Mit einem Gummihammer wird Klick-Vinyl festgeklopft.
Ratgeber
Hier findest du:
Schwierigkeitsgrad: Einfach
Dauer: Ein Tag für ca. 20qm
Werkzeuge: Cuttermesser, Holzwinkel, Bleistift, Zugeisen, Abstandhalter, Feinsäge, Metermaß, Stichsäge, Schraubzwingen, Arbeitstisch, Metallsäge, Gummihammer, Hammer, Nagel, Schlagbohrmaschine mit Betonbohrer, Schraubendreher
Material: Vinyl mit Klickverbindung, Klick-Vinyl-Unterlagsbahn, Übergangsprofil, Schrauben, Dübel

Bist du auf der Suche nach einem neuen Bodenbelag für das Wohnzimmer, die Küche oder gleich mehrere Räume? Dann hast du die Qual der Wahl, denn du kannst aus einer Vielzahl verschiedener Materialien wählen. Worauf du beim Untergrund achten solltest und wie du Schritt für Schritt selbst Klick-Vinyl verlegen kannst, erfährst du im Ratgeber.

Weitere Tipps rund um das Thema Bodenbeläge findest du in unserem Selbermachen-Bereich sowie auch in unserem Selbermacher-Magazin, dass du dir bei deinem nächsten Besuch im toom Baumarkt kostenlos mitnehmen kannst. 

Hilfreiche Produkte


Legst du Wert auf einen robusten Untergrund, der sich gut anfühlt und leicht verarbeiten lässt, ist Klick-Vinyl ideal. Durch das einfache Klicksystem gelingt das Verlegen schnell und mühelos.

Klick-Vinylboden verlegen: Vorteile des Systems

Mann verlegt im Hintergrund Klick-Vinyl-Platten

Um Klick-Vinyl zu verlegen, musst du nicht sehr erfahren im Heimwerken sein. Mit der richtigen Anleitung können auch Anfänger leicht Klick-Vinyl verlegen. Der Bodenbelag hat aber noch mehr Vorteile: Genau wie Vinylboden zum Ausrollen ist Klick-Vinyl robust und abriebfest. Zudem ist das Material feuchtigkeitsbeständig. Du kannst also auch im Bad und in der Küche Klick-Vinyl verlegen – auch auf Fliesen, wenn du die Fugen verspachtelst und so eine ebene Fläche schaffst. Zudem kannst du Klick-Vinyl an Türen und an der Wand verlegen.

Ebenso vielfältig ist der Boden hinsichtlich des Designs: Er ist in Holz-, Fliesen-, Stein- und Korkoptik erhältlich. Was Reinigung und Pflege betrifft, ist Klick-Vinylboden ebenfalls unkompliziert. Es reicht, wenn du ihn regelmäßig saugst und feucht wischst.

Tipp: Mische beim Verlegen Klick-Vinyl aus verschiedenen Paketen. Da das Aussehen der Dielen leicht variieren kann, erhältst du so ein natürliches Bodenbild.

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Materialbedarf für Klick-Vinyl

Klick-Vinyl verlegen

Ermittle zunächst die genaue Quadratmeterzahl des Raumes, in dem du Klick-Vinyl verlegen möchtest. Miss dazu die Länge und Breite des Zimmers und multipliziere beide Werte. Kalkuliere Erker und Vorsprünge separat und addiere sie. Plane mindestens zehn Prozent mehr Vinylboden ein, um den Verschnitt und mögliche Schnittfehler abzudecken. Es empfiehlt sich außerdem, ein paar Dielen aufzubewahren. So hast du Ersatz, wenn eine Diele beschädigt wird und du sie auswechseln musst.


Schritt 1: Klick-Vinyl vor dem Verkleben akklimatisieren

Vinylboden zum Verlegen

Bevor du damit anfängst, das Klick-Vinyl zu verlegen, muss es sich erst einmal akklimatisieren. Lass die Dielen im Karton mindestens 48 Stunden in dem Raum liegen, den du damit auslegen möchtest. Ideal ist eine Raumtemperatur zwischen 18 und 24 Grad Celsius. Nutze die Zeit, um dir den Untergrund genauer anzusehen.


Schritt 2: Untergrund vorbereiten

Eine Handwerkerin saugt den Boden in einem Zimmer.

Damit du Klick-Vinyl verlegen kannst, darf der Untergrund nicht uneben sein. Außerdem sollte er sauber und trocken sein. Entferne deshalb Rückstände alter Teppichbeläge vollständig und schließe kleine Risse und Löcher im Boden mit Spachtelmasse. Gleiche den kompletten Boden aus, wenn der Höhenunterschied auf einem Meter Länge mehr als drei Millimeter beträgt. Reinige den Untergrund am besten noch einmal gründlich, bevor du mit dem Verlegen des Klick-Vinylbodens beginnst.

Wichtig: Klick-Vinyl wird in der Regel schwimmend verlegt, die Dielen haben also keinen Kontakt mit dem Untergrund. Nur so ist es beispielsweise möglich, Klick-Vinyl mit Trittschalldämmung zu verlegen. Es gibt jedoch Ausnahmen: Damit sich in Feuchträumen unter dem Boden kein Schimmel bildet, wird das Klick-Vinyl dort vollflächig verklebt. Achte außerdem darauf, dass der Untergrund nicht ebenfalls schwimmend verlegt wurde – zum Beispiel, wenn du Klick-Vinyl auf Laminat verlegen möchtest.


Schritt 3: Unterlage verlegen

Eine Klick-Vinyl-Unterlage wird an Kante eines Türstocks angepasst.

Du solltest immer auch an eine Klick-Vinyl-Unterlage denken. Spezielle, druckstabile Unterlagebahnen verhindern, dass die Verbindungen des Vinyls später brechen. Auch gleichen sie kleinere Unebenheiten aus und mindern den Trittschall. Bei Böden aus Naturholz ist eine solche Unterlage Pflicht.

Verlege die Dämmunterlage vollflächig in der gleichen Richtung wie das Vinyl. Die Bahnen lassen sich an den Rändern wie Puzzleteile verbinden. Verklebe dann die einzelnen Bahnen mit Alu-Dichtband. An den Wänden kürzt du die Unterlage mit einem Cuttermesser, an Türstöcken oder Heizungsrohren schneidest du die Unterlage ein oder die Bereiche rund um Rohre aus.

Möchtest du Klick-Vinyl in Feuchträumen verlegen, ist es sinnvoll, zusätzlich eine Dampfsperre zu verlegen.


Schritt 4: Die erste Reihe Klick-Vinyl verlegen

Handwerkerin setzt eine Diele Klick-Vinyl ein.

Setze Abstandhalter an Wände und Türzargen, um die benötigte Dehnungsfuge von mindestens zehn Millimetern zu schaffen. Richte dich bei der Breite der Dehnfugen nach den Herstellerangaben. Jetzt kannst du mit der ersten Reihe beginnen.

Wenn du Klick-Vinyl verlegen möchtest, hängt die Richtung vom System ab. Fange in einer Ecke an und setze in Abhängigkeit von den Modulen links oder rechts an. Die Nutseite zeigt in den Raum, damit die zweite Diele stirnseitig eingeklickt werden kann.

Am Ende der Reihe wirst du die letzte Diele Klick-Vinyl schneiden müssen. Mit einem Cuttermesser und einem Holzwinkel gelingt dir das mühelos. Lege die Diele um 180 Grad gedreht auf die Lücke im Boden, markiere die Länge mit einem Bleistift und schneide die Oberfläche durch. Das restliche Material kannst du ohne großen Kraftaufwand umknicken. Sehr schmale Zuschnitte lassen sich gut mit einer Kneifzange abknicken. Alternativ kannst du auch eine Stichsäge nutzen.


Schritt 5: Weitere Reihen Klick-Vinyl verlegen

Zwei Handwerker beim Klick-Vinyl verlegen.

Beginne in der nächsten Reihe mit dem zugeschnittenen Reststück der vorherigen. Wichtig: Es sollte nicht kürzer als 30 Zentimeter sein. Achte auch darauf, dass der Versatz zu der ersten Reihe mindestens ein Drittel beträgt. Dadurch wird die Stabilität der Fläche gewährleistet.

Da es verschiedene Klicksysteme gibt, solltest du dir die Anleitung genau durchlesen. Dort steht, wie du die Dielen ineinander klickst. Mit einem Gummihammer kannst du vorsichtig nachhelfen und verhinderst damit, dass Lücken entstehen. Am Anfang und Ende einer Reihe bringst du immer wieder Abstandhalter an. Aussparungen für Heizungsrohre bohrst du mit einem Forstnerbohrer.


Schritt 6: Letzte Reihe Klick-Vinylboden verlegen

Letzte Reihe beim Verlegen von Vinyl

Auch die letzte Reihe des Klick-Vinyls wirst du schneiden müssen. Miss die Breite aus und berücksichtige dabei die Dehnfuge. Alternativ kannst du, wie oben beschrieben, die Lücke im Boden als Schablone für den Zuschnitt verwenden. Mit einem Zugeisen ist das Verlegen dieser letzten Reihe unkompliziert.


Schritt 7: Nach dem Verlegen der Dielen

Handwerker misst die Breite eines Türrahmens aus.

Klick-Vinyl kannst du nach dem Verlegen sofort betreten. Entferne zunächst die Abstandhalter zu den Wänden und bringe anschließend die Sockelleisten an. Mit einer Feinsäge trimmst du sie auf die passende Länge. Je nach Produkt werden sie mit Dübeln, Schrauben oder Klebestreifen an der Wand montiert, nicht am Boden.

Bei den Ecken hast du grundsätzlich zwei Optionen: Du kannst zwei Sockelleisten mit speziellen Eckteilen verbinden oder die Sockelleisten mit einer Gehrungssäge auf Gehrung zuschneiden. Bei dieser Variante musst du sehr genau arbeiten, um präzise Eckverbindungen zu erhalten.

Treffen zwei Böden aufeinander, braucht es einen schönen Abschluss. Dafür eignet sich ein Übergangsprofil. Miss die benötigte Länge aus und kürze das Profil bei Bedarf mit einer Metallsäge. Lege das Übergangsprofil dann auf. Rund alle 30 cm schlägst du einen Nagel durch die Schiene in den Boden und markierst so die Bohrposition. Dann bohrst du Löcher an den markierten Stellen in den Boden, setzt Dübel ein und schraubst das Übergangsprofil fest. Damit die Schrauben nicht überdrehen, solltest du einen Schraubendreher und keinen Akkuschrauber verwenden.

Zusätzlich freut sich dein neuer Vinylboden über eine Erstpflege, denn so wird er weniger anfällig für Verschmutzungen und Kratzer. Dafür trägst du direkt nach dem Verlegen im Abstand von mindestens einer Stunde zwei Schichten eines Pflegemittels speziell für Vinyl auf. 

Beachte aber: Einige Designbeläge sind direkt ab Werk mit einem speziellen Oberflächenschutz ausgestattet und benötigen keine Erstpflege. Hinweise dazu findest du auf der Verpackung.


Wie verlege ich Klick-Vinyl? Die unterschiedlichen Verlegesysteme

Es gibt bei Vinylboden mit Klicksystem drei unterschiedliche Verlegearten. Die Verlegeart steht auf der Verpackung deines Klick-Vinyls.

Angle-Angle-System

Illustration des Angle-Angle-Systems.

Beim Verlegen von Angle-Angle-Vinyl gehst du reihenweise vor. Zuerst verlegst du die komplette erste Reihe. Danach bereitest du die zweite Reihe vor, hebst sie komplett in einem Winkel von ca. 15 bis 20 Grad an und klickst sie mit der ersten Reihe zusammen.


Fold-Down-System

Illustration des Fold-Down-Systems.

Die einzelne Vinyl-Diele wird hier zunächst angewinkelt in die Längsfuge der vorherigen Reihe gesteckt und bündig an die Stirnseite der danebenliegenden Diele angelegt. Dann drückst du die Diele nur noch nach unten und die Stirnseiten verbinden sich fast automatisch.


Snap-System

Illustration des Snap-Systems.

Auch bei diesem System werden die Vinyl-Dielen wie beim Fold-System einzeln verlegt, jedoch müssen sie nach dem Ablegen mit Schlagholz und Hammer verbunden werden.

 


Alleskönner Vinyl: Die verschiedenen Vinylarten

Vinylböden sind heute in den unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich. Welcher Vinylboden passt für dich und dein Projekt am besten? Ein Überblick über die gängigsten Systeme, Verlegearten und Eigenschaften.

Selbstklebendes Vinyl

Dieser Vinylboden hat dünne, flexible Vinyldielen und eine selbstklebende Rückseite.

Verlegung:

• schnell und einfach zu verlegen

• Boden mit Grundierung vorbereiten

• Zuschneiden mit dem Cuttermesser

Vor-undNachteile:

• feuchtraumgeeignet

• sehr geringe Aufbauhöhe

• Boden muss extrem eben sein

• ggf. leicht auszutauschen
• etwas aufwendigerer Rückbau


Klebe-Vinyl

Klebe-Vinyl verfügt über mitteldicke, flexible Vinyldielen ohne Kleberückseite.

Verlegung:

• werden mithilfe eines speziellen Klebers am Boden fixiert

• Zuschneiden mit dem Cutter- messer

• vor allem für größere Räume

Vor- und Nachteile:

• feuchtraumgeeignet

• geringe Aufbauhöhe

• Boden muss eben sein

• recht aufwendiger Rückbau


Klick-Vinyl

Dieser Vinylboden zum Klicken hat mitteldicke Dielen, die zu 100 % aus Vinyl bestehen.
 

Verlegung: 

• einfache Verlegung

• schwimmende Verlegung = keine Verklebung

• Dielen werden durch ein Klick- System miteinander verbunden

Vor- und Nachteile:

• feuchtraumgeeignet

• geringe Aufbauhöhe

• Boden muss extrem eben sein

• relativ einfacher Rückbau


Klick-Vinyl mit Trägerplatte

Diese Art von Klick-Vinyl verfügt über starre Vinyldielen mit einer Trägerplatte aus HDF (gepresste Holzfasern).

 

Verlegung:

• einfache Verlegung

• schwimmende Verlegung = keine Verklebung

• Dielen werden durch ein Klick-System miteinander verbunden

 

Vor-undNachteile:

• nicht für Feuchträume geeignet

• kann kleine Unebenheiten im Boden ausgleichen
• relativ einfacher Rückbau


toom Greenvinyl

Greenvinyl von toom ist ein Klick-Vinyl mit Trägerplatte,  das besonders umweltverträglich ist und deshalb mit dem Umweltsiegel Blauer Engel ausgezeichnet wurde.
 

Eigenschaften des Greenvinyls:

• Klick-Vinylboden mit dem Blauen Engel

• frei von Schadstoffen, umweltverträglich und emissionsfrei

• PVC-frei, ohne Weichmacher und Chlor

• 100 % recyclebar

• große Dekorvielfalt

• deutlich geringerer Trittschall

• wasserresistent und feuchtraumgeeignet

• fußwarm


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