Ratgeber

Dachbegrünung selber machen: Anleitung und Tipps

Gartenhaus mit begrünten Dach
Lesezeit 13 Minuten
Inhalt:
Schwierigkeitsgrad: mittel
Dauer: ein/zwei Tage (je nach Größe der Fläche, der Begrünungsart und Unterkonstruktion)
Material: Kassettensystem*, Sedum-Vegetationsmatte*, lose Bepflanzung*, Handschuhe, festes Schuhwerk, Schere oder Cuttermesser, gelochtes Winkelprofil/Langblech, Schrauben, Fuchsschwanz/Elektrofuchsschwanz (zur passgenauen Anpassung der Pflanz-Kassetten), Winkelschleifer, Schlauch, Regner, Bei der individuellen Bepflanzung ein Bewässerungssystem (z. B. Membranschlauch) verwenden

Mit einer Dachbegrünung verbesserst du in gerade mal ein bis zwei Tagen die Wärmedämmung, schützt die Dachabdichtung und schaffst Insekten einen Lebensraum. Geeignet sind Flachdächer und leicht geneigte Dachflächen - auch zum Beispiel viele Carports. Wichtig ist allerdings, dass die Statik es zulässt.

Stimmen die Voraussetzungen, kannst du mit etwas handwerklicher Vorerfahrung ein begrüntes Dach selbst umsetzen. Erfahre nachfolgend, wie du dein Dach nachhaltig und kostengünstig begrünst, und wann dein Dach nicht geeignet ist.


Checkliste Dachbegrünung

Hier vorweg alle wichtigen Punkte für die Planung der Dachbegründung:

  • Informiere dich über die lokale Rechtslage für Dachbepflanzungen.
  • Schaue in den Bauunterlagen nach, welche zulässige Nutzlast dein Dach hat, oder lasse diese von einem Statiker ermitteln. 
  • Prüfe dein Dach auf Dichtigkeit oder lasse die Prüfung durch eine Fachperson vornehmen.
  • Überlege, ob du eher pflegeleichte und kostengünstige, “flache” Begrünung (extensive Begrünung) oder auch Gräser und andere höhere Gewächse (intensive Begrünung) haben möchtest.
  • Wähle dann die Verlegeart: Klick-Kassettensystem, Rollware, oder “Freistil” lose Bepflanzung.
  • Besorge dir das Material.
  • Bereite das Dach vor, indem du ggf für eine Umrandung und Wasserabfluss sorgst, und reinige es.
  • Setze die Begrünung um.

Nachfolgend alle Details zu jedem Schritt.


Teurer Fehler: Niemals ohne Statik-Prüfung starten

Begrüntes Flachdach mit Attika, Aussparungen und Kiesstreifen.
Bedenke bei der Begrünung deines Dachs, dass es deutlich mehr Gewicht tragen muss.

Die Dachbegrünung stellt mit rechnerisch 40 bis 150 kg Belastung je Quadratmeter eine massive Belastung für die Dachkonstruktion dar. Dabei gilt: Je intensiver du dein Dach bepflanzt, desto höher ist auch das Gewicht.

Welches Gewicht für dein Dach zulässig ist, steht in den Bauunterlagen deines Hauses oder des Carports. Besitzt du diese nicht mehr, musst du die Tragfähigkeit durch einen Statiker professionell ermitteln lassen.

Daneben ist es auch noch wichtig, dass du das richtige Material nimmst und – falls noch nicht vorhanden – eine Möglichkeit für Wasserabfluss einplanst.

Carolin Lütke

Extensive Begrünungen sind pflegeleicht und ideal für Einsteiger. Achte aber unbedingt auf die Tragfähigkeit des Daches.

Carolin Lütke - Verkäuferin Garten

Voraussetzung zum begrünen: Attika oder erhöhter Dachrand

Bei manchen Caports ist keine Attika oder ein erhöhter Dachrand vorhanden. Diese musst du nachrüsten, um einen Kiesfang zu haben und zu verhindern, dass Regenwasser mit Erde an der Hauswand herunterfliest. Zudem bildet die Kiesfangleiste beziehungsweise die erhöhte Attika immer einen sauberen und optisch schöneren Abschluss. Wähle dabei immer mindestens eine Höhe, die der des geplanten Dachbegrünungsaufbaus entspricht.

Beachte auch das Wassermanagement, zum Beispiel in Form einer vorhandenen Dachrinne mit Fallrohr oder bei bauseitiger Attika eine innenliegende Entwässerung mit Kontrollschacht. Ist dies vorhanden beziehungsweise geeignet, hast du Arbeit und Kosten gespart. Ansonsten solltest du sie nachrüsten, bevor du mit der eigentlichen Begrünung startest.


Vorbereitung für die Dachbegrünung

Person verlegt Dachbegrünung
Die Vorbereitung für eine erfolgreiche Dachbegrünung ist essentiell.

Bevor du die eigentlichen Arbeiten startest, nimm Schutzvorkehrungen wie Seitenschutzgeländer und eine Absturzsicherung vor, da ein Sturz schwerwiegende Verletzungen zur Folge haben kann. 

Prüfe die vorhandene Dacheindeckung, zum Beispiel bei Carports meist Bitumenschweißbahnen: Ist diese lückenlos geschlossen und wasserdicht? Wichtig ist auch ein Durchwurzelungsschutz. Wenn du der vorhandenen Eindeckung nicht traust, verlege eine Wurzelschutzfolie vollflächig und mit einer Überlappung von 50 Zentimetern. Zuletzt solltest du das Dach gründlich reinigen, bevor du mit dem Begrünen im nächsten Schritt anfängst.


Dachbegrünung selber machen: 3 Methoden zur Auswahl

Dachbegrünung selber machen und Dachpappe verlegen
Dachbegrünung selber machen: Dachpappe verlegen.

Willst du dein Gründach selber bauen, kannst du zwischen drei Begrünungsarten wählen:

  • Kassettensystem : Die schnellste Variante, ideal für Einsteiger
  • Sedum-Vegetationsmatte : Ebenfalls schnell und einfach, benötigt aber weitere Vorkehrungen
  • lose Bepflanzung : Erlaubt mehr Flexibilität, benötigt aber auch mehr Planung

Nachfolgend jeweils eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur jeweiligen Methode.


Methode 1: Dachbegrünung mit Kassettensystem

Bei Kassettensystemen sind die Pflanzen schon in kleinen Kästen eingepflanzt, die nur noch via Klick-System zusammengesetzt werden müssen. Entsprechend einfach ist das Begrünen.

Schritt 1: Trennschutzflies verlegen

Verlege vollflächig und überlappend ein Trennschutzvlies. Es schützt vor mechanischer Beanspruchung und Schäden.

Schritt 2: Kassetten verlegen

Verlege die Kassetten so, dass umlaufend ein ca. 20 bis 50 Zentimeter breiter Rand entsteht.

Schritt 3: Den Rand mit Rundkornkies abdecken

Decke den Rand mit einem Rundkornkies 16/32 ab. Ganz wichtig: Es darf kein gebrochener Kies sein, der den Untergrund durch scharfkantige Bruchstellen verletzt. Bei Dacheindeckungen mit Hausanschluss musst du die Kiesbreite entsprechend der Brandschutzverordnung (Landesbauordnung) ausführen.

Schritt 4: Winkelprofil anbringen

Ist bauseits keine Attika oder kein erhöhter Dachrand als Abrutschschutz für den Kiesstreifen vorhanden, bringe umlaufend ein gelochtes Winkelprofil/Langblech von 8 Zentimeter Höhe und 6 Zentimeter Breite an. Fixiere es mit Bitumenkleber. Achte darauf, dass es geschlossen ist. Soll heißen, dass die einzelnen Stränge miteinander verschraubt werden, damit die Kiesaufschüttung nach allen Seiten gesichert ist.

Schritt 5: Kontrollschacht setzen

Beachte bei einer innenliegenden Entwässerung, Dachfenster oder ähnliche entsprechende Aussparungen, damit auch hier ein umlaufender, pflegeleichter Kiesstreifen entsteht. Achte darauf, dass die Aussparungen in den einzelnen Schichten exakt übereinander liegen. Anschließend setzt du auf die Entwässerung einen zusätzlichen Kontrollschacht, um nochmals zu verhindern, dass Erde oder Pflanzenreste den Ablauf verstopfen.


Methode 2: Dachbegrünung mit der Sedum-Vegetationsmatte

Sedum-Vegetationsmatten sind bereits bepflanzte Rollware. Die Vorgehensweise grundsätzlich wie bei der Kassettensystemnutzung.

Ist auch hier bauseits keine Attika oder kein hochgezogener Dachrand als Abrutschschutz für den Kiesstreifen vorhanden, empfehlen wir dir, das umlaufende Winkelprofil/Langblech gleich zweimal zu montieren, einmal an der Kante als reine Abrutschsicherung und einmal als Abgrenzung zur Vegetationsmatte.

Platziere auf das Trennschutzvlies dann nur noch vorgefertigte Substrat-Ersatzmatten - lass aber auch hier 20 bis 50 Zentimeter außen Platz für den Kiesstreifen. Breite als letztes darauf die 2 Zentimeter dicke Sedum-Rollenware bündig aus.


Methode 3: Begrünen durch lose Bepflanzung

Die Substrat-Ersatzmatten kannst du durch eine 8 Zentimeter hohe, lose, Spezial-Substratschicht ersetzen. Das ermöglicht eine individuelle Bepflanzung.

Schritt 1: Drain/Speichermatte ausbreiten

Breite als erstes eine 2 Zentimeter starke Drain/Speichermatte auf dem Trennschutzvlies aus.

Schritt 2: Organisches Substrat verteilen

Verteile das rein organische Substrat gleichmäßig. Wichtig: Berücksichtige bei einer innen liegenden Entwässerung, Dachfenstern & Co. entsprechende Aussparungen.

Schritt 3: Winkelprofil montieren

Wie bei den Matten gilt: Ist hier bauseits keine Attika oder kein erhöhter Dachrand als Abrutschschutz für den Kiesstreifen vorhanden, empfehlen wir, das umlaufende Winkelprofil/Langblech gleich zweimal zu montieren: einmal an der Kante als reiner Abrutschschutz und einmal als Abgrenzung zur Vegetation.

Schritt 4: Spezialerde verteilen

Das Dachgartensubstrat für die mindestens 8 Zentimeter hohe Schicht ist mit Nährstoffen angereicherte Spezialerde. Ein hoher Anteil an Bims, Splitt und Blähton lockert die Erde auf und verbessert die Drainage. Achte darauf, dass die Drain/Speichermatte gleichmäßig und vollständig bedeckt wird. Bims, Blähton und Lava haben noch den entscheidenden Vorteil, leicht zu sein. Bims und Lava verfügen zudem über eine recht hohe Wasserspeicherkapazität.

Laut FLL (Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau) sollte eine Substratschichtstärke bei mineralisch/organischen Substraten 8 Zentimeter nicht unterschreiten. Wenn andere Stauden und Gräser beigemischt werden, sollte die Substratstärke 10 Zentimeter nicht unterschreiten. 

Schritt 5: Dach bepflanzen

Verteile abschließend die einzelnen Pflanzen. Hebe dazu vorsichtig eine Mulde aus und setze die Pflanze ein. Bedecke den Wurzelballen mit etwas Substrat und drücke es fest an. 

Die lose Pflanzmethode eignet sich auch, um zum Beispiel kleine, vollsonnige Flächen freizulassen und sie mit einer 20 Zentimeter dicken Sandschicht (echter Spielsand) zu bedecken. Das ist ideal für die Ansiedlung der seltenen Sandbienen (Andrena). Auch dicke Holzstümpfe können (sturmsicher) eingebaut werden, die von verschiedenen Insekten genutzt werden.


Dachbegrünung: Häufige Fragen zum Gründach

Von Pflanzenauswahl bis Kosten – im Folgenden beantworten wir dir alle wichtigen Fragen rund um die Dachbegrünung.

Welche Pflanzen eignen sich für die Dachbegrünung?

Für die extensive Dachbepflanzung eignen sich vor allem Gewächse, die eine intensive Sonneneinstrahlung, Trockenheit und Frost vertragen. Es gibt viele hitzeresistente Pflanzen wie Sukkulenten. Im Prinzip kannst du auf alle Pflanzen zurückgreifen, die du für das Anlegen eines Steingartens verwenden würdest. Idealerweise erreichen die Pflanzen, mit denen du dein Dach begrünst, nur eine geringe Wuchshöhe und bilden flache Wurzeln aus. Dies ist bei Dickblattgewächsen wie Hauswurz, Sedum-Arten, einigen Kräutern sowie bei vielen Gräsern der Fall. 

Ab einer Substratschicht von mindestens 15 Zentimetern Dicke kannst du für deine Dachbegrünung auch Salbei pflanzen. Thymian oder kleinwüchsiger Lavendel sind ebenfalls denkbar. Ziergräser wie Segge und Zittergras oder die Kleinstauden Fingerkraut und Küchenschelle sind bei ausreichender Schichtdicke ebenfalls eine gute Wahl.

Wie pflege ich die Dachbegrünung?

Dachvegetation ist vor allem bei einer extensiven Dachbegrünung äußerst pflegeleicht. In den ersten Wochen nach dem Anlegen des Gründachs unterstützt du das Anwurzeln der Pflanzen durch regelmäßiges Gießen. Den Rest sollte der Regen erledigen. In außergewöhnlich langen und heißen Trockenphasen überprüfst du dein Gründach am besten regelmäßig und gießt es bei Bedarf. Staunässe solltest du unbedingt vermeiden. Daher sollte die Dachentwässerung frei zugänglich bleiben und zweimal jährlich kontrolliert werden. Die weitere Pflege richtet sich nach den Ansprüchen deiner Pflanzen. Spätestens ab dem dritten Standjahr sollte die Fläche einmal im Jahr mit einem Langzeitdünger versorgt werden. Mindestens zweimal jährlich (März/April und September/Oktober) solltest du Wildwuchs und Unkraut entfernen, (besonders solche, die sich schnell ausbreiten und andere verdrängen, wie zum Beispiel Klee-Sorten) sowie aus Baumsamen entstandene Jungpflanzen.

Bei Bedarf kannst du die Pflanzung mit einer scharfen Heckenschere trimmen. Schaue ansonsten einfach ab und zu nach, ob noch alles in Ordnung ist und genieße den Anblick!

Was ist der Unterschied zwischen intensiver und extensiver Dachbegrünung?

Bei der Dachbepflanzung unterscheidet man zwischen zwei Formen: der extensiven und der intensiven. Die extensiveDachbegrünung ist populärer, da sie besonders kostengünstig, einfach umsetzbar und pflegeleicht ist. Hierfür werden vor allem niedrige Pflanzenarten verwendet, die eher in die Breite gehen und eine Wuchshöhe von maximal 20 Zentimetern erreichen. 

Bei der intensiven Dachbegrünung hingegen werden auch Sträucher oder sogar kleine Bäume gepflanzt. Dabei sind wesentlich mehr Faktoren zu berücksichtigen als bei der extensiven Dachbepflanzung, zum Beispiel Statik und Sturmfestigkeit. Es empfiehlt sich daher, für die Planung Fachleute zu engagieren.

Flachdach begrünen – Welche Dächer eignen sich?

Ideal für die Begrünung ist ein Flachdach. Alternativ eignen sich Dächer mit einer Neigung von maximal 15 Grad. Steile Sattel- und Schleppdächer hingegen erfordern Fachwissen, um die Pflanzen risikoarm darauf zu befestigen und den Regenwasserablauf zu steuern. Hat dein Haus kein Flachdach, kannst du beispielsweise dein Garagendach begrünen. Ebenfalls geeignet für die Dachbegrünung wäre ein Gartenhaus mit flachem Dach. So fügt es sich gleich viel besser in die grüne Umgebung ein.

Was ist die Rechtsgrundlage für die Dachbepflanzung?

Im Baugesetzbuch (BauGB) ist festgelegt, dass jede Gemeinde selbstständig Regelungen für die Begrünung von Dächern erlassen kann. Diese können sowohl Vorschriften zur Konstruktion als auch zur Auswahl der Pflanzen sowie ein generelles Gebot zum Anlegen eines Gründachs umfassen. Erkundige dich vor der konkreten Planung deiner Dachbegrünung also unbedingt bei den örtlichen Behörden nach Satzungen und Gesetzen, die du dafür eventuell berücksichtigen musst. 

Welche Kosten muss ich für die Dachbegrünung einplanen?

Wie viel ein begrüntes Dach kosten wird, lässt sich nicht pauschal sagen. Der genaue Betrag hängt davon ab, welches System und welche Pflanzen du wählst und ob sich der ursprüngliche Dachaufbau für ein Gründach eignet. Gegebenenfalls kommen Kosten für Umbaumaßnahmen hinzu, die wiederum davon abhängen, ob du das Dach einfach begrünen oder einen richtigen Dachgarten mit Sitzecke und entsprechender Dekoration anlegen willst. 

Gibt es finanzielle Förderung für begrünte Dächer?

Aufgrund der vielen ökologischen Vorteile werden Dachbegrünungen durch die öffentliche Hand unterstützt. Entschließt du dich dazu, dein Dach zu bepflanzen, stehen die Chancen gut, dass du für dein Vorhaben einen finanziellen Zuschuss erhältst. Erkundige dich am besten beim kommunalen Bau- oder Grünflächenamt über bestehende Fördermöglichkeiten. Auch bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) kannst du eine Förderung beantragen.

Kann ich eine Solaranlage und eine Dachbegrünung kombinieren?

Ja – und das sogar mit vielen Vorteilen! Eine Dachbegrünung lässt sich hervorragend mit einer Photovoltaik-Anlage kombinieren. Die Pflanzen auf dem Gründach verbessern durch ihre kühlende Wirkung das Mikroklima um die Solarmodule. Das führt dazu, dass die Module weniger heiß werden und effizienter arbeiten – die Energieeffizienz der PV-Anlage wird maßgeblich gesteigert. Umgekehrt spenden die Solarpanels wiederum Schatten, was das Pflanzenwachstum begünstigen kann. 

Wichtig ist, dass sowohl die Statik des Dachs als auch der Aufbau gut geplant werden. Die Kombination wird oft als Solar-Gründach oder Biosolar-Dach bezeichnet und ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern wird auch zunehmend durch Förderprogramme unterstützt. Erkundige dich am besten bei deiner Kommune nach Fördermöglichkeiten. 

Alle Vorteile einer Solaranlage und wie du sie installierst, erfährst du in unserem Ratgeber „Solaranlagen: Wissenswertes über Photovoltaik“. 

Vorteile der Dachbegrünung im Überblick

Dachbegrünung auf einem Ziegelhaus mit umlaufendem Kiesstreifen und Abrutschschutz.
Ein begrüntes Flachdach sieht nicht nur schön aus, es sorgt auch für eine bessere Isolierung des Hauses.

Die Dachbegrünung hat durch isolierende Wirkung und optische Aufwertung wirtschaftliche, ökologische und optische Vorteile.Diese Vorteile im Detail sind: 

  • Ein begrüntes Dach wirkt isolierend: Es hält sowohl Kälte als auch Hitze ab und reduziert so die Kosten für Heizung und Klimaanlagen.
  • Ein begrüntes Dach dämpft den Geräuschpegel (zum Beispiel bei Starkregen und Wind).
  • Dachbegrünung schützt den Baukörper vor Verwitterung.
  • Die Pflanzen auf dem Gründach dienen als Nahrung und sind Lebensraum für Vögel, Insekten und Nützlinge. So trägst du mit einem begrünten Dach zum Erhalt der Artenvielfalt bei.
  • Die Vegetation auf dem Dach kann Wasser binden und somit die Kanalisation entlasten, zum Beispiel bei heftigen Regengüssen.
  • Durch die Bepflanzung wird die Qualität von Regenwasser verbessert, da die Wurzeln bei der Nahrungsaufnahme Schadstoffe herausfiltern – das Wasser kannst du dann auffangen (Tipp: Regenwasser sammeln mit der Regentonne) und weiterverwenden. 
  • Vor allem in Städten und urbanen Ballungsgebieten verbessern begrünte Dächer und ähnliche Urban-Gardening-Projekte die oft schlechte Luftqualität, da die Pflanzen Kohlenstoffdioxid binden und Feinstaub filtern.

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