Die toom Selbermacher: Trendhobby Urban Gardening

Bunte Möglichkeiten auf kleinstem Raum

Üppige Blumenbeete, gemütliche Sonnenliegen und vielleicht sogar ein kleiner Pool: Während viele Menschen über die bestmögliche Optimierung ihrer eigenen Gärten grübeln, hat Rainer ein ganz anderes Hobby für sich entdeckt: das urbane Gärtnern. Er nimmt sich verlassene und etwas trostlos anmutende Beete am Wegesrand in seiner Nachbarschaft vor und verwandelt diese in bunte Farbprachten. Mit seinem “Garten der Welt” fördert Rainer nicht nur die Optik seiner Nachbarschaft, sondern bringt auch Gärtnerfreunde in geselliger Runde zusammen.

Die Person

Name: Rainer

Beruf: Zweirad-Mechaniker

  • Auf einem unscheinbaren Seitenweg fand Rainer die perfekte Stelle für einen kleinen, urbanen Garten: Ein altes, etwas karges Spielplatzareal.
  • Die Pflanzen in seinen Beeten stammen aus den unterschiedlichsten Ländern und Kontinenten - genauso wie die Mitmenschen seiner Nachbarschaft. Rainer gab dieser bunten Vielfalt daher den Namen “Garten der Welt”.

Das Projekt

Buddeln, wässern und schneiden: Rainer kümmert sich liebevoll um seine kleinen Beete in der Stadt. Vielfältige Pflanzen aus aller Welt zieht er mit liebevoller Hingabe heran und fördert dabei auch noch das nachbarschaftliche Miteinander.

Das Interview

Normalerweise pflanzen die Leute bunte Blumen im heimischen Garten an - du hast dich aber für einen etwas anderen Ort entschieden. Wie kam es dazu?

Beim Spazierengehen durchs Viertel bin ich einen Weg langgegangen, der ein wenig versteckt und eng aussah bei dem ich mir dachte “Hmm, wo kommt man denn da hin?”. Dann habe ich dort ein verstecktes Spielplatzareal entdeckt und mich mit einem anderen Anwohner darum gekümmert, denn da passierte nichts. Da waren keine Kinder, die dort gespielt haben.

Gartenarbeit bedeutet für viele auch gemeinsames Schaffen. Siehst du das auch so?

Was nie zu kurz kommen darf, ist natürlich auch der gesellige Teil - dass man es nicht alleine hinter seinem eigenen Zaun macht, sondern mit anderen Menschen zusammen. Dann setzt man sich hin und trinkt gemeinsam mal einen Kaffee.
Und wenn man mal seine Ruhe haben will, ist es auch ok, weil man sich ja eigentlich zum Gärtnern trifft und die Pflanzen einen in der Regel nicht in ein Gespräch verwickeln. Das andere Besondere ist, dass man in einem öffentlichen Raum gärtnert. Das heißt, man hat natürlich auch ständig mit Menschen zu tun, die vorbeikommen. Man spürt es auch, dass dies etwas ist, wofür Menschen sich in ihrem Viertel engagieren. Zu sehen, wie alles wächst und gedeiht, ist einfach ein schönes Gefühl.

Dein “urbaner Garten” ist ja mit einem ganz besonderen Hintergedanken so bunt bepflanzt geworden. Verrätst du ihn uns?

Wir wollten einen Ziergarten anlegen und dem Menschen nahebringen, dass die Vielfalt, die wir heutzutage in den Gärten haben, nicht komplett aus Deutschland oder Europa ist, sondern dass die Pflanzen aus der ganzen Welt zu uns gekommen sind. Wir haben es dann “Garten der Welt” genannt. Wir haben hier im Stadtteil über 100 Nationen leben und sehen diese Vielfalt jeden Tag. Das auf die Gärten zu übertragen, empfanden wir als schönen Ansatz.

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