Beete planen und anlegen

Von der Pflanzenauswahl bis zur Pflege

Der Frühling ist die Zeit des Aufbruchs und auch der Garten erwacht allmählich aus der Winterruhe. Jetzt ist genau die richtige Zeit für einen Neuanfang in deinem Garten. Mit ein wenig Geschick beim Beete planen und kreativem Tatendrang verpasst du Beeten und Rabatten zum Start der Gartensaison einen ganz neuen Look – den Gestaltungsmöglichkeiten sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Wir geben dir Tipps, wie du Beete anlegst, die pflegeleicht sind und optimal in deinen Garten passen. Weitere Tipps rund um das Thema Beete findest du in unserem Selbermachen-Bereich sowie auch in unserem Selbermacher-Magazin, dass du dir bei deinem nächsten Besuch im toom Baumarkt kostenlos mitnehmen kannst. 


Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Dauer: Je nach Größe des Beetes 1 bis 2 Tage

Werkzeug & Material: Papier, Buntstifte, Zirkel, Lineal, Schere, Zollstock, Spaten, Schlosswinkel, Rasenstecher, Schaufel, Kreuz- oder Gartenhacke, Pflanzstangen, Schnur, Glattkantbretter, Vierkantpfosten und Holzschrauben für eine Holzeinfassung, Pflanzenerde, Hornspäne, Stabilisatorvlies, Pinienrinde, Gartenrechen



Das Beet planen

Du möchtest mehr Farbe im Garten haben und daher ein Beet anlegen? Bevor es ans Einsetzen der Pflanzen geht, solltest du dir etwas Zeit nehmen, das Beet und deinen Garten genau zu planen. Denn welche Pflanze sich wo wohlfühlt, wann blüht und wie mit anderen Pflanzen zusammen wirkt, will wohl überlegt sein. Geh in deinen Garten, sieh dich um und stell dir folgende Fragen:

Wie ist die der Standort des Beetes?

Das Beet planen

Vor allem der Standort ist wichtig, wenn du dein Gartenbeet planen möchtest. Hast du einen Garten, der vor allem zum Frühstück von Morgensonne in Licht getaucht wird und ansonsten kühl und schattig ist? Dann hat er wahrscheinlich eine Ostausrichtung. Oder genießen du und dein künftiges Pflanzenparadies vom Vormittag bis in die frühen Abendstunden die warmen Strahlen der Südsonne? Dann wird es im Sommer bestimmt öfter heiß und trocken und du solltest schon im Vorfeld über die entsprechende Bewässerung nachdenken.

Jede Lage hat ihre Vor- und Nachteile, aber eines steht fest: Für jeden Garten gibt es vielerlei Möglichkeiten, erfolgreich Beete anzulegen. Selbst auf Balkonen finden immer mehr in größeren Kästen und kleinen Hochbeeten eine optimale Lage für Zier- und Nutzpflanzen. Am besten nimmst du einen Kompass und schaust, in welcher Himmelsrichtung dein zukünftiges Beet liegt, bevor du zum nächsten Schritt kommst.

Spaten im Boden

Welche Beschaffenheit hat die Erde?

Nicht jede Pflanze wächst in jeder Erde. Alle Pflanzen brauchen für ein gesundes und kräftiges Wachstum optimale Bodenverhältnisse. Was optimal ist, hängt dabei natürlich von der jeweiligen Pflanze ab. Generell gilt ein mittelschwerer Lehm-Sand-Boden als idealer Gartenboden. Als „leicht“ gilt ein Boden, der viel Sand enthält, schwer sind Böden mit viel Lehm.

Um herauszufinden, welchen Boden du in deinem Garten hast, kannst du einen einfachen Test machen: Nimm etwas Erde, forme eine Kugel daraus und versuche, sie zu rollen. Hast du einen Sandboden, ist Rollen kaum möglich, die Kugel zerfällt. Ein ausgewogener Lehm-Sand-Boden lässt sich gut zu einer Kugel rollen und diese bleibt glatt. Bei einem Boden mit hohem Lehmanteil wird die Kugel auch glatt, aber auch klebrig.

Wie viel Platz hast du für deine Beete zur Verfügung?

Ideal ist es, wenn du einen Grundriss von deinem Garten oder Balkon zur Verfügung hast. Hiermit kannst du die Abmessungen deiner Beete genau planen. Falls nicht, schnappst du dir am besten einen Zollstock und misst deine gesamte Gartenfläche aus. Dann zeichnest du mit Bleistift einen Grundriss auf ein Blatt Papier. So kannst du beim Planen immer wieder etwas wegradieren, wenn du beim Beete planen neue Ideen entwickelst.

Zusätzlich solltest du dir auch zu folgenden Punkten Gedanken machen:

  • Wo soll das Beet hin?
  • Wie groß soll es werden?
  • Soll das Beet einfach ein Farbtupfer im Garten werden oder beispielsweise als Sichtschutz dienen?

Alles für die Gartenplanung


Notiere deine Beetplanung und Ideen

Plan von Blumenbeeten im Garten

All diese Fragen bestimmen unter anderem, welche Pflanzen du später in das Beet pflanzt. Es hilft meist, wenn du dir dein Beet aufzeichnest und schriftlich festhältst, welche Maße es haben soll und wie du es dir vorstellst. Wenn dir zu deinem Projekt Beet anlegen Ideen kommen, schreibe sie dazu. Notiere dir später auch auf dem Plan, welche Pflanzen du dir wünschst und wo sie wachsen sollen. So behältst du stets den Überblick und wirst am Ende mit einem schönen Blumenbeet belohnt, das das ganze Jahr über ein Blickfang in deinem Garten ist.

Blumen oder Gemüse ins Beet?

Falls du kein Blumenbeet, sondern ein Pflanzenbeet anlegen willst, solltest du einen sonnigen Standort wählen. Schließlich möchtest du reife Früchte ernten, und dafür braucht es Sonnenlicht. Das Gemüsebeet sollte windgeschützt liegen, eine Luftzirkulation aber gegeben sein. Bestenfalls sind zudem der Kompost und ein Wasserhahn nicht allzu weit entfernt und die Breite des Beetes solltest du so wählen, dass du gut an die Pflanzen herankommst. Du siehst: Die Standortwahl spielt eine große Rolle.

Sehr beliebt als Gemüsebeete sind übrigens Hochbeete – unter anderem deshalb, weil du mit ihnen rückenschonend gärtnern kannst.

mehrere Pflanzenreihen im Blumenbeet

Beete mit Modulen planen

Egal, ob du deinen ersten Garten gestalten oder als geübter Gärtner neue Beete anlegen möchtest: Wenn du deine Beete mit Modulen, also Pflanzenabschnitten, planst, kommst du zu einem besseren Ergebnis. Überlege dir zum Beispiel, ob du ein farbiges Blumenbeet haben möchtest und welche Pflanzen dir dafür gefallen. Nun zeichnest du viele Pflanzenkreise auf, schneidest sie aus und beschriftest sie mit den Namen der Blumen und ob sie es lieber sonnig, halbschattig oder schattig mögen, wann sie blühen und mit wem sie sich nicht vertragen. Mit diesen Pflanzenmodulen planst du nun dein Beet und schiebst jede Pflanze an ihren Platz. So erreichst du eine harmonische Bepflanzung.


Die passende Beetumrandung wählen

Ein eingefasstes Beet wirkt nicht nur ordentlich und abgerundet, die Begrenzung stellt auch eine mechanische Barriere gegen Unkraut und Schädlinge dar.

Eine klare Abgrenzung ist vor allem dann sinnvoll, wenn Rasen und Blumenbeet direkt nebeneinanderliegen, denn die Einfassung erleichtert das Rasenmähen. Die Art der Beetbegrenzung orientiert sich in erster Linie an deinem persönlichen Geschmack und dem angestrebten Stil des neuen Beetes.

Ein naturnaher Garten zeichnet sich durch fließende Übergänge aus und verzichtet meist auf eine akkurate Beeteinfassung. Rasen, der zu weit ins Beet hineinwächst, kannst du mit einem Spaten oder Rasenkantenstecher zu Leibe rücken.

Wenn du eine Einfassung möchtest, hast du die Qual der Wahl: Holzpalisaden, Kantensteine, Beeteinfassungen aus Metall oder Weidengeflecht sind nur einige Optionen. Verschiedenste Ausführungen, Stärken und Höhen erlauben dir eine individuelle Gestaltung nach deinem Geschmack.


Eine Beetumrandung aus Holz selber bauen

Holz, Säge, Schrauben und nicht gerade zwei linke Hände – wie du siehst, ist ein Beet mit Holzeinfassung anzulegen nicht schwer. Auch unsere Anleitung zeigt dir Schritt für Schritt, wie es geht.

1. Zuschneiden der Bretter

Wenn du die Größe deines Beetes bestimmt hast, sägst du zunächst die Bretter für die Längs- und Querseite zu. Danach folgen die Vierkanthölzer. Sie sollen so lang werden, wie deine Beetbretter hoch sind.

2. Bretter zusammenschrauben

Im nächsten Schritt sind zwei helfende Hände gefragt: Die Bretter stellst du an den Enden zusammen, legst einen Schlosserwinkel an und fixierst die Bretter im 90-Grad-Winkel mit Schrauben.

Beetumrandung aus Holz

3. Kanten abschleifen

Wenn alle vier Seiten zusammengeschraubt sind, schleifst du die Kanten der Bretter mithilfe eines Winkelschleifers mit Holzschleifscheibe etwas ab. Aus Sicherheitsgründen solltest du dafür eine Schutzbrille tragen.

4. Kanthölzer anschrauben

Nun schraubst du innen an allen vier Ecken Kanthölzer an, um die Verbindungen zu stabilisieren. Bei längeren Beeten solltest du auch die Längsseiten etwa alle 60 bis 80 Zentimeter mit Kanthölzern verstärken.

5. Beetumrandung aufstellen und ausrichten

Nun bereitest du den Untergrund deines Beetes vor. Rund um die Beete solltest du einen Rand von ca. 50 Zentimeter einplanen. Hier kannst du später einen Tritt- und Arbeitsbereich anlegen, indem du ein Stabilisatorvlies auslegst und es mit einer Mulchschicht bedeckst.

6. Erde ausbringen und bepflanzen

Nun ist die Beetumrandung fertig und du kannst du dein Beet mit Pflanzenerde befüllen und bepflanzen.


Gartenbepflanzung planen

Möchtest du ein Blumenbeet planen, spielen die Pflanzen selbstverständlich die Hauptrolle. Ihrer Auswahl solltest du ausreichend Zeit widmen, denn es geht nicht allein um die Optik. Lass dich zunächst einmal inspirieren, durchstöbere Kataloge oder sieh dir das Angebot in Baumärkten und Gärtnereien an. Dadurch bekommst du ein Bild davon, wie deine Blumenbeet-Gestaltung ungefähr aussehen kann.

In ein Beet sollte dann eine Pflanzengruppe kommen, die ähnliche Bedürfnisse und Standortansprüche haben. Denn wenn du Blumen in den Schatten pflanzt, die viel Sonne benötigen, wirst du nicht viel Freude an deinem Beet haben.

Zudem macht es Sinn, dass sich die Pflanzen in ihrer Blütezeit ergänzen. Wenn du Dauerblüher wie Spornblume oder Prachtkerze mit Blumen mit unterschiedlichen Blütezeiten zusammenbringst, öffnen sich während der gesamten Gartensaison immer wieder neue Knospen – von den Krokussen im Frühjahr bis zu den Chrysanthemen im späten Herbst.

Blumenbeet gestalten: Die Mischung macht’s

Unterschiedliche Wuchshöhen, Wuchsformen und das Zusammenspiel aus Farbkontrasten erzeugen eine Spannung, die ein ästhetisches Gleichgewicht herstellt. Wenn du dein Beet planst, kannst du beispielsweise Bereiche, die sehr lebhaft wirken, mit Blau- und Weißtönen kombinieren, die weniger kontrastreich sind. Letztlich entscheidet jedoch dein Geschmack: Wenn du in deinem Garten ein Blütenmeer aus unterschiedlichen Rottönen kreieren willst, dann tu genau das.

Unterschiedliche Pflanzen für die Gartenbepflanzung

Ein schönes Gesamtbild anlegen

Für den Beethintergrund eignen sich neben Hecken und immergrünen Sträuchern auch Blühgehölze und Leitstauden. Einzelne Solitärpflanzen, beispielsweise Prachtstauden, setzen gezielt Akzente, während andere Pflanzen für Ausgeglichenheit sorgen. Pflegeleichte Bodendecker als Flächenbegrünung runden die Beetgestaltung ab.

Weniger ist oft mehr beim Blumenbeet bepflanzen

Wer sich bewusst auf eine solide Auswahl an Pflanzen und Farben beschränkt, erzielt damit oftmals ein wirkungsvolles Ergebnis. Eine wilde Mischung aus zusammengewürfelten Pflanzenarten und -sorten kann mitunter verwirrend wirken. Orientierung bieten auch viele im Handel erhältliche Pflanzensets, die optimal aufeinander abgestimmte Stauden sowie einen Pflanzplan enthalten.

An den Pflegeaufwand denken

Bedenke bereits bei der Wahl der Pflanzen, wie viel Pflege sie benötigen werden. Wenn es dich nicht stört, regelmäßig verwelkte Blüten abzuschneiden oder das schnell wuchernde Kraut im Zaum zu halten, greif zu. Wenn du eher ein pflegeleichtes Beet möchtest, pflanze eher anspruchslose Vertreter, die nicht ständig Dünger oder sehr viel Wasser benötigen und eher langsam wachsen.


Beete anlegen: Praktische Tipps

Ist die Planungsphase abgeschlossen und die Witterungsbedingungen lassen es zu, geht es an die Verwirklichung deines Gartentraums. Ein Beet neu anlegen ist an sich nicht kompliziert, braucht aber Muskelkraft, denn die Erde will umgegraben und der Kompost eingearbeitet werden.

Richtschnur zum Anlegen von einem Blumenbeet

Bevor es nun tatsächlich darangeht, das Blumenbeet anzulegen, ist es ratsam, die zukünftigen Beetbereiche zunächst abzustecken. Dazu markierst du die Eckpunkte deines Beetes mit Stäben oder Pflanzstangen, zwischen die du Schnüre spannst. Überprüfe dabei die rechten Winkel mit einem Schlosserwinkel. Wenn dein Beet eine Rundung haben soll, kannst du diese mit dem Gartenschlauch legen.

Anschließend bestimmt die Beschaffenheit des Untergrunds die weitere Vorgehensweise:

1. Beete freilegen
Beete, die umgestaltet werden sollen, musst du zunächst abräumen. Möchtest du neue Beete anlegen, musst du eventuell vorhandenen Rasen gründlich entfernen, indem du kleine Stücke mit einem Spaten ca. 10 Zentimeter tief ausstichst und abträgst. Entfernter Rasen muss keinesfalls in den Müll wandern, er eignet sich nämlich bestens als Füllmaterial für Hochbeete oder als Kompost.

Boden wird umgegraben

2. Boden umgraben und auflockern
Sind die neuen Beetbereiche freigelegt, wird der Boden ca. 30 Zentimeter tief umgegraben, gründlich aufgelockert und gegebenenfalls mit frischem Mutterboden bzw. Gartenerde aufgefüllt. Als Werkzeuge zum Umgraben eignen sich Spaten oder grobe Mistgabeln, die das Entfernen von Wurzeln, großen Steinen und anderen Fremdkörpern erleichtern.

3. Reichhaltige Erde
Je nach Beschaffenheit des Bodens solltest du jetzt Maßnahmen durchführen, die die Bodenqualität nachhaltig verbessern. Ist der Boden lehmig und schwer, mische der Erde zur Auflockerung Sand und Kompost bei. Ein sandiger Boden hingegen verträgt zur Aufbesserung lehmige Erde und Kompost. Auch ein scheinbar ausgewogener Boden kann durch ein Gemisch aus Humus und Hornspänen verbessert werden.

Übrigens: Das Gartenjahr kann schon im Herbst starten – zu dieser Jahreszeit bereitest du nämlich am besten deine Beete vor. Dann kannst du im Frühjahr mit dem Bepflanzen starten. Den Winter über brechen schwere Böden auf und lassen sich dann leichter bearbeiten. Wenn du dein Beet im Frühjahr anlegst, solltest du den Boden mindestens eine Woche ruhen und sich setzen lassen, bevor du säst oder pflanzt.


Blumenbeet bepflanzen

Jetzt kommen endlich Blumen, Gräser und Pflanzen ins Beet. Bevor du die Pflanzen in die Erde bringst, solltest du noch einmal überlegen, wie du sie anordnen willst. Grundsätzlich sollten hochwachsende Pflanzen nach hinten, niedrige nach vorn. Den Übergang zu Rasen oder Wegen können niedrige Bodendecker bilden.

Blumenbeet wird bepflanzt

Auslegen der Pflanzen

Bei vielen Pflanzen kann es sich anbieten, sie in ihren Töpfen auf das Beet zu stellen, bis dir die Anordnung gefällt. So bekommst du einen ersten Eindruck.

Pflanzlöcher graben

Wenn jede Pflanze ihren Platz gefunden hat, kannst du anfangen, die Pflanzlöcher auszustechen, für jede Pflanze eines. Die Löcher sollten nur so tief werden, dass die Blumen und Stauden nach dem Einpflanzen nicht viel tiefer stehen als im Topf.

Pflanzen in das Beet einpflanzen

Bevor du die Pflanzen nun in ihr Loch setzt, solltest du die Wurzeln z.B. in einem Eimer gut wässern, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Setze dann die Pflanze in die Erde, fülle die ausgehobene Erde wieder ein und drücke alles gut an.

Pflanzen gießen

Beet mit Pinienrinde bedecken

Pinienrinde ist der perfekte Nährstofflieferant für deine Pflanzen und verhindert zugleich das Wachstum von Unkraut. Deshalb bedeckst du die Erde rund um deine Pflanzen mit einer Rindenschicht. Die rötliche Rinde ist zudem ein schöner Kontrast zum Grün deiner Pflanzen.

Pflanzen gießen

Wenn die Blumen gepflanzt sind und die Rinde verteilt ist, fehlt nur noch das Gießen. Fertig!

Übrigens: Die Pinienrinde zersetzt sich nur ganz langsam, bleibt so lange erhalten und liefert deinen Pflanzen kontinuierlich hochwertigen Humus mit reichlich Nährstoffen.


Blumenzwiebeln in das Beet setzen

Wer geduldig ist und Lust auf Farbtupfer in seinem Beet hat, liegt mit Zwiebelpflanzen genau richtig. Die beste Pflanzzeit ist zwischen Ende September und Ende November. Blühen werden die Pflanzen vom Frühjahr bis in den Sommer. Die meisten lieben sonnige und warme Standorte.

Blumenzwiebel einpflanzen

Blumenzwiebeln auswählen

Wenn du Blumenzwiebeln kaufst, stehst du vor einer riesigen Auswahl an Sorten, Farben und Formen. Unterschiede gibt es auch bei den Blühzeiten:

  • Im Winter kämpfen sich als erstes Winterlinge und Schneeglöckchen durch die Erde.
  • Frühblüher wie Tulpen, Kaiserkronen oder Hyazinthen blühen von März bis in den Mai.
  • Sommerblüher wie Gladiolen oder Lilien erstrahlen von Juni bis Oktober in voller Blütenpracht.

Neben der Blütezeit solltest du auch die Wuchshöhe bei deiner Beetplanung berücksichtigen.

Zwiebeln einpflanzen

Nach der Größe der Zwiebel richtet sich der Pflanzabstand. Kleine Zwiebeln kommen mit 2 bis 5 Zentimeter aus, größere benötigen 8 bis 15 Zentimeter Platz zu ihren Nachbarn. Die Pflanztiefe sollte mindestens der doppelten Höhe der Zwiebel entsprechen. Den Untergrund lockerst du etwas auf, damit Wasser gut abfließen kann – denn Blumenzwiebeln faulen leicht. Wenn der Boden lehm- oder tonhaltig und deshalb wenig durchlässig ist, hilft etwas Sand im Pflanzloch gegen den Wasserstau.

Nun füllst du ein wenig Blumenerde ins Pflanzloch und gibst am besten eine Handvoll Hornspäne als Dünger dazu. Jetzt kommt die Zwiebel – idealerweise mit der spitzen Seite nach oben, dann findet die Blume schneller ans Licht. Fülle nun das Pflanzloch mit Erde auf und überbrause die Stelle mit Wasser. Ab dann heißt es warten auf das Blumenmeer...

Tipp: Hast du Wühlmäuse im Garten, schützt ein Drahtkorb deine Blumenzwiebeln vor den hungrigen Nagern.


Das Beet richtig pflegen

Nach der Bepflanzung kannst du endlich die Früchte deiner Arbeit begutachten. Der heimische Garten ist gleichzeitig Rückzugsort und Quelle der Erholung. Seine neue Gestaltung stimmt dich ein auf die warme Jahreszeit und macht Lust darauf, bald wieder viel Zeit in der Natur zu verbringen.

Blumenbeet wird gegossen

Ganz ohne Pflege und Gartenarbeit geht es zwar nicht, aber es gibt einige Tricks, wie du das schöne Bild des neu gestalteten Gartens leicht erhalten kannst.

Dem Unkraut im Beet an den Kragen

Um das erneute Aufkeimen von Unkraut zu unterdrücken, empfiehlt sich der Auftrag einer Mulch- oder Kiesschicht. Die Wahl des Bodenbelags richtet sich dabei nach deinem persönlichen Geschmack. Besonders pflegeleicht sind Beete, die Unkraut und Wildkräutern durch einen dichten Bewuchs, beispielsweise mit Bodendeckern, erst gar keine Chance geben.

Nährstoffe benötigt!

Je nach Art der Bepflanzung benötigen Beete mehr oder weniger Pflege. Regelmäßiges Unkrautjäten und Auflockern sowie die Versorgung der Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen halten den Boden vital. Wenn du Verblühtes und Verwelktes stets ausputzt, kannst du dich über immer wieder neu erscheinende Blüten freuen.

Richtig düngen ist eine kleine Wissenschaft für sich. Neben dem Nährstoffbedarf der Pflanzen ist der pH-Wert des Bodens entscheidend. Er beschreibt den Säuregehalt der Erde. Du kannst ihn mit einem pH-Bodentest aus deinem Baumarkt bestimmen. Die meisten Pflanzen bevorzugen einen pH-Wert von 6,0, also leicht sauer (7,0 ist neutral).

Du kannst den pH-Wert erhöhen, indem du Kalk zur Erde gibst. Das ist in der Regel nur alle drei bis vier Jahre nötig. Um den Wert zu senken, gibt es unterschiedliche Methoden. Auf Torf und Chemikalien solltest du der Umwelt zuliebe verzichten. Besser sind Kompost aus Eichenlaub, Rindenmulch oder auch Kaffeesatz.

So sauer oder basisch mögen es deine Pflanzen:

  • Kräuter wie Basilikum, Dill, Oregano, Petersilie oder Salbei
    pH-Wert: 5,5 bis 7,0
  • Gemüse wie Bohnen, Feldsalat, Fenchel, Gurken, Rote Beete oder Tomaten
    pH-Wert: 6,0 bis 7,5
  • Obst wie Äpfel, Beeren, Plaumen, Kirsche, Rhabarber oder Quitten
    pH-Wert: 6,0 bis 7,0
    Ausnahmen, z.B. Blaubeeren
    pH-Wert: 4,0 bis 5,5
  • Nadelgehölze wie Eiben, Fichten, Kiefern, Wacholder oder Zypressen
    pH-Wert: 4,5 bis 6,5
  • Laubgehölze wie Ahorn, Birken, Buchen, Fliede, Rosen oder Weiden
    pH-Wert: 5,5 bis 7,0
  • Zierpflanzen und Blumen wie Astern, Chrysanthemen, Geranien oder Lilien
    pH-Wert: 6,0 bis 8,0
    Ausnahmen, z.B. Azaleen, Hortensien, Kamelien, Orchideen, Rhododendron
    pH-Wert: 4,0 bis 4,5
  • Gräser und Farne
    pH-Wert: 4,5 bis 6,5

Auf gute Pflanzen-Nachbarschaft

Beginne bei der Pflanzung in den hinteren Beetbereichen. Die einzelnen Pflanzen benötigen zur vollen Entfaltung ausreichend Platz zu ihren Nachbarn im Beet. Als Faustregel gilt im Staudenbeet: Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte so weit sein, wie sie hoch werden. Stark wuchernde Pflanzen kannst du mit einer Wurzelsperre im Zaum halten und durch angemessene Schnittmaßnahmen verjüngen.