Gartensauna selber bauen: So gelingt dein Wellness-Projekt

Eine Gartensauna ist der perfekte Rückzugsort, wenn du dir Wellness nach Feierabend direkt vor die Terrassentür holen willst. Damit aus der Idee ein festes Stück Inventar deines Gartens wird, kommt es vor allem auf eine gute Planung, ein solides Fundament und einen sauberen Aufbau an. Genau dabei soll dir dieser Artikel helfen: Du erfährst, wie du Schritt für Schritt vorgehst, welche Punkte du vorab klärst und worauf du beim Ausbau der Gartensauna achten musst.
Welche Gartensauna passt zu dir?

Der große Vorteil einer Gartensauna ist, dass sie unabhängig vom Wohnhaus in deinem Außenbereich steht. Im Unterschied zur Innensauna musst du hier also nicht den Innenausbau planen, sondern kannst über Standort, Fundament, Witterungsschutz und Anschlüsse relativ frei entscheiden.
Welche Gartensauna zu dir passt, hängt vor allem von vier Punkten ab: Wie viel Platz du im Garten hast, wie hoch dein Budget ist, wie viel Eigenleistung du einbringen willst und wie schnell die Sauna nutzbar sein soll. Auch die spätere Optik spielt eine Rolle. Schließlich soll die Sauna nicht wie ein Fremdkörper wirken, sondern sich stimmig in deinen Garten einfügen.
Für die Bauart deiner Gartensauna hast du freie Auswahl. Praktisch unterteilen sich die typischen Formen einer Sauna im Garten in folgende Typen:
- Saunahaus aus Blockbohlen
- Das klassische Saunahaus besteht meist aus massiven Holzbohlen, die lagenweise aufeinandergesetzt werden. Diese Bauweise wirkt hochwertig, robust und passt optisch gut in naturnahe Gärten.
- Für dich ist sie passend, wenn du eine dauerhaft wertige Lösung suchst, genug Platz im Garten hast und beim Aufbau etwas mehr Zeit einplanen kannst. Blockbohlen-Saunen sind oft schwerer, brauchen einen sauber vorbereiteten Untergrund und bringen beim Materialeinsatz meist höhere Kosten mit. Dafür punkten sie mit einer starken Optik und einem sehr klassischen Sauna-Gefühl.
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- Elementsauna
- Eine Elementsauna besteht aus vorgefertigten Wand- und Dachelementen. Das verkürzt die Aufbauzeit deutlich und macht die Planung oft etwas berechenbarer. Dies ist eine häufige Variante für einen Gartensauna-Bausatz.
- Diese Variante passt gut zu dir, wenn du zügig bauen willst und Wert auf einen klaren Wandaufbau legst. Gerade bei gedämmten Konstruktionen ist die Elementbauweise interessant, weil sich Dämmung, Dampfbremse und Innenverkleidung systematisch einplanen lassen. Das ist vor allem dann praktisch, wenn die Gartensauna regelmäßig genutzt werden soll und du beim Energieverbrauch nicht unnötig verlieren möchtest.
- Fasssauna
- Die Fasssauna fällt durch ihre runde Form sofort auf. Sie braucht meist weniger Grundfläche als ein Saunahaus und heizt durch den kompakten Innenraum oft schneller auf.
- Sie eignet sich gut für dich, wenn du eine markante Optik magst, mit weniger Platz auskommen kannst und dementsprechend eine vergleichsweise kompakte Lösung suchst. Grenzen hat die Fasssauna beim Innenraumgefühl: Liegeflächen, Bewegungsfreiheit und Stauraum sind oft knapper als in einem Saunahaus. Auch spätere Anpassungen sind meist weniger flexibel.
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- Gartenhaus zur Sauna umbauen
- Wenn du schonmal ein Gartenhaus selbst gebaut hast, kann irgendwann der Umbau zur Sauna naheliegen. Das kann attraktiv sein, weil ein Teil der Hülle schon steht. Gleichzeitig ist diese Lösung meist anspruchsvoller, als sie auf den ersten Blick wirkt.
- Ein Umbau lohnt sich vor allem dann, wenn Substanz, Größe und Standort des Gartenhauses wirklich passen. Kritisch sind dabei vor allem Feuchtigkeitsschutz, Dämmung, Wandaufbau, Lüftung und die sichere Integration von Ofen und Technik. Für einfache Geräteschuppen oder leichte Gartenhäuser ist ein Umbau oft nur mit erheblichem Mehraufwand sinnvoll. Unterm Strich ist er also nicht automatisch die günstigste Lösung.
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Der richtige Platz im Garten: So planst du die Gartensauna ohne böse Überraschungen

Grundsätzlich gilt: Wähle am besten einen Platz, an dem deine neue Gartensauna etwas geschützt liegt und der dir genug Ruhe sowie Privatsphäre bietet. Ein Blickschutz durch Hecke oder Zaune macht die Nutzung der Sauna später deutlich angenehmer. Gleichzeitig sollte der Bereich gut erreichbar sein – auch im Winter, bei Nässe oder mit vollen Händen. Dementsprechend ist ebenfalls die Nähe zum Haus wichtig. Kurze Wege erleichtern nicht nur die Nutzung, sondern oft auch die Stromversorgung.
Ein weiterer Punkt sind die Nachbarn. Mehr Geschäftigkeit im Garten, der Betrieb eines geruchsintensiven Holzofens oder ein Standort nahe an der Grundstücksgrenze können schnell zu Diskussionen führen. Unser Tipp daher: Plane lieber mit etwas Abstand, vermeide direkte Sichtachsen und sprich heikle Punkte früh offen an.
Zu guter Letzt kommt es auch auf den Untergrund an, auf dem die eigentliche Sauna steht. Dauerhaft feuchte oder schattige Ecken sind ungünstig, weil Wasser dort selbst bei einem soliden Beton- oder Steinboden schlecht wegtrocknet. Kritisch wird es außerdem bei weichem oder ungeradem Boden, Hanglage oder Staunässe. Diese Faktoren machen etwa das Legen eines Fundaments deutlich anspruchsvoller.
Brauchst du eine Baugenehmigung für die Sauna im Garten?
Diesen Punkt solltest du ebenfalls möglichst früh klären. Für eine Gartensauna gibt es in Deutschland keine einheitliche Regel. Entscheidend sind vor allem die Landesbauordnung, der genaue Standort auf dem Grundstück und das örtliche Planungsrecht, also zum Beispiel ein Bebauungsplan.
Wichtig für die Einordnung ist: Eine Gartensauna wird baurechtlich anders bewertet als ein einfacher Geräteschuppen, denn eine Außensauna gilt immer auch als Aufenthaltsraum. Viele Landesbauordnungen kennen zwar verfahrensfreie kleine Gebäude, jedoch nur bis zu bestimmten Größen. Diese Schwelle unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland deutlich. Zudem wird unterschieden zwischen dem Bau einer Gartensauna im bebauten Bereich oder außerhalb von Ortschaften. Für letztere muss deutlich häufiger eine Baugenehmigung eingeholt werden.
Für die Praxis kommt ein weiterer Punkt dazu: Auch ein genehmigungsfreies Gebäude ist nicht automatisch problemlos zulässig. Verfahrensfreie Vorhaben müssen trotzdem die sonstigen Vorgaben für Bauvorhaben einhalten, etwa zur überbaubaren Grundstücksfläche, dem Grenzabstand zum Nachbargrundstück, Ofen (für einen Holzofen gelten strengere Regeln als für ein Elektromodell), plus eventueller Starkstromanschlüsse, Wasserleitungen und Betonfundamente.
Gartensauna bauen: Das musst du vor dem Bau klären
| Was du vor dem Bau klären solltest | Diese Stelle hilft dir weiter |
|---|---|
| Örtliche Vorgaben durch Bebauungsplan oder Baurecht | Gemeinde, Bauaufsichtsbehörde oder Stadtplanungsamt |
| Abstände du zur Grundstücksgrenze | Bauaufsichtsbehörde, Gemeinde – je nach Fall auch Landesbauordnung und Bebauungsplan |
| Nutzung eines Holzofens | Bezirksschornsteinfeger |
| Anforderungen an (Beton-)Fundament, Entwässerung oder Wasserleitungen | Örtliche Baubehörde oder Gemeinde |
| Legen eines Starkstromanschlusses | Elektrofachbetrieb |
Am sichersten ist deshalb ein früher Praxischeck für die relevanten Aspekte deines Saunaprojekts. Unter dem Strich gilt: Eine kleine Gartensauna kann je nach Bundesland und Ausführung verfahrensfrei sein, sie muss es aber nicht sein. Und selbst wenn kein förmlicher Bauantrag nötig ist, bleiben die übrigen Regeln zu Standort, Abständen, Feuerstätte und Anschlüssen bestehen. Genau deshalb lohnt sich die Abstimmung mit Kommune und Fachbetrieben, bevor du Fundament und Aufbau planst.
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Fundament & Boden der Gartensauna planen
Wie bei fast jedem Bauprojekt ist das Fundament auch bei der Gartensauna enorm wichtig. Es sorgt für einen sicheren Stand, leitet das Gewicht gleichmäßig in den Boden ab und schützt die Konstruktion vor Feuchtigkeit und Frost von unten. Ohne ein funktionierendes Fundament drohen Setzungen, ein unebener Stand und auf Dauer Schäden an Wänden, Türen oder Dach. Anders gesagt: Wenn das Fundament schon nicht passt, wird der gesamte Aufbau mit der Zeit deutlich fehleranfälliger.
Welche Fundamentart sinnvoll ist, hängt vor allem von drei Punkten ab: Größe der Sauna, Gewicht der Konstruktion und Beschaffenheit des Untergrunds.
- Für kleinere und leichtere Gartensaunen kommen oft Punktfundamente infrage, etwa wenn Lasten gezielt über einzelne Auflager abgetragen werden.
- Streifenfundamente eignen sich, wenn tragende Wände zuverlässig gestützt werden sollen. Sie zählen zu den klassischen Lösungen und werden meist mit einer zusätzlichen Bodenplatte kombiniert.
- Für größere oder schwerere Saunen ist häufig eine durchgehende Fundamentplatte die stabilste Wahl. Sie verteilt die Last besonders gleichmäßig und schafft eine sehr gute Grundlage für einen ebenen, gut geschützten Bodenaufbau.
Daneben gibt es noch weitere Gründungsarten, die bei Gartensaunen je nach Situation relevant sein können.
- Schraubfundamente sind vor allem bei kleinen Gebäuden interessant, weil sie vergleichsweise schnell eingebaut und bei Bedarf auch wieder zurückgebaut werden können. Sie sparen nasse Betonarbeiten, ersetzen aber keinen durchdachten Wärme- und Feuchtigkeitsschutz im Bodenbereich.
- Pfahlgründungen spielen bei Gartensaunen dagegen meist nur dann eine Rolle, wenn der Untergrund besonders schwierig oder wenig tragfähig ist. Für ein typisches DIY-Projekt sind sie in der Regel zu aufwendig.
Unabhängig von der Art des Fundaments muss der Untergrund für die Gartensauna tragfähig, frostsicher und exakt eben vorbereitet werden. Ebenso wichtig ist der Schutz vor Feuchtigkeit. Die Gartensauna sollte nicht direkt mit Erdreich oder dauerhaft feuchten Stellen in Kontakt kommen. Sinnvoll sind eine kapillarbrechende Schicht unter dem Fundament, eine saubere Trennlage zum Holz und genug Abstand zur Spritzwasserzone im Sockelbereich. So bleibt die Konstruktion von unten möglichst trocken.
Ofen & Technik der Gartensauna: So triffst du die richtige Wahl
Beim Thema Ofen und Technik greifen nochmal viele Überlegungen, die du zuvor getroffen hast, ineinander: Die Größe der Sauna und die Bauweise beeinflussen, welcher Saunaofen sinnvoll ist.
Für die meisten moderat großen Gartensaunen ist ein Elektroofen die naheliegende Lösung. Er lässt sich gut in typische Bausätze integrieren (oder ist oft bereits enthalten), arbeitet sauber und ist im Alltag unkompliziert. Ein Holzofen schafft einen urigeren Charakter, bringt aber mit Feuerstätte, Ofenrohr und Abgasführung zusätzlichen Abstimmungsbedarf mit.
Bei der Leistung gilt für die grobe Orientierung etwa 1 kW pro m³ Kabinenvolumen als die sinnvollste Faustregel. Trotzdem können andere Faktoren den Leistungsbedarf beeinflussen: Eine gut gedämmte Konstruktion hält die Wärme besser, große Glastüren, dünnere Außenwände oder ein offenerer Aufbau erhöhen wiederum den Bedarf.
Beim Thema Steuerung ergeben sich für Elektroöfen in aller Regel keine großen Rätsel: ein Bedienpanel am Ofen selbst oder eine Fernbedienung machen das Ein- und Ausschalten und die Regulierung des Ofens relativ simpel. Ein Holzofen braucht dagegen schon mehr Augenmaß und Erfahrung.
Beim Anschluss gilt dasselbe wie zuvor: Alles, was einen möglichen Starkstromanschluss betrifft, gehört fest in fachkundige Hände. Für dich ist es als Selbstbauer vor allem wichtig, den Technikbedarf rechtzeitig mitzudenken. So kannst du Kabelwege, Leuchten und mögliche Durchführungen schon beim Aufbau berücksichtigen und mit besagtem Fachbetrieb abstimmen.
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Gartensauna selber bauen: Schritt-für-Schritt-Fahrplan

Wenn die wichtigsten Entscheidungen getroffen sind, wird aus der Planung ein konkretes Bauprojekt. Standort, Fundament, Aufbau und Technik greifen ineinander.
Schritt 1: Vorbereitung
Bevor du loslegst, sollte die Grundplanung stehen. Der Standort muss passen, der Untergrund sollte geprüft sein und die Frage nach einer möglichen Genehmigung solltest du vorab geklärt haben. Auch das Wetter sollte passen, damit das Fundament vernünftig gelegt und die Sauna daraufgesetzt werden kann.
Praktisch ist es, jetzt noch einmal alle Unterlagen und Bauteile zusammenzuziehen: Maße, Aufbauanleitung, Materialliste, Werkzeug, Anschlüsse und Zubehör. Prüfe außerdem, ob der Zugang zum Bauplatz frei ist und ob alle schweren oder sperrigen Teile ohne Umwege an ihren Platz kommen.
Schritt 2: Fundament setzen & Boden vorbereiten
Jetzt schaffst du die Grundlage für die gesamte Gartensauna. Arbeite hier sauber und ohne Abstriche bei der Qualität zu riskieren.
Zur Erinnerung: Für kleinere Konstruktionen können Punktfundamente ausreichen, bei größeren oder schwereren Saunen sind Streifenfundament oder Bodenplatte oft die stabilere Lösung. Wichtig ist vor allem, dass das Fundament frostsicher geplant ist und die Last zuverlässig in den Boden ableitet.
Danach bereitest du den Untergrund vor. Dazu gehören der Aushub, eine tragfähige Schottertragschicht und eine sorgfältige Verdichtung. Falls dein Standort zu Staunässe neigt oder Wasser schlecht abläuft, solltest du an dieser Stelle auch die Entwässerung mit einplanen. So verhinderst du, dass sich später Feuchtigkeit unter oder direkt neben der Sauna sammelt.
Anschließend folgt der eigentliche Fundamentaufbau. Das Ziel ist selbstverständlich, dass die Fläche am Ende exakt eben ist. Kontrolliere deshalb immer wieder Maße, Höhen und Diagonalen. Kleine Abweichungen fallen unter Umständen kaum auf, sorgen später aber für allerlei Schwierigkeiten.
Wie du bei verschiedenen Fundamentarten genau vorgehst, siehst du in unserem ausführlichen Beitrag zum Thema „Fundament erstellen“. Dort findest du eine detaillierte Anleitung und Besonderheiten für die gängigsten Fundamentarten. Oder erfahre, wie du Mörtel und Beton mischen und verarbeiten kannst.
Schritt 3: Sauna-Set aufbauen und Hülle schließen
Jetzt wird aus der Planung sichtbar ein Bauprojekt. Auf dem fertigen Fundament montierst du das Außensauna-Set Schritt für Schritt nach Aufbauanleitung. Meist beginnst du mit den Wänden oder Wandelementen, richtest die Konstruktion sauber aus und ergänzt anschließend Dach, Außenhaut und die ersten vorbereitenden Bauteile für den Innenraum.
Arbeite hier mit höchstmöglicher Genauigkeit. Die Elemente müssen lotrecht stehen, Ecken sauber schließen und die Konstruktion insgesamt wie geplant aussehen. Schon kleine Abweichungen können sich beim weiteren Aufbau summieren. Kontrolliere deshalb besser einmal zu viel die anvisierten Maße, Höhen und Diagonalen. Besonders an Übergängen – etwa zwischen Wand und Dach oder rund um Tür, Fenster und Durchführungen – musst du sorgfältig arbeiten.
Denk dabei auch die Technik schon mit. Wenn Kabelwege, Lüftungsöffnungen oder Ofenposition im Set vorgesehen sind, solltest du diese Punkte jetzt berücksichtigen, bevor die Hülle komplett geschlossen ist. So vermeidest du spätere Nacharbeiten und schaffst eine ideale Grundlage für den Innenausbau.
Am Ende dieses Schritts steht die Sauna als geschlossene, stabile Außenhülle.
Schritt 4: Innenausbau der Gartensauna
Steht die Hülle der Gartensauna, geht es an den Innenraum. Dazu gehören vor allem Innenverkleidung, Bänke, Boden, Beleuchtung und die Details rund um den Ofenbereich.
Gartensauna-Sets bringen dafür in aller Regel bereits passende Bauteile oder klare Vorgaben mit. Das erleichtert den Ausbau, weil Maße, Befestigungspunkte und Abstände in der Regel auf das System abgestimmt sind. Arbeite auch hier sauber, denn im Innenraum treffen hohe Temperaturen und wechselnde Feuchtigkeit aufeinander. Deshalb sollten Verkleidungen sauber sitzen, Unterkonstruktionen stabil ausgeführt sein und alle Oberflächen angenehm nutzbar bleiben.
Besonders wichtig sind die Saunabänke. Sie müssen stabil, bequem und passend zur Ofenposition eingebaut werden. Auch Rückenlehnen, Schutzgitter am Ofen oder kleine Ablageflächen machen später einen spürbaren Unterschied im Alltag, ohne den Aufbau unnötig kompliziert zu machen.
Beim Boden zählt vor allem, dass er robust, pflegeleicht und möglichst rutscharm bleibt. Je nach Set gehört dazu ein vorbereiteter Innenboden oder ein zusätzlicher Holzrost.
Auch Beleuchtung und Ausstattung solltest du stimmig einbauen. Leuchten müssen für den Einsatz in der Sauna geeignet sein und so sitzen, dass sie den Raum angenehm ausleuchten, ohne zu blenden. Thermometer, Hygrometer oder weiteres Saunazubehör lässt sich jetzt ebenfalls sinnvoll ergänzen.
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Schritt 5: Lüftung umsetzen
Mit der Lüftung bekommt deine Gartensauna den letzten funktionalen Feinschliff. Sie sorgt dafür, dass frische Luft nachströmt, verbrauchte Luft abziehen kann und sich Feuchtigkeit nicht unnötig lang nach dem Saunagang in der Konstruktion hält.
Das Grundprinzip ist einfach: Die Zuluft sitzt meist im unteren Bereich in Ofennähe, damit frische Luft nachströmen und sich mit der erwärmten Luft im Raum verteilen kann. Die Abluft wird an anderer Stelle angeordnet. So entsteht eine Luftbewegung, die den Raum gleichmäßig versorgt, ohne dass es unangenehm zieht oder zu viel Wärme verlorengeht. Bei Außensauna-Sets sollten dafür bereits Öffnungen oder feste Positionen vorgesehen sein.
Nach dem Einbau lohnt sich ein einfacher Praxistest. Prüfe beim ersten Probelauf, ob die Luft spürbar nachströmt, ob Feuchtigkeit nach dem Saunieren gut abzieht und ob sich die Wärme im Raum gleichmäßig verteilt. Wenn nötig, kannst du Klappen oder Öffnungen noch fein nachjustieren.
Schritt 6: Ofen montieren & Probelauf

Zum Schluss bekommt die Gartensauna ihr Herzstück. Jetzt montierst du den Ofen an der vorgesehen Stelle und bereitest die Sauna auf den ersten Testlauf vor. Nun zeigt sich, wie gut Aufbau, Innenausbau, Lüftung und Technik zusammenpassen. Falls Schutzgitter, Hitzeschutzplatten oder weitere Sicherheitsbauteile vorgesehen sind, montierst du sie direkt mit. So schützt du angrenzende Bauteile und sorgst dafür, dass der Bereich rund um den Ofen im Alltag sicher nutzbar bleibt.
Vor dem ersten Saunagang folgt der Probelauf. Heize die Sauna zunächst kontrolliert auf und prüfe dabei, ob sich die Wärme gleichmäßig verteilt und ob die Lüftung planmäßig funktioniert. Anfangs können sich noch Gerüche durch neue Materialien, Holz oder den Ofen selbst entwickeln. Das ist in der ersten Phase nicht ungewöhnlich, solange die Sauna dabei gut gelüftet wird.
Sinnvoll sind ein bis zwei eher moderate Heizzyklen, bevor du die Gartensauna voll nutzt. So können sich Materialien setzen, das Holz kann arbeiten und du erkennst, ob noch etwas nachjustiert werden muss.
Häufig gestellte Fragen zur Gartensauna
Welche Größe sollte eine Gartensauna haben, damit sie im Alltag wirklich genutzt wird?
Für viele Haushalte ist eine kompakte Gartensauna mit Platz für zwei bis vier Personen ein guter Mittelweg. Sie braucht nicht unnötig viel Fläche, lässt sich alltagstauglich nutzen und ist beim Aufheizen meist wirtschaftlicher als sehr große Modelle, deren Kapazität nur selten bis überhaupt nicht ausgereizt wird. Ein guter Richtwert ist eine Fläche von zwei Quadratmetern pro Person.
Wo ist der beste Standort für eine Gartensauna?
Am besten steht die Gartensauna geschützt, gut erreichbar und auf tragfähigem, trockenem Untergrund. Kurze Wege zum Haus, etwas Privatsphäre und ein Standort ohne Staunässe machen die Nutzung später deutlich angenehmer.
Welche Ausstattung braucht eine Gartensauna?
Zur Grundausstattung gehören ein Ofen inklusive Steine, stabile Saunabänke, eine geeignete Innenverkleidung, Beleuchtung, Lüftung und ein sicherer Bodenaufbau. Je nach Modell kommen eine Steuerung für den Elektroofen, Ofenschutz, Thermometer und weiteres Zubehör dazu.
Wie hoch sind typische Anschaffungs- und laufende Kosten für eine Gartensauna?
Die Kosten hängen stark von Größe, Bauart und Ausstattung ab. Neben dem Sauna-Set selbst solltest du vor allem für Fundament, Ofen und Elektrik weitere Posten einplanen. Laufende Kosten entstehen vor allem durch Strom oder Brennmaterial, Pflege und kleinere Wartungsarbeiten. Für einen Gartensauna-Bausatz zahlst du mindestens einen niedrigen vierstelligen Betrag, größere Modelle können auch mehr als 10.000 Euro kosten.
Wie viel Pflege und Wartung braucht eine Gartensauna über das Jahr?
Der Aufwand bleibt überschaubar, wenn du regelmäßig dranbleibst. Wichtig sind saubere und regelmäßig gereinigte Innenflächen und Sitzbänke sowie andere Holzoberflächen, Kontrollen von Lüftung und Ofen sowie ein gelegentlicher prüfender Blick auf die Konstruktion im Allgemeinen, das Dach und eventuelle Anschlüsse. So lassen sich viele Probleme früher erkennen.
Wie lange dauert das Bauen einer Gartensauna?
Für ein typisches Außensauna-Set solltest du im Aufbau meist mehrere Tage einplanen. Der Punkt mit dem größten Zeitaufwand betrifft das Legen und vor allem das Trocknen des Fundaments. Das Fundament sollte nach einigen Tagen oberflächenfest begehbar und nach etwa vier Wochen voll belastbar sein. Plane zwischen den Arbeiten am Fundament und dem Aufbau der Sauna also einen ausreichenden Puffer ein.
Welche Sicherheitsaspekte sind bei einer selbst gebauten Sauna besonders wichtig?
Wichtig sind ein tragfähiges Fundament, ausreichende Schutzabstände zum Ofen, eine funktionierende Lüftung und ein fachgerecht geplanter Anschluss der Technik. Auch Feuchteschutz, stabile Bänke und eine saubere Ausführung von Ofenbereich, Dach und Wandaufbau tragen wesentlich zur langfristigen sicheren Nutzung bei.


































