Die toom Selbermacher: Ein Tag auf der Alpakafarm

Von Wuschelfrisuren, Holzarbeiten und Begeisterung

Ein Alpaka kommt selten allein - und erfordert zudem eine ganze Menge Arbeit. Das Trendtier 2018 überzeugt mit seinem niedlich-witzigen Auftreten und hat dabei ganz schön viele Ansprüche: Tägliche Versorgung, die richtige Pflege und ein sicheres Umfeld umfassen nur einen kleinen Ausschnitt dessen, worum sich Michaela und Detlef tagtäglich kümmern. Die beiden Selbermacher haben ihr kleines Hobby zur großen Leidenschaft gemacht und halten auf einer Weide abseits der Stadt eine Herde aus 13 Alpakas. Neben der Tierpflege ist hier auch eine Menge handwerkliches Geschick gefordert, denn Stall und Zäune bauen sich nicht von allein.

Die Personen

Name: Michaela und Detlef
Beruf: Michaela ist Eventmanagerin, Detlef arbeitet als Oralchirurg


  • Begonnen haben Michaela und Detlef ihre ungewöhnliche Leidenschaft mit einem Team aus zwei Alpakas - mittlerweile hat sich ihre Herde vergrößert und sie kümmern sich um 13 Alpakas.
  • Ursprünglich wollten sie weiterhin Pferde halten, waren aber so von den flauschigen Paarhufern fasziniert, dass sie sich für den Aufbau einer kleinen Alpakafarm entschieden.

Das Projekt

Jeden Tag kümmert sich das Selbermacher-Paar um ihre felligen Schützlinge. Sie achten auf das Wohlergehen ihrer Tiere, müssen sich aber auch mit den handwerklichen Herausforderungen rund um die Alpakahaltung befassen.

Dazu gehört ebenso der Bau eines artgerechten Stalls wie auch die sichere Umzäunung der Weide und das Instandhalten aller Objekte.

Das Interview

Andere Menschen halten Hunde als Haustiere, ihr kümmert euch um 13 Alpakas. Wie hat diese besondere Leidenschaft begonnen?

Alpakas sind einfach unheimlich faszinierende Tiere. Diese Sanftheit und diese Ruhe, die sie ausstrahlen, das war das Faszinierende. Wir haben zwei Jahre lang Seminare und andere Züchter besucht, dann haben wir uns 2011 die ersten beiden Tiere in Südtirol gekauft. Man muss sich darauf einstellen, dass sich der ganze Alltag umkrempelt, wenn man Alpakas hält. Die tägliche Versorgung umfasst die Weidepflege, das Füttern mit Heu und das Säubern der Unterstände. Dann kommt dazu, dass man die Zehnägel schneiden muss und ab und zu muss die Schopffrisur nachgetrimmt werden, damit die Haare nicht zu lang werden und die Tiere gut schauen können.

Eine Alpakafarm erfordert auch viel handwerkliches Geschick, welche Arbeiten müsst ihr in diesem Bereich erledigen?

Heute haben wir viel reparieren müssen weil vor kurzem der Sturm gewesen ist. Wir haben einen Schaden an der Sichtverkleidung gehabt, eine Dachpfanne ist heruntergeweht und Äste sind abgebrochen. Man hat natürlich auch so mal Reparaturen, es geht mal was kaputt, weil ein Tier mal irgendwo vortritt. Die scheuern sich auch gerne überall dran, da geht auch mal was kaputt.

Was gefällt euch an eurem ungewöhnlichen Hobby am besten?

Ich arbeite in einem Bereich, in dem es auf einen halben Millimeter und weniger ankommt - mein Beruf ist Oralchirurg. Da bin ich ganz froh, wenn ich auf der Weide auch mal einen Zentimeter gut sein lassen kann. Wir haben auch Therapiegruppen, die zu uns kommen. Diese Menschen blühen in der Nähe der Alpakas förmlich auf. Wir haben auch selbst das Vergnügen, mit den Alpakas spazieren gehen zu können. Es ist eben einfach ganz schön, da zu sitzen und die Tiere zu beobachten und den Alltagsstress zu vergessen. Das ist eigentlich der Hauptgrund, warum wir uns die Tiere angeschafft haben.

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