Duschwanne einbauen

Wer eine neue Duschwanne, auch Duschtasse genannt, einbauen möchte, hat die Qual der Wahl. Es gibt nicht nur unzählige Modelle in verschiedenen Formen und für verschiedene Bedürfnisse. Auch beim Einbau gilt es, eine wichtige Entscheidung zu treffen: Worauf soll das neue Duschbecken montiert werden? Auf einem Wannenträger oder auf Wannenfüßen?

Ein Wannenträger ist eine Art Styroporunterlage für die Duschwanne. Sein größter Vorteil ist die Wärme- und Geräuschdämmung. Allerdings ist ein Träger etwas unflexibel. Auch bei der Form der Duschwanne bist du eingeschränkt. Denn diese muss zum Wannenträger passen. Hat dein Badezimmer einen unebenen Boden, dann bist du mit Wannenfüßen besser beraten.

Bei Wannenfüßen handelt es sich um eine Art Gestell, das unter der Duschwanne befestigt wird. Du kannst es relativ flexibel montieren und die Füße nach deinen Wünschen ausrichten – zum Beispiel so, dass du den Duschablauf bequem unterhalb der Wanne verlegen kannst. Die Füße sind oft einzeln höhenverstellbar, wodurch du Unebenheiten im Fußboden oder Estrich ausgleichen kannst. Die Form der Duschtasse spielt nur eine untergeordnete Rolle. Allerdings ist das Einbauen der Duschwanne etwas aufwendiger, da du sie an der Vorderseite abmauern musst. Mit der richtigen Anleitung gelingt dir aber auch das.

Tipp: Beim Einbau und der Montage deiner neuen Dusche empfehlen wir zu zweit zu arbeiten.

Wenn du dir beim Einbau deiner Duschwanne unsicher bist, dann nutze gerne den fachmännischen Handwerkservice von toom und lass dir deine Duschwanne montieren.



Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten

Dauer: ca. fünf bis sechs Stunden

Werkzeug: Zange, Wasserwaage, Schraubendreher, Säge, Armaturzange



Schritt 1: Verschiedene Materialien

Eine Dusche besteht in den meisten Fällen aus einer Duschkabine, einer Duschwanne und einem Wannenträger. Alle drei Elemente werden in unterschiedlichen Materialien angeboten. Wannenträger werden aus Styropor oder aus Metall gefertigt. Bei der Wahl des Trägers kommt es auf den Untergrund an, denn nicht jeder Untergrund ist für Styropor geeignet. Wir erklären hier, wie du Metallträger montierst. Diese haben den Vorteil, dass sie höhenverstellbar sind. Kabinen gibt es aus Echtglas oder Kunststoffglas. Bitte beachte die unterschiedlichen Montagehinweise der Kabinen.


Schritt 2: Vorbereitungen

Wenn nötig, baue zuerst die alte Duschwanne aus. Entferne anschließend Reste von Fliesenkleber und ähnlichem und säubere den Boden unter der Duschwanne.

Bei einem Duschbecken mit Wannenfüßen befestigst du die Füße an der Unterseite der Wanne wie vom Hersteller vorgegeben. Richte die Füße so aus, dass die Wanne möglichst viel Auflagefläche hat. Du solltest außerdem darauf achten, dass du den Ablauf später gut verlegen kannst.

Wenn du eine Duschwanne mit Wannenträger einbaust, musst du die Distanzstücke am Träger befestigen. Sie sorgen dafür, dass der Träger mit dem notwendigen Abstand zur Wand montiert wird.


Schritt 3: Wasserzufuhr abdrehen

Drehe als Erstes den Haupthahn der Wasserzufuhr ab. Achte darauf, dass die Leitungen leer gelaufen sind, und entferne die alte Duschkabine oder Badewanne. Montiere die Armatur ab und setzte Blindstopfen. Nun kannst du den Haupthahn der Wasserzufuhr wieder aufdrehen.


Schritt 4: Wannenmaße anzeichnen

Stelle oder lege das neue Duschbecken mitsamt der Trägerkonstruktion, also Wannenträger oder Wannenfüßen, dorthin, wo die Dusche später stehen soll. Du musst nun verschiedene Maße einzeichnen, die dir während des Einbauens der Duschwanne bei der Orientierung helfen.

  • Bei Duschwannen mit Wannenfüßen: Zeichne an den beiden Wänden, die die Dusche begrenzen, die Unterkante der Wanne an. Entferne die Wanne wieder und verbinde die beiden Punkte mithilfe einer Wasserwaage.
  • Bei Duschwannen mit Wannenträgern: Zeichne mit einem Stift den Rand des Trägers auf dem Fußboden nach.

Ziehe anschließend mit einem Bleistift die Position des Ablauflochs auf dem Boden bzw. dem Wannenträger nach.


Duschablauf einbauen bei einer Wanne mit Wannenträger

Nimm bei einem Duschbecken mit Wannenträger die Duschwanne ab und lege sie zur Seite. Der Wannenträger bleibt, wo er ist. Zeichne auf ihm ein, wo sich der Wandanschluss für den Abfluss befindet.

Entferne den Wannenträger und miss vom Boden ab, wie hoch der Wandanschluss liegt. Übertrage das Maß anschließend auf den Wannenträger. Nun hast du die exakte waagerechte und senkrechte Position des Anschlusses. Setze den Duschablauf zusammen und lege ihn so auf den Wannenträger, wie er später zur Wand führen soll. Zeichne seine Position nach. Setze dabei ein klein wenig großzügiger an. Mit einer kleinen Handsäge sägst du dann an deinen Markierungen entlang. Am Ende hast du am Boden des Wannenträgers ein Loch in Form des Duschablaufs sowie eine Öffnung am Rand des Wannenträgers, durch das du den Duschablauf mit dem Wandanschluss verbinden kannst.


Duschablauf einbauen bei einer Wanne mit Wannenfüßen

Baue den Duschablauf nach Herstellerangaben zusammen. Lege den Ablauf auf die Markierung, die du für das Ablaufloch auf dem Boden eingezeichnet hast. Verbinde ihn anschließend mithilfe der beigelegten Rohre mit dem Wandanschluss. Reichen die Rohre nicht aus, kannst du sie mit einem heißwasserbeständigen HT-Rohr (Hochtemperaturrohr) verlängern. Säge das Rohr mit einer Metallbügelsäge zu und füge es anschließend durch einen HT-Bogens zusammen. Verbinde das Rohr mithilfe eines Gleitmittels mit dem Wandanschluss. Das Gefälle des Rohrs in Richtung des Wandanschlusses sollte mindestens zwei Prozent betragen.


Schritt 5: Wannenbefestigung vorbereiten

Bei einer Duschtasse mit Wannenträger stellst du den Träger zur Seite und bestreichst die Fläche, auf der der Wannenträger steht, mit Grundierung. Ist die Grundierung getrocknet, trägst du auf der Fläche Fliesenkleber mit einer grob gezahnten Glättkelle auf. Setze den Wannenträger auf den Fliesenkleber und drücke ihn fest. Mithilfe einer Wasserwaage richtest du ihn gerade aus. Entferne anschließend sofort überstehenden Fliesenkleber.

Ein Duschbecken mit Wannenfüßen montierst du mithilfe von Wannenrand-Klemmstücken. Diese befestigst du nach Herstellerangabe an der Wand. Orientiere dich dabei an der Markierung für die Höhe des unteren Wannenrands, die du in Schritt 2 angezeichnet hast. Vorsicht: Nicht die Befestigung an sich muss auf Höhe des Wannenrands sein, sondern der Teil der Halterung, auf dem die Wanne aufliegt.


Schritt 6: Wannenrand abdichten

Bevor du die Wanne einbaust, musst du sie abdichten. Lege die Duschwanne mit der Oberseite nach oben auf den Boden. Du benötigst spezielles Abdichtungsmaterial:

  • Dichtecke: Diese befestigst du außen an der Ecke der Dusche, die von zwei Wänden eingerahmt ist. Sowohl die Ecke als auch das Dichtband sollen nach oben etwas abstehen.
  • Dichtband: Dichtbänder werden dort benötigt, wo die Seiten der Duschwanne an eine Wand stoßen. Schneide die Dichtbänder so zu, dass sie der Länge der Seiten der Duschwanne plus einer Zugabe von etwa fünf Zentimetern entsprechen. Befestige sie an den Außenseiten der Wanne. Dichtungsband und Dichtecke sollten sich etwa fünf Zentimeter überlappen.
  • Schallschutzband: Das Schallschutzband bringst du an der Rückseite des Dichtbands an, auf Höhe der Duschwanne. Du musst es nicht zuschneiden, sondern kannst es in einem Stück kleben.

Schritt 7: Duschwanne befestigen

Bei einer Duschwanne mit Wannenfüßen legst du die Wanne auf die Klemmstücke auf und befestigst sie wie vorgeschrieben. Mithilfe einer Wasserwaage überprüfst du, ob sie gerade ist.

Beim Einbauen einer Duschwanne mit Wannenträger deckst du Letzteren mit einem Stück Folie ab, beispielsweise Verpackungsfolie. Achte darauf, dass die Folie an den Rändern etwa zehn Zentimeter übersteht. Schneide ein Loch für den Ablauf hinein. Anschließend ziehst du die Ränder des Wannenträgers mit einer Linie Montageschaum auf der Folie nach. Lege nun die Duschtasse auf den Träger und drücke sie fest. Mit einer Wasserwaage kannst du sie ausrichten. Anschließend solltest du die Wanne etwas beschweren, da der Montageschaum sich ausdehnt und das Becken sonst nach oben drückt. Ist der Schaum hart, kannst du vorsichtig den hervorstehenden Teil der Folie abschneiden.


Schritt 8: Duschablauf fertig montieren

Baue den sichtbaren Teil des Duschablaufs nach Herstellereingaben ein. Normalerweise musst du dafür eine Dichtung montieren und anschließend die Abdeckung anbringen.


Schritt 9: Wand abdichten

Klappe den Teil des Dichtbandes, der nach oben übersteht, nach unten in Richtung Duschwanne. Den etwa zehn Zentimeter breiten Streifen Wand direkt über der Wanne bestreichst du nun mit einer Schicht Flüssigabdichtung. Verwende dazu einen Farbroller in der entsprechenden Breite.

Anschließend klappst du das Dichtband wieder nach oben und drückst es in die noch frische Flüssigabdichtung. Klebe ein weiteres Stück Schallschutzband entlang des Wannenrands auf. Das Band klebt dabei auf der Wanne, nicht auf dem hochgeklappten Dichtband.

Streiche nun eine weitere Schicht Flüssigabdichtung auf das hochgeklappte Dichtband. Dieses sollte dabei komplett bedeckt sein. Wenn das Schallschutzband dabei etwas abbekommt, ist das nicht schlimm – es wird später wieder abgezogen.


Schritt 10: Duschwanne mit Wannenfüßen: Porenbetonsteine anbringen

Um bei einer Duschtasse mit Wannenfüßen die Front der Dusche fliesen zu können, bringst du dort Porenbetonsteine an. Dafür grundierst du zuerst die Bodenfläche unter der Dusche, auf der die Steine mithilfe von Fliesenkleber befestigt werden. Miss ab, wie hoch die Porenbetonsteine sein müssen. Kalkuliere dabei etwas Platz für den Fliesenkleber ein. Säge die Steine mit einer Porenbetonsäge zu.

Rühre den Fliesenkleber an und trage ihn auf dem Boden und auf der Oberseite des Porenbetonsteins auf. Platziere die Steine anschließend senkrecht unter den Wannenrand. Achte darauf, dass der Porenbetonstein nicht bündig mit der Vorderkante der Duschwanne abschließt, sondern versetze ihnetwas nach innen. Der Abstand zur Vorderkante entspricht der Dicke der Fliesen mit Fliesenkleber. Lasse den Fliesenkleber fest werden, bevor du mit dem Verfliesen beginnst.


Schritt 11: Fliesen an der Wand und der Vorderseite der Duschwanne verlegen

Verlege anschließend die Fliesen an der Wand über der Duschwanne und an der Front der Duschwanne, also entweder auf den Porenbetonsteinen oder direkt auf dem Wannenträger. Wie das Fliesen von senkrechten und waagerechten Flächen funktioniert, erfährst du in unserem Ratgeber zum Fliesenverlegen. Anschließend verfugst du die Fliesen. Du kannst jetzt das Schallschutzband aus Schritt 8 oberhalb des Wannenrandes abziehen. Die Fuge zwischen Fliesen und Duschwanne dichtest du mit Sanitärsilikon ab. Anschließend kannst du die Duschkabine einbauen.


Schritt 12: Anbringen der Duschkabine

Als Erstes werden die Wandprofile montiert. Achte darauf, dass du die Wandprofile senkrecht ausrichtest (auch hier kannst du eine Wasserwaage zur Hilfe nehmen). Beim Anbohren der Profile solltest du ohne Schlag bohren, da sonst Fliesen beschädigt werden könnten.

Tipp: Wenn du Klebeband auf der Fliese befestigst, verhinderst du, dass du mit dem Bohrer abrutschst. Als Nächstes wird der Rahmen montiert. An den Wandprofilen befestigst du nun die festen Wandelemente des Rahmens und richtest die Konstruktion vor dem Verschrauben richtig aus.


Schritt 13: Türen

Normalerweise musst du die Duschtüren nur in den fest montierten Rahmen einhängen und ausrichten. Gängige Türen für Duschkabinen bestehen aus Glas oder Kunststoff. Beachte deshalb die Hinweise des Herstellers.


Schritt 14: Fugen

Mit Sanitärsilikon verfugen Sie alle neu entstandenen Dehn-, Eck- und Abschlussfugen zwischen Kabinenkonstruktion und Fliesen. Um das Silikon glatt zu streichen benetzen Sie Ihren Daumen mit Spülmittel und ziehen die Silikonspur damit nach. Achtung bei Acrylwannen: Das Silikon muss für Acryl geeignet sein, sonst kann ein Wasserschaden entstehen.


Schritt 15: Duschbrause

Deiner fertigen Dusche fehlt nun nur noch die Brausegarnitur. Auch hier ist die Vielfalt groß. Wir helfen dir gerne, die passende Garnitur zu deiner neuen Duschkabine zu finden. Für die Montage beachte bitte die spezifischen Hinweise des jeweiligen Herstellers.


Schritt 16: Blindstopfen entfernen

Zum Schluss musst du das Wasser noch einmal abdrehen, um die Blindstopfen entfernen zu können. Montiere die Armatur und überprüfe die Dichtigkeit.

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