Fassaden streichen

Alles für einen guten Anstrich

Ziegelmauerwerk, Beton, Kalksandstein, Zementplatten oder Kunstharzputz – Fassaden gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Bei der Auswahl der richtigen Fassadenfarbe sollte daher zunächst die Beschaffenheit des Untergrunds beachtet werden. Nur so kann sich am Ende über einen schicken und lang haltenden Außenanstrich gefreut werden.



Dauer: Abhängig vom Projekt

Material: Tiefgrund, Fassadenfarbe

Werkzeug: Pinsel, Klebeband



In drei Schritten zum frischen Fassadenanstrich

Schritt 1: Den Untergrund beurteilen

Schaue dir zunächst die Fassade sorgfältig an. Sichtbare Schäden sind Wasserverfärbungen, Moosbildungen oder Schmutzablagerungen, Abplatzungen im Altanstrich und Rissbildungen. Mit einem Klebebandstreifen lässt sich ein Altanstrich auf seine Haftung untersuchen. Schimmel- und Stockflecken sollten hingegen trocken abgewischt und dann mit Schimmelentferner behandelt werden. Auch schlecht haftende Farben oder alte Leimfarben sollten mit Wasser, Tapetenlöser und einem Quast abgewaschen werden.

Schritt 2: Untergrund weiter vorbereiten

Grundsätzlich gilt, dass sich Schmutzablagerungen und Moosbildung mit einem Hochdruckreiniger gut entfernen lassen. Sind Altanstriche auf glatten Putzstellen nicht mehr tragfähig müssen sie mit einem Heißluftföhn erhitzt und dann mit einem Hochdruckreiniger abgespritzt werden. Haben sich in der Fassade bereits Risse gebildet, müssen diese zunächst mit einem Stielspachtel ausgekratzt und ausgebürstet werden. Danach wird die Stelle mit Tiefgrund gestrichen und mit Füllspachtel verschlossen. Da bei der Trocknung die Rissfüllung leicht einfallen kann muss dieser Schritt eventuell wiederholt werden.

Schritt 3: Streichen

Bevor die Fassade fachgerecht gestrichen werden kann sollten zum Schutz Fenster, Türen und andere Teile, die nicht zur Wand gehören, ordentlich abgedeckt werden. Danach folgt ein erster Testanstrich mit Tiefgrund. Falls dieser nicht einzieht, muss der Anstrich 1:1 mit Wasser verdünnt werden. Jetzt kann der Tiefgrund einmal satt mit der Deckenbürste aufgetragen werden. Nach 4 - 6 Stunden darf dieser nicht auf der Oberfläche glänzen. Falls doch muss der Tiefgrund noch stärker mit Wasser verdünnt werden (1:1,25). Ist der Tiefgrund eingezogen kann dieser auf der ganzen Wand aufgetragen werden.