Rasendünger macht strapazierten Rasen wieder fit und gibt ihm ein gesundes Aussehen. Wer seine Grünflächen wie ein Profi düngen möchte, sollte auf einige Aspekte achten. Dazu gehört, den richtigen Dünger zu verwenden, zum richtigen Zeitpunkt zu düngen, mit einem Streuwagen zu arbeiten und den Rasen nach dem Düngen ausreichend zu wässern. Außerdem kommt es auf die Dosierung an, denn zu viel Dünger kann einen negativen Effekt haben.


Wie oft musst du Rasen düngen und welcher Zeitpunkt ist optimal?

Rasen düngen

Für ein gutes, gleichmäßiges Wachstum in frischem Grün solltest du mindestens zwei Mal im Jahr deinen Rasen düngen. Im Frühjahr steht die erste Düngung an, denn nach den kalten, feuchten Wintermonaten braucht der Rasen neue Nährstoffe und ist häufig strapaziert. Im März oder April, sobald es keinen Nachtfrost mehr gibt, kann der Boden die Nährstoffe besonders gut aufnehmen. So beginnt deine Gartensaison einige Wochen später mit einem frischen und dicht wachsenden Rasen.

Für eine optimale Versorgung und zur Vorbereitung auf den Winter solltest du deinen Rasen im Herbst ein zweites Mal düngen. Am besten nutzt du dafür den September oder Oktober, denn dann sind die zusätzlichen Nährstoffe vom Frühjahr aufgebraucht. Tipp: Spezieller Herbstdünger schützt den Rasen bis in den Winter hinein vor Krankheiten und Frost.

Wie oft du deinen Rasen düngen musst, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Rasensorte
  • Beschaffenheit des Bodens
  • Standort
  • Witterung

Außerdem ist entscheidend, wie stark der Rasen beansprucht wird. Handelt es sich um einen stark strapazierten Sport- und Spielrasen, ist häufigeres Düngen nötig. Bis zu vier Mal im Jahr kannst du einen solchen Rasen düngen, auch im Sommer. Rasen, der im Schatten von Bäumen wächst, benötigt ebenfalls mehr Nährstoffe und kann dreimal im Jahr gedüngt werden. Wann dein Rasen Dünger benötigt, erkennst du an kahlen oder braunen Stellen sowie der mehr oder weniger ausgeprägten gelblichen oder bläulichen Färbung der Grashalme, die darauf hindeutet, dass dein Rasen unter Nährstoffmangel leidet.


Welcher Rasendünger ist der richtige?

Düngemittel

Grundsätzlich spielen drei Nährstoffe eine zentrale Rolle, um Rasen richtig zu düngen: Kalium, Phosphor für die Wurzelbildung und Stickstoff. Welchen davon dein Rasen am nötigsten hat, hängt von der Jahreszeit ab.

  • Für die Saison-Düngung im Frühjahr freut sich dein Rasen über Stickstoff. Dieser ist in einem sogenannten Langzeitdünger ausreichend vorhanden. Er fördert das Wachstum des Rasens und wirkt kontinuierlich über Monate hinweg.
  • Für das Rasendüngen im Herbst gibt es spezielle Herbstdünger. Sie enthalten wenig Stickstoff und dafür mehr Kalium, das die Widerstandskraft von Gras in einem kalten Winter erhöht. Außerdem sind Stoffe enthalten, die das Wachstum und Ergrünen im Frühjahr unterstützen.
  • Wenn dein Rasendünger organisch sein soll, ist der Bio-Rasendünger von toom Baumarkt eine kinder- und tierfreundliche Lösung. Da ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe enthalten sind, kann der Rasen nach dem Ausstreuen sofort wieder betreten werden.
  • Speziell zur Moosbekämpfung und bei Eisenmangel lässt sich Eisendünger verwenden. Dabei ist zu beachten, dass Dünger mit Eisen-II-Sulfat giftig sind und nur mit Schutzkleidung ausgebracht werden dürfen.

Wenn du zum ersten Mal Rasendünger kaufen willst, achte unbedingt darauf, nicht versehentlich Blumen- oder Pflanzendünger auszuwählen. Die darin enthaltenen Inhaltsstoffe können unter Umständen das Gegenteil bewirken und die Grashalme empfindlich schädigen.

Wichtig: Halte dich bei mineralischen Düngern immer an die Mengenangaben auf der Verpackung. Dort ist beschrieben, wie viel Rasendünger du pro Quadratmeter ausbringen solltest. Wenn trotz vorbildlicher Pflege braune, verbrannte Flecken und vermehrt Unkraut auftauchen, hast du deinen Rasen überdüngt. Dann sind bestimmte Nährstoffe im Überfluss vorhanden, während es an anderen mangelt. Mit organischen Düngern kann das übrigens nicht passieren.


Den Rasendünger richtig ausbringen

Düngen mit Streuwagen

Beachte folgende Tipps, um deinen Rasen richtig zu düngen:

  • Profis benutzen einen Streuwagen wie die Streuhilfe von toom Baumarkt, um den Rasen gleichmäßig zu düngen. Du kannst zwar auch von Hand düngen, doch dabei besteht die Gefahr, dass einige Stellen des Rasens überdüngt werden und andere zu wenig abbekommen. Ein überdüngter Rasen kann unregelmäßig wachsen oder sogar kahle Stellen bekommen.
  • Im Anschluss an das Düngen musst du den Rasen richtig bewässern, denn der Boden braucht jetzt Feuchtigkeit, damit die im Dünger enthaltenen Nährstoffe gelöst werden und gut zu den Wurzeln gelangen. Wenn du Zeit und Wasser für eine ausgiebige Bewässerung sparen willst, düngst du am besten kurz vor einer Regenperiode. Vom Rasendüngen bei Regen solltest du allerdings absehen, da die Gefahr besteht, dass der Dünger direkt an der Oberfläche weggewaschen wird.
  • Falls dein Rasen Lücken aufweist, solltest du diese Stellen nicht aussparen, sondern dort direkt nach dem Düngen eine Nachsaat ausbringen.
  • Willst du deinen Rasen vertikutieren und düngen, gilt: erst düngen, dann vertikutieren. Warte nach dem Ausbringen des Düngers etwa zwei bis drei Wochen, damit sich die Nährstoffe lösen können und die Rasenpflanzen nach dem Vertikutieren zum neuen Wachstum anregen.

Organischer Rasendünger aus Hausmitteln

Kompost Erde

Neben den handelsüblichen mineralischen und organischen Rasendüngern gibt es auch Hausmittel, die deinem Rasen die nötigen Nährstoffe liefern. Dazu werden hauptsächlich Garten- und Hausabfälle, die ohnehin anfallen, verwendet.

  • Kompost: Die wertvolle humusreiche Erde, die du beim Kompostieren aus deinen Küchen- und Gartenabfällen gewinnst, ist der beste organische Dünger für deinen Rasen. Er gibt dem Boden eine ausgewogene Mischung an Nährstoffen, die dein Rasen mit einem satten, gesunden Grün belohnt.
  • Asche: Auch Asche eignet sich als Rasendünger, allerdings nur, wenn sie von möglichst naturbelassenem Holz stammt. Zudem sollte beim Verbrennen kein Benzin, sondern lediglich einfaches Zeitungspapier (keine bunten Magazine!) zum Einsatz kommen. Dann ist die Holzasche mit ihrem hohen Kalium- und Kalkanteil optimal, um deinen Rasen zu düngen.

Ein weiteres organisches Düngemittel, wenn auch nicht aus dem Haushalt, sind Hornspäne. Sie werden aus den Hufen und Hörnern von Schlachttieren gewonnen, die dadurch nutzbringend verwertet werden können. Die Hornspäne eignen sich als Rasendünger, denn sie enthalten Stickstoff, Phosphor und Kalzium. Diese Inhaltsstoffe setzen die Hornspäne im Rasen sehr langsam, über mehrere Monate frei, was sie zu einem guten Langzeitdünger macht.


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