Terrassen mit Feinsteigzeug bauen

Du wünschst dir eine robuste, pflegeleichte und langlebige Terrasse, hast aber auch bestimmte Designwünsche? Terrassen aus Feinsteinzeug werden all deinen Anforderungen gerecht und bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Das Material ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich, die an Naturstein, Holz, Beton oder einen Vintage-Stil erinnern. Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie du eine Feinsteinzeug-Terrasse verlegen kannst.


Schwierigkeitsgrad: Mittel

Dauer: 1–3 Tage (je nach Größe der Terrasse)

Werkzeug: Bandmaß oder Zollstock, Maurerwinkel, Wasserwaage, Harke, Schaufel oder Minibagger, Rüttelplatte, Schnur, Sand, Splitt, Flächenrüttler, Gummihammer, Feinsteinzeugplatten, Fugenmasse, Spachtel, Zementschleierentferner, Drainagemörtel, Haftschlämme, Fugenkreuze, Winkelschleifer, Schutzbrille, Staubschutzmaske



Feinsteinzeug als Terrassenbelag: das sind die Vorteile

Terrasse aus Feinsteinzeug-Platten

Mit der Bezeichnung „Feinsteinzeug“ werden unterschiedliche Elemente für Haus und Garten bezeichnet, die aus Keramik bestehen. Entsprechende Platten für die Terrasse werden unter starkem Druck gepresst und anschließend bei mehr als 1.200 °C gebrannt. Sind sie besonders stabil und witterungsbeständig. Außerdem sorgen Feinsteinzeug-Terrassenplatten für Rutschfestigkeit und dafür, dass sich auf der Terrasse nicht viel Schmutz ablagert. Sie lassen sich leicht reinigen und haben eine hohe Lebensdauer. Es sind viele die unterschiedlichsten Designs bei der Herstellung der Platten realisierbar.

Für das Verlegen von Feinsteinzeug-Terrassenplatten kommen verschiedene Vorgehensweisen infrage. Sie können beispielsweise ebenso wie andere Steinplatten per Mörtel und Haftschlämme mit dem Untergrund verbunden werden. Eine flexiblere Lösung besteht aber darin, Feinsteinzeug-Terrassenplatten in Splitt zu verlegen. So kannst du später leicht Korrekturen vornehmen oder auch mal einzelne Platten austauschen. Verlegst du deine Terrassenplatten erhöht auf Stelzlagern, kannst du unter dem Terrassenboden außerdem wunderbar Installationen für Haus und Garten verbergen. Für welche Variante du dich auch entscheidest – zunächst musst du den Untergrund entsprechend vorbereiten.

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Schritt 1: die Terrassenfläche abmessen

Terrassenuntergrund wird ausgemessen

Zuallererst solltest du dir überlegen, wie groß deine Terrasse sein und wo sie sich befinden soll. Nur so kannst du dir die richtige Menge an Platten und weiterem Material bestellen. Am besten planst du deine Terrasse zunächst auf dem Papier. Hast du dann eine Entscheidung getroffen, misst du die Terrassenfläche vor dem Haus ab. Markiere sie anschließend mit einem Spray oder mit Maurerschnur. Idealerweise rechnest du bei Breite und Tiefe noch 20 cm hinzu. Diesen Puffer brauchst du später für die Randsteine. Verwende einen Maurerwinkel, um zu prüfen, ob deine Terrassenfläche auch wie gewollt rechte Winkel aufweist.


Schritt 2: den Untergrund für die Feinsteinzeug-Terrasse vorbereiten

Splitthaufen liegt für Terrassenbau bereit

Bevor du die Terrasse mit Feinsteinzeug verlegen kannst, musst du den Untergrund vorbereiten. Falls du schon einen ebenen Untergrund hast – beispielsweise in Form einer Betonplatte –, kannst du diesen Schritt überspringen. Dadurch, dass die Betonplatte wasserundurchlässig ist, solltest du aber eine Drainagematte unterlegen, über die Regenwasser abfließen kann. Die Platte unter der Terrasse sollte außerdem in einem Winkel von 2 bis 3 % angelegt sein, damit das Wasser vom Haus weggeleitet wird. Für die Herstellung dieses Neigungswinkels kannst du andernfalls auch mit Ausgleichsmörtel sorgen.

Bei anderen Arten von Untergründen für die Terrasse, zum Beispiel Rasen, hebst du zunächst die Terrassenfläche aus. Bei kleineren Flächen kannst du das per Hand mit der Schaufel erledigen. Für größere mietest du dir am besten einen Minibagger. Achte auch hier drauf, dass die Fläche sich um 2 bis 3 % vom Haus weg neigt. Die Grube sollte mindestens 45 cm tief sein. Anschließend musst du die Fläche verdichten und begradigen. Verwende dazu eine Rüttelplatte – so wird der Untergrund eben und tragfähig genug für die spätere Feinsteinzeug-Terrasse. Baue nun noch eine etwa 30 cm dicke Frostschutzschicht aus Schotter oder einem Schotter-Splitt-Gemisch ein.


Schritt 3: Randsteine setzen

Randsteine für die Terrasse werden angelegt

Vor allem bei lose verlegten Terrassenplatten empfiehlt es sich, die Terrassenfläche mit Randsteinen zu begrenzen. So verhinderst du, dass die Platten verrutschen. Dazu markierst du zunächst die Kanten, an denen die Randsteine liegen sollen, in entsprechender Höhe mit Maurerschnur. Rühre anschließend den Beton zur Befestigung der Randsteine an. Gib ihn dann als mindestens 10 cm dicke Schicht auf den Rand der Terrassenfläche. Drücke die Randsteine in den feuchten Beton hinein und klopfe sie mit einem Gummihammer fest. Prüfe dann mit der Wasserwaage, ob die Steine alle auf der gleichen Höhe sind. Arbeite am besten abschnittsweise, damit der Beton nicht bereits gehärtet ist, bevor du alle Steine verlegen konntest.


Schritt 4: Splitt aufschütten

Berg an Splitt

Möchtest du deine Feinsteinzeug-Terrassenplatten in Splitt verlegen, musst du diesen nun in die Terrassenfläche einfüllen. Damit du eine gleichmäßige Fläche erhältst, verlegst du zuvor Abziehlehren – das sind spezielle T-förmige Schienen. Schütte dazu einfach etwas Splitt auf und drücke die Abziehlehren in der gewünschten Höhe hinein. Dann gibst du den restlichen Splitt dazu und streichst die Fläche mit einem Abziehbrett glatt. Das Gefälle von 2 bis 3 % hältst du dabei ein, indem du Schnüren zur Markierung nutzt.


Schritt 5 (optional): Stelzlager verlegen

Platten werden auf Stelzlager verlegt

Terrassen in Feinsteinzeug-Ausführung können zwar direkt auf dem Splitt verlegt werden, du hast aber auch auch die Möglichkeit, mit Stelzlagern zu arbeiten. Dazu legst du zunächst ein Universalvlies auf die Splittfläche, das die Bildung von Unkraut verhindert. Dann verlegst du Betonplatten, auf die du anschließend die Stelzlager schraubst. Achte darauf, sie so anzuordnen, dass sich unter jeder Feinsteinzeugplatte jeweils ein Stelzlager in der Mitte und vier an den Ecken befinden.


Schritt 6: die Terrassenplatten aus Feinsteinzeug verlegen

Feinsteinzeugplatten werden verlegt

Nun kannst du die Feinsteinzeug-Fliesen für die Terrasse verlegen. Bevor du die Platten verarbeitest, solltest du sie in jedem Fall auf Mängel untersuchen. Ist alles in Ordnung, verlegst du die Feinsteinzeug-Terrassenplatten entweder direkt auf dem Splitt oder auf den Stelzlagern. Alternativ kannst du Mörtel und Haftschlämme verwenden – wenn die Fliesen dann aber erst einmal festgeklebt sind, kannst du nachträglich keine Korrekturen mehr vornehmen.

Mit Fugenkreuzen stellst du sicher, dass die Platten in gleichmäßigen Abständen zueinander liegen. Kontrolliere immer wieder mit der Wasserwaage, ob die Fliesen ebenmäßig verlegt sind und der Neigungswinkel von 2 bis 3 % noch vorhanden ist. Schließen die Platten der letzten Reihe nicht passen mit den Randsteinen ab, kannst du die Platten mit einem Winkelschleifer zuschneiden. Dabei solltest du unbedingt eine Schutzbrille und einen Gehörschutz tragen.


Schritt 7: die Feinsteinzeug-Terrassenplatten verfugen

Verfugen von Terrassenplatten

Zu guter Letzt musst du die Feinsteinzeug-Terrasse verfugen. Rühre dazu eine Fugenmasse aus Trasszement und Quarzsand im Verhältnis 3:1 an und gebe sie in die Fugen. Das geht am besten mit einem Spachtel. Zwischen den letzten Platten und der Hauswand stellst du eine Dehnungsfuge aus Silikon her. Deren Elastizität verhindert, dass es zu einem Fugenriss kommt. Die restliche Fugenmasse verdünnst du so lange mit Wasser, bis sie eine flüssige Konsistenz annimmt. Das Gemisch füllst du nun ebenfalls in die Fugen ein. Lasse die Masse gut trocknen, bevor du die Terrasse zum ersten Mal betrittst. Mit Zementschleierentferner kannst du als krönenden Abschluss die neue Terrasse gründlich reinigen.

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