Klick-Vinylboden verlegen

Bist du auf der Suche nach einem neuen Bodenbelag für das Wohnzimmer, die Küche oder gleich mehrere Räume? Dann hast du die Qual der Wahl, denn du kannst aus einer Vielzahl verschiedener Materialien wählen. Legst du Wert auf einen robusten Untergrund, der sich gut anfühlt und einfach verarbeiten lässt, ist Klick-Vinylboden ideal. Worauf du bei dem Untergrund achten solltest und wie du Schritt für Schritt selbst Klick-Vinyl verlegen kannst, erfährst du in unserer Anleitung.


Schwierigkeitsgrad: Einfach

Dauer: Je nach Fläche ein bis zwei Tage

Werkzeug: Cuttermesser, Holzwinkel, Bleistift, Zugeisen, Abstandhalter, Feinsäge


Klick-Vinyl: Vorteile des Systems

Um Klick-Vinyl selber zu verlegen, musst du kein erfahrener Heimwerker sein; mit etwas Übung kriegst du das in relativ kurzer Zeit hin. Der Bodenbelag hat aber noch mehr Vorteile. Genau wie Vinylboden zum Ausrollen ist Klick-Vinyl robust und abriebfest. Zudem ist das Material feuchtigkeitsbeständig. Du kannst also auch im Bad und in der Küche Klick-Vinyl verlegen. Was Reinigung und Pflege betrifft, ist der Boden ebenfalls unkompliziert. Es reicht, wenn du regelmäßig saugst und feucht wischst. Klick-Vinylboden punktet auch mit seinen vielfältigen Designs: Es gibt ihn in Holz-, Fliesen-, Stein- oder Korkoptik.

Tipp: Mische beim Verlegen Vinyldielen aus verschiedenen Paketen. Da das Aussehen der Dielen leicht variieren kann, erhältst du so ein natürliches Verlegebild.


Schritt 1: Klick-Vinyl akklimatisieren

Vinylboden zum Verlegen

Bevor du damit anfängst, das Klick-Vinyl zu verlegen, muss es sich erst einmal akklimatisieren. Lass die Dielen im Karton mindestens 48 Stunden in dem Raum liegen, den du damit auslegen möchtest. Ideal ist eine Raumtemperatur zwischen 18 und 24 Grad Celsius. Nutze die Zeit, um dir den Untergrund genau anzusehen.


Schritt 2: Untergrund vorbereiten

Untergrund vorbereiten

Der Untergrund für das Klick-Vinyl sollte vor dem Verlegen sauber, eben und trocken sein. Entferne Rückstände alter Teppichbeläge vollständig und schließe kleine Risse und Löcher im Boden mit Spachtelmasse. Gleiche den kompletten Boden aus, wenn der Höhenunterschied auf einem Meter Länge mehr als drei Millimeter beträgt. Reinige den Untergrund am besten noch einmal gründlich, bevor du mit dem Verlegen beginnst. Wichtig: Klick-Vinyl wird in der Regel schwimmend verlegt, die Dielen haben also keinen Kontakt mit dem Untergrund. Es gibt jedoch Ausnahmen: Damit sich in Feuchträumen unter dem Vinyl kein Schimmel bildet, wird es vollflächig verklebt. Achte außerdem darauf, dass der Untergrund nicht ebenfalls schwimmend verlegt wurde, wie etwa Laminat.


Schritt 3: Unterlage verlegen

Unterlage schützt Boden vor Wasser

Möchtest du Klick-Vinyl selbst verlegen, solltest du auch an die Unterlage denken. Spezielle Unterlagsbahnen verhindern, dass die Verbindungen des Vinyls später brechen. Auch gleichen sie kleinere Unebenheiten aus und mindern den Trittschall. Bei Böden aus Naturholz ist eine solche Unterlage Pflicht. Verlege die Dämmunterlage vollflächig und in der gleichen Richtung wie das Vinyl und verklebe die einzelnen Bahnen mit Alu-Dichtband. In Feuchträumen ist es sinnvoll, zusätzlich eine Dampfsperre unter dem Klick-Vinyl zu verlegen.


Schritt 4: Erste Reihe Klick-Vinyl verlegen

Vinyl zuschneiden

Setze Abstandhalter an Wände und Türzargen, um die benötigten Dehnungsfugen von acht bis zehn Millimetern zu schaffen. Richte dich bei der Breite der Dehnfugen nach den Herstellerangaben. Jetzt kannst du mit der ersten Reihe beginnen. Wenn du Klick-Vinyl verlegen möchtest, hängt die Richtung von dem System ab. Fange in einer Ecke an und setze in Abhängigkeit von den Modulen links oder rechts an. Die Nutseite zeigt in den Raum, damit die zweite Diele stirnseitig eingeklickt werden kann. Am Ende der Reihe wirst du die letzte Diele Klick-Vinyl schneiden müssen. Mit einem Cuttermesser und einem Holzwinkel gelingt dir das ganz einfach. Lege die Diele um 180 Grad gedreht auf die Lücke im Boden, markiere die Länge mit einem Bleistift und schneide die Oberfläche durch. Das restliche Material kannst du ohne großen Kraftaufwand umknicken. Sehr schmale Zuschnitte lassen sich gut mit einer Kneifzange abknicken.


Schritt 5: Weitere Reihen verlegen

Handwerker verlegt Klick-Vinyl

Beginne in der nächsten Reihe mit dem zugeschnittenen Reststück der vorherigen. Wichtig: Es sollte nicht kürzer als 30 Zentimeter sein. Achte auch darauf, dass der Versatz zu der ersten Reihe mindestens ein Drittel beträgt. Dadurch wird die Stabilität der Fläche gewährleistet. Ist das Dielenstück kürzer, solltest du eine neue Diele Klick-Vinyl schneiden. Da es verschiedene Klicksysteme gibt, solltest du vorher genau die Anleitung lesen. Dort steht, wie du die Dielen ineinander klickst. Tipp: Mit einem Gummihammer kannst du vorsichtig nachhelfen und verhinderst, dass Lücken oder Spalten entstehen. Am Anfang und Ende einer Reihe bringst du immer wieder die Abstandhalter an. Aussparungen für Heizungsrohre bohrst du mit einem Forstnerbohrer.


Schritt 6: Letzte Reihe Klick-Vinylboden verlegen

Letzte Reihe beim Verlegen von Vinyl

Auch die letzte Reihe des Klick-Vinyls wirst du schneiden müssen. Miss die Breite aus und berücksichtige dabei die Dehnfuge. Alternativ kannst du wie oben beschrieben die Lücke im Boden als Schablone für den Zuschnitt verwenden. Mit einem Zugeisen ist das Verlegen dieser letzten Reihe unkompliziert.


Schritt 7: Nach dem Verlegen der Dielen

Sockelleiste anbringen Vinylboden

Klick-Vinyl kannst du sofort nach dem Verlegen betreten. Entferne zunächst die Abstandhalter zu den Wänden und bringe anschließend die Sockelleisten an. Mit einer Feinsäge bringst du sie auf die passende Länge. Bringe die Leisten nicht am Boden an. Je nach Produkt werden sie mit Dübeln, Schrauben oder Klebestreifen an die Wand montiert. Bei den Ecken hast du grundsätzlich zwei Optionen: Ganz einfach verbindest du zwei Sockelleisten mit speziellen Eckteilen. Besitzt du eine Gehrungssäge, schneidest du die Sockelleisten damit auf Gehrung zu. Bei dieser Variante musst du sehr genau arbeiten, um präzise Eckverbindungen zu erhalten.


Materialbedarf für Klick-Vinyl

Klick-Vinyl verlegen

Ermittle zunächst die genaue Quadratmeterzahl des Raumes, in dem du Klick-Vinyl verlegen möchtest. Miss dazu die Länge und Breite des Zimmers und multipliziere die Werte. Kalkuliere Erker und Vorsprünge separat und ziehe sie von der Gesamtfläche ab oder addiere sie. Plane mindestens zehn Prozent mehr Vinylboden ein, um den Verschnitt sowie mögliche Schnittfehler abzudecken. Es empfiehlt sich außerdem, ein paar Dielen aufzubewahren. So hast du Ersatz, wenn eine Diele beschädigt wird und ausgewechselt werden muss.

Vorteile Klick-Vinyl:

  • Leichtes Verlegen
  • Günstig
  • Robust und Pflegeleicht
  • Feuchtigkeitsbeständig

Nachteile Klick-Vinyl:

  • Untergrund muss eben sein
  • Farbton lässt sich nachträglich nicht verändern