Beete anlegen: Von der Pflanzenauswahl bis zur Pflege

Der Frühling ist die Zeit des Aufbruchs und auch der Garten erwacht allmählich aus der Winterruhe. Jetzt ist genau die richtige Zeit für einen Neuanfang in deinem Garten. Mit ein wenig geschickter Planung und kreativem Tatendrang verpasst du Beeten und Rabatten zum Start der Gartensaison einen ganz neuen Look – den Gestaltungsmöglichkeiten sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Wir geben dir Tipps, wie du Beete anlegst, die pflegeleicht sind und optimal in deinen Garten passen.


Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten

Dauer: Je nach Beetgröße und Aufwand

Werkzeug: Spaten, Rasenstecher, Schaufel



Das Beet planen

Das Beet planen

Du möchtest mehr Farbe im Garten haben und daher ein Beet anlegen? Bevor es ans Einsetzen der Pflanzen geht, solltest du dir etwas Zeit nehmen, das Beet genau zu planen. Geh in deinen Garten, sieh dich um und stell dir unter anderem folgende Fragen:

  • Wo soll das Beet hin?
  • Wie groß soll es werden?
  • Befindet sich das Beet im Schatten oder an einem sonnigen Standort?
  • Welche Art von Boden habe ich im Garten?
  • Soll das Beet einfach ein Farbtupfer im Garten werden oder beispielsweise als Sichtschutz dienen?

Notiere deine Pläne

All diese Fragen bestimmen unter anderem, welche Pflanzen du später in das Beet pflanzt. Es hilft meist, wenn du dir dein Beet aufzeichnest und schriftlich festhältst, welche Maße es haben soll und wie du es dir vorstellst. Notiere dir später auch auf dem Plan, welche Pflanzen du dir wünschst und wo sie wachsen sollen. So behältst du stets den Überblick und wirst am Ende mit einem schönen Blumenbeet belohnt, das das ganze Jahr über ein Blickfang in deinem Garten ist.

Blumen oder Gemüse?

Falls du kein Blumenbeet anlegen, sondern Gemüse anbauen willst, solltest du einen sonnigen Standort wählen. Schließlich möchtest du reife Früchte ernten, und dafür braucht es Sonnenlicht. Das Gemüsebeet sollte windgeschützt liegen, eine Luftzirkulation aber gegeben sein. Bestenfalls sind zudem der Kompost und ein Wasserhahn nicht allzu weit entfernt und die Breite des Beetes solltest du so wählen, dass du gut an die Pflanzen herankommst. Du siehst: Die Standortwahl spielt eine große Rolle.

Sehr beliebt als Gemüsebeete sind Hochbeete – unter anderem deshalb, weil du mit ihnen rückenschonend gärtnern kannst.


Die passende Beetumrandung wählen

Ein eingefasstes Beet wirkt nicht nur ordentlich und abgerundet, die Begrenzung stellt auch eine mechanische Barriere gegen Unkraut und Schädlinge dar.

Eine klare Abgrenzung ist vor allem dann sinnvoll, wenn Rasen und Blumenbeet direkt nebeneinanderliegen, denn die Einfassung erleichtert das Rasenmähen. Die Art der Beetbegrenzung orientiert sich in erster Linie an deinem persönlichen Geschmack und dem angestrebten Stil des neuen Beetes.

Ein naturnaher Garten zeichnet sich durch fließende Übergänge aus und verzichtet meist auf eine akkurate Beeteinfassung. Rasen, der zu weit ins Beet hineinwächst, kannst du mit einem Spaten oder Rasenkantenstecher zu Leibe rücken.

Wenn du eine Einfassung möchtest, hast du die Qual der Wahl: Holzpalisaden, Kantensteine, Beeteinfassungen aus Metall oder Weidengeflecht sind nur einige Optionen. Verschiedenste Ausführungen, Stärken und Höhen erlauben dir eine individuelle Gestaltung nach deinem Geschmack.


Die Auswahl der Gartenpflanzen

Wenn du ein Blumenbeet planst, spielen die Pflanzen selbstverständlich die Hauptrolle. Ihrer Auswahl solltest du ausreichend Zeit widmen, denn es geht nicht allein um die Optik. Lass dich zunächst einmal inspirieren, durchstöbere Kataloge oder sieh dir das Angebot in Baumärkten und Gärtnereien an. Damit du ein Bild davon bekommst, wie das Ergebnis ungefähr aussieht.

In ein Beet sollten dann Pflanzen kommen, die ähnliche Bedürfnisse und Standortansprüche haben. Denn wenn du Blumen in den Schatten pflanzt, die viel Sonne benötigen, wirst du nicht viel Freude an deinem Beet haben.

Zudem macht es Sinn, dass sich die Pflanzen in ihrer Blütezeit ergänzen. Wenn du Dauerblüher wie Spornblume oder Prachtkerze mit Blumen mit unterschiedlichen Blütezeiten zusammenbringst, öffnen sich während der gesamten Gartensaison immer wieder neue Knospen – von den Krokussen im Frühjahr bis zu den Chrysanthemen im späten Herbst.

Die Mischung macht’s

Unterschiedliche Wuchshöhen, Wuchsformen und das Zusammenspiel aus Farbkontrasten erzeugen eine Spannung, die ein ästhetisches Gleichgewicht herstellt. Wenn du dein Beet planst, kannst du beispielsweise Bereiche, die sehr lebhaft wirken, mit Blau- und Weißtönen kombinieren, die weniger kontrastreich sind. Letztlich entscheidet jedoch dein Geschmack: Wenn du in deinem Garten ein Blütenmeer aus unterschiedlichen Rottönen kreieren willst, dann tu genau das.

Ein schönes Gesamtbild

Für den Beethintergrund eignen sich neben Hecken und immergrünen Sträuchern auch Blühgehölze und Leitstauden. Einzelne Solitärpflanzen, beispielsweise Prachtstauden, setzen gezielt Akzente, während andere Pflanzen für Ausgeglichenheit sorgen. Pflegeleichte Bodendecker als Flächenbegrünung runden die Beetgestaltung ab.

Weniger ist oft mehr

Wer sich bewusst auf eine solide Auswahl an Pflanzen und Farben beschränkt, erzielt damit oftmals ein wirkungsvolles Ergebnis. Eine wilde Mischung aus zusammengewürfelten Pflanzenarten und -sorten kann mitunter verwirrend wirken. Orientierung bieten auch viele im Handel erhältliche Pflanzensets, die optimal aufeinander abgestimmte Stauden sowie einen Pflanzplan enthalten.

An den Pflegeaufwand denken

Bedenke bereits bei der Wahl der Pflanzen, wie viel Pflege sie benötigen werden. Wenn es dich nicht stört, regelmäßig verwelkte Blüten abzuschneiden oder das schnell wuchernde Kraut im Zaum zu halten, greif zu. Wenn du den Pflegeaufwand jedoch gering halten möchtest, pflanze eher anspruchslose Vertreter, die nicht ständig Dünger oder sehr viel Wasser benötigen und eher langsam wachsen.


Beete anlegen: Praktische Tipps

Ist die Planungsphase abgeschlossen und die Witterungsbedingungen lassen es zu, geht es an die Verwirklichung deines Gartentraums.

Bevor es nun tatsächlich darangeht, das Blumenbeet anzulegen, ist es ratsam, die zukünftigen Beetbereiche zunächst abzustecken. Anschließend bestimmt die Beschaffenheit des Untergrunds die weitere Vorgehensweise:

  1. Beete freilegen
    Beete, die umgestaltet werden sollen, musst du zunächst abräumen. Eventuell vorhandene Rasenflächen müssen gründlich entfernt werden, indem kleine Stücke mit einem Spaten ausgestochen und abgetragen werden. Entfernter Rasen muss keinesfalls in den Müll wandern, er eignet sich nämlich bestens als Füllmaterial für Hochbeete oder als Kompost.
  2. Boden auflockern
    Sind die neuen Beetbereiche freigelegt, wird der Boden gründlich aufgelockert und gegebenenfalls mit frischem Mutterboden bzw. Gartenerde aufgefüllt. Als Werkzeuge zum Umgraben eignen sich Spaten oder grobe Mistgabeln, die das Entfernen von Wurzeln, großen Steinen und anderen Fremdkörpern erleichtern.
  3. Reichhaltige Erde
    Je nach Beschaffenheit des Bodens solltest du jetzt Maßnahmen durchführen, die die Bodenqualität nachhaltig verbessern. Ist der Boden lehmig und schwer, mische der Erde zur Auflockerung Sand und Kompost bei. Ein sandiger Boden hingegen verträgt zur Aufbesserung lehmige Erde und Kompost. Auch ein scheinbar ausgewogener Boden kann durch ein Gemisch aus Humus und Hornspänen verbessert werden.
  4. Pflanzen platzieren
    Bevor du die Pflanzen in die Erde bringst, solltest du noch einmal überlegen, wie du sie anordnen willst. Grundsätzlich sollten hochwachsende Pflanzen nach hinten, niedrige nach vorn. Bei vielen Pflanzen kann es sich anbieten, sie in ihren Töpfen auf das Beet zu stellen, bis dir die Anordnung gefällt. Anschließend geht es nach und nach ans Einsetzen.

Das Beet richtig pflegen

Nach der Bepflanzung kannst du endlich die Früchte deiner Arbeit begutachten. Der heimische Garten ist gleichzeitig Rückzugsort und Quelle der Erholung. Seine neue Gestaltung stimmt dich ein auf die warme Jahreszeit und macht Lust darauf, bald wieder viel Zeit in der Natur zu verbringen.

Ganz ohne Pflege und Gartenarbeit geht es zwar nicht, aber es gibt einige Tricks, wie du das schöne Bild des neu gestalteten Gartens leicht erhalten kannst.

Dem Unkraut an den Kragen

Um das erneute Aufkeimen von Unkraut zu unterdrücken, empfiehlt sich der Auftrag einer Mulch- oder Kiesschicht. Die Wahl des Bodenbelags richtet sich dabei nach deinem persönlichen Geschmack. Besonders pflegeleicht sind Beete, die Unkraut und Wildkräutern durch einen dichten Bewuchs, beispielsweise mit Bodendeckern, erst gar keine Chance geben.

Nährstoffe benötigt!

Je nach Art der Bepflanzung benötigen Beete mehr oder weniger Pflege. Regelmäßiges Unkrautjäten und Auflockern sowie die Versorgung der Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen halten den Boden vital. Wenn du Verblühtes und Verwelktes stets ausputzt, kannst du dich über immer wieder neu erscheinende Blüten freuen.

Auf gute Nachbarschaft

Beginne bei der Pflanzung in den hinteren Beetbereichen. Die einzelnen Pflanzen benötigen zur vollen Entfaltung ausreichend Platz zu ihren Nachbarn im Beet. Als Faustregel gilt im Staudenbeet: Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte so weit sein, wie sie hoch werden. Stark wuchernde Pflanzen kannst du mit einer Wurzelsperre im Zaum halten und durch angemessene Schnittmaßnahmen verjüngen.