Lange Nächte, Grillpartys, Ausflüge zum See und vor allem: hohe Temperaturen – der Sommer ist für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres. Doch die Wärme macht uns auch zu schaffen, vor allem während der Arbeit oder in der Nacht. Besonders diejenigen, die in Dachgeschosswohnungen leben, leiden jedes Jahr aufs Neue unter der hochsommerlichen Hitze. Doch es gibt Tricks, mit denen du deine Wohnung kühlen und dir so die heiße Jahreszeit deutlich erträglicher machen kannst – ganz ohne teure Klimaanlage.


Die Wohnung kühlen ohne Klimaanlage: Tipps und Tricks

Mann hängt Handtücher auf

Du willst im Sommer deine Räume kühlen und dabei möglichst auf kostengünstige und nachhaltige Optionen setzen? Bei toom Baumarkt findest du die besten Tipps gegen Hitze in der Wohnung. Probiere sie aus!

Feuchte Laken oder Tücher aufhängen

Eine raffinierte Methode, mit der du deine Wohnung runterkühlen kannst: Hänge feuchte Bettlaken oder Handtücher auf einen Wäscheständer oder – falls vorhanden – über die Vorhangstange. Noch praktischer ist es, wenn du deine frisch gewaschene Wäsche aufhängst. Der Clou dabei: Während diese trocknet, wird der Luft Wärme entzogen; es entsteht die sogenannte Verdunstungskälte. Doch Vorsicht: Wenn deine Wohnung anfällig für Schimmel ist oder bereits entsprechende Probleme aufgetreten sind, solltest du nicht zu häufig auf diese Methode setzen. Die Luftfeuchtigkeit steigt hierbei nämlich deutlich an – ein Umstand, der Schimmel begünstigt.

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Einen Ventilator zur Kühlung der Wohnung aufstellen

Ventilator in Wohnung

Ventilatoren haben sich bei sengender Hitze bewährt. Ihr Kühlungseffekt entsteht durch den Luftstrom und ist ein rein subjektives Empfinden. Das Gerät kühlt nämlich nur dich, aber nicht dein Zimmer. Wenn du den Raum verlässt, solltest du es ausschalten. So sparst du Energie und Geld. Mit Blick auf den Stromverbrauch empfiehlt es sich generell, einen möglichst energiesparenden Ventilator zu kaufen. Den gewünschten Kühlungseffekt erhältst du meistens schon, wenn du das Gerät auf eine niedrige Stufe einstellst. Schließlich wirkt sich der Lärm eines Ventilators auf höchster Stufe nachweislich negativ auf unsere Konzentration aus. Extra-Tipp: Stell den aufgedrehten Ventilator in die Nähe der feuchten Tücher, die du vorher aufgehängt hast, oder auch neben einen Eimer mit Eiswürfeln. Dies verstärkt den Kühleffekt zusätzlich.


Vorhänge schließen und Jalousien herunterlassen

Frau lässt Jalousien herunter

Ein einfaches und probates Mittel, mit dem du deine Zimmer im Sommer kühlen kannst, besteht im Abdunkeln der Wohnung. Ein beträchtlicher Teil der Hitze in unseren Räumen stammt von der Sonneneinstrahlung durch die Fenster. Schließe am besten alle Vorhänge und lasse die Jalousien herunter – zumindest teilweise. Aufgrund des jeweiligen Sonnenstands sollte morgens vor allem die Ostseite, mittags die Süd- und nachmittags die Westseite deiner Wohnung abgedunkelt sein. Optimal sind hierbei Rollläden, die vor den Fenstern angebracht sind. Wenn deine Wohnung nur Innenrollos hat, sollten diese über eine reflektierende Sonnen- und Wärmebeschichtung verfügen. Andernfalls verstärken sie die Wärmeentwicklung noch.


Richtig lüften, um die Wohnung kühl zu halten

Frau öffnet ein Fenster.

Nicht nur Vorhänge und Jalousien sollten bei hohen Temperaturen tagsüber geschlossen bleiben, sondern möglichst auch die Fenster. Klar, dem Sauerstoffgehalt in deiner Wohnung ist diese Maßnahme nicht gerade zuträglich. Doch durch geöffnete Fenster dringt zwangsläufig Wärme in die Wohnung. Und ist sie einmal drin, wird es zu einer echten Herausforderung, die Zimmer ohne Klimaanlage zu kühlen. Lüften solltest du deshalb erst am Abend, wenn die Außentemperatur unter der in deiner Wohnung liegt. Idealerweise öffnest du dann auch alle Türen, um für einen ordentlichen Durchzug zu sorgen.


Elektrogeräte abschalten

Netzkabel ziehen

Viele unterschätzen, welche Auswirkungen Elektrogeräte haben: Fernseher, Computer, Hi-Fi-Anlage, Waschmaschine, Kühlschrank und Herd produzieren Abwärme, manche sogar im Standby-Modus. Daher solltest du bei allen Geräten, die du nicht benutzt, den Stecker ziehen. Zu den größten Wärmeproduzenten zählen Wäschetrockner, Backofen und Herd. Auf Letzteren vollständig zu verzichten, ist unrealistisch. Daher solltest du beim Kochen unbedingt die Dunstabzugshaube einschalten. So können warme Luft und Feuchtigkeit nicht in den Raum gelangen.

Apropos Elektrogeräte: Bei drückender Hitze scheint ein kurzes Abkühlen vorm offenen Kühlschrank oder Gefrierfach verlockend. Doch tatsächlich ist diese Methode eher kontraproduktiv. Denn Kühlschrank und Gefrierfach benötigen anschließend viel Energie, um wieder herunterzukühlen. Dieser Prozess setzt wiederum Wärme frei – und zwar an der Rückseite des Kühlschranks. Statt deine Wohnung zu kühlen, verstärkst du die Hitze also noch.


Teppiche aus der Wohnung verbannen

Teppich auf Holzboden.

Dein Fußboden ist mit Teppichen bedeckt? Klar, ein geschmackvoller Flokati verleiht der Raumatmosphäre mitunter das gewisse Etwas. Doch während der warmen Jahreszeit empfiehlt es sich, dicke Teppiche vorübergehend aus der Wohnung zu verbannen. Der Grund: Sie dämmen den Boden und verhindern dadurch, dass er sich in der Nacht richtig abkühlen kann.


Die Außenwand begrünen, um Zimmer kühl zu halten

Kletterpflanzen an Außenwand von Haus

Die Fassade deines Wohnhauses zu bepflanzen, kann wahre Wunder bewirken. Denn Kletterpflanzen sind nicht nur ein Hingucker, sondern haben auch einen Dämmeffekt. Die Folge: Warme Luft dringt nicht mehr so leicht ins Gebäudeinnere. Efeu, Wilder Wein und Kletterhortensie sind weit verbreitete Kletterpflanzen und gelten als vergleichsweise pflegeleicht, da sie ohne Kletterhilfe auskommen. Doch Vorsicht: Je nach Bausubstanz können manche Kletterpflanzen auch Schaden an der Fassade anrichten. Schuld sind ihre Haftwurzeln und Haftfüße. Eine Alternative sind Kletterpflanzen, die an Kletterhilfen emporwachsen und so nicht direkt mit der Fassade in Kontakt kommen – zum Beispiel Blauregen oder Kletterrosen. Am besten lässt du dich professionell beraten, bevor du mit der Bepflanzung der Außenwand beginnst.


Luft kühlen mit Wasser

Eine Schale mit Wasser steht auf dem Boden.

Zum Kühlen deiner Wohnung kannst du auch Verdunstungskälte nutzen, indem du Eimer oder mehrere Schalen mit Wasser in den Räumen verteilst, eventuell auch mit Eiswürfeln. Es gibt aber auch Ventilatoren, die zur Kühlung Wasser nutzen. Diese Lösung ist günstiger, als gleich eine Klimaanlage einzubauen. Die entsprechenden Klimageräte nennen sich Luftkühler: Sie saugen die Raumluft an, leiten sie an einem wassergefüllten Behälter vorbei und geben sie dann über einen Ventilator wieder ab.


Dachgeschoss kühlen

Dachgeschoss währen Ausbau.

Eine Dachgeschosswohnung mit schrägen Fenstern heizt sich im Sommer besonders schnell auf. Hier lohnt es sich, in gute Hitzeschutzmaßnahmen zu investieren. Vor allem Wärmeschutzrollos sind hilfreich, um die direkte vertikale Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Ein Ventilator oder Luftkühlgerät ist ein Muss, um deine Dachgeschosswohnung zu kühlen. Wenn die bauliche Situation es hergibt und dein Vermieter es erlaubt, kannst du auch eine Klimaanlage installieren. Gehört dir die Wohnung, kannst du das Dachgeschoss kühlen, indem du Fenster und Außenwände entsprechend dämmst.


Tipps gegen hitzebedingte Einschlafprobleme

Ist es auch in den späten Abendstunden noch schweißtreibend heiß, ist an Einschlafen nicht zu denken. Doch es gibt Tricks, die kurzfristig Abhilfe schaffen. Ein Beispiel: Fülle eine Wärmflasche mit eiskaltem Wasser und lege sie dir anschließend auf oder zwischen die Oberschenkel. Alternativ dazu kannst du deinen Schlafanzug für eine Weile ins Gefrierfach legen, damit er zur Schlafenszeit schön kühl ist. Auch die Anschaffung einer dünnen Sommerbettdecke empfiehlt sich – sofern du in heißen Sommernächten überhaupt eine Decke benötigst. Kaltes Duschen am Abend bringt hingegen nicht die gewünschte Wirkung, im Gegenteil: Der Kreislauf kommt so erst richtig in Schwung. Daher solltest du am Abend lieber lauwarm duschen.


Investition in gute Dämmung als nachhaltige Alternative

Mann schneidet Dämmmaterial zu

Du siehst: Für eine angenehme Kühle in der heißen Jahreszeit brauchst du nicht unbedingt eine energiefressende und teure Klimaanlage. Mit den genannten Methoden kannst du sogar deine Dachwohnung kühlen. Sollte sich dennoch kein Kühlungseffekt einstellen, kann eine mangelhafte Dämmung der Grund sein. In diesem Fall gibt es nur eine Lösung: nämlich, in eine gute Dämmung zu investieren bzw. deine Wohnung selbst zu dämmen. Der Vorteil hierbei: Du bist im Winter auch besser gegen Kälte geschützt.


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