Gartenmöbel reinigen und pflegen: Hausmittel und mehr

Sei es auf der Terrasse im Garten oder auf dem Balkon: Damit du lange Freude an deinen Gartenmöbeln hast, solltest du Tische, Stühle und mehr regelmäßig reinigen und pflegen. Vor allem Möbelstücke aus Holz sind anspruchsvoll, sie lassen sich aber ebenso wie Gartenmöbel aus anderen Materialien oft mit einfachen Hausmitteln reinigen und pflegen. Wir geben Tipps, wie du deine Gartenmöbel reinigen und pflegen kannst.

Schwierigkeitsgrad: Leicht

Dauer: Ein bis zwei Stunden je nach Menge und Größe der Möbel

Werkzeug: Flächenstreicher mit Lasurtank, Holzpflegeöl, Schraubenzieher, Abdeckfolien, wahlweise Einmalhandschuhe.


So bleiben deine Möbel schön

Mit der Lasur erzielst du mit wenig Aufwand eine große Wirkung und deine Gartenmöbel sind bestens geschützt. Schon ein Einölen zweimal im Jahr - zum Beginn und Ende der Gartensaison - ist ausreichend, um deine Gartenmöbel nachhaltig zu pflegen und vor dem Vergrauen zu schützen. Worauf du achten solltest, zeigen wir dir hier.


Holzgartenmöbel reinigen und pflegen

Vor allem auf Holz hinterlassen Sonne, Wind und Regen, aber auch Essen und Getränke ihre Spuren. Bei der Reinigung von Gartenmöbeln aus Holz kommt es zum einen auf die Art der Verschmutzung, zum anderen auf das Holz an.


Gartenmöbel aus Holz: Auf die Holzart kommt es an

Gartenmöbel

Viele Gartenmöbel sind aus heimischer Kiefer oder Fichte gefertigt. Beide gehören zu den weichen Holzarten, die empfindlich auf Wind, Nässe und Schmutz reagieren. Diese Hölzer sind häufig lackiert. Entstehen Risse oder platzen Teile des Lacks ab, kann Nässe in das Holz eindringen und es beginnt, von innen heraus zu vermodern. Umso wichtiger ist es, diese Holzgartenmöbel regelmäßig zu reinigen und zu pflegen.

Viele moderne und vor allem hochpreisige Gartenmöbel sind aus importierten Harthölzern gefertigt. Teak, Robinie und Zeder sind beliebte Hölzer, die nicht nur eine sehr feste Struktur und Oberfläche haben, sondern auch einen natürlichen Schutzfilm aufweisen. Die enthaltenen Öle funktionieren wie eine natürliche Imprägnierung, die das Holz vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung schützt – deshalb musst du beispielsweise Teak-Gartenmöbel seltener pflegen.


Hölzerne Gartenmöbel mit Hausmitteln reinigen

Tisch mit Schwamm reinigen

Für die Reinigung von hölzernen Gartenstühlen und -tischen gibt es im toom Baumarkt spezielle Holzreiniger. Vermeide unbedingt Chemiekeulen, die etwa Lösungsmittel enthalten – Holz ist ein Naturprodukt. Neben den Spezialreinigern kommen auch bestimmte Hausmittel infrage:

  • Soda-Stärke-Brei: Löse einige Löffel Speisestärke in Wasser auf und gib die Lösung in etwa fünf Liter laufwarmes Wasser, in das du außerdem 100 Gramm Soda einrührst. Koche die Mischung auf dem Herd auf, damit die Stärke quellen kann. Es entsteht ein Brei, den du noch warm auf die hölzernen Gartenmöbel aufträgst. Nach etwa vier bis fünf Stunden Einwirkzeit spülst du die Reste inklusive dem Schmutz von den Möbeln ab. Abschließend kannst du die Gartenmöbel ölen. Dieses Hausmittel zum Gartenmöbelreinigen funktioniert übrigens auch bei der Reinigung und Pflege von Terrassendielen.
  • Seifenlauge: In laufwarmem Wasser gelöste Natur- oder Kernseife ist ein Allround-Hausmittel für Gartenmöbel aller Art. Oberflächliche und relativ frische Verschmutzungen kannst du mit der Lauge und einem Schwamm einfach abwischen. Ein Öl ist auch bei dieser Reinigungsmethode eine gute anschließende Pflege für deine Gartenmöbel.

Lassen sich die Verschmutzungen weder mit diesem Hausmittel noch mit Spezialreinigern aus dem Baumarkt entfernen, ist der Griff zum Schleifpapier beziehungsweise -gerät die letzte Maßnahme. Nach dem Abschleifen ist eine Behandlung mit Öl besonders wichtig.


Gartenmöbel ölen oder lasieren

Gartenbank ölen

Öle helfen gegen hartnäckige Verschmutzungen und witterungsbedingtes Vergrauen des Holzes, sie sind aber für Gartenmöbel auch eine notwendige Pflege. Farblose Öle enthalten keinen UV-Schutz, farbige Öle mit Pigmenten hingegen schon. Für optimalen Schutz solltest du hölzerne Gartenmöbel mehrmals pro Saison ölen. Wenn du dir Arbeit sparen möchtest, kannst du auch zu einer Lasur greifen. Lasuren gibt es ebenfalls farblos oder mit Pigmenten; das Mittel wird nur einmal pro Saison auf die Gartenmöbel aufgetragen. Der größte Unterschied zwischen Lasur und Öl ist, dass Öl in das Holz einzieht und so von innen schützt, während eine Lasur an der Oberfläche verbleibt (anders als eine Lackierung aber durchlässig ist).

Hausmittel-Tipp: Von den Haushaltsölen eignet sich einzig Leinöl zum Ölen von Gartenmöbeln. Trage das zähflüssige Öl so lange „nass in nass“ auf, bis die Oberfläche kein Öl mehr aufnimmt. Überschüssige Flüssigkeit kannst du abschließend mit einem weichen Tuch abreiben.

  • toom Holz-Entgrauer
  • toom Öle in geeigneter Farbe (z.B. Akazien-Öl, Bangkirai-Öl, Douglasien-Öl, Eukalyptus-Öl, Teak-Öl)
  • toom LasurTank Flächenstreicher mit solidPeakmix plus-Borste oder toom Flachpinsel mit solidPeakmix plus-Borste
  • toom Premium Walze mit fibreSkin plus-Bezug
  • Schleifpapier
  • toom Akazien-Öl

Hölzerne Gartenmöbel putzen mit dem richtigen Equipment

Vermeide vor allem bei weichem Holz harte, spitze oder scharfe Putzhelfer wie Stahlwollschwämme, da du damit die Oberfläche aufraust und damit noch anfälliger für Schmutz und Feuchtigkeit machst. Verwende lieber Baumwolllappen und weiche Schwämme. Mikrofasertücher sind nicht geeignet, da sie extrem saugfähig sind und dem Holz Öl und Feuchtigkeit entziehen. Auch der Hochdruckreiniger sollte im Geräteschuppen bleiben.

Beim Reinigen von Tischen und Gartenstühlen aus Holz ist auch die Wischrichtung wichtig. Wische und reibe immer in Richtung der Holzmaserung, da du sonst die Holfasern unnötig aufrichtest und die Oberfläche anraust. Das gilt auch für die Pflege von Teak-Gartenmöbeln.


Reinigung von Gartenmöbeln aus Kunststoff

Gartenmöbel aus Kunststoff reinigen

Einerseits sind Gartenmöbel aus Kunststoff leicht zu reinigen und zu pflegen, andererseits sind Verfärbungen und Verschmutzungen auf ihnen extrem hartnäckig. Die wichtigste Regel beim Reinigen solcher Tische und Stühle lautet daher: Reinige sie regelmäßig – je nach Standort, Wetter und Benutzung alle ein bis zwei Wochen.

Dir steht eine ganze Reihe an Reinigungsmitteln zur Auswahl: Für Kunststoffmöbel gibt es im toom Baumarkt spezielle Kunststoffreiniger – noch unkomplizierter lassen sich die Gartenmöbel aber mit einem der folgenden Hausmittel reinigen:

  • Essig im Putzwasser
  • Waschpulver, Natron oder Zahnpasta direkt auf dem Putzlappen
  • Backpulver, das du mit einem feuchten Lappen aufträgst, etwas einwirken lässt und nach einigen Minuten abspülst

Backpulver kann insbesondere gegen Verfärbungen durch UV-Strahlung helfen, gegen die Kunststoffmöbel sehr empfindlich sind – das Material wir durch die UV-Strahlung spröde. Aber auch Frost vertragen sie schlecht, das Material kann bei Minustemperaturen sogar reißen. Die beste vorbeugende Pflege für deine Gartenmöbel ist, sie immer geschützt zu verstauen, wenn du sie längere Zeit nicht benutzt. Möchtest du Stühle und Gartentische pflegen, die du gerade benutzt, kannst eine spezielle Politur verwenden, die aufgeraute und stumpfe Kunststoffoberflächen glättet.


Gartenmöbel aus Metall reinigen und pflegen

Metallstuhl lackieren

Gartenmöbel aus Metall sind meist aus Aluminium, Schmiede- oder Gusseisen oder feuerverzinktem Stahl gefertigt und mit einem Lack, einer speziellen Farbe oder einer Pulverbeschichtung versiegelt. Dadurch sind diese Möbelstücke vergleichsweise robust und wetterfest. Eine umfangreiche Pflege brauchen diese Gartenmöbel selten und auch ihre Reinigung geht leicht von der Hand – ein- bis zweimal im Jahr reicht aus.

Es gibt zwar Spezialreiniger für Metallmöbel, allerdings hat sich in den meisten Fällen warme Seifenlauge und ein Lappen bewährt – Schmutz aller Art kannst du einfach abwischen. Bei den eher weicheren Alu-Möbeln solltest du auf harte und spitze Putzhelfer verzichten, da die Oberfläche zerkratzen kann. Prüfe außerdem regelmäßig, dass nirgendwo Lack oder Farbe auf- oder abplatzt, da sich durch eindringende Feuchtigkeit Rost bilden kann. Findest du Risse oder andere Makel, solltest du die Möbel neu lackieren und kleine Macken ausbessern.

Tipp: Etwas Autowachs, aufgetragen mit einem fusselfreien Tuch, macht die Oberfläche robuster und verleiht ihr Glanz.


Die Kür: Sonnenschirm reinigen

Sonnenschirm

Beim Reinigen der Gartenmöbel wird der Sonnenschirm oft vergessen. Du solltest den Sonnenschirm jedoch regelmäßig reinigen und Schimmel oder Stockflecken frühzeitig entfernen. Einen angeschimmelten Sonnenschirm wirst du in den meisten Fällen nämlich entsorgen müssen.

Wichtig ist auch die richtige Aufbewahrung des Sonnenschirms: Wenn er nicht im Einsatz ist, solltest du ihn in einer Schutzhülle verstauen. Das verhindert, dass der Schirm verschmutzt und das Material durch die Sonne ausbleicht. Ganz wichtig ist, dass keine Feuchtigkeit in die Hülle eindringt, damit sich an dem Schirm kein Schimmel und keine Stockflecken bilden.

Um den Sonnenschirm zu reinigen, kannst du ihn regelmäßig mit einer weichen Bürste abbürsten. Einzelne Flecken behandelst du am besten mit warmem Seifenwasser und einem Schwamm. Je nach Material gibt es außerdem geeignete Spezialreiniger. Stockflecken kannst du auch mit Gebissreiniger entfernen: Dafür löst du mehrere Gebissreiniger-Tabletten in einem großen Behälter mit Wasser auf und legst den Sonnenschirm für mehrere Tage hinein. Anschließend spülst du den Bezug mit klarem Wasser ab.

Wichtig: Nach einer umfangreichen (Nass-)Reinigung ist es wichtig, den Sonnenschirm zu imprägnieren, damit er wasserabweisend bleibt und die UV-Strahlung den Stoff nicht so schnell ausbleicht.

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