Rasen düngen mit Streuwagen – Anleitung

Ob Saison-Düngung im Frühjahr oder Herbstdüngung, das Ausbringen mit der Hand ist höchstens bei sehr kleinen Flächen eine Option. In allen anderen Fällen greift der Profi zu einem Streuwagen, um seinen Rasen zu düngen. Dieser trägt zu einer gleichmäßigen Versorgung mit Nährstoffen bei. Außerdem beugt er einer Überdosierung und daraus resultierenden braunen und gelben Flecken vor.

Die Vorteile eines Streuwagens

Ein Profi-Streuwagen bringt folgende Vorteile mit sich:

  • er sorgt automatisch für eine gleichmäßige Dosierung, wenn du deinen Rasen düngst, und verhindert auf diese Art Schäden durch „Verbrennen“
  • zusätzlich erleichtert er es, den Hautkontakt mit dem Dünger zu vermeiden
  • ein Profi-Streuwagen beziehungsweise Universalstreuwagen ist auch für das Ausbringen von Saatgut geeignet. Die Dosierung lässt sich mit wenigen Handgriffen einstellen

Streuwagen sind einfach zu handhaben. Voraussetzung dafür, dass sie den gewünschten Effekt erzielen, ist allerdings die Auswahl des richtigen Düngers.

Richtigen Dünger auswählen

Bevor Gartenbesitzer ihren Rasen düngen, benötigen sie den geeigneten Dünger. Je nach Jahreszeit spielen zwei Gruppen von Düngemitteln eine zentrale Rolle.

  • für die Saison-Düngung im Frühjahr und Sommer ist der toom Langzeit-Rasendünger gut geeignet. Dieser enthält viel Stickstoff, der das Wachstum der Pflanzen fördert
  • vor dem Winter ist ein stickstoffarmer Herbstdünger mit viel Kalium erste Wahl. Kalium macht das Gras robuster und schützt vor Winterschäden

Zusätzlich sind Dünger mit Zusatzstoffen, zum Beispiel Eisen zur Moosbekämpfung, erhältlich.

Rasen mähen

Gehe am besten Schritt für Schritt vor, wenn du deinen Rasen düngst. Entferne zunächst Gehölz, Laub und Ähnliches von deinem Rasen. Anschließend folgt ein gründlicher, aber nicht zu kurzer Rasenschnitt. Etwa vier Zentimeter sind eine gute Länge. Achte auf geschliffene Messer bei deinem Rasenmäher, damit diese das Gras auch wirklich schneiden und nicht abschlagen.

Vertikutieren für bessere Belüftung

Zumindest einmal im Jahr, vor der Saison-Düngung im Frühjahr  ist es ratsam, den Rasen zu vertikutieren. Einen Vertikutierer können Sie in vielen toom Baumärkten ausleihen. Beim Vertikutieren ritzen kleine Messer einige Millimeter tief in die Grasnarbe und entfernen auf diese Art nachhaltig Moos und Unkraut. Der Rasen profitiert von mehr Luft und Licht und der Boden nimmt Dünger und Saatgut besser auf. Eine Aerifizierung sorgt für eine bessere Belüftung schwerer oder verdichteter Böden.

Rasen düngen mit Streuwagen

Warte für das Düngen im Sommer auf die kühlen Abendstunden und achte darauf, dass Rasen und Boden trocken sind. Befülle  zuerst den Streuwagen mit Dünger. Stelle die richtige Streumenge ein. Manche Streuwagen besitzen Streumengentabellen, die dir diesen Schritt erleichtern. Fahre anschließend langsam über deinen Rasen. Im Regelfall streut ein Streuwagen automatisch, wenn er rollt. Als Profi-Tipp hat es sich deshalb bewährt, den Wagen beim Wenden beziehungsweise „Um-eine-Kurve-fahren“ hochzuheben. So vermeidest du es, doppelt zu düngen

Bewässern für schnelles Wachstum

Anschließend braucht das Grün ausreichend Feuchtigkeit. Dabei ist auf eine schonende Bewässerung zu achten. Arbeit spart sich, wer vorher den Wetterbericht konsultiert, und direkt vor Regentagen düngt.

Rasenlücken schließen durch Nachsaat

Eine Nachsaat nach dem Düngen trägt dazu, unschöne Rasenlücken zu schließen. Dies ist nicht nur bei der Saison-Düngung im Frühling, sondern auch im Herbst sinnvoll. Denn so verhinderst du, dass sich Schadstellen in der kalten Jahreszeit ausbreiten und sich dein Rasen im Frühjahr als Fleckenteppich präsentiert. Für das Säen lässt sich derselbe Streuwagen wiederverwenden.

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