Rosen

Die Rose ist nicht nur eine der schönsten Blumen, sondern auch besonders vielseitig. Für jedes Klima, jede Gartengröße und jede Vorliebe gibt es die ideale Sorte. Ob allein oder im Rosenbeet, als Ranke oder am Spalier, ja sogar als Bodendecker lässt sie sich perfekt einsetzen. Die Vielfalt ihrer Farben, Düfte und Wuchsformen ist so groß, dass schon die Planung Ihres Rosengartens zum Erlebnis wird.


Der richtige Standort

Rosen mögen einen sonnigen (mindestens 4 – 5 Stunden Sonne pro Tag), aber windoffenen Standort mit tiefgründig gelockerter Erde. Schatten, stauende Hitze (z. B. an der Südseite einer Mauer) oder auch Staunässe lieben Rosen nicht. Die freie Lage ist wichtig, weil die Blätter
nach Regen oder Morgentau schnell abtrocknen können. Bleiben die Blätter häufig feucht, entstehen schnell Pilzkrankheiten.

Wegen eines besseren Kleinklimas sollte die nähere Umgebung der Rosenpflanzung ent- siegelt (also nicht gepflastert oder anderweitig befestigt) sein. Bei verdichtetem Boden muss die Erde gelockert und mit Sand und Humus verbessert werden. Sollen Rosen an einen Platz gepflanzt werden, an dem bereits zuvor Rosen gestanden haben, muss die Erde großzügig um das Pflanzloch herum (60 x 60 x 60 cm) wegen „Bodenmüdigkeit“ gegen frische Erde ausgewechselt werden. Man kann auch in das Beet, in dem zuvor Rosen gestanden haben, Tagetes einsäen, die gegen spezielle Bodenschädlinge (Nematoden) und auch gegen „Bodenmüdigkeit“ helfen. Im folgenden Jahr können dann wieder Rosen an diese Stelle gepflanzt werden. Für einen ungünstigeren Standort eignen sich besser kleinblütige Rosen. Unter Bäumen gedeihen oft nur stark wachsende Ramblerrosen (Kletterrose), die in sie hineinklettern.


Die richtige Sorte

Bei Billigangeboten kann man schnell ein Schnäppchen machen und der Laie fragt sich, warum Qualitätsrosen deutlich teurer sein müssen. Wenn man aber weiß, wie viel Arbeit in der Züchtung, Veredlung und letztendlich auch der Feldprüfung der verschiedenen Standorte steckt, wird man ermessen können, dass der Preis einer Qualitätsrose gerechtfertigt ist.

Seit 1950 gibt es die Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung (ADR), die bis heute als die weltweit strengste Bewertungsinstitution/Prüfungskommission gilt. Neben den Blüteneigenschaften wird vor allem die Pflanzengesundheit bewertet, wofür die Rosen an elf deutschen Standorten unter gleichen Bedingungen gepflanzt und ohne Pflanzenschutzmittelbehandlung kultiviert werden. Nur so kann nach mehrjähriger Beobachtung die Widerstandsfähigkeit einer neuen Sorte optimal und objektiv beurteilt werden; auch die vormals als ADR-Rosen ausgewiesenen Sorten werden weiterhin überprüft. So kann man sicher sein, dass ADR-Rosen widerstandsfähige Sorten sind. Auf entsprechenden Sortenlisten kann man sich dann nach eigenen Wünschen Sorten hinsichtlich Nutzung, Blütenfar- be und Duft (mit oder ohne) aussuchen. (siehe: www.adr-rose.de)


Die richtige Pflege

Pflanzzeit

Containerrosen können fast ganzjährig gepflanzt werden, jedoch nicht bei Frost oder großer Hitze. Ansonsten ist die beste Pflanzzeit im Frühjahr bis Mitte Mai und wieder ab Mitte September bis zum Frost. Alle Rosen sollten vor dem Pflanzen mehrere Stunden ins Wasser gestellt werden. Den Boden vor dem Pflanzen tiefgründig lockern und mit einem Vorratsdünger oder Hornspänen anreichern. Die Veredelungsstelle der Rose sollte beim Pflanzen 5 cm unter der Oberfläche liegen. Werden die Rosen zu hoch eingepflanzt, erfrieren sie leichter.

Gießen

Weil Rosen sehr tiefe Wurzeln haben, reicht ihnen das Wasser aus der Tiefe aus. Stehen sie aber viele Stunden in der Sonne, sollten sie ein- bis zweimal pro Woche kräftig im Wurzelbereich gegossen werden. Aber Achtung! Sie dürfen nicht von oben gegossen werden, da die Feuchtigkeit auf den Blättern Pilzinfektionen fördert.

Düngen

Düngen ist im ersten Jahr nicht nötig. Ab dem zweiten Jahr sollte beim Austrieb im Frühjahr ein Rosendünger, mineralisch oder organisch, um die Rose gestreut und leicht eingeharkt werden. Auf leichten Böden kann im Juni eine zweite Düngung erfolgen.

Überwinterung

Rosen sind grundsätzlich winterhart und sollten nicht im Herbst, sondern erst im Frühjahr ihren großen Rückschnitt erhalten. Als Schutz eignet sich luftdurchlässiges Material wie Jute. Dünge nie nach Mitte Juli, da sonst im Herbst das Rosenholz nicht rechtzeitig ausreifen kann und die Rose im Winter erfriert.


Schnitt von Rosen

Grundsätzlich wird eine scharfe Rosenschere für den Schnitt verwendet, um das Rosenholz nicht zu quetschen. Geschnitten wird leicht schräg, ungefähr 0,5 cm oberhalb eines nach außen zeigenden Auges (Austrieb).


Die verschiedenen Jahreszeitenschnitte:

  • der Frühjahrschnitt = Erziehungsschnitt erfolgt vor dem Blattaustrieb der Rosen und ist Voraussetzung für schöne und gesunde Pflanzen.
  • der Sommerschnitt = Blütenschnitt erfolgt nach dem Verblühen des ersten Blütenflors und unterstützt den Austrieb des nächsten Blütentriebes.
  • der Herbstschnitt = Pflegeschnitt vor dem ersten Frost dient lediglich der ordnungsgemäßen Überwinterung.

Es gelten folgende Grundregeln für den Schnitt:

  • Je tiefer man einen Trieb herunterschneidet, desto weniger Augen bleiben übrig und umso stärker und länger werden die neuen Triebe.
  • Dickere Ausgangstriebe entwickeln stärkere, längere und auch mehr Triebe als dünne Ausgangstriebe.
  • Die oberen Augen auf einem Trieb treiben früher aus als die unteren Augen auf dem gleichen Trieb.
  • Um langstielige Blüten zu fördern (z. B. bei Edelrosen), sollte stark zurückgeschnitten werden - möchte man mehr Blüten mit kürzeren Stielen (z. B. bei Beetrosen), so wird weniger stark zurückgeschnitten.
  • Schwachwüchsige Sorten werden stärker, starkwüchsige weniger tief zurückgeschnitten.
  • Abgestorbene, erfrorene, kranke, sich kreuzende Triebe werden stets vorweg bis ins gesunde Holz herausgeschnitten.

Rezept für Schachtelhalm-Sud

Ackerschachtelhalm frisch (300 g) oder getrocknet (30 g) in 10 l Wasser 24 Stunden ein- weichen. Danach erhitzen und 15 Minuten köcheln lassen. Nach dem Abkühlen im Verhältnis 1:5 mit Wasser verdünnen und spritzen (mehrmals wiederholen). Bei empfindlichen Sorten wöchentlich oder 14-tägig behandeln. Bei sichtbarem Mehltaubefall sollten befallene Teile zuerst abgeschnitten und entsorgt werden.

Eine gute Wirkung, die weiteren Befall stoppt, hat eine Backpulverlösung, die man selbst herstellen kann.

Rezept: 10 g Backpulver + 5 g (Raps-)Öl für 1 l Spritzbrühe sowie 1 Spritzer Emulgator (z. B. Spülmittel). Während der Echte Mehltau eher bei warmer Witterung auftritt (zum Ent- gegenwirken auf ausreichende Ballenfeuchtigkeit achten), kommt es bei feuchtem Wetter zu Sternrußtau. Die Behandlungsmethoden sind ähnlich wie vorher genannt, aber besonders wichtig hierbei ist es, befallenes Laub aufzusammeln und beim Spritzen auch den Boden mitzubehandeln, um die auf den Boden gefallenen Sporen zu treffen.