Gartenkalender: Tipps & Tricks für jeden Monat

Temperaturschwankungen, fiese Schädlinge und die richtige Planung der Aussaat – der heimische Garten stellt Hobbygärtnernde immer wieder vor Herausforderungen. Im toom Gartenkalender haben wir die wichtigsten Gartenarbeiten für jeden Monat zusammengestellt. So gerät nichts in Vergessenheit und das Gärtnern wird zum Kinderspiel. Erhalte auch weitere hilfreiche Tipps rund um Gartenpflege.
Was ist ein Gartenkalender?
Ein Gartenkalender ist ein Jahresplan für deinen Garten. Er zeigt dir, welche Arbeiten in welchem Monat anfallen – von der Aussaat über die Pflege bis zur Ernte und zum Frostschutz.
Besonders praktisch ist ein Gartenkalender, wenn du verschiedene Bereiche gleichzeitig pflegen möchtest: Rasen, Beete, Gemüse, Obst, Hecken, Kübelpflanzen und Terrasse. So weißt du frühzeitig, wann du Saatgut, Erde, Dünger, Werkzeuge oder Winterschutz brauchst.
Kurz & knapp: Das Gartenjahr auf einen Blick
Das Schöne am Gärtnern als Hobby ist, dass du eigentlich immer etwas zu tun hast. Schon der erste große Überblick zeigt: Selbst im Winter, wenn außerhalb der eigenen vier Wände gar nichts blüht, kannst du deine Freizeit sinnstiftend gestalten.
- Frühling: Beete vorbereiten, Rasen pflegen, Gemüse vorziehen, Pflanzen setzen und erste Rückschnitte erledigen.
- Sommer: regelmäßig gießen, Unkraut entfernen, Verblühtes schneiden, Rasen mähen, Kräuter und Gemüse ernten.
- Herbst: Blumenzwiebeln setzen, Rasen nachsäen, Laub nutzen, Kompost anlegen und Pflanzen auf den Winter vorbereiten.
- Winter: Winterschutz kontrollieren, Gehölze bei frostfreiem Wetter pflegen, Geräte reinigen und das neue Gartenjahr planen.
All das bringen wir dir im weiteren Verlauf natürlich noch deutlich detaillierter näher.
Jahresübersicht: Welche Gartenarbeit fällt wann an?
Du möchtest schnell wissen, was im aktuellen Monat wichtig ist? Diese Übersicht bündelt die wichtigsten Gartenarbeiten von Januar bis Dezember.
Die Monate des Gartenkalenders im Überblick
| Monat | Wichtigste Gartenarbeiten |
|---|---|
| Januar | Gartenjahr planen, Winterschutz kontrollieren, Schnee von Ästen entfernen |
| Februar | Gehölze schneiden, erste Aussaaten starten, Geräte prüfen |
| März | Rasen pflegen, Beete vorbereiten, Gemüse vorziehen, Rosen schneiden |
| April | Aussäen, pflanzen, Beete lockern, junge Pflanzen schützen |
| Mai | Nach den Eisheiligen auspflanzen, Rasen mähen, Unkraut entfernen |
| Juni | Gießen, Rosen pflegen, Stauden stützen, erste Kräuter ernten |
| Juli | Bewässern, ernten, Rasen mähen, Schädlinge kontrollieren |
| August | Ernten, Wintergemüse aussäen, Kompost feucht halten, Böden mulchen |
| September | Rasen nachsäen, Blumenzwiebeln setzen, Stauden teilen, Laub nutzen |
| Oktober | Garten winterfest machen, Kübelpflanzen schützen, Herbstgemüse ernten |
| November | Frostschutz prüfen, Beete abdecken, Obstgehölze pflanzen, Nützlinge unterstützen |
| Dezember | Winterschutz kontrollieren, immergrüne Pflanzen gießen, Geräte reinigen |

Das Klima und verschiedene Wetterlagen sorgen dafür, dass die Gartenplanung jedes Jahr etwas anders ausfällt. Dennoch ist ein Gartenkalender als Richtungsvorgabe super wertvoll.
Gartenplan für den Winter: Alles, was dein Garten bis zum Frühjahr braucht

Im Frühjahr legen wir die Grundlage für eine bunte Blütenpracht und eine ertragreiche Ernte. Langsam erwachen die Pflanzen aus dem Winterschlaf und auch für uns wird es Zeit neue Projekte anzugehen. Dabei müssen wir auf unsere Pflanzen, ebenso wie auf die tierischen Gartenbesucher achten. So erstrahlt der Garten zum meteorologischen Frühlingsanfang im März in voller Pracht.
Januar: Vorbereitung für das Gartenjahr

Ein Großteil der Gartenarbeit hat im Januar noch Pause. Dennoch kannst du bereits einiges tun, um dich auf das kommende Gartenjahr vorzubereiten: Gartengeräte prüfen und instandhalten, überwinternde Pflanzen pflegen und Saisonkalender für deinen Garten erstellen.
Januar-Checkliste – das ist jetzt wichtig:
- Gartenjahr planen: Lege fest, welches Gemüse, welche Blumen und welche Kräuter du anbauen möchtest. Notiere Aussaat-, Pflanz- und Erntezeiten sowie wichtige Termine, wie den Rückschnitt von Hecken und das Düngen des Rasens.
- Winterschutz prüfen: Kontrolliere Vlies, Mulch und Reisig nach Sturm oder starkem Regen. Fülle bei Bedarf Mulch nach oder erneuere beschädigtes Pflanzenvlies.
- Schnee entfernen: Schüttle schweren Schnee vorsichtig von dünnen Ästen, Hecken und immergrünen Pflanzen. So beugst du Schneebruch vor.
- Kübelpflanzen versorgen: Lüfte frostfreie Winterquartiere regelmäßig und gieße sparsam, damit die Wurzelballen nicht austrocknen.
- Geräte pflegen: Reinige Spaten, Scheren und Rasenmäher. Scharfe und saubere Werkzeuge erleichtern dir den Saisonstart.
Februar: Die erste Gartenpflege des Jahres

Im Februar steht die Gartenpflege an: Schneide Hecken wie Liguster und Buchsbaum vor dem Austrieb zurück und achte auf Nistplätze. Diese Aufgabe muss bis Ende Februar abgeschlossen sein, denn ab dem 1. März beginnt die Schutzsaison für Vögel und Kleintiere. Pflanze vorgezogene Blumenzwiebeln und unterstütze deine Kübelpflanzen mit Dünger. Im Obstgarten ist es Zeit für Gehölzschnitt und Düngung, während du in Gewächshäusern bereits erste Aussaaten vornehmen kannst. Achte darauf, Unkraut gründlich zu entfernen und nicht auf den Kompost zu werfen.
Februar-Checkliste – das ist jetzt wichtig:
- Gehölze schneiden: Schneide Obstgehölze und stark wachsende Sträucher nur an milden, frostfreien Tagen. Achte vorher auf Nester und Tiere.
- Hecken rechtzeitig pflegen: Stärkere Rückschnitte erledigst du idealerweise bis Ende Februar. Ab März sind nur noch schonende Form- und Pflegeschnitte sinnvoll.
- Gemüse vorziehen: Paprika, Chili, Auberginen und manche Salate kannst du auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vorziehen.
- Beete kontrollieren: Entferne Wurzelunkräuter gründlich. Krankes Pflanzenmaterial gehört besser nicht auf den Kompost.
- Kübelpflanzen langsam aktivieren: Prüfe überwinterte Pflanzen auf Schädlinge und entferne vertrocknete Triebe.
Lesetipp: Mehr Orientierung zur frühen Pflanzenanzucht bietet dir der Ratgeber zum Thema.
März: Rasenpflege soll für sattes Grün sorgen

Bei der Gartenarbeit im März rückt der Rasen wieder in den Fokus. Sobald kein andauernder Frost mehr zu erwarten ist, steht die Rasenpflege auf dem Programm. Stellen, die zuvor von Schnee bedeckt waren, müssen ausgeharkt, von Moos, Fäulnis oder Pilzen befreit und gegebenenfalls nachgesät werden. Mit dem passenden Dünger erholt sich der Rasen schnell vom Winter, bleibt lange strapazierfähig und leuchtend grün.
Für Obst beginnt die Saison im März ganz langsam. Deine Obstbäume und -sträucher bereiten jetzt ihre wunderschönen Blüten vor. Doch Vorsicht: Eine allzu frühe Blüte kann dem Frost zum Opfer fallen. Eine Schicht Mulch rund um den Stamm kühlt die Frühblüher und verschiebt so die Blütezeit nach hinten.
März-Checkliste – das ist jetzt wichtig:
- Rasen pflegen: Harke Laub, Moos und abgestorbene Pflanzenreste aus. Kahle Stellen kannst du bei mildem Wetter nachsäen.
- Beete vorbereiten: Lockere den Boden, arbeite reifen Kompost ein und plane die Bepflanzung.
- Gemüse aussäen: Robuste Sorten wie Möhren, Spinat oder Radieschen können je nach Wetter direkt ins Beet. Empfindliche Sorten ziehst du vor.
- Rosen schneiden: Wenn kein starker Frost mehr droht, kannst du Rosen zurückschneiden und schwache Triebe entfernen.
- Obstgehölze schützen: Mulch rund um empfindliche Frühblüher kann Temperaturschwankungen abfedern.
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Die Gartenpflege im Frühjahr: So managst du Blüten und Anbau

Jetzt beginnt die schönste Zeit im heimischen Garten. Die Frühlingsblüher läuten die Gartensaison ein und verwandeln unseren Garten in ein kunterbuntes Blütenmeer. Ein ganz neues Farbspektrum wird anschließend durch die Sommerblüher eröffnet. Aussaaten im Gemüsegarten und Anpflanzungen im Obstgarten machen Vorfreude auf die Ernte im Herbst.
April: Grundlagen für einen bunten Sommer

Der Frühjahrsschnitt der Pflanzen sollte Anfang April bereits abgeschlossen sein. Sobald die Temperaturen angestiegen sind, beginnt die Pflanzzeit. Das gilt sowohl für die Blumen in Beeten und Kübel, als auch für viele Gemüse- und Obstsorten. Im Aussaatkalender findest du heraus, welche Pflanzen am besten vorgezogen werden, welche direkt ins Beet dürfen und wie du alles für eine reiche Ernte vorbereitest.
Checkliste April – das ist jetzt wichtig:
- Beete bepflanzen: Viele Stauden, Gehölze und robuste Sommerblumen dürfen jetzt ins Beet. Achte auf passende Standorte.
- Gemüse säen: Salat, Erbsen, Möhren, Mangold und Radieschen lassen sich je nach Region direkt aussäen.
- Jungpflanzen abhärten: Gewöhne vorgezogene Pflanzen schrittweise an Sonne, Wind und kühlere Nächte.
- Rasen stärken: Mähe den Rasen bereits regelmäßig, aber nicht zu kurz. Bei Bedarf kannst du düngen oder den Rasen vertikutieren.
- Nützlinge schützen: Prüfe Hecken und Sträucher vor jedem Schnitt auf brütende Vögel und andere Tiere.
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Mai: Wachstum und warmes Wetter

Beim Gemüse erreicht die Saison im Mai den ersten Höhepunkt. Wenn die Eisheiligen und damit die letzten frostigen Nächte endgültig vorbei sind, können die auf der Fensterbank oder im Frühbeet vorgezogenen Gemüsesorten nun in den Garten wandern. Mit der warmen Maisonne beginnt auch die stärkste Wachstumsphase des Rasens, deshalb solltest du die besten Voraussetzungen für einen gesunden und dichten Grasteppich schaffen.
Checkliste Mai – das ist jetzt wichtig:
- Frostempfindliche Pflanzen setzen: Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis und viele Sommerblumen können nach den letzten Frostnächten ins Freie.
- Rasen regelmäßig mähen: Jetzt wächst der Rasen besonders kräftig. Mähe lieber häufiger und nicht zu tief.
- Unkraut entfernen: Jäte frühzeitig, bevor Unkraut blüht und Samen bildet. Eine Mulchschicht hält Beete länger feucht.
- Beete düngen: Starkzehrer wie Tomaten, Kürbis oder Kohl brauchen jetzt ausreichend Nährstoffe.
- Kübelpflanzen versorgen: Setze mediterrane Pflanzen an einen geschützten Platz und achte auf gleichmäßige Bewässerung.
Juni: Gießen, schneiden und Blüten erhalten

Der Ziergarten steht im Juni in voller Blüte und betört dich mit seinem Duft. Damit die Pracht lange erhalten bleibt, sind einige Handgriffe erforderlich. Hohe Stauden müssen gestützt oder angebunden werden, sobald sich ihre Zweige biegen. Mehrmals blühende Rosen regst du zur Sommerblüte an.
Dazu kommen das Anpflanzen und Aussäen neuer Blumen. Bereits jetzt kannst du sogar Herbstblumen pflanzen.
Checkliste Juni – das ist jetzt wichtig:
- Rosen pflegen: Entferne Verblühtes und dünge öfterblühende Rosen, damit sie neue Blüten bilden.
- Stauden stützen: Binde hohe Stauden rechtzeitig an, bevor Wind oder Regen die Triebe knicken.
- Rasen wässern: Gieße lieber seltener, dafür durchdringend. So wachsen die Wurzeln tiefer.
- Kräuter ernten: Schneide Kräuter regelmäßig. Viele Sorten treiben dadurch buschiger nach.
- Regelmäßig auf Schädlinge kontrollieren: Prüfe Blattunterseiten und junge Triebe auf Blattläuse, Schnecken oder Pilzkrankheiten.
Mit dem Gartenkalender bleibst du auch im Sommer cool

Im Sommer wird es richtig heiß… und das in mehr als nur einem Sinn. Mit der richtigen Planung der Gartenarbeit bleibst du jedoch cool. Beeren, die ersten Gemüsesorten und frische Kräuter bereichern die heimische Küche in diesen Monaten und entführen uns in abwechslungsreiche Geschmackswelten, während wir im Ziergarten vom sinnlichen Duft der Sommerblüher verführt werden.
Juli: Ernte die Früchte deiner Arbeit

Im Juli sieht der Saisonkalender für den Obst- und Gemüsegarten vor allem Ernten vor. Äste, die besonders viel Ertrag tragen, kannst du abstützen oder anbinden, damit sie nicht brechen. Sowohl dein Rasen als auch Zier- und Nutzpflanzen brauchen jetzt viel Wasser – besonders, wenn seit einigen Wochen kein Regen gefallen ist – und Pflege. Das Unkrautjäten wird wohl einen beachtlichen Teil deiner Gartenarbeit im Juli ausmachen.
Checkliste Juli – das ist jetzt wichtig:
- Morgens gießen: Gieße am besten früh am Morgen und direkt an die Wurzeln. Dadurch maximierst du die Wasseraufnahme deiner Pflanzen.
- Obst und Gemüse ernten: Beeren, Kräuter, Salate, Zucchini und erste Tomaten kommen jetzt frisch aus dem Garten.
- Schwere Äste stützen: Binde fruchttragende Zweige an, damit sie unter der Last nicht brechen.
- Rasen nicht zu kurz mähen: Lass die Halme bei Hitze etwas länger. Das schützt den Boden vor Austrocknung.
- Verblühtes entfernen: Viele Sommerblumen bilden neue Blüten, wenn du Verblühtes regelmäßig abschneidest.
August: Gießen und Düngen für den schönen Garten

Im August ist nach wie vor die richtige Bewässerung entscheidend. Halte beispielsweise den Kompost feucht und achte weiter darauf, dass Beete und Kübelpflanzen genug Wasser haben. Im Ziergarten sollten Böden gelockert und gemulcht werden. Starkzehrer benötigen nach der Blüte Dünger. Verblühte Hecken und Ziergehölze erhalten ihren Schnitt und können vermehrt werden. Der Gemüse- und Obstgarten liefert wie auch im Juli eine reiche Ernte und es ist Zeit für die Aussaat von Wintergemüse. Ebenso können Kräuter geerntet und gegebenenfalls durch Stecklinge vermehrt werden.
Checkliste August – das ist jetzt wichtig:
- Wintergemüse aussäen: Je nach Präferenz kannst du schon Sorten wie Feldsalat, Spinat, Radieschen oder Winterportulak säen.
- Kräuter konservieren: Ernte Kräuter zum Trocknen, Einfrieren oder Einlegen.
- Böden mulchen: Mulch schützt vor Verdunstung, unterdrückt Unkraut und fördert das Bodenleben.
- Kompost feucht halten: Ein zu trockener Kompost arbeitet langsamer. Feuchte ihn bei Hitze leicht an. Wenn du Schnittgut und Erntereste sinnvoll nutzen möchtest, lohnt sich der Ratgeber Kompost anlegen.
- Gehölze pflegen: Schneide nur schonend in Form und achte weiterhin auf Tiere im Garten.
September: Gute Vorbereitung verhindert kargen Garten

Der Fokus liegt im September bereits auf dem nächsten Frühjahr. Der noch warme Boden ist ideal, um Rasen zu säen sowie Blumenzwiebeln zu setzen. Ein wichtiger Punkt ist das Düngen des Rasens, Obstbäumen und Rosen, um sie für den Winter zu stärken. Formschnittgehölze und stark gewachsene Stauden werden zurückgeschnitten oder geteilt. Schnittreste und Laub können zu Mulch verarbeitet werden. Ernte außerdem das letzte Obst und Gemüse aus dem Frühjahr und Sommer.
Checkliste September – das ist jetzt wichtig:
- Rasen säen: Lege neue Rasenflächen an oder bessere kahle Stellen aus. Der Boden bietet jetzt gute Keimbedingungen.
- Blumenzwiebeln setzen: Tulpen, Narzissen, Krokusse und Hyazinthen kommen jetzt in die Erde, damit sie im Frühjahr blühen.
- Stauden teilen: Zu groß gewordene Stauden kannst du teilen und an anderer Stelle neu einsetzen.
- Laub nutzen: Erstes Laub eignet sich als Mulchschicht oder für den Kompost. Auf dem Rasen solltest du es entfernen.
- Obst und Gemüse ernten: Viele Apfel-, Birnen-, Kürbis- und Kohlsorten sind jetzt erntereif.
Gartenkalender im Herbst: mit der richtigen Pflege durch die kalte Jahreszeit

Bevor es so richtig kalt wird, können wir uns noch an der letzten Ernte erfreuen. Danach tritt der Garten so langsam in den Verwaltungsmodus ein… bis es im nächsten Frühjahr erneut losgeht.
Oktober: zum letzten Mal ernten und den Garten winterfest machen
Im Oktober bringen Herbstblüher und späte Ziergehölze Farbe in den Garten, wobei Verblühtes entfernt und Gehölze geschnitten werden. Nicht winterharte Pflanzen ziehen ins Winterquartier, während winterharte gedüngt und gemulcht werden. Harke das langsam anfallende Laub zusammen, welches zur Kompostierung oder als Winterquartier für Nützlinge dient. Pflanze Frühblüher und ernte saisonales Gemüse, wie Kürbisse oder Spinat geerntet.

Checkliste Oktober – das ist jetzt wichtig:
- Kübelpflanzen schützen: Rücke empfindliche Pflanzen an geschützte Orte oder bringe sie ins Winterquartier.
- Beete abdecken: Mulch, Laub oder Reisig schützen den Boden und fördern das Bodenleben.
- Herbstgemüse ernten: Kürbis, Mangold, Spinat und einige Kohlsorten haben jetzt Saison.
- Laub sinnvoll einsetzen: Nutze trockenes Laub als Winterschutz für Beete. Auf Wegen und Rasenflächen solltest du es entfernen.
- Gartengeräte reinigen: Säubere Geräte nach der Saison und lagere sie trocken.
November: Schenke Nützlingen und Vögeln ein sicheres Zuhause

Eine windgeschützte, unaufgeräumte Ecke eignet sich im November perfekt, um ein Igelhaus aufzustellen. Auch Vögel freuen sich an kalten Tagen besonders über Nistkästen und etwas zusätzliches Futter. Obstbäume und Obststräucher sollten am besten noch vor dem Frost gepflanzt werden. So sind sie frostverträglicher und treiben im Frühjahr besser aus.
Ansonsten macht der Winter- bzw. Frostschutz einen Großteil deiner Gartenarbeit im November aus, denn der erste Nachtfrost lässt nicht mehr lange auf sich warten. Dennoch sind einige Gemüsesorten jetzt bereit zur Ernte und danach befreist du die Beete von Unkraut und bedeckst sie mit Mulch und Laub. So wird die Erde über den Winter mit Nährstoffen angereichert und ist im Frühjahr startklar für die nächste Gartensaison.
Falls du jedoch auch über den Winter Gemüse anpflanzen möchtest, kannst du im Aussaatkalender nachlesen, welche Sorten auch den Frost überstehen.
Checkliste November – das ist jetzt wichtig:
- Pflanzen schützen: Kontrolliere Vlies, Jutesäcke und Mulchschichten. Besonders junge Pflanzen und Kübel brauchen Schutz.
- Obstgehölze pflanzen: An frostfreien Tagen kannst du Obstbäume und Beerensträucher setzen. Sie wurzeln bis zum Frühjahr gut ein.
- Beete ruhen lassen: Entferne krankes Pflanzenmaterial und decke freie Erde mit Laub oder Mulch ab.
- Nützlinge fördern: Eine ruhige Gartenecke mit Laub, Reisig oder einem Igelhaus bietet Unterschlupf.
- Vögel unterstützen: Reinige Nistkästen und stelle bei Bedarf geeignetes Futter bereit.
Dezember: Vorbereitung auf das neue Gartenjahr

Spätestens im Dezember kommt der erste Frost und der Ziergarten sieht trist aus. Nur wenige Winterblüher setzen Farbakzente. Eventueller Schnee sollte von Zweigen und jungen Gewächsen entfernt werden. Wenn der Boden frostfrei ist, können Vorbereitungen für das nächste Gartenjahr getätigt werden.
Checkliste Dezember – das ist jetzt wichtig:
- Winterschutz kontrollieren: Prüfe nach Sturm, Schnee oder starkem Regen, ob Vlies, Mulch und Abdeckungen noch richtig sitzen.
- Immergrüne Pflanzen gießen: An frostfreien Tagen brauchen Buchs, Kirschlorbeer, Rhododendron und Kübelpflanzen gelegentlich Wasser.
- Schnee abschütteln: Entferne schweren Nassschnee vorsichtig von jungen Bäumen, Hecken und immergrünen Sträuchern.
- Gartengeräte warten: Reinige, öle und schärfe Werkzeuge, bevor du sie einlagerst.
- Saison planen: Notiere, was gut funktioniert hat und was du im nächsten Gartenjahr anders machen möchtest.
Häufige Fragen zum Gartenkalender
Welche Gartenarbeiten fallen das ganze Jahr über an?
Zu den wiederkehrenden Gartenarbeiten gehören Rasenpflege, Gießen, Unkraut entfernen, Düngen, Schneiden, Aussäen, Pflanzen, Ernten und Winterschutz. Welche Aufgabe gerade wichtig ist, hängt von Monat, Wetter und Pflanzenart ab.
Wann beginnt die Gartensaison?
Die aktive Gartensaison beginnt meist im März, sobald der Boden frostfrei und abgetrocknet ist. Erste Vorbereitungen wie Planung, Anzucht und Gerätepflege kannst du aber schon im Januar und Februar erledigen.
Was ist im Frühling im Garten zu tun?
Im Frühling bereitest du Beete vor, ziehst Gemüse vor, säst robuste Sorten aus, pflegst den Rasen und setzt erste Pflanzen. Außerdem stehen je nach Wetter Rosen- und Gehölzschnitt sowie Düngung an.
Welche Gartenarbeiten sind im Sommer besonders wichtig?
Im Sommer stehen Bewässerung, Rasenmähen, Ernte, Schädlingskontrolle und das Entfernen verblühter Pflanzenteile im Mittelpunkt. Bei Hitze solltest du morgens gießen und den Boden mit Mulch vor dem Austrocknen schützen.
Was mache ich im Herbst im Garten?
Im Herbst säst du Rasen nach, setzt Blumenzwiebeln, erntest spätes Gemüse, nutzt Laub als Mulch oder Kompost und bereitest empfindliche Pflanzen auf den Winter vor.
Welche Arbeiten fallen im Winter im Garten an?
Im Winter kontrollierst du Winterschutz, entfernst schweren Schnee von Ästen, gießt immergrüne Pflanzen an frostfreien Tagen und pflegst Gartengeräte. Außerdem kannst du das kommende Gartenjahr planen.
Welche Produkte und Werkzeuge brauche ich für das Gartenjahr?
Praktisch sind Gartenschere, Spaten, Harke, Gießkanne, Rasenmäher, Rasensamen, Kompost, Erde, Dünger, Saatgut, Pflanzenvlies, Mulch und Pflanzgefäße. Was du genau brauchst, hängt von deinen Beeten, Pflanzen und Gartenplänen ab.














