Badewanne einbauen

Kaum etwas sorgt an stressigen Tagen so wirksam für Entspannung wie ein heißes Bad. Damit deine Badewanne zur Wohlfühl-Oase wird, helfen wir dir gern dabei, das richtige Modell zu finden. Beim Kauf einer Badewanne ist es natürlich wichtig, darauf zu achten, dass die Maße genau stimmen. Prüfe daher zunächst, ob dein Wunschmodell auch Platz im Badezimmer findet. Wende dich anschließend gern an einen unserer kompetenten Mitarbeiter.

Der Einbau einer Badewanne muss nicht viel kosten – egal ob du selber Hand anlegst oder einen Profi beauftragst. Du hast ein passendes Modell gefunden und möchtest deine neue Badewanne selber einbauen? Dann hilft dir folgende Schritt-für-Schritt Anleitung. Du möchtest die neue Badewanne lieber einbauen lassen? Dann lehne dich entspannt zurück: Unsere Mitarbeiter vom toom Handwerkerservice übernehmen gern den fachgerechten Einbau.

Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten

Dauer: circa drei Stunden

Werkzeug: Zange, Wasserwaage, Schraubendreher, Säge, Armaturzange


Schritt 1: Verschiedene Träger

Eine Badewanne lässt sich grundsätzlich auf zweierlei Weise einbauen: mit einem Wannenträger (meist eine steife Schale aus Hartschaum bzw. Styropor) oder mit Wannenfüßen. Ein Wannenträger ist unkomplizierter, da du die Fliesen direkt aufkleben kannst und die Badewanne nicht erst verblenden musst. Zudem wirkt er als zusätzliche Isolierung und hält das Badewasser länger warm. Ein Träger eignet sich allerdings nur dann, wenn der Fußboden eben ist. Außerdem solltest du den Platzbedarf zum Rangieren im Bad nicht unterschätzen: Wannenträger entsprechen nämlich recht exakt der Form der Badewanne und werden als Ganzes verbaut.

Zunächst erklären wir Schritt für Schritt, wie du eine Badewanne mit Wannenträger einbaust. Weiter unten kannst du nachlesen, was du beim Einbau einer Badewanne mit Wannenfüßen beachten solltest.


Schritt 2: Wasserzufuhr abdrehen und alte Badewanne abbauen

Bevor du mit dem Einbau beginnst, drehst du den Haupthahn zu. Achte darauf, dass die Leitungen leergelaufen sind, und entferne dann, sofern vorhanden, die alte Badewanne. Sollte der Bereich oberhalb der Wanne noch nicht gefliest sein, trägst du einen Dichtungsanstrich auf.


Schritt 3: Wannenträger und Wanne zur Probe aufstellen

Stell den Träger auf, um zu prüfen, ob er an die vorgesehene Stelle passt. Womöglich musst du Distanzstücke montieren, die Abstand zwischen Wand und Wannenträger schaffen. Setz die Wanne zur Probe in den Wannenträger. Zeichne den Umriss des Ablaufs mit einem Stift auf dem Boden oder Träger nach, damit du die Position für den Siphon kennst. Hat der Wannenträger an dieser Stelle noch keine Aussparungen für Abflussrohr und Siphon, sägst du diese selbst hinein. Zeichne anschließend die äußeren Umrisse des Wannenträgers auf dem Fußboden nach.


Schritt 4: Ablauf und Überlauf anpassen

Baue den Ablauf und den Überlauf an der markierten Stelle zusammen. Falls du den Abfluss verlängern musst, verwende dafür HT-Rohre und HT-Bögen. Verbinde sie probeweise und kürze die Rohre bei Bedarf mit einer Metallbügelsäge. Entgrate anschließend die Schnittkanten. Achte darauf, dass der Abfluss ein Gefälle von mindestens zwei Zentimetern pro Meter hat, damit das Wasser problemlos abfließt. Löse die Rohre wieder und leg sie zur Seite.


Schritt 5: Revisionsöffnung in den Wannenträger schneiden

Damit du den Abfluss später problemlos montieren kannst, schneidest du nun eine Öffnung in den Wannenträger; diese nennt man Revisionsöffnung. Dabei handelt es sich um eine rechteckige Öffnung, durch die du auf den Abfluss zugreifen kannst. Achte darauf, dass du die Revisionsöffnung beim Verfliesen gut abdecken kannst. Plane sie also so groß, dass sich ganze Fliesen darauf befestigen lassen.

Säge die Öffnung in einem Stück mit einer Handsäge aus. Das herausgeschnittene Stück setzt du später wieder ein. Am besten sägst du etwas diagonal, damit du schräge Schnittkanten erhältst. Die Öffnung ist dann an der Vorderseite etwas breiter als auf der Rückseite. Auf diese Weise lässt sich das ausgeschnittene Stück nämlich wieder einsetzen; bei geraden Kanten würde es hingegen nach innen fallen. Verjüngen sich die Schnittkanten, passiert das nicht.


Schritt 6: Wannenträger einbauen

Stell den Wannenträger erst einmal zur Seite und verbinde die Wannengarnitur fest mit dem Wandanschluss. Du kannst nun testen, ob der Anschluss dicht ist, indem du etwas Wasser in den Siphon gibst und prüfst, ob es an den Rohren austritt.

Der Boden muss sauber sein. Schaue in der Herstelleranleitung nach, wie sich der Wannenträger befestigen lässt. Meist kommt Fliesenkleber zum Einsatz. Trage ihn mit einer gezahnten Glättkelle dort auf, wo der Wannenträger stehen soll. Womöglich musst du den Untergrund vorher grundieren. Setz den Wannenträger auf den Fliesenkleber und drücke ihn fest an. Richte den Träger mit einer Wasserwaage aus, damit die Wanne gerade steht.


Schritt 7: Wannenrand abdichten

Alle Ecken der Badewanne, die zu beiden Seiten an eine Wand grenzen, erhalten speziell geformte Dichtungsecken. Klebe diese am äußeren Rand der Badewanne auf – bündig mit der Unterkante des Wannenrandes.

Alle Seiten der Badewanne, die an eine Wand grenzen, werden zudem mit Dichtungsband versehen. Das Dichtungsband sollte, genau wie die Dichtungsecken, nach oben überstehen. Dichtungsecken und Dichtungsband sollten an den Nahtstellen etwa fünf Zentimeter überlappen. Am besten beginnst du daher an einer Dichtungsecke damit, das Dichtungsband aufzukleben.

Auf das Dichtungsband und die Dichtungsecke klebst du anschließend Schallschutzband. Klebe es in einem Stück auf Höhe des Wannenrands.

Tipp: In einem Wannenrand-Dichtset sind alle benötigten Dichtungsbänder und -ecken enthalten.


Schritt 8: Badewanne ohne Wannenträger einbauen

Du möchtest oder kannst keinen Wannenträger verwenden, zum Beispiel, weil der Boden im Badezimmer uneben ist? Dann brauchst du ein Trägergestell aus Metall mit individuell verstellbaren Füßen, mit denen sich Bodenunebenheiten ausgleichen lassen.

Wichtig: Plane die Montage der Füße so, dass diese später nicht an der Stelle des Wandanschlusses stehen oder die Installation des Abflusses behindern!

Der Untergrund sollte eben und sauber sein. Lege zunächst Kartonverpackung zum Schutz vor Kratzern aus. Anschließend drehst du die Wanne um bzw. stellst du sie „auf den Kopf“. Je nach Trägergestell platzierst du dann entweder die Saugfüße an der Unterseite der Badewanne oder du verschraubst die Befestigungsschienen des Gestells mit der Wanne. Verwende dazu grundsätzlich nur die mitgelieferten Schrauben. Anschließend setzt du die Wannenfüße in die Schienen. Jeder Fuß lässt sich üblicherweise separat in der Höhe verstellen, sodass Bodenunebenheiten ausgeglichen werden.

Stell die Wanne auf und richte sie mit einer Wasserwaage aus. Justiere die Füße, bis die Wanne gerade steht. Schraube die Füße erst fest, nachdem die Wanne ausgerichtet ist. Dichte anschließend den Wannenrand wie in Schritt 7 beschrieben ab.


Schritt 9: Abfluss anschließen

Schließe den Abfluss der Badewanne mit HT-Rohren an das Fallrohr an. Dabei ist es wichtig, dass du die HT-Rohre mit einem Gefälle von mindestens zwei Zentimetern pro Meter montierst, damit das Wasser gut abläuft. Teste die Dichtheit, indem du Wasser laufen lässt.


Schritt 10: Füße fixieren

Die Standfüße können nun mit Fertigmörtel auf dem Boden fixiert werden. Warte mit weiteren Arbeiten in diesem Bereich, bis der Mörtel getrocknet ist. Montiere nun den Wannenablauf und den Brauseschlauch. Teste den Siphon auf Dichtheit.


Schritt 11: Armaturen montieren

Drehe das Wasser noch einmal ab, um die Blindstopfen zu entfernen. Zur Montage der Armatur schraubst du zunächst die S-Anschlüsse in die Wandscheiben. Drehe die Anschlüsse so weit, dass der Abstand zwischen den Gewinden der Breite der Armatur entspricht. Dieses sogenannte Stichmaß beträgt meist 155 Millimeter. Nun schraubst du die Armatur auf die Anschlüsse. Am besten verwendest du eine Armaturzange mit Schonbacken, damit die Chrombeschichtung unversehrt bleibt. Montiere dann den Wannenauslauf und den Brauseschlauch. Teste die Armatur und den Siphon auf Dichtheit.


Schritt 12: Umkleidung

Üblicherweise wird Gipskarton bzw. Porenbeton als Umkleidung von Badewannen mit Wannenfüßen verwendet. Säge den Baustoff deiner Wahl zurecht und verkleide damit die Badewanne. Achte darauf, eine Revisionsöffnung frei zu lassen, wenn du die Badewanne einbaust.


Schritt 13: Badewanne verfliesen

Jetzt klebst du Fliesen auf die Umkleidung der Badewanne und gegebenenfalls auch auf die Wand oberhalb der Wanne. In unserer Anleitung zum Fliesenlegen erklären wir die Arbeitsschritte genau. Du hast dich noch nicht für ein Produkt entschieden? Dann wirf einen Blick in unseren Fliesen-Finder.


Schritt 14: Silikonfugen ziehen

Entferne das Schallschutzband von der Wanne und fülle sie etwa bis zur Hälfte mit Wasser. Kleb die Fugen mit Klebe- oder Kreppband ab, damit du saubere Ränder erhältst. Zieh die Fugen zwischen Wanne und Fliesen nun mit Sanitärsilikon nach. Wiederhole dies sowohl an der Wand oberhalb der Wanne als auch unterhalb des Wannenrandes an der Vorderseite der Wanne. Glätte das Silikon mit einem Fugenglätter, den du vorher in ein Spülmittel-Wasser-Gemisch tauchst. Lass das Silikon so lange trocknen, wie der Hersteller empfiehlt.

Tipp: Eine detaillierte Anleitung zum Erneuern von Fugen haben wir ebenfalls parat, außerdem viele weitere Do-it-yourself-Tipps für Bad & Sanitär.

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