Drillingsblume (Bougainvillea glabra)

Der französische Seefahrer Louis Antoine de Bougainville brachte die in Südamerika beheimatete Drillingsblume im 18. Jahrhundert nach Europa. Es handelt sich um eine verholzende Kletterpflanze mit farbenfrohen Blüten, die wir vor allem aus den mediterranen Urlaubsländern kennen. Heute ist Pflanze aus der Familie der Wunderblumengewächse auf unseren Terrassen und Balkonen ein gern gesehener Sommergast, der das Sommerurlaubsfeeling in den heimischen Garten holt.


Standort: Sonnig

Gießen: Mäßig gießen

Blütezeit: Mai bis September

Düngezeit: März bis September


Sortiment

Das Farbenspektrum der Drillingsblume reicht von Violett über Rot, Rostrot, Orange und Rosa bis hin zu Gelb. Es wird jedoch nicht durch die eigentlichen Blüten, sondern durch die farbigen Hochblätter hervorgerufen. Sie umringen zu dritt die eigentlich unscheinbare cremefarbene Blüte. Von den zahlreichen Arten und Sorten kommt für die Kübelpflanzenkultur vor allem die rosaviolette Bougainvillea glabra mit den Varietäten „Sanderiana“ und „Alexandra“ infrage, die bis zu 3 m hoch werden.

Standort und Gießen

Die Bougainvillea ist eine ausgesprochen wärme- und lichtliebende Pflanze, die am besten in praller Sonne gedeiht. Idealerweise an Hauswänden, die abends ihre Wärme abgeben. Ein Standort unter einem Dachüberstand schützt die regenempfindlichen Hochblätter. Im Halbschatten oder Schatten wird sie kaum Blüten ansetzen. Während der Wachstumszeit im sollte die Erde gleichmäßig feucht gehalten werden. Etwas höher ist der Wasserbedarf während der Blütenbildung und Entwicklung. Vermeide aber zu jeder Zeit übermäßige Feuchte und Staunässe.

Pflege und Düngen

Gedüngt werden sollte die Drillingsblume mit Beginn des Wachstums wöchentlich bis September. Dazu eignet sich ein flüssiger Blühdünger, alternativ kann auch ein Dauerdünger eingesetzt werden. Als Schädlinge können Spinnmilben, Blattläuse und Weiße Fliegen auftreten. Diese sind sehr leicht zu bekämpfen, sofern man sie rechtzeitig erkennt.

Profitipps

Das Abstoßen der Hochblätter und Blütenknospen wird meist durch zu viel Gießen verursacht. Während der Wachstumszeit sollte man alle Langtriebe einkürzen, damit sich kurze Seitentriebe bilden, die besonders reich blühen. Ein Formschnitt im Frühjahr kann bei Bedarf erfolgen. Im Winter sollten die Pflanzen hell und kühl stehen. Ab März kann die Pflanze aus dem Winterquartier geholt werden und an einem sonnigen Standort am Fenster unter Zimmertemperatur vorgetrieben werden.