Holzterrasse bauen

In der warmen Jahreszeit geht nichts über eine Terrasse. Auf ihr kannst du entspannt in der Sonne liegen, mit Familie und Freunden grillen oder ein gutes Buch lesen. Bist du in der glücklichen Situation, einen Garten mit ausreichend Platz zu haben? Und möchtest du eine Terrasse selber bauen? Dann ist Holz das ideale Material dafür. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du eine Terrasse aus Holz selber bauen kannst.


Schwierigkeitsgrad: Mittel

Dauer: 1 bis 2 Stunden

Werkzeug: Schnureisen, Richtschnur, Spaten, Maurerwinkel, Rüttelplatte, Wasserwaage, Abziehlehren und T-Schienen, Gummihammer, Holz- und Steinbohrer, Akkuschrauber, Handkreissäge, Schraubzwingen, Schotter, Pflastersplitt, Universalvlies, Betonplatten, Tragebalken, Holzdielen, Nageldübel, Schrauben



Holzterrasse bauen: Anleitung in Einzelschritten

Im Folgenden zeigen wir dir, wie du eine Holzterrasse selber bauen kannst. Die Variante mit einem Unterbau aus Gehwegplatten gehört zu den gängigsten; sie eignet sich für ebene, bewachsene Flächen:


Schritt 1: Fläche der Terrasse abstecken

Bevor du damit beginnst, die Holzterrasse zu bauen, bereitest du den Boden vor. Stecke zunächst die Fläche der Terrasse mit Schnureisen und einer Richtschnur ab. Ein Maurerwinkel hilft, rechte Winkel zu bilden. Die Richtschnur dient zur Orientierung: Sie zeigt an, auf welcher Höhe sich der Holzbelag befinden soll. Sie muss unterhalb des Austritts der Terrassentür verlaufen.

Berücksichtige beim Ausrichten der Richtschnur die Stärke der Holzdielen, der Unterkonstruktion und der Betonplatten und achte darauf, dass sich ein Gefälle von zwei Prozent ergibt, das vom Haus wegführen muss. Es dient später zur Entwässerung und verhindert Staunässe. Kontrolliere das Gefälle beim Durchführen der einzelnen Schritte immer mal wieder.


Schritt 2: Untergrund ausheben

Schaufel in Rasen

Entferne zunächst die Grasnarbe und hebe anschließend den Untergrund aus. Die Tiefe hängt vom gewählten Holzbelag und den Unterbauschichten ab. Orientiere dich beim Aushub an der Richtschnur, indem du von ihr ausgehend nach unten misst. Möchtest du eine Holzterrasse mit Einfassung bauen, hebst du die markierte Fläche auf allen Seiten jeweils etwa 50 Zentimeter (cm) breiter aus. In unserem Beispiel verzichten wir auf eine Terrasseneinfassung.


Schritt 3: Frostschutzschicht vorbereiten

Entferne größere Steine und Pflanzenteile aus dem ausgehobenen Bereich, bevor du ihn mindestens zweimal mit einer Rüttelplatte verdichtest. Auf den verdichteten Untergrund bringst du eine 20 Zentimeter dicke Frostschutzschicht aus Schotter mit einer Körnung von 32 bis 45 Millimetern (mm) auf. Bringe den Schotter in mehreren Schichten auf und verdichte jede Schicht einzeln.


Schritt 4: Ausgleichsschicht aufbringen

Auf die Frostschutzschicht kommt eine etwa vier Zentimeter dicke Ausgleichsschicht aus Pflastersplitt mit einer Körnung von zwei bis fünf Millimetern. Es empfiehlt es sich, mit Abziehlehren und T-Schienen zu arbeiten, um die Ausgleichsschicht optimal auszurichten. Schütte für jede T-Schiene einen Damm aus Splitt auf und drücke die Schiene hinein. Richte die Abziehlehren anhand der Schnur aus, fülle den Raum zwischen den Lehren mit Splitt und ziehe die Fläche sauber ab. Wiederhole diesen Vorgang abschnittsweise und entferne anschließend die Schnüre.


Schritt 5: Vlies auslegen

Bevor du damit beginnst, den Unterbau für die Holzterrasse zu bauen, verlegst du noch ein Universalvlies. Das soll verhindern, dass unter der Terrasse Unkraut wächst. Verlege die Vliesbahnen über die gesamte Fläche. Achte dabei darauf, dass sich die einzelnen Bahnen mindestens zehn Zentimeter überlappen. Auf diese Weise stellst du sicher, dass das Unkraut an Stoßstellen keine Schlupflöcher findet.


Schritt 6: Betonplatten verlegen

Um eine Terrasse aus Holz zu bauen, wird ein Unterbau benötigt. Als Unterlage für diese Unterkonstruktion verlegst du Betonplatten. Verlege die Platten in Reihen und achte darauf, dass die Abstände zwischen den Plattenmitten maximal 50 Zentimeter betragen. Nimm ein Holzstück zur Hilfe, um gleichmäßige Plattenabstände zu erhalten. Schlage die Platten anschließend mit einem Gummihammer leicht fest. Sollen sich die Dielen und die Türschwelle auf einer Ebene befinden, ist es sinnvoll, vor der Terrassentür eine Entwässerungsrinne zu montieren. Dann läuft später kein Wasser von der Terrasse ins Haus.


Schritt 7: Unterkonstruktion auflegen

Wasserwaage auf Holzdielen

Möchtest du eine Terrasse aus Holz bauen, ist die Unterkonstruktion besonders wichtig. Sie verleiht der Terrasse Stabilität und macht sie haltbar. Die Unterkonstruktion besteht aus langen Balken, die parallel zur Hauswand auf den Betonplatten verlegt werden.

Achte darauf, dass die Balken mittig auf den Platten aufliegen. Den ersten Holzbalken der Unterkonstruktion verlegst du in einem Abstand von drei Zentimetern zur Hauswand. So kann das Holz arbeiten und in der Nut zwischen Wand und Holz sammeln sich weder Schmutz noch Regenwasser. Sind die einzelnen Tragebalken nicht lang genug, sodass du zwei Balken Stoß an Stoß legen musst, ist auf einen Dehnungsabstand von einem Zentimeter zu achten. Aus Statikgründen muss der Balkenstoß auf einer Betonplatte aufliegen. Die Unterkonstruktion hält länger, wenn du zwischen Balken und Platte ein Gummigranulatpad legst.

Achte bereits beim Bauen der Unterkonstruktion für die Holzterrasse auf das Verlegemuster der Dielen. An den Stellen, wo auch die Dielen auf Stoß verlegt werden sollen, verlegst du zwei Tragebalken auf einer Betonplatte so, dass sich der Dielenstoß genau zwischen den beiden Tragebalken befindet. Das ist wichtig, damit später das Regenwasser ablaufen kann.


Schritt 8: Unterkonstruktion verschrauben

Männer arbeiten an Unterkonstruktion

Um die Unterkonstruktion der Terrasse zu bauen, muss das Holz mit den Betonplatten verschraubt werden. Durchbohre zunächst die Holzbalken mit einem Holzbohrer und bohre dann mit einem Steinbohrer ein Loch für den Dübel in die Betonplatte. Schlage anschließend einen Nageldübel bis zur Hälfte in die Platte und drehe ihn mit einem Akkuschrauber komplett ein. Jetzt kannst du die Unterkonstruktion verschrauben.


Schritt 9: Holzdielen montieren

Holzdielen verlegen

Nimm eine möglichst gerade Diele und richte sie exakt rechtwinkelig auf der Unterkonstruktion aus. Bei der Ausrichtung hilft dir ein Bauwinkel. Halte einen Abstand von 1,5 Zentimetern zur Hauswand ein. Verschraube die Diele am Tragebalken jeweils vorne und hinten mit einer Schraube. Spanne eine Maurerschnur zur Orientierung, damit die Schrauben genau auf einer Linie liegen. Damit zwischen allen Dielen ein Abstand von genau fünf Millimetern liegt, solltest du mit Abstandhaltern arbeiten. Sie werden vor dem Anschrauben der Diele vorne, mittig und hinten in die Fuge gesteckt. Nach dem Verschrauben der Dielen löst du die Abstandhalter mit einer Zange.


Schritt 10: Abschlusskante anbringen

Säge die nach der Montage überstehenden Enden der Holzdielen mit einer Handkreissäge ab. Nimm eine Führungsschiene zur Hilfe, damit die Kanten gerade werden. Fixiere sie einfach mit Schraubzwingen. Jetzt musst du nur noch die Abschlusskante für die Terrasse bauen. Mit Holz geht das ganz einfach: Verblende die Unterkonstruktion mit einer der Dielen, indem du sie seitlich davor schraubst. Da sie ständig der Witterung ausgesetzt sind, empfiehlt es sich, die Schnittkanten der Dielen abschließend zu versiegeln.

Wie du die Haltbarkeit von Holzterrassen verlängerst und ihr ursprüngliches Aussehen erhältst, erfährst du in unserem Ratgeber zur Pflege von Terrassen. Möchtest du mehr über den Schutz von Holz erfahren, hilft dir unser Ratgeber zur Holzbehandlung. Bevorzugst du eine gepflasterte Terrasse, empfehlen wir dir unsere Anleitung zum Bau einer Steinterrasse. Möchtest du deine Terrasse überdachen, erfährst du in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie das geht.