Kiesweg anlegen und anstoßen
Ratgeber
Inhalt:

Ein Kiesweg ist nicht nur eine schöne Ergänzung für dein Gartenbild, sondern auch eine praktische Möglichkeit, trockenen und sauberen Fußes von A nach B zu kommen. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig: Du entscheidest, wie lang dein Weg ist, wo er Kurven macht, was für Palisaden er haben soll und ob du den Kiesweg mit oder ohne Waben bauen möchtest. toom Baumarkt zeigt dir in einer Zehn-Schritte-Anleitung, wie du deinen eigenen Kiesweg anlegst. Du brauchst nur ein wenig Zeit, Werkzeug und natürlich das richtige Material.

Kiesweg mit Platten oder Waben anlegen?

Ein rein aus Kies bestehender Gartenweg wirkt zwar besonders natürlich, kann aber auch schnell uneben werden. Wer das vermeiden möchte, legt einen Kiesweg mit Waben an. Die speziellen Kieswabenplatten verleihen dem Untergrund Stabilität, da der Kies in den einzelnen Waben verteilt wird und sich somit nicht mehr verlagern kann. Solche Wege lassen sich sogar mit dem Auto befahren. Für noch mehr Trittsicherheit hast du die Möglichkeit, deinen Kiesweg mit Trittplatten zu gestalten. Die baust du in Schrittweite voneinander entfernt in den Weg ein. Auch optisch macht so ein Kiesweg mit Platten viel her!


Welchen Kies für Gartenwege nehmen – oder Splitt?

Du kannst deinen Gartenweg mit Kies oder Splitt anlegen. Die rundlichen Kieselsteine sind in verschiedenen Farben und Größen erhältlich. Häufig wird aber auch feingesiebter Splitt mit einer Korngröße von bis zu 5 mm verwendet. Er bietet einen stabileren Bodenbelag, da sich die kleinen Steinchen bei Belastung ineinander verkanten und so auch höheren Gewichten standhalten. Möchtest du deinen Weg also zum Beispiel mit dem Auto befahren können, ist Splitt die richtige Wahl.

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Schritt 1: Kiesweg im Garten anlegen – die Planung

Bevor du deinen Kiesweg anlegst, solltest du die einzelnen Arbeitsschritte genau planen. Frage dich zunächst, wo dein Weg entlangführen soll, wie breit und wie lang er sein darf und welchen Belastungen du ihn aussetzen möchtest. Daraus leitest du ab, welches und wie viel Material du benötigst. Möchtest du einen Gehweg, eine Einfahrt oder eher ein dekoratives Gartenelement gestalten? Je nach Zweck und Belastung entscheidet sich, wie tief du die Erde für den Weg ausheben musst. 

Mache dir auch Gedanken darüber, wie du den Weg einfassen möchtest – zum Beispiel mit Palisaden aus Holz, mit Rasenkanten aus Metall oder mit Randsteinen.

Schritt 2: Kiesweg für den Garten abstecken

Weg abstecken

Am besten zeichnest du dir den geplanten Weg einmal auf, damit du genau weißt, wie er sich in den Garten einfügen soll. Dann misst du den Verlauf im Garten aus. Das ist wichtig für die Materialplanung. Damit dein Kiesweg im Garten am Ende so aussieht, wie du ihn dir vorstellst, kannst du eine Schnur entlang des geplanten Weges spannen. So hast du immer eine Schablone parat, an der du dich bei der Arbeit orientieren kannst.


Schritt 3: Kiesweg vor dem Anlegen auskoffern

Spätestens jetzt solltest du dir überlegen, wie viel dein neuer Weg später aushalten soll. Das ist für den Aufbau des Kieswegs wichtig. Wenn du ihn wirklich nur zu Fuß betrittst, reicht es, circa 15 cm auszukoffern. Soll er am Ende mehr aushalten und sogar befahrbar sein, empfiehlt es sich, tiefer zu graben: circa 35 bis 60 cm. Stich dir zunächst mit dem Spaten den Rand des Weges vor, damit du weißt, bis wohin du die Erde ausheben musst. Anschließend arbeitest du dich von der Mitte zum Rand vor.


Schritt 4: Palisaden setzen

Palisaden setzen

Dein Kiesweg braucht eine Einfassung, damit die Grasnaht ihn nicht überwachsen kann. Als Bordstein kannst du zum Beispiel Palisaden aus Stein oder Holz verwenden, die du mit einer Mörtelmischung bzw. Beton befestigst. Noch einfacher machst du es dir, wenn du den Weg mit Metallkanten säumst. Die treibst du einfach mit einem Kunststoffhammer in den Boden. Eine Wegbegrenzung dient nicht nur als Schutz und Stabilisator, sondern sieht auch gut aus. 


Schritt 5: Schotter und Verlegesand aufbringen

Schotter und Verlegesand

Als unterste Schicht gibst du nun etwas Schotter in den ausgekofferten Bereich, den du anschließend mit der Rüttelplatte oder einem Stampfer verdichtest. Darauf streust du einige Zentimeter Verlegesand, damit der Untergrund stabiler wird. Die Menge hängt davon ab, wie tief du gegraben hast. Zum Schluss sollten noch circa 2 cm Kies in das angelegte Bett passen. 

Tipp: Lege bei der Arbeit mit schwererem Gerät – zum Beispiel dem Handstampfer – Arbeitshandschuhe an, um Blasen und Schwielen vorzubeugen.


Schritt 6: Vlies gegen Unkraut verlegen

Vlies verlegen

Um Kieswege unkrautfrei zu halten, bietet es sich an, ein Vlies zu verlegen. Dafür verwendest du entweder Bauvlies oder eines, das extra gegen Unkraut konzipiert wurde. Schneide es passend zum Weg zurecht und lege es auf den Untergrund. Das Vlies verhindert auch, dass Flugsamen Wurzeln schlagen. Sobald Unkraut wächst, kannst du es mühelos aus dem Kiesweg ziehen.


Schritt 7: Kieswaben verlegen

Möchtest du deinen Kiesweg nur mit Waben anlegen, kommt dieser Arbeitsschritt als nächstes dran. Falls du auf deinem Kiesweg auch Platten verlegen möchtest, springe erst zu Schritt 8, bevor du die Waben in Angriff nimmst. Dein Weg hat nicht gerade eine Standardbreite? Dann wirst du die Waben zuschneiden müssen. Verwende dazu einen Winkelschleifer und eine passende Schneidunterlage. Beginne in der Mitte des Weges mit dem Verlegen der Kieswaben. Platziere sie möglichst dicht aneinander. Die Enden oder Kurven des Weges befüllst du mit Resten oder speziell dafür zugeschnittenen Waben.


Schritt 8: Kiesweg mit Trittplatten versehen

Dort, wo sich die Platten befinden sollen, musst du Aussparungen in die Kieswaben schneiden. Nutze eine Platte als Schablone und zeichne die Umrisse auf den Waben an. Nun schneidest du die Waben mit dem Winkelschleifer zurecht. Verlege die Kieswaben und platziere die Trittplatten in den Aussparungen. Sie sollen am Ende etwa 2 cm aus dem Kies herausragen. Sind sie nicht dick genug, kannst du etwas Kies unter den Platten verteilen.


Schritt 9: Kies verteilen

Kies verteilen

Beim Kies für deinen Gartenweg musst du zunächst eine Auswahl unter den vielen schönen Varianten treffen, die zur Verfügung stehen, darunter verschiedene Farbkombinationen, Körnungen und Gesteinsarten. Dann kannst du endlich den letzten Schritt gehen: Verteile den Kies gleichmäßig in einer mindestens 2 cm hohen Schicht auf dem Weg. Mit der Rückseite eines Rechens ziehst du den Belag anschließend schön glatt.


Schritt 10: Kiesweg im Garten gestalten

Wenn du möchtest, kannst du die Ränder deines Kiesweges nach der Fertigstellung bepflanzen – zum Beispiel mit wilden Wiesenblumen, Lavendel oder Büschen. So erhältst du eine noch deutlichere Trennung von Weg und Rasenfläche. Auch ein kleiner Zaun oder kurz gemähter Rasen sehen gut aus. Sogar eine Begrenzung durch Pflanzsteine ist denkbar. Wenn du auch Beete planst, sollten diese vom Kiesweg aus ebenfalls leicht erreichbar sein. Bei der Gestaltung deines Gartenwegs sind dir keine kreativen Grenzen gesetzt!


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