Orchideen pflegen: Tipps & Tricks

Die außergewöhnliche Farben- und Sortenvielfalt dieser exotischen Schönheit fasziniert jeden Pflanzenliebhaber. Einst Rarität und meist unerschwinglich teuer, ist die Orchidee heute dank der züchterischen Arbeit und der reichlichen Vermehrung in fast jedem Haushalt zu Gast. Gleichzeitig gelten sie als etwas anspruchsvoll – doch mit dem richtigen Wissen lassen sie sich gut pflegen. Worauf es bei Standort, Gießen und der passenden Versorgung ankommt, erfährst du hier.
Steckbrief für die Orchidee (Orchidaceae)
- Deutscher & botanischer Name: Orchidee – Orchidaceae
- Pflanzenart: Bedecktsamer
- Wuchshöhe/-breite: ca. 20 bis 60 cm hoch, 20 bis 40 cm breit (je nach Sorte)
- Blütezeit / Fruchtreife: je nach Art und Standort mehrmals im Jahr möglich, häufig mehrwöchige bis monatelange Blüte, Fruchtreife spielt bei Zimmerkultur kaum eine Rolle
- Standort: hell bis halbschattig, ohne direkte Mittagssonne
- Bodenart / Substrat: spezielles Orchideensubstrat, etwa aus grober Rinde; keine normale Blumenerde
- Pflegeintensität: mittel (regelmäßig, aber sparsam gießen, Staunässe vermeiden)
- Winterhart / Immergrün / Giftig?: nicht winterhart, immergrün, in der Regel ungiftig bzw. nur leicht bedenklich für Haustiere und Menschen
- Verwendung: Zimmer, Fensterbank, Kübel/Topf, dekorative Einzelstellung
Orchideen pflegen am richtigen Standort

In der Natur wachsen Orchideen meist in den Baumkronen asiatischer und südamerikanischer Wälder. Mit ihren Wurzeln halten sie sich an Ästen fest und nehmen darüber auch Feuchtigkeit aus der Luft auf. Die Blätter der Bäume spenden ihnen Schatten.
Bedenkst du die Herkunft, kannst du dir leicht vorstellen, wo sich die exotische Pflanze in deinen vier Wänden wohlfühlt: Wenn du deine Orchideen von Anfang an richtig pflegen möchtest, wähle einen hellen Standort mit möglichst wenig direkter Sonneneinstrahlung. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit kann auch das Badezimmer ein guter Standort sein. Trockene Heizungsluft solltest du ebenso vermeiden wie einen zugigen Standort – Zugluft führt dazu, dass Orchideen ihre Blüten abwerfen.
Orchideen-Pflege mit dem richtigen Substrat und Pflanzgefäß

Mindestens genauso wichtig wie der Standort ist beim Orchideen-Pflegen das Substrat und das Pflanzgefäß. In der Natur wachsen die meisten Arten nicht am Boden, sondern auf Ästen – dementsprechend solltest du für deine Zimmerpflanze spezielle, leicht saure Orchideenerde verwenden. Diese ist besonders locker, sodass die Wurzeln der Orchidee gut durchlüftet werden und sollte einen pH-Wert von 5,5 bis 6,5 aufweisen.
Zum Einpflanzen gibt es spezielle Orchideen-Töpfe.
- Tontöpfe haben eine poröse Oberfläche, die den Pflanzen dabei hilft, ihren Wasserhaushalt zu regulieren.
- Andere Orchideen gedeihen besser in transparenten Kunststoffgefäßen. Der freie Blick auf die Wurzeln vereinfacht das Pflegen von Orchideen und überschüssiges Wasser perlt vom Kunststoff einfach ab. Bei einigen Arten ist es sehr wichtig, dass keine Feuchtigkeit an den Wurzeln zurückbleibt.
- Übertöpfe für Orchideen sind meist deutlich höher als herkömmliche Blumentöpfe. Im Inneren ist eine Stufe eingelassen, sodass die Pflanze erhöht steht und nach unten noch ausreichend Platz zum Auffangen von überschüssigem Wasser ist.
Orchideen pflegen: toom Pflanzentipps rund um die Exoten
Sie erstrahlt in nahezu allen Farben und verzaubert mit ihrer aufwendigen Blüte und dem auffälligen Wuchs: die Orchidee. Lange galt sie als anspruchsvolle Exotin, die sich nur in den Händen echter Pflanzenprofis wohlfühlt. So ganz stimmt das jedoch nicht: Orchideen richtig zu pflegen ist zwar etwas anspruchsvoller als die Pflege vieler anderer Zimmerpflanzen, mit unseren Pflegetipps erfreust du dich aber auch ohne ausgewiesene Pflanzenexpertise an den exotischen Blumen.
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Hier erfährt du alles, was du wissen musst, um deine Orchideen zu Hause perfekt zu pflegen.
Orchideen mit Wasser und Dünger versorgen

Die Wasserversorgung ist ein zentrales Thema bei der Orchideen-Pflege. Da weder viel Erdreich vorhanden ist, in dem Wasser gespeichert werden kann, noch die Natur vorgesehen hat, dass Orchideen auf diesem Wege mit Wasser versorgt werden, ist klassisches Gießen selten nötig. Ganz im Gegenteil: Es besteht die Gefahr, die Orchidee zu übergießen und Staunässe zu verursachen.
Besser ist es, die Orchideen möglichst „naturnah“ mit Wasser zu versorgen. Das kann durch regelmäßiges Besprühen der Blätter und Wurzeln mit Wasser geschehen. Als Aufsitzerpflanze verfügen Orchideen über sogenannte Luftwurzeln, die Feuchtigkeit und Nährstoffe statt aus der Erde direkt aus der Luft aufnehmen.
Für eine nachhaltige Wasserversorgung gönnst du der Orchidee neben dem Besprühen einmal pro Woche ein Tauchbad. Dafür stellst du die Pflanze beziehungsweise die Wurzeln für etwa eine Stunde ins zimmerwarme Wasser, nimmst sie dann wieder raus und lässt sie trocknen. Durch die Kombination aus Besprühen und regelmäßigem Tauchbad simulierst du die natürliche Umgebung der Orchidee in den tropischen und subtropischen Gebieten Südamerikas und Asiens, wo es regelmäßig zu Nebel und starken Regenfällen kommt. Grundsätzlich gilt: Lieber sparsam gießen oder wässern, dafür aber regelmäßig.
Tipp: Das Wasser sollte nicht zu kalt und nicht zu kalkhaltig sein. Regenwasser ist ideal, du kannst aber auch (gefiltertes) Leitungswasser verwenden.
Für Dünger gilt das Gleiche wie für Wasser: Beim richtigen Pflegen von Orchideen verwendest du ihn eher sparsam. Es reicht völlig aus, alle zwei bis vier Wochen einen speziellen Orchideendünger zu verwenden – diesen gibt es als Stäbchen- und als Flüssigdünger. Die Mittel sind meist sehr niedrig dosiert, da Orchideen auch in der Natur mit wenig Nährstoffen auskommen. Achte beim Düngen darauf, dass die Blüten und Blätter nicht mit dem Mittel in Berührung kommen, da es Krankheiten begünstigen kann.
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Orchideen schneiden: Am besten nach der Blüte

Das Beschneiden steht bei der Orchideen-Pflege erst an, wenn sie verblüht ist. Sobald keine Blüten mehr oder nur noch kümmerliche Blütenreste da sind, kannst du einzelne Stiele abschneiden. Schneide den Trieb oberhalb des dritten kleinen Hüllblatts ab, zu erkennen an der Verdickung am Stiel. So hat die Orchidee die Chance, erneut auszutreiben. Sind einzelne Stiele komplett abgestorben, Blätter oder andere Pflanzenteile braun und offensichtlich tot, kannst du diese ebenfalls abschneiden.
Tipp: Bei richtiger Pflege werden Orchideen oft mehr als zehn Jahre alt. Dabei folgt auf die Blütezeit von zwei bis sechs Monaten immer eine Ruhephase, in der die Pflanze Kraft für die nächste Blüte sammelt. Diese Ruhephase kann ebenfalls mehrere Monate andauern. Gib deine Orchidee also keinesfalls auf, wenn sie zum ersten Mal verblüht oder einmal etwas länger als bisher benötigt, um wieder ihre volle Blütenpracht auszubilden.
Wenn du bei der Orchideen-Pflege Luftwurzeln abschneiden möchtest, stelle zuerst sicher, dass diese auch wirklich abgestorben sind. Sprühe dafür etwas Wasser auf die Wurzeln und warte ab, ob sie sich grün verfärben – tun sie das nicht, sondern bleiben sie braun, sind sie abgestorben und können entfernt werden. Noch lebende Luftwurzeln solltest du nur zurückschneiden, wenn die Orchidee zu sehr wuchert. Desinfiziere deine Schere dabei vor dem Zurückschneiden jeder neuen Orchidee.
Orchideen richtig umtopfen: Neuer Topf und neues Substrat

Auch das regelmäßige Umtopfen gehört zum Pflegen von Orchideen. Nach der Blüte im Frühjahr ist der beste Zeitpunkt. Meist ist es nur etwa alle zwei Jahre notwendig, den Pflanzen einen neuen Topf zu spendieren. Dieser sollte nur wenig größer sein als der Vorgänger, damit die Orchidee ihren Halt behält. Das Umtopfen ist außerdem die ideale Gelegenheit, neues Substrat einzufüllen.
Wichtig: Einige Orchideen-Arten reagieren auf anschließendes Bewässern extrem empfindlich. Besprühe sie und das Substrat in der ersten Zeit nach dem Umtopfen darum nur sparsam mit etwas Wasser. Das erste richtige Tauchbad kannst du deiner Orchidee dann wieder nach zwei bis drei Wochen gönnen.
Tipp: Lies dir auch unseren detaillierten Ratgeber zum Thema Orchideen umtopfen durch. Hier haben wir alle Ratschläge zum Thema nochmal für dich zusammengefasst.
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Krankheiten und Schädlinge der Orchidee
Trotz sorgfältiger Orchideen-Pflege treten manchmal Krankheiten auf. Mitunter liegt das an einer überfürsorglichen – und damit falschen – Pflege oder an einem Befall mit Schädlingen. Damit du weißt, was dann zu tun ist, kommt hier eine kurze Übersicht über die häufigsten Orchideen-Krankheiten:
- Pilzinfektion: Sie zeigt sich in braunen Flecken auf den Blättern, die sich immer weiter ausbreiten. Im besten Fall bemerkst du die Infektion rechtzeitig und schneidest die betroffenen Pflanzenteile ab. Sorge außerdem für eine gute Luftzirkulation (aber keine Zugluft) und verzichte für eine Weile auf das Besprühen der Blätter mit Wasser.
- Sonnenbrand: Hinter braunen Flecken kann sich auch ein Sonnenbrand verbergen. Suche dann für die Orchidee einen schattigeren Standort oder bringe einen Sonnenschutz wie ein Schattierungsnetz an.
- Wurzelfäule: Die am weitesten verbreitete Orchideen-Krankheit ist Fäulnis an den Wurzeln, die bis zu den Blättern hinaufklettern kann. Sofern du sie rechtzeitig entdeckst, solltest du die betroffenen Wurzeln entfernen, das Gießen reduzieren und die Pflanze umtopfen. Prüfe danach, wie sich die Pflanze entwickelt. Sind die Schäden zu groß, bleibt dir nur, die Orchidee zu entsorgen.
- Gelbe Blätter: Bei einigen Orchideen-Arten sind vereinzelte gelbe Blätter im Winter nichts Ungewöhnliches. Verfärben sich gleich mehrere gleichzeitig oder faulen sie ab, kann das allerdings an zu wenig Platz im Pflanzgefäß liegen oder auf Lichtmangel hinweisen.
- Blüten fallen ab: Steht die Orchidee am falschen Standort oder ist sie ständig ungünstigen Bedingungen ausgesetzt – zum Beispiel Temperaturwechsel, Zugluft oder zu viel beziehungsweise zu wenig Sonne, wirft die Pflanze ihre Blüten ab.
Nicht immer leiden Orchideen unter falscher Pflege: Manchmal schleichen sich auch Schädlinge ein – allen voran Läuse. Deshalb lohnt es sich, Blätter, Blattachseln, Luftwurzeln und Blütenstiele regelmäßig genau zu kontrollieren. Auch dafür haben wir Orchideen-Pflege-Tipps:
- Wollläuse erkennst du an kleinen pelzigen Nestern. Sie sitzen oft in Blattachseln oder an schwer einsehbaren Stellen. Entferne Nester und Tiere vorsichtig mit einem Wattestäbchen, das du mit Wasser oder etwas Alkohol befeuchtest.
- Schildläuse bleiben dagegen meist als kleine, fest haftende Erhebungen auf Blättern oder Stielen sitzen. Hier kannst du die betroffenen Stellen behutsam mit einem geeigneten Mittel, zum Beispiel etwas verdünntem Teebaumöl, behandeln.
- Blattläuse sammeln sich meist an jungen Trieben und Knospen. Sie lassen sich oft schon mit einem weichen Tuch und milder Seifenlauge abwischen.
Wichtig ist, dass du befallene Orchideen möglichst von anderen Zimmerpflanzen getrennt aufstellst, damit sich die Schädlinge nicht weiter ausbreiten. Kontrolliere die Pflanze außerdem in den Tagen danach erneut, denn oft bleiben Eier oder einzelne Tiere zurück. Bei starkem Befall kann es sinnvoll sein, ein geeignetes Pflanzenschutzmittel für Zimmerpflanzen einzusetzen. Je früher du handelst, desto besser stehen die Chancen, dass sich deine Orchidee schnell wieder erholt.
Sortiment an Orchideen

Orchideen gehören mit ihren über 25.000 Arten zur größten botanischen Pflanzenfamilie der Erde. Kein Wunder also, dass sie zu den beliebtesten Zimmerpflanzen gehören.
Zu den bekanntesten Arten gehört die Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis). Sie ist besonders pflegeleicht, blühfreudig und deshalb ideal für Einsteiger. Ebenfalls beliebt ist die Gattung Dendrobium, die mit ihrer großen Formenvielfalt und oft üppigen Blüte beeindruckt. Wer kräftige Farben und markante Blüten mag, findet in der Cattleya eine besonders ausdrucksstarke Orchidee. Auch die Stiefmütterchenorchidee (Miltoniopsis) fällt mit ihren auffälligen, an Stiefmütterchen erinnernden Blüten sofort ins Auge. Die nordische Norne, seltener auch Feenorchidee (Calypso bulbosa) wirkt dagegen meist etwas filigraner und begeistert mit einem besonders zarten, eleganten Erscheinungsbild.
Eine Sonderstellung nimmt die Vanda ein: Sie wird häufig hängend kultiviert und entwickelt auffällige Luftwurzeln. In Kombination mit großen, leuchtenden Blütenrispen macht sie das zu einem echten Blickfang. Allerdings stellt sie meist auch etwas höhere und, gegenüber vielen anderen Orchideenarten abweichende, Ansprüche an Licht, Luftfeuchtigkeit und Pflege. So braucht sie eine für Orchideen ungewöhnlich hohe Menge Licht, um Blüten auszubilden. Auch eine ständige Luftzirkulation ist gut für die Pflanze.
Genau diese Unterschiede zeigen, warum Orchideen so wunderbar als Zimmerpflanze geeignet sind: Manche Arten eignen sich hervorragend für Anfänger, andere richten sich eher an erfahrene Pflanzenfreunde – doch alle bringen ein ganz eigenes Erscheinungsbild mit. So findest du für fast jeden Standort und Pflegeaufwand die passende Orchidee.
Häufig gestellte Fragen zur Orchideen-Pflege
Wie oft sollte man Orchideen gießen?
Orchideen brauchen meist weniger Wasser als viele andere Zimmerpflanzen. In der Regel reicht es, ihnen wöchentlich ein Tauchbad zu spendieren und sie gelegentlich mit Wasser zu besprühen. Wichtig ist, dass das Substrat zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen kann.
Sollte man Orchideen lieber gießen oder tauchen?
Für viele Orchideen ist das Tauchen die bessere Methode. Dabei nehmen Pflanze und Substrat gleichmäßig Wasser auf, ohne dass Staunässe entsteht. Lass die Pflanze danach gut abtropfen, damit kein Wasser im Übertopf stehen bleibt. Dauerhaft nasse Wurzeln vertragen Orchideen schlecht.
Wie sieht der richtige Standort für Orchideen aus?
Orchideen mögen es an ihrem Standort hell, warm, aber mit begrenzter direkter Sonneneinstrahlung. Ein Platz auf der Fensterbank mit Morgen- oder Abendsonne ist oft ideal. Direkte pralle Sonne kann Blätter und Blüten schädigen, während ein zu dunkler Standort die Blütenbildung erschwert.
Warum blüht meine Orchidee nicht mehr?
Wenn eine Orchidee nicht wieder blüht, liegt das oft an zu wenig Licht, einem falschen Gießrhythmus oder fehlenden Nährstoffen. Eine natürliche Pause von mehreren Monaten zwischen den Blüten ist allerdings normal. Mit guter Pflege – etwa einem passenden Standort, weiterhin regelmäßigen Tauchbädern und gelegentlicher Nachhilfe mit speziellem Orchideendünger – sollte die Pflanze nach einiger Zeit neue Blütentriebe ausbilden.
Was tun, wenn die Orchidee gelbe Blätter bekommt?
Gelbe Blätter können verschiedene Ursachen haben. Häufig stecken zu viel Wasser, Staunässe, zu viel Sonne oder auch altersbedingter Blattverlust dahinter. Prüfe am besten zuerst Wurzeln, Standort und Gießverhalten. Sind nur einzelne ältere Blätter betroffen, ist das meist unproblematisch.
Woran erkennt man, dass eine Orchidee zu viel Wasser bekommen hat?
Zu viel Wasser zeigt sich bei einer Orchidee oft an weichen, fauligen Wurzeln, gelben Blättern oder einem dauerhaft nassen Substrat. Gesunde Orchideenwurzeln sind fest und meist grünlich oder silbrig. Staunässe gehört zu den häufigsten Pflegefehlern und sollte möglichst vermieden werden.
Wann sollte man Orchideen umtopfen?
Ein Umtopfen ist meist alle zwei bis drei Jahre sinnvoll – oder dann, wenn das Substrat stark zersetzt ist, muffig riecht oder die Wurzeln kaum noch Platz haben. Der beste Zeitpunkt ist oft nach der Blüte. Verwende dabei am besten frisches, luftiges Orchideensubstrat bzw. neue Orchideenerde.
Welche Erde brauchen Orchideen?
Orchideen brauchen keine normale Blumenerde. Besser geeignet ist ein spezielles Orchideensubstrat, das grob und luftig aufgebaut ist, zum Beispiel mit Rindenstücken. So gelangen Luft und Feuchtigkeit gut an die Wurzeln, ohne dass sich Nässe staut.
Wie düngt man Orchideen richtig?
Orchideen haben einen eher geringen Nährstoffbedarf. Während der Wachstums- und Blühphase reicht meist ein spezieller Orchideendünger in kleiner Dosierung. Im Zweifel gilt: lieber etwas weniger düngen als zu viel. In Ruhephasen brauchen viele Orchideen kaum zusätzliche Nährstoffe.
Kann man Orchideen im Badezimmer halten?
Orchideen kannst du gut im Badezimmer halten, wenn das Bad hell genug ist. Orchideen mögen eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit, deshalb kann ein Badezimmer mit Tageslicht ein passender Standort sein. In dunklen Bädern fehlt den Pflanzen aber meist das nötige Licht.
Was tun, wenn die Luftwurzeln aus dem Topf wachsen?
Überwuchernde Luftwurzeln sind bei Orchideen ganz normal und kein Grund zur Sorge. Du solltest sie in der Regel nicht abschneiden, denn sie helfen der Pflanze bei der Wasser- und Nährstoffaufnahme. Nur vertrocknete oder faulige Wurzeln können vorsichtig entfernt werden.
Muss man verblühte Orchideen zurückschneiden?
Das hängt von der Art und vom Zustand des Blütenstiels ab. Ist der Stiel vollständig vertrocknet, kannst du ihn entfernen. Bei vielen Phalaenopsis-Orchideen lohnt es sich, einen noch grünen Blütenstiel zunächst stehen zu lassen oder über einem Auge zurückzuschneiden, weil sich dort neue Blüten bilden können.
Welche Schädlinge befallen Orchideen besonders häufig?
Vor allem Wollläuse, Schildläuse und Blattläuse können Orchideen befallen. Kontrolliere Blätter, Blattachseln und Wurzeln deshalb regelmäßig. Je früher du einen Befall erkennst, desto leichter lässt sich die Pflanze behandeln und vor größeren Schäden schützen.
Sind Orchideen pflegeleicht?
Das kommt auf die Art an: Phalaenopsis-Orchideen gelten als besonders anfängerfreundlich und pflegeleicht. Grundsätzlich brauchen Orchideen etwas Aufmerksamkeit bei Wasser, Licht und Substrat, sind bei passendem Standort aber oft unkomplizierter, als viele denken.
Welche Orchidee eignet sich für Anfänger?
Für Einsteiger ist meist die Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis) die beste Wahl. Sie ist robust, weit verbreitet und kommt mit den Bedingungen in Wohnräumen meist gut zurecht. Außerdem blüht sie oft lange und verzeiht kleinere Pflegefehler eher als empfindlichere Arten.






















