Wenn es eine Zimmerpflanze gibt, die gegen fast jeden schwarzen Daumen gefeit ist, dann ist es die Glücksfeder. Aufgrund ihrer niedrigen Ansprüche ist sie nicht nur als Zimmerpflanze zuhause, sondern auch in Büroräumen und Praxen sehr verbreitet. Sie verzeiht zwar viel, aber ein kleines bisschen Pflege braucht auch die Glücksfeder. Wie diese aussieht und was es sonst noch über die beliebte Kübel- und Zimmerpflanze zu wissen gibt, erfährst du in diesem Beitrag von toom Baumarkt.


Über die Glücksfeder

Glücksfeder vor grünem Hintergrund

Die Glücksfeder gehört zur Familie der Aronstabgewächse und heißt mit botanischem Namen „Zamioculcas zamiifolia“ – weshalb sie fälschlicherweise oft als Zamie bezeichnet wird, die jedoch zu einer ganz anderen Pflanzengattung gehört. Die als Zimmerpflanze noch recht neue Blattschmuckpflanze stammt ursprünglich aus Ostafrika und ist erst seit etwa 20 Jahren bei uns erhältlich. Sie zählt zu den luftreinigenden Zimmerpflanze und ist als Sukkulente sehr pflegeleicht. Allerdings ist die Glücksfeder auch eine leicht giftige Zimmerpflanze und enthält hautreizende Stoffe, weshalb sie nicht in Reichweite von Kindern und Haustieren stehen sollte. Wirklich gefährlich ist sie jedoch nicht.

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Aussehen und Wachstum der Glücksfeder

neue Blätter einer Glücksfeder

Die Glücksfeder wird bis zu einem Meter hoch – gängig sind 60 bis 80 Zentimeter, je nach Sorte und Bedingungen. Optisch gleicht ihr Wuchs dem eines Farns oder einer Feder – die langen, dicken Triebe sind die Blattstiele, an denen beidseitig dunkelgrüne Fiederblättchen sitzen. Genau genommen handelt es sich also nicht um Triebe mit Blättern, sondern Blattstiele mit einem kleinen Blatt an dessen oberem Ende sowie seitlich sitzenden Fiederblättchen. Umgangssprachlich bezeichnet man diese Fiederblättchen jedoch als Blätter. Sie sind glatt, glänzend und haben eine sattgrüne Farbe, die umso dunkler ist, je weniger Licht die Glücksfeder abbekommt. Es gibt sogar eine spezielle Sorte – die „schwarze Glücksfeder“ – deren Blätter so dunkel gefärbt sind, dass sie nahezu schwarz wirken. Blüten bildet die Zimmerpflanze nur sehr selten aus.


Pflege der Glücksfeder: So leicht kann es sein

Die Glücksfeder ist nicht sehr anspruchsvoll und zählt daher zu den pflegeleichten Zimmerpflanzen. Das macht sie zur perfekten Pflanze für Anfänger, aber auch für Menschen ohne grünen Daumen oder wenig Zeit für die Zimmerpflanzenpflege. Doch obwohl sie sehr viele Pflegefehler verzeiht, können zwei davon sie das Leben kosten: zu viel Nässe und Kälte. Die besten Pflege-Tipps für die Glücksfeder sind daher: nicht zu viel pflegen, Zimmertemperatur angenehm halten und dich an ihrer schönen Optik erfreuen. Gelegentliches Abwischen der Blätter gegen Staub hat sie auch ganz gern.

Optimale Bedingungen: Standort und Substrat

Glücksfeder mit anderen Zimmerpflanzen im Hintergrund

Beim Standort und der Raumtemperatur ist die Glücksfeder schnell zufrieden. Die immergrüne Zimmerpflanze benötigt wenig Licht, mag keine direkte Sonneneinstrahlung und kommt in der Regel mit derselben Temperatur klar, die du auch gern in deinem Zuhause hast. Lediglich unter 15 Grad sollte die Temperatur nicht sinken – ideal sind um die 20 Grad. Direkte Sonne kann ihr zwar nicht so schnell was anhaben, doch eine zu kalte Umgebung kann die Pflanze dauerhaft schädigen.

Als Substrat eignet sich spezielle Palmenerde aus dem Fachhandel – du kannst aber auch handelsübliche Blumenerde mit einem Teil Tongranulat oder Sand mischen. Das macht die Erde durchlässiger und beugt Staunässe vor. Auch eine Drainageschicht aus Tongranulat ist ratsam, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.

Glücksfeder düngen

Mit dem Düngen der Zamioculcas verhält es sich ähnlich wie mit den Wassergaben: weniger ist hier oft mehr. Während ihrer Wachstumsphase von April bis September kannst du ihr alle paar Wochen ein wenig Grün- oder Zimmerpflanzendünger ins Gießwasser geben – die Glücksfeder kommt aber auch mit wenigen Nährstoffen aus, die sich nach dem Umtopfen ohnehin in der frischen Erde befinden.

Muss man die Glücksfeder zurückschneiden?

Obwohl sie grundsätzlich schnittverträglich ist, solltest du die Zamioculcas nicht zurückschneiden. Ihre dicken Triebe und Blätter bekommen vom Schnitt sehr große Wunden, die anschließend eintrocknen und nicht unbedingt hübsch anzusehen sind. Gesundheitlich schadet es der Grünpflanze zwar nicht, doch ist es schlichtweg auch nicht notwendig.

Zamioculcas umtopfen

Besonders junge Glücksfedern haben sehr schnell wachsende Wurzeln, weshalb es durchaus notwendig sein kann, diese Pflanzen jährlich umzutopfen. Hier empfiehlt sich das Frühjahr vor der neuen Wachstumsperiode. Spätestens wenn der Topf komplett durchwurzelt ist, sollte deine Glücksfeder mit frischer Erde umgetopft werden – und zwar in einen größeren Topf, der ihr wieder für mindestens ein Jahr genügt. Ältere Zamioculcas kommen auch etwas länger mit demselben Topf aus und brauchen nicht jährlich frisches Substrat – es genügt dann eine Düngergabe.

Krankheiten und Schädlinge

kranke Glücksfeder im Topf

Gegen Krankheiten und Schädlinge ist die Glücksfeder nahezu immun. Sie ist sehr robust und an ihrer dicken Haut erfreut sich kaum ein Schädling. Selten kann es mal zu Spinnmilben kommen. Wirklich etwas anhaben können der Zamioculcas nur zu viel Wasser und zu niedrige Temperaturen.


Glücksfeder vermehren: drei Methoden

Nahaufnahme Blätter Glücksfeder

Du möchtest Freunden und Bekannten auch eine Glücksfeder schenken oder die Zimmerpflanze für dich selbst vermehren? Dafür hast du gleich drei Möglichkeiten: Teilung, Vermehrung in Erde oder im Wasserglas. Am effektivsten ist die Vermehrung durch Teilung des Wurzelballens, da es sehr wenig Zeit kostet und beide Pflanzenteile direkt weiterwachsen können. Bei der Vermehrung durch Stecklinge musst du sehr geduldig sein, weil die Wurzelbildung mehrere Monate dauern kann und es dann nochmal etwas dauert, bis aus dem Steckling eine stattliche Pflanze wird.

So gehst du bei der Vermehrung durch Teilung vor:

  1. Topfe deine Glücksfeder aus.
  2. Teile vorsichtig den Wurzelballen in zwei Hälften.
  3. Topfe anschließend beide Teile in separate Töpfe mit frischem Substrat ein.

So setzt du Stecklinge in Anzuchterde:

  1. Zupfe einzelne Fiederblättchen ab – deine Blattstecklinge. Nimm am besten kräftige Blätter von weiter unten.
  2. Befülle einen großen Blumentopf oder mehrere kleine mit Anzuchterde oder einer Mischung aus Blumenerde und Sand.
  3. Stecke anschließend die einzelnen Blätter in die Erde, etwa zu einem Drittel tief.
  4. Gieße die Erde an und halte die Erde gleichmäßig feucht, aber vermeide Staunässe.
  5. Stelle die Stecklinge warm und hell auf, aber nicht in direkter Sonne.
  6. Sobald sich neue Blätter bilden, kannst du die Blattstecklinge vereinzeln. Dies kann allerdings bis zu einem Jahr dauern.

So wachsen Stecklinge im Wasserglas:

  1. Schneide mit einer scharfen, sauberen Klinge einen Blattstiel bzw. Trieb ab.
  2. Kürze ihn dann bis zum untersten Blattpaar ein.
  3. Entferne anschließend die untersten Fiederblättchen durch Abzupfen.
  4. Stelle den Steckling nun in ein verdunkeltes Wasserglas und platziere dieses an einem hellen und warmen, aber nicht sonnigen Ort – am besten auf einem Fensterbrett.
  5. Wechsle das Wasser alle paar Tage aus.
  6. Auch hier musst du geduldig sein: Nach ein paar Monaten bildet sich eine Verdickung am Stiel, aus der nach ein paar weiteren Monaten Wurzeln entwachsen.
  7. Nachdem sich ausreichend Wurzeln gebildet haben, setzt du den Steckling einfach in einen Blumentopf mit frischer Palmenerde und lässt die Glücksfeder wachsen.

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