei den Männern liegt der Anteil bei 45 %.
Fazit: Zimmerpflanzen als unterschätzter Wohlfühlfaktor

Egal ob Kreativität, Naturverbundenheit oder das Engagement für die eigenen vier Wände – in allen untersuchten Kategorien schneiden Befragte mit Pflanzen besser ab. Besonders auffällig: Wer Pflanzen hat, nimmt sich auch öfter Zeit, sein Zuhause zu pflegen und zu verschönern.
Eines ist klar: Zimmerpflanzen und Wohlbefinden gehören zusammen. Wer Grün in seinen vier Wänden hat, fühlt sich wohler – ob als Ursache oder als Teil eines bewussteren Lebensstils. Wer also nach einer einfachen Möglichkeit sucht, seine Räume gemütlicher, inspirierender und naturverbundener zu gestalten, ist mit Zimmerpflanzen gut beraten. Schon eine einzelne Pflanze kann einen Unterschied machen, und auch für Einsteiger gibt es pflegeleichte Arten.
Methodik
Die von toom Baumarkt durchgeführte Befragung fand im Januar 2026 deutschlandweit in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Norstat statt. Die 1.018 Befragten wurden zunächst zu verschiedenen Aspekten ihres Wohlbefindens zu Hause befragt (Beruhigung, Ästhetik, Raumklima, Konzentration, Kreativität, Naturverbundenheit, Engagement für die Wohnungsgestaltung, allgemeines Wohlbefinden) und erst am Ende nach ihrem Pflanzenbesitz gefragt. Diese Methodik ermöglicht unvoreingenommene Antworten, die anschließend nach dem Pflanzenbesitz ausgewertet wurden. Trotz großer Sorgfalt bei der Erhebung und Erstellung der Inhalte übernimmt toom Baumarkt keinerlei Haftung oder Garantie für die auf dieser Seite dargestellten Informationen.