Gerüst an Fassade
Ratgeber
Inhalt:
Schwierigkeitsgrad: mittel
Dauer: zwei bis drei Stunden, je nach Fläche
Werkzeuge: Handfeger, Mörtel, Spachtelmasse, Spachtel, Meißel, Bohrmaschine, Bleistift, Zollstock, Injektionstrichter, Abdichtungsmasse, Fassadengrundierung, Fassadenfarbe, Farbwalze, Pinsel

Im Laufe der Zeit sind loser Putz oder Risse in der Fassade keine Seltenheit. Das stört nicht nur optisch: Die Beschädigungen begünstigen auch das Eindringen von Feuchtigkeit in das Mauerwerk. Außerdem führt eine feuchte Außenwand langfristig zu Schäden an der Bausubstanz. Damit das nicht passiert, ist es sinnvoll, die Fassade zu sanieren, sobald sich Risse bilden und der Putz abzublättern beginnt. Hier erfährst du, wie du kaputte Stellen reparierst, Feuchtigkeitsschäden im Mauerwerk behebst und die Fassade neu streichst.


Schritt 1: losen Putz und abblätternde Farbe entfernen

Loser Putz wird mit Spachtel entfernt

Bevor du deine Außenfassade sanieren kannst, entfernst du zunächst alle nicht tragfähigen Altanstriche. Falls sich diese auf glatten Putzstellen befinden, kannst du sie mit einem Heißluftföhn erhitzen und dann mit einem Hochdruckreiniger abspritzen. Ist auch der Putz abgeplatzt, kannst du ihn reparieren. Wenn schon viel loser Putz von der Wand fällt, solltest du ihn jedoch restlos entfernen – dazu ist eventuell ein Abbeizer nötig. Bei großen und grob strukturierten Flächen sowie dicken Farbschichten ist es ratsam, einen Fachbetrieb zu beauftragen. Um Putzschäden beziehungsweise losen Putz zu entfernen, nimmst du am besten einen Stielspachtel oder einen Meißel.

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Schritt 2: Fassade vor der Renovierung reinigen

Besen lehnt and weißer Wand an

Bürste nun die entstandenen Hohlräume und Risse sauber aus.

Ein handelsüblicher Handfeger eignet sich gut, um letzte Putz- und Farbreste zu beseitigen.

Die gesamte Fassade solltest du vor dem Sanieren gründlich reinigen.

Frau reinigt mit Hochdruckreiniger

Am einfachsten geht das mit dem Hochdruckreiniger.

Alternativ tun es auch ein Schrubber und warmes Wasser mit entsprechendem Reinigungsmittel.


Schritt 3: Risse in der Fassade ausbessern

Finger zeigt auf Riss in Fassade

Um die Risse in der Wand auszubessern, kratzt du sie mit einem Stielspachtel auf oder verwendest einen Meißel, um sie aufzustemmen. Anschließend lassen sich lose Stücke herauslösen. Gegebenenfalls musst du die Schadstelle noch einmal mit dem Handfeger säubern oder mit einem Staubsauger absaugen. Feuchte dann die Risse im Mauerwerk an und verspachtele sie gründlich.

Dazu streust du zunächst 2,5 Raumteile Außenspachtel in 1 Raumteil sauberes, kaltes Wasser und rührst sie klumpenfrei ein. 1 kg Außenspachtel würdest du also zum Beispiel in 0,3 l Wasser auflösen. Die angerührte Spachtelmasse ist ca. vier bis fünf Stunden lang verarbeitungsfähig. Lasse die Fassade mit den reparierten Rissen gut trocknen, bevor du zum nächsten Schritt übergehst.


Schritt 4: feuchte Fassade trockenlegen

Feuchte und aufgeplatzte Fassade

Sind die Außenwände durch die bestehenden Schäden feucht geworden, musst du die Fassade vor dem Renovieren trockenlegen. Dazu benötigst du Injektionstrichter für die sogenannte Horizontalabdichtung. Und so legst du die feuchte Fassade trocken:

  • Setze eine erste Reihe von Bohrlöchern in die Wand und lasse dabei einen Abstand von mindestens 10 cm vom Boden sowie zwischen den Löchern. Anschließend folgt im Abstand von 5 cm und mittig versetzt eine zweite Reihe. Bevor du fortfährst, reinigst du die Löcher mit einem Staubsauger oder mittels Druckluft.
  • Setze die Injektionstrichter in die Bohrlöcher und fülle so lange regelmäßig Horizontalabdichtungsmasse nach, bis das Mauerwerk gesättigt ist. Dies dauert je nach Art der Mauer 6 bis 14 Tage. Um ein Auslaufen der Flüssigkeit zu vermeiden, kannst du die Trichter mit Klebeband ummanteln.
  • Entferne dann die Trichter. Die Bohrlöcher verschließt du mit Bohr- oder Dichtungsschlamm, den du mit einem Stab in die Löcher hineindrückst. Tritt etwas Schlamm aus, drücke diesen mit einem Spachtel zurück und streiche ihn glatt. Lasse die Wand trocknen.

Schritt 5: mit neuem Anstrich die Fassade renovieren

Grundierung wird auf Fassade aufgetragen

Der letzte Schritt beim Sanieren deiner Fassade ist ein frischer Anstrich.

Nachdem du Risse ausgebessert und die Außenwand gereinigt hast, sollte eine ebene Fläche entstanden sein. Um Feuchtigkeit künftig den Weg zu versperren und die neue Farbe haltbarer zu machen, trägst du zunächst eine Schicht Fassadengrundierung auf. Lasse diese gut trocknen, bevor du dich dem eigentlichen Anstrich widmest.

Man streicht Fassade

Die Fassadenfarben aus dem toom Baumarkt können gestrichen, gerollt oder airless gespritzt werden. Ecken und Kanten streichst du am besten mit einem Flachpinsel vor. Arbeite an zusammenhängenden Flächen ohne Unterbrechung und streiche sie nass in nass. So vermeidest du unschöne Ansätze. Damit die Farbe auch schlechtem Wetter gut standhält, sind zwei Anstriche zu empfehlen. Spül Pinsel und Walze direkt nach dem Streichen mit warmem Wasser aus – fertig ist die Renovierung deiner Fassade!

Tipp: Achte beim Streichen auf trockene Wetterverhältnisse – nicht nur im Vorfeld, sondern auch während der Arbeit. Andernfalls kann es zu Blasenbildung und anderen Beeinträchtigungen kommen. Allgemein ist es sinnvoll, Fassaden in der warmen Jahreszeit und nicht zu spät im Jahr zu streichen.


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