Moderne Haustür mit Seitenfenster.
Ratgeber
Inhalt:
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten
Dauer: ca. 1 Tag inkl. Aushärtung des Schaums
Werkzeuge: Zollstock, Wasserwaage, Bleistift, Akkuschrauber, Cuttermesser, Brecheisen oder Meißel, Säbelsäge, Holzkeile, Montageschaum, Haftgrund, Schraubendreher, Komprimierband, Unterlegscheiben, Dübelschrauben, PVC-Kleber, Schlagbohrer, Hammer, Inbusschlüssel, Reparaturmörtel, Kartuschenpistole, Acryl, Glättkelle, Schutzkleidung (Handschuhe, Brille, Overall)

Eine Haustür erfüllt in erster Linie praktische Zwecke: Sie hält Kälte, Feuchtigkeit und ungebetene Gäste davon ab, in Haus oder Wohnung einzudringen. Aber sie dient vielen auch als Eyecatcher in der Hausfassade. Falls du deine alte Eingangstür austauschen und eine neue Haustür einbauen willst, verrät dir dieser Ratgeber, wie du vorgehen musst.

Weitere Tipps rund um das Thema Türen & Fenster findest du in unserem Selbermachen-Bereich sowie auch in unserem Selbermacher-Magazin, dass du dir bei deinem nächsten Besuch im toom Baumarkt kostenlos mitnehmen kannst. 

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Eingangstür einbauen? Hol dir Unterstützung!

Zwei Männer tragen eine Türe

Eine Haustür oder Nebeneingangstür richtig einzubauen, erfordert sehr genaues Arbeiten und gehört nicht unbedingt zu den leichtesten Übungen eines Heimwerkers. Dennoch soll es dir dieser Ratgeber ermöglichen, eine neue Haustür selber einzubauen. Du benötigst dafür etwas Zeit, einige Werkzeuge und am besten noch eine zweite Person, die dir zur Hand geht – beispielsweise beim Einsetzen des schweren Türflügels.

Hast du keine zweite Person zur Hilfe oder willst du die Arbeit lieber von absoluten Profis verrichten lassen, dann wende dich gern an den toom Handwerksservice für die fachgerechte Haustürmontage!


Haustür einbauen: Anleitung

Bist du schon bereit, deine neue Haustür einzubauen? Wir erklären dir in dieser Anleitung Schritt für Schritt, wie es geht, und was du dabei beachten solltest, damit du hinterher viel Freude an deiner neuen Eingangstür hast.

Schritt 1: vor dem Kauf die Haustür-Maße ermitteln

Ein Mann nimmt Maße an einem Türrahmen.

Bevor du deine Haustür einbauen kannst, musst du erst einmal die exakten Eingangstür-Maße bestimmen. Dafür ermittelst du das Mauerinnenmaß, also die Breite der Bandöffnung, und Höhe sowie Tiefe der Türöffnung. Miss am besten gleich an mehreren Stellen und notiere dir die Werte, damit du beim Kauf auch ganz sicher eine Tür mit der passenden Größe auswählst. Achte dabei auf die sogenannte Einbauluft – das ist der zu lassende Platz für die Materialausdehnung, ähnlich wie bei einer Dehnungsfuge beim Verlegen von Bodenbelägen. Etwa 10 bis 15 mm auf beiden Seiten sowie am oberen Türabschluss sollten als Einbauluft ausreichen.

Notiere dir außerdem, auf welcher Seite die Tür angeschlagen ist – DIN links oder DIN rechts. Da sich eine Haustür nach innen öffnen sollte, kannst du das sehr einfach bestimmen: Öffnest du die Tür mit der linken Hand in Richtung deiner linken Körperhälfte, wählst du ein Türmodell gemäß DIN links, andernfalls eines gemäß DIN rechts. Außerdem solltest du prüfen, ob die Haustüre in der Laibung montiert wird oder im Anschlag. Bei Letzterem muss eventuell die Breite des Türelements verringert werden.

Tipp: Um auf der sicheren Seite zu sein, lässt du dich beim Vermessen am besten von den Experten bei toom beraten.


Schritt 2: die alte Tür ausbauen

Zwei Männer bauen eine alte Haustür aus.

Bevor du eine neue Haustür einbauen kannst, muss natürlich die alte Tür entfernt werden. Packe davor aber am besten schon deine neue Haustüre aus und vermiss sie vorsichtshalber noch einmal ganz genau. Erst wenn du dir sicher bist, dass die Maße stimmen, kannst du damit beginnen, die alte Tür auszubauen.

Gehe dazu folgendermaßen vor:

  1. Baue zunächst den alten Türflügel aus. Dazu solltest du dir unbedingt Hilfe holen, denn so eine Tür wiegt viel. Klopfe die Bolzen der Scharniere mit einem Hammer heraus oder hebe das Türblatt vorsichtig nach oben aus den Scharnieren. Entferne zuvor aber etwaige Abdeckkappen oder Metallstifte an den Scharnieren.
  2. Entferne dann alle Schrauben und Dübel im Türrahmen. Auch die Dichtungen kannst du jetzt vorsichtig abtrennen.
  3. Mit einem Cuttermesser durchtrennst du anschließend den Wandanschluss zwischen Tür und Tapete sowie den Anschluss zur Türschwelle.
  4. Säge den Türrahmen an mehreren Stellen V-förmig an, um ihn später leichter herausbrechen zu können.
  5. Entferne den alten Rahmen nun aus dem Mauerwerk. Schlage dazu zunächst mit einem Hammer seitlich gegen den Rahmen, um ihn aus der Verankerung zu lösen. Nutze nun ein Brecheisen dazu, den Türrahmen an den Seiten herauszustemmen.
  6. Ist der alte Rahmen mit Mauerankern im Mauerwerk befestigt, musst du diese vor dem Einsatz des Brecheisens mit einer Fräse durchtrennen.
  7. Entferne zum Schluss das untere Rahmenprofil.

Ist das erledigt, solltest du alles gründlich säubern und eventuelle Mörtel- bzw. Schaumreste entfernen sowie die alten Dichtungen vorsichtig abtrennen.


Schritt 3: Vorbereitung vor dem Einbauen der Haustür

Ein Mann misst die noch verpackte Haustür aus.

Zunächst gilt es, die Tür ggf. aus dem Rahmen auszuhängen, da beide Teile in einzelnen Schritten zu montieren sind. Falls du dich für eine Tür mit Oberschließer entschlossen hast, schraube ihn mit einem Inbusschlüssel ab (Achtung: Verletzungsgefahr durch die Vorspannung) und öffne dann das Türschloss. Kontrolliere die Türbänder und entferne ggf. die Sicherungsstifte. Nun kannst du das Türblatt aushängen und beiseitestellen.

Den Rahmen umklebst du anschließend mit selbstklebendem Dichtband, auch Komprimierband genannt. Das sorgt dafür, Schlagregen nicht eindringen zu lassen und dient zudem als Schall- und Wärmedämmung. Besprühe die gesäuberten Fugen anschließend mit staubbindendem Haftgrund, der den Halt des später aufzubringenden Montageschaums verbessert. Fülle die Bodenfuge der Türschwelle dann mit druckfestem Montageschaum aus.

Nun setzt du den Türrahmen in die Laibung ein und fixierst ihn mit Holzkeilen, damit er nicht aus der Maueröffnung herausfällt. Entferne vorher aber noch ggf. vorhandene Transportlaschen. Überprüfe den richtigen waagerechten und lotrechten Sitz mit der Wasserwaage und achte dabei auch auf die benötigten Abstände zwischen Türzarge und Mauer. Mit Unterlegscheiben passt du den Rahmen entsprechend an. Die Ausrichtung muss perfekt stimmen, bevor du deine Haustüre einbauen kannst.


Schritt 4: die neue Haustür einbauen

Jemand überprüft die Ausrichtung der Türzarge mit einer Wasserwaage.

Nun kannst du die eigentliche Haustür einbauen. Kontrolliere zunächst mit der Wasserwaage, ob der innenliegende Fußboden eben ist – sich die Tür also später ohne Schleifen öffnen lässt. Falls sich der Boden in einer Richtung leicht anhebt, solltest du auch den Rahmen entsprechend anheben.

Danach markierst du die Löcher für die Verdübelung, falls sie nicht bereits im Türrahmen vorgebohrt sind. Auf der Bandseite setzt du sechs Markierungen, jeweils 20 cm ober- und unterhalb der drei Bänder. Auf der Schließseite benötigst du nur vier Bohrlöcher: Markiere zwei von ihnen in jeweils etwa 15 cm Entfernung zu den Ecken, die anderen beiden in einem möglichst gleichartigen Abstand über den Rahmen. Oben setzt du lediglich zwei Markierungen, jeweils 15 cm von den Ecken entfernt. Prüfe danach, ob der Rahmen immer noch richtig sitzt und dass er sich nicht etwa verschoben hat. Ist alles im Lot, stelle ihn mit Schraubzwingen oben und unten fest, sodass sich nichts mehr bewegt.

Bohre dann die Löcher mit einem Mauerwerksbohrer (6 mm Durchmesser) oder einem Bohrer für Beton (6,5 mm) mit 200 mm Länge. Das klappt am besten zu zweit: Während der eine bohrt, stabilisiert der andere den Türrahmen.

Verschraube anschließend die Bandseite, beginnend mit der obersten Schraube, indem du die Dübelschrauben mit einem Hammer in die Wand klopfst und sie dann festschraubst. Auf der Schließseite bringst du erst einmal nur die oberste Schraube an, um den Rahmen später noch nachjustieren zu können. Vorher solltest du aber den Türflügel testweise einhängen, um seinen korrekten Sitz zu prüfen. Bringe dann auch alle restlichen Schrauben der Schließseite an.

Verschraube zum Schluss die Schwelle am Boden und befestige die Blende.


Schritt 5: die Haustür abdichten und Fugen verblenden

Mit Bauschaum wird der Hohlraum rund um die Haustür gefüllt.

Nach Befestigung des Rahmens musst du zunächst die Laibung verputzen, beispielsweise mit Reparaturmörtel. Sobald der vollständig abgebunden hat, füllst du den Hohlraum zwischen Zarge und Laibung mit Montageschaum aus. Achte darauf, vorsichtig zu dosieren, da der Schaum stark aufquillt. Falls die ein oder andere Stelle unterdosiert ist, kannst du jederzeit nachschäumen. Als Faustregel gilt, dass eine Fuge bzw. ein Hohlraum nur etwa zur Hälfte aufgefüllt werden sollte. Klebefrei ist der Schaum nach etwa 15 Minuten, die Aushärtung dauert etwa 4 bis 5 Stunden.

Tipp: Bevor du mit dem Ausschäumen beginnst, solltest du den Zwischenraum, den du ausschäumen willst, gut befeuchten. Der Schaum ist in der Regel feuchtigkeitshärtend und benötigt zur Aushärtung Wasser.

Nun gilt es, etwaige Deckleisten anzubringen und die Fugen der Haustür abzudichten. Die Leisten schneidest du passend zu und klebst sie mit PVC-Kleber fest, falls sie nicht selbstklebend sind. Danach kannst du dann zu Kartuschenpistole und Acryl greifen, um die Fugen abzudichten. Überschüssiges Material entfernst du mit einem Glättspachtel.


Schritt 6: die letzte Feinjustierungen

Die fertig eingebaute Haustür.

Im letzten Schritt hängst du die Tür ein und prüfst, ob die Haus- bzw. Nebeneingangstür-Montage auch wirklich so geklappt hat, wie du es dir vorgestellt hast. Die Tür sollte sich gut öffnen lassen und nicht am Boden schleifen. Bei manchen Modellen kannst du kleine Stellschrauben an den Bändern dazu nutzen, die Tür horizontal und vertikal zu justieren, damit sie sich leise und widerstandslos öffnen und schließen lässt.

Bringe nun außerdem die Türklinken an. Dafür orientierst du dich am besten an den Herstellervorgaben. In der Regel ist es ganz einfach: Du steckst den Griff von außen an und schraubst ihn fest.

Prüfe im letzten Schritt den Schließmechanismus auf tadelloses Funktionieren. Lässt sich deine Haustür leicht öffnen und abschließen, hast du alles richtig gemacht. Nun schraubst du nur noch den Oberschließer fest und ziehst die Abdeckungen am inneren Rahmen ab.

Tipp: Möglicherweise musst du im Laufe der Jahre an den Bändern nachjustieren. Sie freuen sich auch über ein paar Tropfen Öl.


Eine Haustür einbauen: Das ist sonst noch wichtig

Handwerker arbeiten an der Haustür
  • Haustür mit Seitenteil einbauen: Möchtest du eine Haustür mit Seitenteil montieren, gehst du genauso vor wie bei anderen Türen auch. Die Rahmenkonstruktion ist hier natürlich etwas größer, davon abgesehen ändert sich aber nicht viel. Das Glas für das Seitenteil setzt du ein, nachdem der Rahmen befestigt ist.
  • Beim Haustür einbauen die Bodenschwelle beachtenEine Türschwelle dient nicht nur als Anschlag für das Türblatt, sondern auch als thermische Trennung zwischen Innen- und Außenbereich eines Gebäudes oder einer Wohnung. Sie sorgt also für ein gutes Raumklima, indem sie Kälte besser draußen hält. Viele Haustüren verfügen zusätzlich ab Werk über eine Dichtung – es gibt aber auch sogenannte Schwellendichtungen, die vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn zwischen dem Eingang und dem Flur ein Höhenausgleich vorzunehmen ist.
  • Öffnungsrichtung der Haustür: Eine Außentüre öffnet sich in der Regel nach innen, weil die Tür so besser vor Witterungseinflüssen geschützt ist. Das ist jedoch kein Muss. Bietet sich eine Öffnung nach außen aufgrund äußerer Umstände (z. B. bei Nebeneingangstüren von Gartenhäuschen) an, kannst du auch diese Variante wählen.


Nebeneingangstür einbauen

Wenn du eine Nebeneingangstür einbauen, also z.B. deine Tür zum Gerätschuppen oder in die Garage austauschen möchtest, dann gehst du grundsätzlich genauso vor wie bei dem Einbau einer neuen Haustür.

Nebeneingangstür aus Holz einbauen

Möchtest du eine Nebeneingangstür aus Holz einbauen, muss sie vor dem Einbau unter Umständen noch gestrichen und lackiert werden. Erst nachdem sie anschließend vollkommen durchgetrocknet ist und das Holz nicht mehr arbeitet, kannst du mit dem Einbau der Nebeneingangstür fortfahren.

Nebeneingangstür mit Metallrahmen

Handelt es sich bei deiner Nebeneingangstür um eine Tür aus Metall, die in der Regel einen eher dünnen Türrahmen hat, musst du den Putz drum herum mit einem Bohrhammer und einem breiten Meißel aufstemmen. Das kann unter Umständen etwas länger dauern. 

Wichtig: Bei diesen Arbeiten Schutzbrille und Maske nicht vergessen! Zwischendurch kannst du auf den Rahmen hämmern, um ihn schneller zu lockern. Anschließend versuche, den Metallrahmen mit der Hand zu lösen.

Eine schlichte Nebeneingangstür.

Rahmen im Boden eingemauert

Es gibt Metallrahmen, die einst beim Einbau im Boden fixiert wurden. Ist das auch bei deiner Nebentür der Fall, solltest du zunächst den oberen Teil des Rahmens lösen und ihn dann bündig am Boden mit dem Winkelschleifer abschneiden. Danach nimmst du den Rahmen vollständig aus der Wand. Die Reste im Boden kannst du mit einer Zange entfernen.

Maße des neuen Rahmens

Du solltest den Rahmen deiner neuen Tür genau vermessen und mit der Maueröffnung abgleichen. Stimmt es nicht überein, weil der neue Rahmen breiter oder tiefer ist, musst du den Putz noch einmal entsprechend aufstemmen. Falls du dir beim Vermessen unsicher bist, hole dir Rat bei den Experten von toom. Sie helfen dir gerne weiter.

Neue Zarge und Nebeneingangstür einbauen und montieren

Dafür kannst du dich an der Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Einbau der neuen Haustür orientieren.

Beschlag montieren

Mittels der mitgelieferten Bohrschablone markierst du die Löcher für den Beschlag an der Innen- wie Außentür. Danach bohrst du die Löcher, schneidest die Gewindeschrauben auf die richtige Länge und montierst die Griffgarnitur von innen am Profilzylinder, indem du sie parallel festschraubst.

Die letzten Schritte bei der Nebeneingangstür-Montage

Du hast es fast geschafft: Jetzt musst du nur noch die Wand neu verputzen. Lässt sich deine neue Nebeneingangstür reibungslos öffnen und schließen, hast du alles richtig gemacht. Falls nicht, musst du noch einmal an den Bändern nachjustieren.


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