Arbeitsplatte schleifen und ölen für langlebigen Schutz

Du möchtest deine Küchenarbeitsplatte versiegeln und nachhaltig vor Schmutz und Beschädigungen schützen? Dann bist du hier genau richtig! toom Baumarkt zeigt dir, mit welchen Methoden du Arbeitsplatten pflegst, welches Schleifpapier und Öl für die Küchenarbeitsplatte geeignet sind und wie dir Reinigung und Pflege der Platte richtig gelingen.


Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel

Dauer: ca. 1 bis 2 Stunden

Werkzeug & Material: feuchtes Tuch, Öl für die Arbeitsplatte (Leinöl/Hartöl), Schleifpapier oder ggfs. Schleifmaschine


Arbeitsplatte ölen

Arbeitsplatte mit feuchtem Tuch abwischen

Eine neue Küchenarbeitsplatte aus Massivholz ist als Naturprodukt in der Regel unbehandelt. Um die Arbeitsplatte zu pflegen und sie widerstandsfähig gegen das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit zu machen, solltest du sie vor dem Einbau mit Öl behandeln. Dazu reinigst du sie zunächst mit einem feuchten Tuch von den gröbsten Verschmutzungen und Staubresten: Verwende dazu lauwarmes Wasser, damit die Holzfasern sich aufrichten und das Öl besser aufnehmen können. Anschließend lässt du die Platte gut trocknen.

Um die Holzarbeitsplatte zu ölen, kannst du anschließend geeignetes Öl für Arbeitsplatten auftragen wie beispielsweise Leinöl oder Hartöl. Sie zählen zu den schnelltrocknenden Ölen. Insbesondere mit Hartöl können so glänzende und harte Oberflächen erreicht werden.

Arbeitsplatte wird geölt

Bevor du das Hartöl aufträgst, musst du die Küchenplatte womöglich mit Grundieröl behandeln. Das wird dann notwendig, wenn einzelne Bereiche der Arbeitsplatte eine unterschiedliche Saugfähigkeit aufweisen, was später zu unschönen Flecken führen könnte. Trage dann das Hartöl mit einem einfachen Pinsel und in Faserrichtung auf, lasse es gut eine Viertelstunde trocknen und wiederhole das Ganze noch zwei- oder dreimal. Erst dann ist die Arbeitsplatte vollständig mit Öl gesättigt. Mit einem trockenen und fusselfreien Tuch entfernst du zwischendurch überschüssiges Öl von der Platte. Denke daran, dass du auch die Unterseite und Kanten der Arbeitsplatte einölen solltest, um diese ebenfalls widerstandsfähiger zu machen.

Ist die Arbeitsplatte hingegen nicht neu und du möchtest sie einfach wieder auf Hochglanz bringen, solltest du zunächst Kratzer und größere Verschmutzungen herausschleifen, bevor du die Küchenarbeitsplatte ölen kannst. Details dazu findest du im nächsten Abschnitt.


Holzarbeitsplatte: Pflege durch Schleifen

Selbst eine gut geölte Arbeitsplatte wird nach einigen Jahren nicht mehr wie neu sein. Hast du es mit starken Verschmutzungen zu tun, wirst du die Arbeitsplatte zunächst schleifen müssen. Das machst du in mehreren Etappen, wobei du zunächst grobes und dann feineres Schleifpapier benutzt. Wichtig ist hier das Schleifen von Hand, da ein Bandschleifer kein gleichmäßiges Ergebnis garantiert – und du möchtest schließlich sicherstellen, dass deine Arbeitsplatte möglichst eben bleibt.

Beginne mit dem groben Schleifpapier (Körnung 120) und schleife die Platte in Faserrichtung großflächig und gleichmäßig ab. Durch den entstehenden Holzstaub empfiehlt sich dabei das Tragen eines Gesichtsschutzes. Wische die Fläche anschließend mit einem feuchten Tuch ab und wiederhole den Vorgang mit feinerem Schleifpapier (240er Körnung) – vergiss dabei die Kanten der Arbeitsplatte nicht. Je nachdem, wie geschmeidig die Platte am Schluss werden soll, kannst du noch ein drittes Mal mit feinstem Schleifpapier (400er Körnung) zu Werke gehen – unbedingt notwendig ist das jedoch nicht. Nach dem Schleifen solltest du die Küchenarbeitsplatte wie oben beschrieben ölen.


Küchenarbeitsplatte versiegeln und kleine Kratzer mit Wachs ausbessern

Riss in Arbeitsplatte wird mit Wachs gefüllt

Nicht nur mit Öl und Schleifpapier kannst du deine Arbeitsplatte behandeln: Auch Wachs hilft dir dabei, die Arbeitsplatte zu pflegen. Kleine Macken wie Kratzer, Kerben und Risse lassen sich mit etwas Wachs schließen. Dazu drückst du es einfach mit einem Spachtel (bitte keinen Metall-Spachtel verwenden) in die Kerbe und ziehst es dann glatt. Den überschüssigen Rest entfernst du ganz einfach. Achte lediglich darauf, dass du den zum Holz passenden Farbton wählst.


Zwar könntest du das Wachs auch anstelle des Öls dazu nutzen, deine Arbeitsplatte zu versiegeln, allerdings ist Wachs recht hitzeempfindlich und anfällig für Wasserflecken. Zudem wäre eine vollständige Behandlung der Arbeitsplatte mit Wachs recht aufwändig. Es ist also sinnvoller, es nur lokal anzuwenden und kleinere Kratzer und Dellen damit zu behandeln.


Arbeitsplatte pflegen: Allgemeine Tipps

Mann schneidet Salat auf Schneidebrett

Eine Küchenarbeitsplatte zu reinigen ist nicht sonderlich schwer, dennoch kannst du mit unseren Tipps sicherstellen, dass du hier richtig vorgehst:

  • Nutze statt Spülmittel besser Seifenflocken oder Schmierseife, um die Arbeitsplatte in der Küche zu reinigen. Vermeide unbedingt Scheuermittel – das schadet dem Holz. Auch Salmiak ist eher ungeeignet, da es das Holz verfärben kann.
  • Ein Schwamm oder ein weiches Tuch eignen sich am besten zum Wischen. Stahlwolle dagegen zerkratzt die Oberfläche deiner Arbeitsplatte.
  • Benutze stets ein Schneidebrettchen oder eine Unterlage zum Schneiden. Arbeitest du mit deinem Messer direkt auf der Platte, fügst du der Oberfläche unschöne Kerben und Schnitte zu.
  • Stehende Flüssigkeiten mag das Holz auch nicht gerne – du solltest die Arbeitsplatte nach dem Reinigen deshalb immer sofort abtrocknen.
  • Die Kontaktwärme von Wasserkocher, Toaster und Co. kann Risse im Holz bewirken. Stelle diese Geräte also immer auf eine passende Unterlage. Das gilt insbesondere auch für heiße Töpfe und Pfannen.
  • Spezielle Arbeitsplattenauflagen schützen die Platte vor Verschmutzungen und Beschädigungen und ermöglichen dir so das gefahrlose Hantieren mit Messern, Klebern und ähnlichen Dingen.

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