Ratgeber

Fachwerkhaus sanieren: Das gehört dazu

Ein Fachwerkhaus wird mit einem Gerüst saniert.
Lesezeit 16 Minuten
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Fachwerkhäuser vereinen Bauweisen und Materialien, die sich über viele Jahre bewährt haben. Mit modernen Sanierungskonzepten kommst du hier nicht weit. Die Sanierung von Fachwerk erfordert ein hohes Maß an Fachwissen und eine gute Planung. Ob Tragwerk, Ausfachung oder Dämmung: Jede Maßnahme muss auf das Gebäude abgestimmt sein. In unserem Ratgeber erfährst du, worauf es beim Fachwerkhaus sanieren ankommt – Schritt für Schritt und verständlich erklärt.


Das Wichtigste zum Fachwerk sanieren

  • Fachwerkhäuser bestehen aus einem tragenden Holzskelett und individuellen Ausfachungen aus Lehm, Ziegeln oder anderen Materialien. Jedes Haus ist ein Unikat.
  • Häufige Schäden entstehen durch Feuchtigkeit, Schädlinge, statische Probleme oder die Verwendung von ungeeigneten Materialien bei vergangenen Sanierungen.
  • Vor der Fachwerk-Sanierung ist eine umfassende Bestandsaufnahme mit Fachleuten unerlässlich. Dabei werden unter anderem statische, konstruktive, bauphysikalische und energetische Aspekte betrachtet.
  • Denkmalgeschützte Gebäude erfordern eine Genehmigung der Denkmalbehörde. Diese musst du einholen, bevor du mit den baulichen Maßnahmen beginnen darfst.
  • Die Verwendung von traditionellen Bauweisen, Techniken und Materialien hat bei der Sanierung von Fachwerkhäusern meist Vorrang. Um die passenden Maßnahmen zu finden und fachgerecht umzusetzen, ist die Zusammenarbeit mit Fachbetrieben unverzichtbar.
  • Förderprogramme von Bund, Ländern und Kommunen können die Kosten spürbar senken, müssen aber vor Beginn beantragt werden.

Phase 1: Die Grundlagen zur Fachwerk-Sanierung schaffen

Fachwerkhäuser sind ein Stück Geschichte. Seit Jahrhunderten prägen sie das Bild von Städten und Dörfern. Doch hinter der charakteristischen Optik stecken aufwendige Konstruktionen aus Holz und natürlichen Materialien. Das macht die Sanierung von Fachwerk besonders anspruchsvoll. Im ersten Schritt ist es daher wichtig, zu verstehen, wie Fachwerkhäuser aufgebaut sind und wo typischerweise Schäden und Mängel liegen, die es bei der Sanierung zu beseitigen gilt.

Fachwerk verstehen

Ein Fachwerkhaus besteht aus einem tragenden Gerüst aus Holzbalken, oft aus Eiche oder Nadelhölzern. Die Öffnungen zwischen den Holzbalken, die Gefache, wurden traditionell mit Lehm, Staken, Ziegeln oder Naturstein gefüllt. Im Wesentlichen trägt das Holzskelett die Last des Gebäudes. Doch auch die Ausfachungen müssen einiges aushalten: Sie sollen das Holz schützen und konservieren, wasser- und winddicht, schall- und wärmedämmend, feuchtigkeitsregulierend, diffusionsoffen und langlebig sein.

Diese Konstruktionsweise erlaubt es, einzelne geschädigte Balken oder Teile davon gezielt auszutauschen. Diese Reparaturfreundlichkeit ist ein entscheidender Vorteil, verlangt aber viel Wissen über historische Bauweisen und handwerkliche Details – insbesondere, weil jedes Fachwerkhaus in seiner Ausführung und den verwendeten Materialien individuell ist. Die historischen Baukonstruktionen unterscheiden sich stark von modernen Holzbauten. In der Praxis ist daher das Hinzuziehen von Fachleuten meist unerlässlich.

Typische Schäden und Schwachstellen

Viele Probleme entstehen durch falsche oder vernachlässigte Instandhaltung oder durch frühere Sanierungen mit ungeeigneten Materialien. Typische Schadensbilder sind:

  • Feuchtigkeitsschäden: Etwa durch undichte Dächer, aufsteigende Bodenfeuchte, Kondenswasser oder ungeeignete Baumaterialien. Feuchte Gefache und Balken bieten idealen Nährboden für Fäulnis, Schimmel oder Hausschwamm.
  • Schädlinge: Besonders der Hausbockkäfer und der Holzwurm können tragende Holzteile massiv schädigen. In der Denkmalpflege werden daher zunehmend thermische Verfahren zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt, um chemische Belastung zu vermeiden.
  • Statische Schäden und Rissbildungen: Risse, Absackungen oder Verformungen können beispielsweise entstehen, wenn der Untergrund nicht ausreichend tragfähig ist, es Bodenbewegungen gab oder statische Eingriffe zu Veränderungen geführt haben. Auch natürliche Alterung und eine folglich geschwächte Bausubstanz können zu statischen Problemen führen.
  • Unpassende Materialien: Zementhaltiger Putz oder moderne Kunststofffarben können, neben vielen weiteren Materialien, den natürlichen Feuchteausgleich des Gebäudes stören. Das verschärft die bereits vorhandenen Probleme teils massiv.

Denkmalschutz beim Sanieren von Fachwerk

Fachwerkhäuser mit Schieferdächern und Blumenkästen vor blauem Himmel.
Fachwerkhäuser sind Zeugnisse historischer Baukultur, viele stehen daher unter Denkmalschutz.

Viele Fachwerkhäuser stehen unter Denkmalschutz, insbesondere solche mit weitgehend erhaltener historischer Substanz. Das hat bei einer geplanten Fachwerk-Sanierung nicht zu unterschätzende Auswirkungen.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Genehmigungspflicht. Grundsätzlich müssen bauliche Maßnahmen, die im Rahmen der Fachwerkhaus-Sanierung anfallen, im Vorfeld mit der Denkmalbehörde abgestimmt werden. Erste Anlaufstelle ist dabei die Untere Denkmalbehörde (UD). Insbesondere bei Änderungen, die das äußere Erscheinungsbild betreffen, sind alle Details offenzulegen. Ein grundlegendes Ziel im Denkmalschutz ist es, möglichst viel Originalsubstanz zu bewahren. Traditionelle Techniken und Materialien sind daher stets zu bevorzugen.
 

Plane ausreichend Vorlaufzeit ein, denn du darfst erst mit dem Sanieren deines Fachwerkhauses loslegen, wenn du die Genehmigung der Denkmalbehörde eingeholt hast.


Phase 2: Die Sanierung des Fachwerkhauses vorbereiten

Das Sanieren deines Fachwerkhauses beginnt nicht auf der Baustelle, sondern weit vorher. Jedes Fachwerkhaus ist ein komplexes Baudenkmal, mit individuellen Schäden, Materialien und Bauweisen. Das erfordert eine fundierte Sanierungsplanung, denn unsachgemäße Eingriffe können langfristig großen Schaden anrichten. Wer frühzeitig analysiert, plant und mit Fachleuten zusammenarbeitet, legt den Grundstein für eine erfolgreiche Fachwerk-Sanierung.

Ausführliche Ist-Analyse

Der erste Schritt: eine genaue Bestandsaufnahme. Dabei geht es nicht nur um den optischen Eindruck, sondern vor allem um die statische, konstruktive und bauphysikalische Situation des Gebäudes. Schäden, Mängel und Risiken – ob verdeckt oder offensichtlich – sollten fachkundig dokumentiert werden. Eine visuelle Einschätzung reicht hier nicht aus. Für eine seriöse Bewertung braucht es die Expertise von Fachleuten, idealerweise mit Erfahrung im Fachwerkbau. So werden Bereiche wie Statik, Architektur, Bauphysik, Brandschutz und Energieeffizienz abgedeckt.

Ein solches Team beurteilt fachkundig, welche Bauteile erhalten, instand gesetzt oder erneuert werden müssen. Es erkennt typische Schwachstellen wie Feuchtigkeit, Schädlingsbefall oder ungeeignete Materialien aus früheren Sanierungen. Auch kritische Mängel am Tragwerk, die sich auf die Standsicherheit auswirken können, werden identifiziert.

Grundsätzlich gilt: Eine pauschale Lösung zum Sanieren von Fachwerk gibt es nicht. Du brauchst ein individuelles Konzept, auf dem du alle weiteren Entscheidungen aufbauen kannst. Das Konzept legt sinnvolle Maßnahmen und deren zeitliche Reihenfolge fest. Oft bauen Bauarbeiten aufeinander auf oder hängen voneinander ab, das muss in der Zeitplanung berücksichtigt werden.

Zwei Personen vor ihrem Haus im Sonnenuntergang.

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Kosten für das Sanieren des Fachwerkhauses planen

Jedes Fachwerkhaus ist ein Unikat. Dementsprechend fallen auch die Sanierungsmaßnahmen und die entstehenden Kosten sehr unterschiedlich aus. Pauschale Schätzungen sind hier kaum möglich. Eine verlässliche Kalkulationsgrundlage erhältst du, wenn du dir im Vorfeld Angebote von relevanten Gewerken erstellen lässt. Um Preise und Leistungen gut vergleichen zu können, solltest du jeweils mindestens drei Angebote von Fachbetrieben einholen.

Die gute Nachricht: In der Regel musst du die Kosten nicht komplett selbst stemmen. Insbesondere, wenn du dein Fachwerkhaus energetisch sanieren willst, lohnt sich der Blick auf Förderprogramme. Für viele Maßnahmen gibt es Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite – etwa von der KfW, vom BAFA oder durch Denkmalförderprogramme der Länder und Kommunen. Wichtig ist, dass die Förderungen meist bereits vor dem Start der Sanierung beantragt werden müssen.


Phase 3: Fachwerkhaus sanieren

Ein Sanierungskonzept ist erstellt, die Kosten und zeitliche Reihenfolge geplant. Nun geht es an die Umsetzung der Maßnahmen. Bei der Auswahl der Handwerksbetriebe ist nicht nur der Preis entscheidend. Mindestens genauso wichtig ist die Erfahrung mit Fachwerk und denkmalgeschützten Gebäuden. Die Wahl ungeeigneter Materialien kann auf lange Sicht zu gravierenden Schäden führen.

Wir geben dir einen Überblick über typische Maßnahmen, die beim Sanieren eines alten Fachwerkhauses anfallen. Es handelt sich hierbei um allgemeine Erklärungen. Die konkreten Baumaßnahmen und Materialien sind immer bezogen auf das individuelle Objekt zu bestimmen.

Fundament

Das Fundament von Fachwerkhäusern weist oft drei grundlegende Problemfelder auf:

  • Die Unterseite ist nicht frostfrei.
  • Der Mörtel im Fundament ist durch Feuchtigkeit mürbe geworden.
  • Aufgrund von fehlenden Sperrschichten steigt Feuchtigkeit auf.

Gibt es Probleme am Fundament, reicht oft eine Teilsanierung bzw. Stabilisierung aus. Eine Erneuerung ist nur in Einzelfällen nötig. Arbeiten am Fundament gehen immer mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen einher, zum Beispiel mit Stützkonstruktionen innen und außen. Zu typischen Maßnahmen gehören der Austausch des Schwellbalkens (der Balken, der durch aufsteigende Feuchtigkeit am stärksten belastet ist) sowie der Einbau von Feuchtesperren.

Fachwerkkonstruktion

Nahaufnahme einer baufälligen Fachwerkwand aus Holz und Lehm.
Der Austausch von verfaulten Balken und beschädigten Ausfachungen sollte durch Fachleute geschehen.

Die Fachwerkkonstruktion ist das Tragwerk eines Fachwerkhauses. Die tragenden Holzbalken sind lediglich durch Holzverbindungen miteinander verbunden. Oft bestehen sie aus Eiche oder Nadelholz. Auch hier stellt Feuchtigkeit, und damit einhergehende Fäulnis, den größten Risikofaktor dar. Zwar gibt es Maßnahmen mit vorbeugender Wirkung, doch was, wenn bereits Schäden entstanden sind?

Dann kommst du um eine fachgerechte Sanierung und die Erneuerung der defekten Balken (ganz oder teilweise) nicht herum. Selbst bei vermeintlich kleinen Reparaturen ist Vorsicht geboten, denn kleine Fehler können große Auswirkungen haben. Hier einige Beispiele: 

  • Montagewinkel sind nicht geeignet, um Fachwerkbalken zu sanieren. Unter anderem liegt das an ihrem thermischen Verhalten, das vom Holz abweicht. Die Nägel würden schnell ihre Festigkeit verlieren und die nächste Fachwerk-Sanierung lässt nicht lange auf sich warten.
  • Das Reparieren von fehlenden oder verfaulten Stellen mit Mörtel ist nicht geeignet, das gilt insbesondere für Zementmörtel. Auf diese Weise würde das gesunde Holz deutlich schneller faulen.
  • Das Verdecken von kaputten Balken mit Brettern ist keine Lösung, selbst wenn vorher das verfaulte Holz herausgekratzt wurde. Das Holz hinter der optischen Fassade fault weiter, oft sogar schneller.

Prinzipiell hat beim Sanieren der Holzbalken im Fachwerk, wie auch bei anderen Bauteilen, die Verwendung von originalgetreuen Techniken und Materialien meist Vorrang. 

Beim Tragwerk ist die Zusammenarbeit mit Fachleuten, insbesondere fachwerkerfahrenen Zimmereibetrieben, unerlässlich. Denn es handelt sich um eine Gesamtkonstruktion, in der jeder Balken eine Funktion hat. Werden einzelne Holzbalken oder Balkenteile nicht fachgerecht ausgetauscht, kann das zur Instabilität führen und das Gebäude im schlimmsten Fall einstürzen.

Ausfachungen und Fassade

Beim Sanieren der Fassade dürfen auch die Ausfachungen nicht außer Acht gelassen werden. Oft müssen sie erneuert werden, und dabei hohen Anforderungen genügen: Nicht nur müssen sie wind- und wetterfest sein, sondern auch diffusionsoffen und bündig mit den Holzbalken. Es ist nicht überraschend, dass auch hier die traditionellen Materialien Vorrang haben.

Insbesondere Leichtlehmsteine und Vollziegelsteine werden häufig genutzt, auch der Ausbau mit Natursteinen ist möglich. Überall gilt: Sowohl der Mörtel als auch der Putz zum Verputzen der Fassade sollten sich für den Fachwerkbau und die im Gebäude verwendeten Materialien eignen.

Typische Fehler treten auch beim Sanieren der Fachwerkfassade auf. Hier sind einige Beispiele:

  • Die Verwendung von Gitter- und Lochsteinen, ob Ziegel oder Kalksandstein, ist zu vermeiden. In den Hohlräumen kann sich Feuchtigkeit ansammeln, was zur verstärkten Fäulnis führt.
  • Zementhaltige Ausfüllungen sind für Fachwerkhäuser nicht geeignet. Sie sind, ebenso wie große Bauplatten, zu starr und halten den Bewegungen im Fachwerkkonstrukt nicht stand. Es kommt zu Rissen, in die Feuchtigkeit eindringt. Darüber hinaus kann die Ausfachung durch den diffusionsdichten Zement nicht atmen, was ebenfalls die Ansammlung von Feuchtigkeit und in Folge Fäulnis begünstigt.
  • Die Ausfachungen sollten nicht nach außen überstehen. Denn so kann das Regenwasser nicht schnell genug abfließen. Die Folge bleibt dieselbe: eindringendes Wasser, faulende Balken und hohe Kosten, wenn das Fachwerkhaus bald wieder saniert werden muss.

Anstricharbeiten

Auch beim Anstrich ist das Sanieren eines Fachwerkhauses nicht mit modernen Massivbauten zu vergleichen. Die gewählten Anstrichmaterialien müssen diffusionsoffen sein, was bei vielen dichten, schichtbildenden Lacken, Farben und Dispersionen nicht der Fall ist. Damit der fachwerkgerechte Feuchteaustausch erhalten bleibt, solltest du beim Außenanstrich auf mineralische Farben (Silikatfarben) oder Silikonharzfarben zurückgreifen.

Zu vermeiden sind dichte Fassadenfarben, zum Beispiel Öl-, Acryl-, Lack-, Dispersions- und Latexfarben. Auch bei den Holzbalken sind schichtbildende Farben tabu, dazu gehören Dickschichtlasuren sowie Lack- und Ölfarben.

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Dämmung

Bei einer Fachwerk-Sanierung muss häufig eine Wärmedämmung nachgerüstet werden, die den Ansprüchen der heutigen Zeit entspricht. Im Hinblick auf steigende Energiekosten ist eine solide Wärmedämmung bei Fachwerkhäusern, unverzichtbar. In Frage kommen eine Außendämmung oder eine Innendämmung, immer in Kombination mit der Dämmung der Dachbodendecke.

  • Außendämmung: Dämmstoffe werden von außen angebracht und mit Putz oder anderer Außenhaut überdeckt. Nachteil: Das Fachwerk ist anschließend nicht mehr sichtbar, das Haus verliert seine optische Besonderheit (Stichwort: Denkmalschutz).
  • Innendämmung: Dämmstoffe werden von innen angebracht und mit Putz überdeckt. Beim Sanieren von Fachwerk die übliche Lösung.

Je nach Beschaffenheit des Fachwerkhauses kommen unterschiedlicher Dämmstoffe in Frage:

Die Tabelle zeigt, welche Dämmstoffe sich für Fachwerkhäuser eignen, und welche nicht.
Art der DämmungGeeignete MaterialienNicht geeignete Materialien
Außendämmung (bei Fachwerk selten)Feste, steife Mineralwolle-Platten;
Holzwolle-Leichtbau-Sandwichplatten (Dämmkern: horizontal geschichtete Mineralwolle)
Mineralwolle-Matten; Schaumstoffprodukte
InnendämmungLeichtlehm; Holzwolle-Leichtbauplatten; Holzweichfaser-Dämmplatten; StrohleichtlehmsteinTrockenes Füllgut (z. B. Zellulose) und Dämmwolle (z. B. Glaswolle, Mineralwolle) funktionieren nur mit Dampfbremsen und -sperren, die in Fachwerkhäusern aber nicht komplett dicht eingebaut werden können.
Dämmung der DachbodendeckeAlle handelsüblichen Dämmstoffe, die diffusionsoffen sind.Nicht-diffusionsoffene Dämmstoffe

Möchtest du dein Fachwerkhaus energetisch sanieren, ist die Dämmung nur ein Teil. Weitere Maßnahmen sind der Heizungstausch, der Einbau von energieeffizienten Fenstern sowie die Installation von Solaranlagen oder Solarthermieanlagen. Mehr zum Thema erfährst du in unserem Ratgeber „Altbau energetisch sanieren“.

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Häufige Fragen zum Fachwerkhaus sanieren

Das Sanieren von Fachwerk ist ein äußerst komplexes Vorhaben. Da ist es nicht verwunderlich, dass bei der Planung viele Fragezeichen entstehen. Einige der häufigsten Fragen beantworten wir dir im Folgenden.

Welche Maßnahmen sind genehmigungspflichtig?

Steht dein Haus unter Denkmalschutz, müssen bauliche Maßnahmen zwingend mit der zuständigen Denkmalbehörde abgestimmt werden. Auch ohne Denkmalschutz kann je nach Umfang der Maßnahmen eine Baugenehmigung notwendig sein. Daher lohnt sich ein Behördengang vor Baubeginn in jedem Fall. Denke auch daran, genug Vorlaufzeit einzuplanen, da das Einholen von Genehmigungen mehrere Wochen oder Monate dauern kann.

Wie pflege und erhalte ich ein saniertes Fachwerkhaus langfristig?

Ein saniertes Fachwerkhaus bleibt nur dann dauerhaft in gutem Zustand, wenn es regelmäßig gewartet und mit passenden Materialien gepflegt wird. Dabei kommt es vor allem auf zwei Dinge an:

  • Feuchtigkeit vermeiden: Kontrolliere regelmäßig das Dach, Regenrinnen und Traufen (und reinige diese). Prüfe Holzverbindungen und -anschlüsse sowie die Ausfachungen auf Schäden. Eindringendes Wasser gehört zu den Hauptursachen für teure Folgeschäden.
  • Schädlinge: Kontrolliere, ob Anzeichen für einen Schädlingsbefall zu erkennen sind (Insekten, Pilze). Ziehe Fachleute hinzu, wenn du den Verdacht auf Schädlinge hast oder unsicher bist.
  • Holz fachgerecht schützen: Nutze diffusionsoffene, nicht schichtbildende Farben oder Lasuren, wenn du die Fachwerkbalken streichen willst, damit das Holz atmen kann.

In regelmäßigen Abständen ist eine Kontrolle durch fachkundige Betriebe empfehlenswert, insbesondere wenn sich bereits erste Risse, Verfärbungen und Co. zeigen. Das hilft, Schäden früh zu erkennen und sie schnell fachgerecht zu beheben. Bei Nachbesserungen in Eigenregie ist Vorsicht geboten, denn die Verwendung von falschen Materialien kann bei Fachwerkhäusern teuer werden – egal, wie klein die zu reparierende Stelle erscheint.

Kann ich bestimmte Arbeiten am Fachwerkhaus in Eigenleistung übernehmen?

Grundsätzlich sind alle Arbeiten, die das Fundament oder tragende Bauteile betreffen, immer von Fachbetrieben durchzuführen, die sich mit dem Fachwerkbau auskennen. Fehler können hier ein großes Sicherheitsrisiko darstellen und im schlimmsten Fall zum Einsturz führen. Kleinere Arbeiten, wie das Anstreichen von Holzbalken, kannst du selbst übernehmen.

Wie lange dauert eine umfassende Sanierung eines Fachwerkhauses?

Die Dauer ist stark abhängig davon, ob du dein Fachwerkhaus kernsanieren willst oder nur kleinere Reparaturen anstehen. Entscheidend ist auch, wie viele unterschiedliche Gewerke beteiligt sind und ob du im Vorfeld Genehmigungen einholen musst. Von einigen Monaten bis mehreren Jahren ist alles möglich.

Wie finde ich geeignete Fachbetriebe für die Sanierung eines Fachwerkhauses?

Achte bei der Auswahl nicht nur auf Preis und Verfügbarkeit, sondern vor allem auf Erfahrung mit Fachwerk und denkmalgeschützten Objekten. Gute Hinweise auf Kompetenz sind:

  • Spezialisierung auf Fachwerk, Altbauten und Denkmäler
  • Referenzen mit Fachwerkprojekten
  • Zertifikate und Zusatzqualifikationen

Hole mindestens drei Angebote pro Gewerk ein und vergleiche nicht nur die Kosten, sondern auch die Materialkonzepte, Ausführungsqualität und Beratung.

Quellen: 

  • Lenze, W. (2016). Fachwerkhäuser restaurieren – sanieren – modernisieren (10., erweiterte Aufl.). Fraunhofer IRB Verlag.
  • LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland (2019). Gebäude aus Fachwerk: Konstruktion – Schäden – Instandsetzung.

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