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Keller trockenlegen: So wirst du Feuchtigkeit dauerhaft los

Person wischt den Boden im Keller.
Lesezeit 17 Minuten
Inhalt:

Feuchtigkeit im Keller ist ein weit verbreitetes Problem, das nicht nur die Bausubstanz schädigen, sondern auch gesundheitliche Risiken mit sich bringen kann. Ob muffiger Geruch, abblätternder Putz oder gar Schimmel: Wer zu lange wartet, riskiert teure Sanierungen. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du Feuchtigkeit im Keller erkennst und mit welchen Methoden du deinen Keller dauerhaft trockenlegst. Außerdem zeigen wir dir die typischen Kosten und helfen dir bei der Entscheidung: selber machen oder Fachfirma beauftragen?


Methoden zur Keller-Trockenlegung mit Anleitung

Ein feuchter Keller kann viele Ursachen haben: Wasser dringt seitlich durch das Erdreich ein, steigt aus dem Fundament hoch oder bildet sich als Kondenswasser. Je nach Ursache gibt es unterschiedliche Methoden, wie du deinen Keller trockenlegen kannst. Im Folgenden stellen wir dir die gängigen Methoden vor, inklusive kurzer Anleitung, wann und wie sie angewendet werden.

Trockenlegung von außen

Sanierung einer Kellerwand mit einer Wärmedämmung.
Die Trockenlegung einer Kellerwand von außen ist aufwendig, aber effektiv.

Das ist die gründlichste und dauerhafteste Methode, wenn Wasser von außen durch die Erdseite ins Mauerwerk gelangt. Sie erfordert allerdings Erdarbeiten und ist nicht bei jedem Haus ohne weiteres möglich.

Wann ist eine Außenabdichtung sinnvoll?

  • Bei stark durchfeuchteten Außenwänden
  • Wenn die Abdichtung von innen nicht ausreicht
  • Bei Neubauten oder umfassenden Sanierungen

So funktioniert die äußere Abdichtung:

  1. Kellerwand freilegen: Erde bis zur Fundamentunterkante abtragen (in der Regel Minibagger erforderlich).
  2. Reinigung der Wandoberfläche, ggf. Abschlagen alter Beschichtungen
  3. Auftragen einer Abdichtungsschicht, z. B. Bitumendickbeschichtung oder mineralische Dichtschlämme
  4. Anbringen einer Schutz- und Dränschicht, z. B. Noppenbahn
  5. Falls erforderlich: Einbau von Drainagerohren, um Wasser kontrolliert abzuleiten, nach geltenden Vorschriften
  6. Wiederverfüllung der Baugrube mit verdichtetem, wasserdurchlässigem Material

Vorteile der Außenabdichtung:

  • Beseitigt das Problem an der Wurzel
  • Sehr langlebig, wenn fachgerecht ausgeführt
  • Ideal für dauerhaft trockene Kellerräume

Grenzen:

  • Nur bei gut zugänglichem Gelände wirtschaftlich umsetzbar.
  • Erdarbeiten erfordern schweres Gerät und professionelle Hilfe.
  • Drainagen sind nicht immer erlaubt und müssen bauaufsichtlich geprüft werden.

Trockenlegung von innen

Ist eine Außenabdichtung nicht möglich oder zu aufwendig, kann auch von innen abgedichtet werden. Besonders bei punktueller Feuchtigkeit oder kleineren Schäden ist das eine praktikable Lösung. Denn eine Innenabdichtung reduziert die Feuchtigkeit im Raum, trocknet jedoch das Mauerwerk selbst nicht vollständig.

Gängige Methoden zur Innenabdichtung:

  • Sperrputz: Spezialputz, der Feuchtigkeit blockiert
  • Dichtschlämme: flüssige Abdichtung, die tief in das Mauerwerk eindringt
  • Sanierputz: reguliert Salz- und Feuchtigkeitsbelastung, ersetzt aber keine Abdichtung
  • Injektionsverfahren: gelartige oder flüssige Abdichtungsmittel werden ins Mauerwerk gepresst

So funktioniert die Innenabdichtung (vereinfacht):

  1. Lose Altbeschichtungen entfernen
  2. Feuchten Putz abschlagen im betroffenen Bereich
  3. Wandoberfläche gründlich reinigen und trocknen lassen
  4. Auftragen der Abdichtungsschicht (z. B. Dichtschlämme, Sperrputz)
  5. Trocknungszeit beachten, anschließend neuer Putzaufbau

Einsatzbereiche:

  • Bei leichter bis mittlerer Feuchtigkeit
  • Wenn keine Erdarbeiten (Zugang von außen) möglich sind
  • Für Keller, die nicht dauerhaft als Wohnraum genutzt werden

Horizontalsperre nachrüsten

Fehlt eine funktionierende Horizontalsperre im Fundamentbereich, zieht Feuchtigkeit von unten ins Mauerwerk. Hier gibt es die Möglichkeit, eine Sperre nachträglich einzubauen.

Wann ist eine Horizontalsperre sinnvoll?

  • Bei fehlender oder beschädigter Originalabdichtung
  • Wenn Feuchtigkeit von unten aufsteigt
  • Besonders bei Altbauten mit Mauerwerk in Bodennähe

Mögliche Verfahren:

  • Chemische Injektion: Abdichtungsmittel wie Silan oder Siloxan werden in das Mauerwerk gepresst und bilden eine wasserabweisende Sperrschicht.
  • Mechanische Verfahren: Einschneiden von Edelstahlblechen oder Kunststoffbahnen ins Mauerwerk (Fachbetrieb nötig).

Ablauf des Injektionsverfahrens:

  1. Bohrlöcher setzen im regelmäßigen Abstand entlang der Wand
  2. Einpressen des Abdichtungsmittels unter niedrigem oder hohem Druck
  3. Aushärten lassen
  4. Optional: Sanierputz aufbringen zur optischen und funktionalen Wiederherstellung

Eine detaillierte Anleitung zum Injektionsverfahren findest du in unserem Ratgeber „Wand trockenlegen“. 

Vorteile:

  • Kein Aushub erforderlich
  • Auch von innen möglich
  • Für Altbauten geeignet

Achtung: Die Wirksamkeit hängt stark vom Mauerwerk, der Durchfeuchtung und der Materialwahl ab. Mit einer fachgerechten Unterstützung bist du auf der sicheren Seite.

Umgang mit Kondensationsfeuchtigkeit

Nicht jede Feuchtigkeit im Keller stammt aus dem Erdreich. Oft bildet sich Kondenswasser durch warme Luft, die an den kühlen Kellerwänden kondensiert. Das kannst du einfach selbst in den Griff bekommen:

  • Regelmäßiges Stoßlüften, im Sommer nur bei kühler Außenluft (z. B. morgens oder nachts)
  • Einsatz von Luftentfeuchtern oder Bautrocknern
  • Wärmedämmung von Kellerwänden oder -decken, um Temperaturunterschiede zu reduzieren
  • Lüftungskonzepte mit einem Hygrostat, der die Luftfeuchtigkeit automatisch misst und steuert

Punktuelle Schäden an Kellerwand trockenlegen

Manchmal ist nicht der ganze Keller betroffen, sondern nur eine bestimmte Wand oder ein Bereich. 

So erkennst du eine punktuelle Durchfeuchtung:

  • Feuchtigkeit begrenzt sich auf eine Ecke oder eine Wand
  • Ursache lokal nachvollziehbar (z. B. durch Starkregen oder undichtes Fenster)

In einem solchen Fall reicht es aus, den Raum mit einem Luftentfeuchter oder einem speziellen Bautrockner zu trocknen.


Keller im Altbau trockenlegen

In Altbauten sind feuchte Keller ein häufiges Problem. Oft gibt es keine funktionierende Abdichtung, oder sie wurde im Laufe der Jahrzehnte schadhaft. Hinzu kommen bauliche Besonderheiten wie dicke Natursteinwände, fehlende Drainagen oder Kellerböden direkt auf Erdreich. Wer einen Altbau besitzt oder saniert, steht daher vor besonderen Herausforderungen, wenn es um die Trockenlegung des Kellers geht.

Typische Schwachstellen im Altbau

Die folgenden baulichen Gegebenheiten erfordern eine besonders sorgfältige Planung der Sanierung. Oft ist eine Kombination mehrerer Methoden erforderlich, um den Keller dauerhaft trocken zu legen.

  • Keine oder unzureichende Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit
  • Poröses oder ungleichmäßiges Mauerwerk (z. B. Bruchstein, Mischmauerwerk)
  • Keine Außenabdichtung nach heutigen Standards (DIN 18533)
  • Fehlende Drainage oder verstopfte Entwässerungssysteme
  • Kellerböden direkt auf Erdreich verlegt, ohne Abdichtungsschicht

Zugänglichkeit und Denkmalschutz

Nicht jeder Altbau darf einfach von außen freigelegt werden. Wenn das Gebäude unter Denkmalschutz steht oder eine enge Bebauung vorliegt, sind Erdarbeiten entweder stark eingeschränkt oder gar nicht möglich.

In diesen Fällen bietet sich die Trockenlegung von innen an, beispielsweise über Injektionsverfahren oder innenliegende Abdichtungen. Auch spezielle Produkte für denkmalgeschützte Bausubstanz stehen zur Verfügung, etwa diffusionsoffene Sanierputze oder kapillaraktive Dämmsysteme.

Vorgehen bei der Trockenlegung eines Altbaukellers

Eine pauschale Lösung gibt es nicht. Die Trockenlegung eines Altbaukellers erfordert eine individuelle Bewertung durch Fachleute – idealerweise vor Ort. Die wichtigsten Schritte sind:

  1. Ursachenanalyse: Woher kommt die Feuchtigkeit? (Bodenfeuchte, Sickerwasser, Kondensat, Altrohre)
  2. Bestandsaufnahme des Mauerwerks: Art, Zustand, Durchfeuchtungsgrad
  3. Planung geeigneter Abdichtungsverfahren: innen, außen oder eine Kombination
  4. Abstimmung mit Behörden, falls Denkmalschutz besteht
  5. Ausführung der Trockenlegung, je nach Machbarkeit und Budget

Geeignete Verfahren für Altbauten

Gerüst an einer Fachwerkhaus-Fassade bei einer Sanierung.
Den Keller eines Altbaus trockenzulegen ist häufig aufgrund von zum Beispiel Denkmalschutz eine Herausforderung.

  • nachträgliche Horizontalsperre per Injektionsverfahren (effektiv bei Ziegel, weniger bei Naturstein)
  • Innenabdichtung mit Sperrputze und Dichtschlämme
  • Sanierputze zur Salz- und Feuchtigkeitsregulierung (als Ergänzung, nicht alleinige Lösung)
  • Entkopplung durch Lüftung oder Klimaregulierung, wenn Abdichtung nicht möglich ist
  • Teilweise Außensanierung, wenn zumindest einzelne Wände zugänglich sind

Wichtig: Bei Altbauten geht es nicht immer darum, das Mauerwerk völlig trocken zu legen. Denn das ist oft gar nicht möglich. Ziel ist eher, die Räume so herzurichten, dass sie nutzbar bleiben, die Bausubstanz geschützt wird und keine Folgeschäden durch Schimmel oder Salze entstehen. Zu dichte Abdichtungen ohne Lüftung sind dabei problematisch, weil sie neue Schäden fördern können.


Warum ist dein Keller feucht?

Ein feuchter Keller ist keine Seltenheit, vor allem in älteren Gebäuden oder schlecht isolierten Bauwerken. Damit du gezielt handeln kannst, solltest du wissen, woher die Feuchtigkeit kommt und woran du sie erkennst.

Typische Ursachen für Feuchtigkeit im Keller

Neue Fenster im Keller.
Achte auch auf richtiges Lüften in den Kellerräumen, um Feuchtigkeit zu vermeiden.

In vielen Fällen lässt sich die Ursache einer Durchfeuchtung klar zuordnen. Zu den häufigsten Gründen zählen:

  • Feuchtigkeit durch mangelhafte Außenabdichtung: Wenn die Außenabdichtung des Kellers beschädigt oder gar nicht vorhanden ist, kann Regen- oder Grundwasser ungehindert in das Mauerwerk eindringen. Besonders gefährdet sind Wände in Bodennähe sowie ältere Häuser, bei denen die Bauwerksabdichtung nie nachgerüstet wurde.
  • Aufsteigende Feuchtigkeit durch fehlende Horizontalsperre: Fehlt eine funktionierende Horizontalsperre im Mauerwerk, kann Feuchtigkeit aus dem Erdreich nach oben steigen. Diese aufsteigende Feuchtigkeit zeigt sich häufig an den unteren Wandbereichen und ist bei Altbauten ein klassisches Problem.
  • Kondensfeuchtigkeit bei falschem Lüften: Auch ohne eindringendes Wasser kann es feucht werden. Wenn warme Außenluft in den kühlen Keller strömt, kondensiert die Luftfeuchtigkeit an den kalten Wänden. Das passiert häufig im Sommer, wenn nicht richtig gelüftet wird.
  • Rohrbruch oder technische Defekte: Defekte Leitungen, undichte Wasseranschlüsse oder Lecks in der Heizungsanlage führen schnell zu lokal begrenzter Durchfeuchtung. In solchen Fällen ist schnelles Handeln gefragt, um größere Schäden zu vermeiden.
  • Undichte Fenster, Türen oder Klappen: Alte Kellerfenster, Lichtschächte oder schlecht abgedichtete Türen können bei Starkregen oder hoher Luftfeuchtigkeit Wasser ins Innere lassen. Besonders gefährdet sind Kellerabgänge und Schächte mit fehlender Entwässerung oder defekten Dichtungen. Prüfe die Tür- und Fensterdichtungen.
    Ist das Kellerfenster kaputt, dann solltest du das Fenster austauschen.

Anzeichen für einen feuchten Keller

Nicht immer ist die Feuchtigkeit auf den ersten Blick erkennbar. Achte auf folgende typische Anzeichen:

  • Schimmel an Wänden oder Möbeln
  • Moderiger oder muffiger Geruch
  • Salzausblühungen oder dunkle Flecken im Putz
  • Feuchte Stellen an Wand oder Boden
  • Abplatzender Putz oder sich lösende Tapeten

Hinweis: Ist nur ein kleiner Bereich der Wand von Schimmel betroffen, kannst du den Schimmel selbst entfernen. Bei großflächigen schwarzen Flecken sollte eine Fachkraft ran. Wichtig ist in jedem Fall, dass du die Ursache aufspürst.

Folgen: Warum du schnell handeln solltest

Ein feuchter Keller ist mehr als nur ein optisches Problem. Die Folgen reichen von strukturellen Schäden bis hin zu Gesundheitsrisiken:

  • Schimmelbildung beeinträchtigt die Raumluft und kann Allergien oder Atemwegserkrankungen auslösen.
  • Die Wärmedämmung leidet unter Feuchtigkeit und treibt die Heizkosten in die Höhe.
  • Dauerhafte Durchfeuchtung greift die Bausubstanz an und führt zu teuren Folgeschäden.
  • Die Nutzung der Kellerräume wird stark eingeschränkt.
  • Der Wert deiner Immobilie sinkt deutlich.

Was kostet es, den Keller trockenzulegen?

Die Kosten für eine Keller-Trockenlegung lassen sich nicht pauschal beziffern. Sie hängen stark von der gewählten Methode, dem Zustand des Kellers, der Zugänglichkeit und dem Umfang der Feuchtigkeit ab. In diesem Abschnitt erfährst du, welche Faktoren die Kosten beeinflussen und mit welchen Beträgen du bei den verschiedenen Verfahren rechnen solltest.

Einflussfaktoren auf die Kosten

Neben regionalen Wirtschaftsfaktoren und der Bodenbeschaffenheit, wirken sich folgende Aspekte besonders stark auf die Gesamtkosten aus:

  • Umfang der Feuchtigkeit
    Leichte Feuchtigkeit ist vergleichsweise günstig zu beheben. Bei tief durchfeuchtetem Mauerwerk oder flächendeckendem Schimmelbefall steigen die Kosten deutlich.
  • Zugänglichkeit
    Außenabdichtungen sind am billigsten, wenn das Haus freisteht. Unter Terrassen, Anbauten oder bei Hanglage steigen die Preise deutlich.
  • Größe der Fläche
    Je mehr Wand- oder Bodenfläche betroffen ist, desto höher fallen Material- und Arbeitskosten aus. Viele Anbieter rechnen pro Quadrat- oder laufendem Meter ab.
  • Art des Verfahrens
    Injektionsverfahren, Innenabdichtungen und Außenabdichtungen unterscheiden sich stark im Preis. Auch die Materialwahl beeinflusst die Gesamtkosten.

Kostenüberblick verschiedener Verfahren für Trockenlegung des Kellers

  1. Injektionsverfahren (Horizontalsperre nachträglich einbauen)
  • Preis pro laufendem Meter: 80 bis 150 Euro
  • Für einen Keller mit 30 m Umfang sind das rund 2.500 bis 4.500 Euro.
  1. Innenabdichtung (Dichtschlämme, Sperrputz oder Sanierputz)
  • Materialkosten pro Quadratmeter: 20 bis 40 Euro
  • Mit Arbeitsleistung (Fachbetrieb): ca. 100 bis 180 Euro pro Quadratmeter
  • Ein 30 m² großer Kellerabschnitt kostet also etwa 3.000 bis 5.000 Euro.
  1. Außenabdichtung (komplettes Freilegen der Kellerwand mit neuer Abdichtung und ggf. Drainage)
  • Preis pro laufendem Meter: 300 bis 500 Euro
  • Gesamtkosten bei 20 m Außenwand: ca. 6.000 bis 10.000 Euro
  • Bei schwierigen Bedingungen (Hang, Terrasse, enger Garten) können es aber auch 600 bis 800 Euro/m werden.

Hinweis: Zusatzkosten können durch Schimmelbeseitigung, Entsorgung von kontaminiertem Aushub und den Strom und die Wartung für Entfeuchter entstehen.

Keller trockenlegen: Kostenübersicht nach Verfahren

Tabelle: Keller trockenlegen – Kostenübersicht gängiger Verfahren im Vergleich (DIY vs. Fachbetrieb)
VerfahrenBeschreibungDIY-MaterialkostenFachbetriebskostenBemerkungen
InjektionsverfahrenNachträgliche Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeitca. 40 – 80 €/lfd. Meter (Set)80 – 150 €/lfd. MeterWirksamkeit hängt stark vom Mauerwerk ab; bei Naturstein unsicher
InnenabdichtungDichtschlämme, Sperrputz, Sanierputz, innen aufgetragen20 – 40 €/m²100 – 180 €/m²Hält die Räume trocken, Mauerwerk bleibt feucht
AußenabdichtungErdarbeiten, neue Abdichtung + ggf. Drainagekaum in Eigenleistung realistisch300 – 500 €/lfd. Meter, bei schwieriger Lage auch 600 – 800 €/mDauerhafte Lösung, aber hoher Aufwand und Zusatzkosten möglich
Sanierputz (Ergänzung)Nur zur Salz- und Feuchteregulierung, keine Abdichtungca. 10–25 €/m²50 – 100 €/m²Nur in Kombination mit anderen Maßnahmen sinnvoll

Selber machen oder Fachbetrieb beauftragen?

Ob du deinen Keller selbst trockenlegen kannst oder lieber eine Fachfirma beauftragst, hängt vor allem von der Ursache, dem Schadensausmaß und deinem handwerklichen Können ab. Hier erfährst du, was du als DIY-Fan selbst erledigen kannst und wann Profis ranmüssen.

Was du selbst machen kannst – und was nicht

Einige Arbeiten im Rahmen einer Keller-Trockenlegung lassen sich mit handwerklichem Geschick durchaus selbst durchführen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Entfernen von Tapeten und Putz
  • Reinigen und freilegen der betroffenen Wandflächen
  • Auftragen von Sanierputz oder Dichtschlämme
  • Einbau von Luftentfeuchtern und Trocknungsgeräten
  • Richtiges Lüften und Raumklimaregulierung

Diese Maßnahmen eignen sich vor allem dann, wenn der Schaden überschaubar ist und du die Ursache der Feuchtigkeit klar zuordnen kannst.

Wann Profis gefragt sind

Sobald die Feuchtigkeit großflächig auftritt oder die Ursache unklar ist, solltest du eine Fachfirma hinzuziehen. Gleiches gilt bei:

  • Aufsteigender Feuchtigkeit ohne vorhandene Horizontalsperre
  • Schäden am Mauerwerk oder Fundament
  • Bedarf nach Injektionsverfahren oder Außenabdichtung
  • Feuchtigkeit in Kombination mit Schimmel oder Salzausblühungen

Profis verfügen über das nötige Know-how, geeignete Messtechnik und die passenden Materialien, um eine sichere und dauerhafte Abdichtung zu gewährleisten. Außerdem erhältst du eine Gewährleistung auf die durchgeführten Arbeiten. 

Checkliste: So findest du einen zuverlässigen Dienstleister fürs Trockenlegen deines Kellers

Wenn du dich für die Zusammenarbeit mit einem Fachbetrieb entscheidest, achte auf folgende Punkte:

  • Spezialisierung auf Bauwerksabdichtung
  • Zertifizierungen und Qualifikationen (z. B. nach WTA-Richtlinien)
  • Transparente Kostenaufstellung und Festpreisangebote
  • Beratung vor Ort mit Feuchtigkeitsmessung
  • Referenzen und Kundenbewertungen prüfen
  • Keine überstürzten Vertragsabschlüsse oder „Sofort-Rabatte“

Lass dir mehrere Angebote erstellen und vergleiche die Leistungen, Materialien und Preisangaben genau. Eine solide Beratung ist immer ein gutes Zeichen für Seriosität. Mit unserem toom-Handwerkerservice findest du schnell und einfach qualifizierte Fachkräfte für dein Projekt!


So vermeidest du Feuchtigkeit im Keller langfristig

Ist dein Keller einmal trocken, möchtest du natürlich, dass er es auch bleibt. Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich die Bildung von neuer Feuchtigkeit verhindern. Entscheidend sind dabei gutes Lüftungsverhalten, bauliche Schutzmaßnahmen und regelmäßige Kontrollen.

1. Richtig lüften und heizen im Keller

Viele Feuchtigkeitsprobleme entstehen durch falsches Lüften. Im Sommer gelangt warme Außenluft in den kühlen Keller, wo sie kondensiert und die Wände durchfeuchtet. So vermeidest du das:

  • Nur in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden lüften, wenn es draußen kühler ist als drinnen
  • Stoßlüften statt dauerhaft kippen, um Luftaustausch zu fördern
  • Keine feuchte Wäsche im Keller trocknen, ohne ausreichende Belüftung
  • Im Winter leicht heizen, um die Raumluft trocken zu halten

2. Isolierung regelmäßig prüfen

Auch nach der Sanierung solltest du dein Haus regelmäßig kontrollieren:

  • Sind Fallrohre, Kellerlichtschächte und Abflüsse frei von Laub und Schlamm?
  • Zeigen sich neue Risse im Mauerwerk?
  • Ist die Außenabdichtung unbeschädigt?

3. Schutzmaßnahmen nach erfolgter Trockenlegung

Damit dein Keller dauerhaft nutzbar bleibt:

  • Setze auf diffusionsoffene Farben und Putze, damit die Wände atmen können
  • Vermeide dichte Wandverkleidungen oder Möbel direkt an der Außenwand
  • Nutze Luftentfeuchter, wenn sich die Luftfeuchtigkeit nicht stabil unter 60 Prozent hält
  • Halte Bodenfugen und Wandanschlüsse im Blick, um Undichtigkeiten früh zu erkennen

Tipps zum Luftentfeuchten im Haus erhältst du in unserem Ratgeber.


Keller trockenlegen: Dauerhaft und richtig

Ob Außenabdichtung, Injektionsverfahren oder Sanierputz, mit der passenden Methode und dem richtigen Vorgehen bekommst du die Feuchtigkeit im Keller in den Griff. Wichtig ist, frühzeitig zu handeln, die Ursache genau zu analysieren und die Sanierung professionell oder sorgfältig in Eigenleistung umzusetzen.

Wie du beim Sanieren eines alten Kellers vorgehst, erfährst du in unserem Ratgeber.


Häufig gestellte Fragen zur Keller-Trockenlegung

Was kann ich tun, wenn der Keller feucht ist?

Wenn du feuchte Stellen im Keller entdeckst, solltest du schnell handeln. Zuerst gilt es, die Ursache zu ermitteln, zum Beispiel ob Wasser von außen eindringt oder es sich um Kondensfeuchtigkeit handelt. Anschließend kannst du gezielt Maßnahmen zur Trockenlegung einleiten. Wichtig ist: Je früher du reagierst, desto geringer ist das Risiko für Schimmel und Bauschäden.

Wie kann man einen feuchten Keller trockenlegen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen feuchten Keller trocken zu legen. Häufig kommen Außenabdichtungen, Innenabdichtungen oder Injektionsverfahren zum Einsatz. Welche Methode geeignet ist, hängt von der Ursache der Feuchtigkeit, dem Bauzustand und der Zugänglichkeit ab. In vielen Fällen ist eine Kombination mehrerer Maßnahmen sinnvoll.

Kann ich meinen Keller auch selbst trockenlegen oder sollte ich einen Fachmann beauftragen?

Kleinere Abdichtungsarbeiten, wie das Auftragen von Dichtschlämme oder die Verarbeitung von Sanierputz, kannst du mit etwas Erfahrung selbst durchführen. Bei gravierender Durchfeuchtung, großflächigen Schäden oder fehlender Horizontalsperre empfiehlt sich jedoch die Zusammenarbeit mit einem Fachbetrieb. So stellst du sicher, dass die Kellerabdichtung dauerhaft wirksam ist.

Welche Arbeiten kann ich beim Keller trockenlegen selbst übernehmen?

Du kannst kleinere Maßnahmen wie das Reinigen, Trocknen und Verputzen betroffener Stellen oft selbst durchführen. Auch das Anbringen von Dichtschlämme oder Sanierputz ist mit etwas handwerklichem Geschick machbar. Komplexere Verfahren wie die Außenabdichtung oder das Injektionsverfahren erfordern jedoch spezielle Kenntnisse und sollten einem Profi überlassen werden.

Was sind die Gründe für Feuchtigkeit im Keller?

Häufig dringt Wasser durch beschädigte Außenabdichtungen oder über das Fundament ein. Auch aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich, Kondenswasser durch falsches Lüften oder Wasserschäden durch Rohrbrüche können Gründe für einen feuchten Keller sein.

Wie lange dauert es, einen Keller trocken zu legen?

Die Dauer der Trockenlegung hängt stark vom Ausmaß der Feuchtigkeit und der gewählten Methode ab. Kleinere Maßnahmen im Innenbereich lassen sich oft in wenigen Tagen umsetzen. Eine vollständige Trockenlegung, inklusive Mauerwerkstrocknung und Sanierung, kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen, insbesondere bei Außenabdichtungen oder Altbauten.

Wie viel kostet es, einen Keller trocken zu legen?

Die Kosten für eine Keller-Trockenlegung variieren stark je nach Methode, Schadensumfang, Größe und Zugänglichkeit. Leichte Maßnahmen (Innenabdichtung) kosten ab ca. 4.000 Euro, eine Außenabdichtung ab ca. 5.000 bis über 20.000 Euro, Injektionen oft 2.000 bis 5.000 Euro.


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