Gemüse- & Kräutergarten

Sich gesund zu ernähren kann viel Spaß machen, besonders wenn das Gemüse aus dem eigenen Garten kommt. Tomaten, Karotten, Gurken, Kohl und Paprika, um nur einige Sorten zu nennen, können problemlos im Eigenanbau angepflanzt werden.

Flechtkorb mit Karotten, Rüben und Salat liegt im Gemüsebeet

Ganz einfach zu deinem eigenen Gemüsegarten

Erstelle Zunächst einen Pflanzplan und überlege dir genau, welches Gemüse du anpflanzen möchtest. Nutze die Vorkultur, Nachkultur und Zwischenkultur, um das Gemüsebeet bestens zu bewirtschaften.

Die verschiedenen Sorten beanspruchen die Nährstoffe im Boden unterschiedlich stark. Wichtig ist ein ausgewogenes Gemüsebeet: Am besten ist eine Mischung aus Starkzehrern (z. B. Tomate, Kartoffel, Gurke), Mittelzehrern (z. B. Möhren, Spinat, Zwiebeln) und Schwachzehrern (z. B. Feldsalat, Spargel, Rhabarber). Beachte schon bei der Planung auf die Fruchtfolge der kommenden Jahre, z. B. der Standort für Tomaten sollte jährlich wechseln. Das ist wichtig, um Krankheiten vorzubeugen und die Ernährung sicher zu stellen.

  • Wenig Platz, sinnvoll nutzen: Verzichte auf Gemüse, das ein langes Wachstum (z. B. Rosenkohl) erfordert, viel Platz (z. B. Wirsing) benötigt und im Handel günstig zu bekommen ist.
  • Pflanzzeit beachten: Ende März bis Anfang April ist die optimale Zeit für Kohl und Salat. Sorten wie Paprika, Tomaten und Gurken sollten erst im späten Mai, nach dem letzten Frost, gepflanzt werden.
  • In Reih und Glied: Pflanzen in gleichmäßig angeordneten Reihen pflanzen. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte in der Regel etwa 20 cm betragen.
  • Hochbeet bei Rückenproblemen: Dies ist nicht nur gut für deine Gesundheit, sondern auch ganz nebenbei für das Gemüse, denn der Boden ist in einem Hochbeet viel wärmer. Auch der Schneckenbefall wird, z. B. in trocknen Wetterperioden minimiert.
  • Gemüsebeete Beet gut vorbereiten: Bevor eine Schicht Kompost aufgetragen wird, sollten alle Unkräuter und Wurzeln vom Beet entfernt werden. So kann das Gemüsebeet ein paar Wochen ruhen. Ist kein Kompost vorhanden empfiehlt sich eine Pflanz- oder Anzuchterde.
  • Ein guter Pflanzplan beinhaltet auch immer ein Zeitfenster für eine Gründüngung. Dadurch wird die Bodenstruktur, erheblich verbessert, z. T. werden Nährstoff angereichert und der Boden gesundet, da einige Gründüngerpflanzen wie z. B. Studentenblumen (Tagetes), die so schädlichen Fadenwürmer (Nematoden)vertreiben. Zwischen März und Oktober kannst Du Gründünger aussäen, achte auf die spezifischen Angaben für den richtigen Zeitpunkt z. B.  für Gelbsenf, Ölrettich oder Winterraps, Lupinen und Klee-Arten. Bevor die Gründüngungspflanzen Samen ansetzten werden sie abgemäht und dienen dann noch als Mulch, der zusätzliche Vorteile, wie z. B. Aktvierung des Bodenlebens und Humusanreicherung mit sich bringt.
  • Auf die Lage achten: Das Gemüsebeet braucht einen sonnigen bis halbschattigen Ort mit ca. fünf Sonnenstunden.
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Ein paar einfache Tipps zur Gemüsezucht

Jede Gemüsesorte ist individuell und hat ganz unterschiedliche Ansprüche. Damit die Anzucht auch bei anspruchsvolleren Arten erfolgreich gelingt, haben wir eine kurze Checkliste für dich zusammengestellt.

  • Ursprungsland beachten: Gemüsesorten aus südlicheren Regionen, wie Tomaten oder Gurken, benötigen eine deutlich wärmere Umgebung, um erfolgreich zu keimen.
  • Den richtigen Zeitpunkt abpassen: Achte bei der Anzucht auf den richtigen Termin für die Aussaat. Oft findet sich der genaue Zeitpunkt auf der Verpackung der Samen oder in einem Saisonkalender.
  • Achte beim Samen darauf, ob es sich um Licht- oder Dunkelkeimer handelt. Typische Lichtkeimer sind: Kopfsalat, Dill, Gartenkresse, Karotte. Dunkelkeimer: z. B. Feldsalat, Kürbis, Zichorie.

Lichtkeimer: den Samen am besten mit feinem Sand vermischen, großzügig aussäen, leicht andrücken und nur ganz dünn mit feinem Sand bestreuen damit der Samen fixiert wird. Besonders wichtig, die Aussaatschale nicht zu dunkel aufstellen und gleichmäßig, leicht Feucht halten.

Dunkelkeimer: Samen gut bedecken: Für die Samen eine einfache Faustregel beachten. Jeder Samen kann soweit mit Erde bedeckt werden, wie er groß ist.

Hier ist es wichtig die Aussaatschale nicht zu hell aufzustellen. Gleichmäßig, leicht Feucht ist hier auch zu beachten.  

  • Verwende eine spezielle Aussaaterde, die erleichtert die Wurzelbildung, da sie nährstoffärmer, dadurch auch salzärmer ist, keimfrei und wesentlich lockerer.
  • Keimlinge pflegen: Nach der Aussaat ist es wichtig, dass die Anzuchterde feucht bleibt, ohne dabei Staunässe zu bilden.
  • Platz durch Pikieren schaffen: Pikieren bedeutet, die jungen Pflanzen aus der Anzuchterde zu befreien und sie in eigene Töpfe umzupflanzen. So finden sie neuen Platz, um reichlich Wurzeln zu bilden, bevor sie am Ende in den Garten wandern.


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