Lavendel (Lavendula)

Der einzigartige Lavendelduft und das typische Blau mit seinen unterschiedlichsten Nuancen zeichnet diesen besonderen Kleinstrauch aus. Graufilzige und leicht behaarte Zweige sind der Unterbau für die ährenhaften Blüten. Im Hausgarten steht der Zierwert im Vordergrund, in der landwirtschaftlichen Produktion die Gewinnung der Duftstoffe. Hauptanbaugebiet ist die ursprüngliche Heimat des Lavendels: Die Küstenregionen des Mittelmeerraums.


Standort: Sonnig

Gießen: Mäßig gießen

Blütezeit: April bis September

Düngezeit: Mai bis August


Sortiment

Echter Lavendel ist je nach Sorte dunkelviolett oder amethystfarben. Während der Blütezeit von Juni bis August sind seine Blütenkelche sind meist grauviolett. Der Speiklavendel zeichnet sich besonders durch seine verzweigten Blütenstiele aus. Außerdem ist er winterhart und blüht bis in den September hinein. Der hellviolett bis rosa gefärbte Schopflavendel ist besonders als Kübelpflanze geeignet. Er blüht von April bis Mai und benötigt Winterschutz.

Standort und Gießen

Der Lavendel bevorzugt sonnige, trockene und nährstoffarme Böden, die dennoch kalkhaltig und mit gutem Wasserabzug sind. Der Schopflavendel gedeiht am besten in sandigen Böden. Gegossen wird der Lavendel sparsam und bestenfalls morgens, sodass die Pflanze gut abtrocknen kann. Kurze Trockenperioden machen ihm nichts aus. Lavendel im Kübel muss sorgfältiger gepflegt und häufiger überprüft werden. Auch hier gilt: weniger ist mehr.

Pflege und Düngen

Im Garten aber auch im Kübel muss der Lavendel einmal im Jahr, besser noch zweimal im Jahr, zurückgeschnitten werden. Der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist im Frühjahr kurz vor dem Austrieb oder im Sommer nach der Hauptblüte. Der Lohn des Schneidens sind kompakte Pflanzen mit silbergrauem Blattwerk und kräftig leuchtenden Blüten. Zurückgeschnitten wird bei jungen Pflanzen deutlich stärker als bei Älteren.

Profitipps

Lavendel wird oft als Rosenbegleitstaude empfohlen, um Blattläuse fernzuhalten. Das ist nur bedingt richtig. Der besondere Lavendelduft mag zwar vertreibend wirken, müsste aber extrem stark konzentriert sein. Allein der Anspruch der beiden Pflanzen an den Boden, ist für Kombinationen wenig geeignet. Während Rosen einen humosen Lehmboden bevorzugen, mag es der Lavendel trockener.