Beerensträucher schneiden

Um das Wachstum von Neutrieben an Beerensträuchern anzuregen und so für mehr Ertrag im Folgejahr zu sorgen, sollte man sie direkt nach der Ernte zurückschneiden. Aber auch im Herbst und im Frühjahr kannst du einen verpassten Schnitt noch nachholen.


Himbeeren

Himbeeren

Abgetragene Ruten von Sommerhimbeeren sollten direkt nach der Ernte dicht über dem Boden abgeschnitten werden.

Zum einen verhinderst du dadurch die Ausbreitung der sehr verbreiteten Rebenkrankheit. Zum anderen werden so die diesjährigen Jungtriebe, die im nächsten Jahr Früchte tragen, zum Wachstum angeregt.

Jungreben, die noch keine Früchte tragen, kannst du zu einem besseren Stand verhelfen, indem du Triebe, die über zwei Meter hoch sind, kürzt und wucherndes Wachstum durch Auslichtung eingrenzt.

Bei Herbsthimbeeren machst du nichts falsch, wenn du im Laufe des Winterns alle Triebe radikal bis auf Bodenhöhe abschneidest, denn im Frühjahr treiben die früchtetragenden einjährigen Ruten neu aus.

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Brombeeren

Brombeeren

Ähnlich wie bei den Himbeeren werden bei den Brombeeren die abgetragenen Ruten, die im Winter absterben, bodennah abgeschnitten.

Die Jungruten hingegen, die man gut an ihrer saftig grünen Rinde erkennt, werden belassen und ihre Seitentriebe bis auf zwei Augen eingekürzt. Daraus wachsen im nächsten Jahr dann die fruchttragenden Ruten. Oftmals reichen bereits vier kräftige Triebe aus, um dir einen reichen Ertrag zu bescheren.


Johannisbeeren

Johanisbeeren

Johannisbeeren werden am besten in unbelaubtem Zustand geschnitten, weil du so besser erkennen kannst, welche Triebe entfernt werden müssen. Grundsätzlich solltest du immer die ältesten Triebe herausschneiden und solche mit geringerer Fruchtqualität einkürzen, wobei du stets acht bis zehn Gerüstäste anstreben solltest.

Beim Schnitt von Johannisbeersträuchern sollten immer gesamte Äste in Bodennähe abgeschnitten werden.

Da rote und weiße Johannisbeeren bevorzugt an mehrjährigen Trieben fruchten, sollte man bei diesen Sorten einen Großteil der Jungtriebe entfernen und nur jene belassen, die am kräftigsten und am besten gewachsen sind. Bei schwarzen Johannisbeeren hingegen, die bevorzugt an ein- und zweijährigen Trieben Früchte ansetzen, solltest du jene Ruten entfernen, die bereits drei Jahre und älter sind. Erkennen kannst du die älteren Triebe bei allen Johannisbeersorten an der Farbe. Junge Ruten sind eher grau, während sich die älteren Triebe dunkelbraun verfärben. Oft sind ältere Triebe auch von Flechten bewachsen.


Stachelbeeren

Stachelbeeren

Da bei Stachelbeeren vornehmlich an Seitentrieben zwei- und mehrjähriger Triebe Früchte ansetzen, sollten die ältesten Triebe, die du an ihrer dunklen Farbe erkennst, bodennah abgeschnitten werden. Auch hier sollte ein Grundgerüst von etwa acht bis zehn Ästen erhalten bleiben. Manche Stachelbeersorten sind sehr empfänglich für Mehltau. Dieser Pilz überwintert bevorzugt in den Triebspitzen. Hast du also eine wenig mehltauresistente Sorte erwischt, so schneidest du am besten bei allen Trieben die Spitzen ab.