Gartenmöbel pflegen
Ratgeber
Inhalt:
Schwierigkeitsgrad: leicht
Dauer: 1 bis 2 Stunden (je nach Anzahl und Größe der Möbel)
Werkzeuge: Flächenstreicher mit Lasurtank, Holzpflegeöl, Schraubenzieher, Abdeckfolie, evtl. Einmalhandschuhe

Sei es auf der Terrasse, im Garten oder auf dem Balkon: Damit du lange Freude an deinen Gartenmöbeln hast, musst du sie regelmäßig reinigen und pflegen. Vor allem Möbelstücke aus Holz sind anspruchsvoll, sie lassen sich aber ebenso wie Gartenmöbel aus anderen Materialien oft mit einfachen Hausmitteln behandeln. Wie du dabei vorgehst, erfährst du hier bei toom Baumarkt.


Holzgartenmöbel reinigen und pflegen

Vor allem auf Holz hinterlassen Sonne, Wind und Regen, aber auch Rückstände von Lebensmitteln und Getränken ihre Spuren. Bei der Reinigung von Gartenmöbeln aus Holz kommt es zum einen auf die Art der Verschmutzung, zum anderen auf die Art des Holzes an.

  • Einheimische Hölzer wie Kiefer und Fichte gehören zu den weichen Holzarten. Sie reagieren empfindlich auf Wind, Nässe und Schmutz. In Gärten findet man deshalb oftmals Möbel aus diesen Hölzern, die lackiert wurden. Entstehen Risse in der Lackschicht oder platzt der Lack ab, kann Nässe in das Holz eindringen und es beginnt zu faulen. Umso wichtiger ist es, solche Holzgartenmöbel regelmäßig zu reinigen und zu pflegen.
  • Häufig sind (vor allem hochpreisige) Gartenmöbel auch aus importierten Harthölzern gefertigt. Teak, Robinie und Zeder sind beliebte Hölzer, die nicht nur eine sehr feste Struktur und Oberfläche haben, sondern auch einen natürlichen Schutzfilm aufweisen. Die enthaltenen Öle funktionieren wie eine natürliche Imprägnierung, die das Holz vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung, aber auch vor Pilzen, Schimmel und Insekten schützt – deshalb musst du beispielsweise Gartenmöbel aus Teakholz seltener pflegen.

Hinweis: Wichtig: Benutze ausschließlich Reinigungs- und Pflegemittel, die für die entsprechende Holzart geeignet sind, und meide unbedingt Chemiekeulen, die etwa Lösungsmittel enthalten. Holz ist ein Naturprodukt, auf dem chemische Reiniger im schlimmsten Fall bleibende Spuren hinterlassen können.


Gartenmöbel aus Holz reinigen: Diese Hausmittel helfen dir dabei

Spezialreiniger sind meistens nur für eine grundlegende Tiefenreinigung nötig, zum Beispiel nach dem Einlagern oder vor einer neuen Oberflächenbehandlung. Willst du lediglich leichte Schmutzspuren und Staub beseitigen, sind Hausmittel genauso effektiv. Um Gartenmöbel aus Holz zu reinigen, kommen folgende Hausmittel infrage:

  • Soda-Stärke-Brei: Löse einige Löffel Speisestärke in Wasser auf und gib die Lösung in etwa 5 l laufwarmes Wasser, in das du außerdem 100 g Soda einrührst. Koche die Mischung auf dem Herd auf, damit die Stärke quellen kann. Es entsteht ein Brei, den du noch warm auf die hölzernen Gartenmöbel aufträgst. Nach etwa vier bis fünf Stunden Einwirkzeit spülst du die Reste mitsamt dem Schmutz von den Möbeln ab. Abschließend kannst du die Gartenmöbel ölen. Mit diesem Hausmittel kannst du übrigens nicht nur Gartenmöbel säubern, es eignet sich auch hervorragend zur Reinigung und Pflege von Terrassendielen.
  • Seifenlauge: In laufwarmem Wasser gelöste Natur- oder Kernseife ist ein Allround-Hausmittel für Gartenmöbel aller Art. Oberflächliche und relativ „frische“ Verschmutzungen kannst du mit der Lauge und einem Schwamm einfach abwischen. Ein Öl bietet auch nach dieser Reinigungsmethode eine gute Pflegewirkung für die Gartenmöbel.

Lassen sich die Verschmutzungen weder mit diesen Hausmitteln noch mit Spezialreinigern aus dem Baumarkt entfernen, ist der Griff zu Schleifpapier beziehungsweise Schleifgerät die letzte Option. Nach dem Abschleifen des Holzes ist es besonders wichtig, die Gartenmöbel schnell einzuölen oder zu lasieren, damit die Oberflächen direkt gut geschützt sind.

Nach dem Abschleifen des Holzes ist es besonders wichtig, die Gartenmöbel schnell einzuölen oder zu lasieren, damit die Oberflächen direkt gut geschützt sind.

Exkurs: Lasur oder Öl für Gartenmöbel aus Holz?

Gartenbank ölen

Spezielles Holzöl schützt die Gartenmöbel vor hartnäckigen Verschmutzungen und witterungsbedingtem Vergrauen des Holzes. Für Gartenmöbel ist das Öl deshalb eine notwendige Pflege. Farblose Öle enthalten keinen UV-Schutz, farbige Öle mit Pigmenten hingegen schon. Trage das Öl mehrmals pro Saison auf, um deine Gartenmöbel aus Holz optimal zu pflegen.

Das gilt vor allem für Teakholz, denn obwohl es äußerst witterungsbeständig ist, verblasst die Oberfläche nach einer gewissen Zeit. Aufgrund von UV-Einstrahlung und Feuchtigkeit bildet sich eine Patina, die allerdings weder Lebensdauer noch Stabilität beeinträchtigt. Um der Patina entgegen zu wirken, empfehlen wir dir, deine Teakmöbel 2-3 Mal im Jahr mit geeignetem Pflegeöl zu behandeln. Du solltest das Hartholz zum Saisonstart im Frühling, im Sommer und im Herbst vor der Einlagerung einölen.

Wenn du dir Arbeit sparen möchtest, kannst du deine Gartenmöbel aus Holz auch lasieren. Lasuren gibt es ebenfalls farblos oder mit Pigmenten. Das Mittel ist nur einmal pro Saison auf die Gartenmöbel aufzutragen. Der größte Unterschied zwischen Lasur und Öl ist, dass Öl in das Holz einzieht und es so von innen heraus schützt, während eine Lasur an der Oberfläche verbleibt (anders als eine Lackierung aber durchlässig ist). Hier erfährst du mehr über die Lasur an Holzzäunen.

Hausmittel-Tipp: Von den Haushaltsölen eignet sich einzig Leinöl zur Behandlung von Gartenmöbeln. Trage das zähflüssige Öl „nass in nass“ so lange auf, bis die Holzoberfläche kein Öl mehr aufnimmt. Überschüssige Flüssigkeit kannst du abschließend mit einem weichen Tuch abreiben. Keinesfalls solltest du deine Holz-Gartenmöbel mit Olivenöl pflegen. Wie alle Speiseöle härtet es nicht aus, sondern weicht die Holzfasern auf, sodass Schimmel und Fäulnis sogar noch begünstigt werden. Ein weiterer negativer Effekt ist ein ranziger Geruch, der sich nach einer Weile entwickelt.

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Das richtige Equipment zum Reinigen deiner Holz-Gartenmöbel

Vermeide vor allem bei weichem Holz harte, spitze oder scharfe Putzhelfer wie Stahlwollschwämme. Mit ihnen würdest du die Oberflächen aufrauen und das Holz dadurch noch anfälliger für Schmutz und Feuchtigkeit machen. Verwende lieber Baumwolllappen und weiche Schwämme. Mikrofasertücher sind nicht geeignet, da sie extrem saugfähig sind und dem Holz daher Öl und Feuchtigkeit entziehen würden. Auch der Hochdruckreiniger sollte im Geräteschuppen bleiben.

Beim Reinigen von Tischen und Gartenstühlen aus Holz ist auch die Wischrichtung wichtig. Wische und reibe immer in Richtung der Holzmaserung, da du sonst die Holzfasern unnötig aufrichtest und die Oberfläche so anraust. Das gilt auch für die Pflege von Teak-Gartenmöbeln.


So reinigst du Kunststoff-Gartenmöbel

Gartenmöbel aus Kunststoff reinigen

Einerseits sind Gartenmöbel aus Kunststoff leicht zu reinigen und zu pflegen, andererseits sind einmal entstandene Verfärbungen extrem hartnäckig.  Deshalb solltest du solche Tische und Gartenstühle sehr regelmäßig reinigen – je nach Standort, Wetter und Benutzung alle ein bis zwei Wochen.

Dir steht eine ganze Reihe an Reinigungsmitteln zur Auswahl: Neben verbreiteten Reinigern findest du im Handel auch Kunststoffpflegemittel speziell für Gartenmöbel. Die meisten alltäglichen Verschmutzungen lassen sich aber auch mit einem der folgenden Hausmittel beseitigen:

  • Essig im Putzwasser
  • Waschpulver, Natron oder Zahnpasta direkt auf dem Putzlappen
  • Backpulver, das du mit einem feuchten Lappen aufträgst, etwas einwirken lässt und nach einigen Minuten abspülst

Backpulver kann insbesondere gegen Verfärbungen durch UV-Strahlung helfen, für die Kunststoffmöbel sehr empfindlich sind. Das Material wir durch die UV-Strahlung sogar manchmal spröde. Aber auch Frost vertragen Kunststoffmöbel schlecht, ihr Material kann bei Minustemperaturen sogar reißen. Die beste vorbeugende Pflege für deine Gartenmöbel ist, sie immer geschützt zu verstauen, wenn du sie längere Zeit nicht benutzt. Möchtest du Stühle und Gartentische pflegen, die du zurzeit regelmäßig benutzt, kannst du zwischendurch eine spezielle Politur verwenden, die aufgeraute und stumpfe Kunststoffoberflächen glättet.


Polyrattan: Pflege ohne großen Aufwand

Witterungsbeständige und schmutzabweisende Möbel aus einem Kunststoffrattan-Geflecht sind besonders pflegeleicht. Sie bieten den Sitzkomfort der natürlichen Palmenfaser und lassen sich zu 100% recyclen.

Oberflächlicher Schmutz lässt sich leicht mit Wasser abspülen, deshalb brauchst du meistens nur ein feuchtes Tuch oder einen Gartenschlauch zur Polyrattan-Pflege; eventuell noch ein Hausmittel wie Seifenlauge. Sollten doch hartnäckige Flecken zurückbleiben, nutzt du einen Kunststoff-Geflecht-Reiniger. Obwohl Polyrattan sehr robust ist, solltest du niemals auf einen Hochdruckreiniger oder eine harte Waschbürste (z.B. Stahlbürste) zurückgreifen, da das Material sonst beschädigt wird und nach einer gewissen Zeit porös werden kann.

Das Kunststoff-Geflecht ist auch besonders robust gegen klimatische Veränderung. Sowohl extreme Hitze (Schmelzpunkt liegt bei > 100°C) als auch arktische Kälte (wird erst unter -50°C porös) sind gegen die Fasern machtlos. Dennoch empfehlen wir dir eine Schutzhülle, damit die Polyrattan-Möbel die Überwinterung problemlos überstehen.


Gartenmöbel aus praktischer Textilene reinigen

Besteht der Möbelbezug deiner Gartenmöbel aus Textilene, ist das Reinigen ein Kinderspiel. Das Textilgewebe aus Polyester macht wirklich alles mit: Es ist strapazierbar, schmutzabweisend abnutzungs- und lichtbeständig, bietet hohen Sitzkomfort und ist zudem reißfest und luftig.

Um die Textilbespannung deiner Gartenmöbel reinigen, kannst du sie einfach mit einem feuchten Tuch abwischen. Durch die wasserabweisende Eigenschaft und der feinen Lochung trocknen die Möbel nach einem Regenschauer sehr schnell. Des Weiteren ist das Textilgewebe UV-beständig. Auch Sonnenöl oder andere ölhaltige Verschmutzungen sind gegen das strapazierfähige Material machtlos. Sollte es dennoch einmal zu hartnäckigen Schmutzflecken kommen, kannst du auf spezielle Textilene-Reiniger aus dem Fachhandel zurückgreifen.


Gartenmöbel aus Metall reinigen und pflegen

Metallstuhl lackieren

Gartenmöbel aus Metall sind meist aus Aluminium, Schmiede- oder Gusseisen oder feuerverzinktem Stahl gefertigt und mit einem Lack, einer speziellen Farbe oder einer Pulverbeschichtung versiegelt. Dadurch sind diese Möbelstücke vergleichsweise robust und wetterfest. Eine umfangreiche Pflege brauchen diese Gartenmöbel selten – ein- bis zweimal im Jahr reicht aus – und die Reinigung selbst geht relativ leicht von der Hand. Es gibt zwar Spezialreiniger für Metallmöbel, allerdings haben sich für die meisten Fälle warme Seifenlauge und ein Lappen bewährt – Schmutz aller Art kannst du damit einfach abwischen.

Hinweis: Tipp: Etwas Autowachs, aufgetragen mit einem fusselfreien Tuch, macht die Metalloberflächen der Gartenmöbel robuster und verleiht ihnen Glanz.


Aluminium – Ein glänzendes Leichtgewicht

Gartenmöbel aus Aluminium sind eine elegante Lösung gegen Nässe und Korrosion. Das edle Metall ist robust und pflegeleicht, sodass du normalerweise nur Wasser brauchst, um deine Gartenmöbel zu reinigen. Bei hartnäckiger Verschmutzung kannst du auf einfaches Spülmittel zurückgreifen.

Möbel aus Aluminium können keinen Rost ansetzen. Daher sind selbst tiefe Kratzer im Lack bzw. in der Beschichtung ungefährlich. Allerdings sehen zerkratzte Oberflächen natürlich nicht schön aus. Um das zu verhindern, kannst du stark beanspruchte Flächen mit einem Pflegelack behandeln.


Edelstahlmöbel – Robust und zeitlos

Poliert, geschliffen oder gebürstet? Beim Edelstahl bestimmt die Bearbeitung das Aussehen. Unabhängig von der Optik sind Edelstahlmöbel 100% rostfrei, außerdem schlag- und rissfest.

Wer kein Fan von Fingerabdrücken und Fettflecken ist, sollte sich vermutlich keine Gartenmöbel aus Edelstahl anschaffen. Abgesehen davon, sind die Möbel sehr pflegeleicht. Das Material ist robust, langlebig und besonders witterungsbeständig. Selbst bei dauerhaftem Regen musst du dir um Rost keine Sorgen machen. Für strahlende Oberflächen kannst du Edelstahlreiniger nutzen, um deine Gartenmöbel zu pflegen und optisch aufzufrischen. Ansonsten reicht die Reinigung mit Wasser und gegebenenfalls Spülmittel vollkommen aus.


Die Kür: Sonnenschirm reinigen

Sonnenschirm

Beim Reinigen der Gartenmöbel wird der Sonnenschirm oft vergessen. Du solltest den Sonnenschirm jedoch regelmäßig sauber machen, um Schimmel oder Stockflecken vorzubeugen. Einen angeschimmelten Sonnenschirm wirst du in den meisten Fällen nämlich entsorgen müssen, wenn dir deine und die Gesundheit deiner Familie lieb ist.

Wichtig ist auch die richtige Aufbewahrung des Sonnenschirms: Wenn er nicht im Einsatz ist, solltest du ihn in einer Schutzhülle verstauen. Das verhindert, dass der Schirm verschmutzt und seine Farbe durch die Sonnenstrahlung schnell ausbleicht. Ganz wichtig ist, dass keine Feuchtigkeit in die Hülle eindringt, damit sich an dem Schirm kein Schimmel und keine Stockflecken bilden.

Um deinen Sonnenschirm zu reinigen, kannst du ihn regelmäßig mit einer weichen Bürste abbürsten. Einzelne Flecken behandelst du am besten mit warmem Seifenwasser und einem Schwamm. Je nach Material des Schirms gibt es außerdem geeignete Spezialreiniger. Stockflecken kannst du auch mit Gebissreiniger entfernen: Dafür löst du mehrere Gebissreiniger-Tabletten in einem großen Behälter (z. B. einem Aufblaspool oder einem Regenfass) mit Wasser auf und legst den Sonnenschirm für mehrere Tage hinein. Anschließend spülst du den Schirmstoff mit klarem Wasser ab.

Hinweis: Wichtig: Nach einer umfangreichen (Nass-)Reinigung ist es wichtig, den Sonnenschirm zu imprägnieren, damit er wasserabweisend bleibt und die UV-Strahlung den Stoff nicht so schnell ausbleicht.


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