Beete planen

Der Frühling ist die Zeit des Aufbruchs und auch der Garten erwacht allmählich aus der Winterruhe. Jetzt ist genau die richtige Zeit für einen Neuanfang in deinem Garten. Mit ein wenig geschickter Planung und kreativem Tatendrang verpasst du Beeten und Rabatten zum Start der Garten-Saison einen ganz neuen Look – den Gestaltungsmöglichkeiten sind dabei kaum Grenzen gesetzt.


Beete anlegen

Ist die Planungsphase abgeschlossen und die Witterungsbedingungen lassen es zu, geht es an die Verwirklichung deines Garten-Traumes.

Bevor es nun ans Eingemachte geht, ist es ratsam, die zukünftigen Beetbereiche zunächst einmal abzustecken.

Die Beschaffenheit des Untergrunds bestimmt nun die weitere Vorgehensweise:

  1. Beete freilegen
    Beete, die umgestaltet werden sollen, musst du zunächst abräumen. Eventuell vorhandene Rasenflächen müssen gründlich entfernt werden, indem kleine Stücke mit einem Spaten ausgestochen und abgetragen werden. Entfernter Rasen muss keinesfalls in den Müll wandern, er eignet sich auch bestens als Füllmaterial für Hochbeete oder lässt sich kompostieren.
     
  2. Boden auflockern
    Sind die neuen Beetbereiche freigelegt, wird der Boden gründlich aufgelockert und gegebenenfalls mit frischem Mutterboden bzw. Gartenerde aufgefüllt. Als Werkzeuge zum Umgraben eignen sich Spaten oder auch grobe Mistgabeln, die das Entfernen von unliebsamen Wurzeln, großen Steinen und anderen Fremdkörpern erleichtern.
     
  3. Reichhaltige Erde
    Je nach Beschaffenheit des Bodens solltest du jetzt Maßnahmen durchführen, die die Bodenqualität nachhaltig verbessern. Ist der Boden lehmig und schwer, mische der Erde zur Auflockerung Sand und Kompost bei. Ein sandiger Boden hingegen, verträgt zur Aufbesserung lehmige Erde und Kompost. Auch ein scheinbar ausgewogener Boden kann durch ein Gemisch aus Humus und Hornspänen verbessert werden.

Die passende Beetumrandung

Ein eingefasstes Beet wirkt insgesamt nicht nur ordentlich und abgerundet, die Begrenzung stellt auch eine mechanische Barriere für Unkraut und ungebetene Schädlinge dar.

Eine klare Abgrenzung ist vor allem dann sinnvoll, wenn Rasen und Blumenbeet direkt nebeneinanderliegen. Die Art der Beetbegrenzung orientiert sich in erster Linie an deinem persönlichen Geschmack und dem angestrebten Stil des neuen Beetes.

Die Englische Kante
Ein naturnaher, wild-romantischer Landhaus- oder Bauerngarten zeichnet sich durch fließende Übergänge aus und verzichtet auf eine akkurate Beeteinfassung. Diese natürliche Beetumrandung ist vor allem in gepflegten englischen Gärten zu finden. Rasen, der zu weit ins Beet hineinwächst, kann mit einem Spaten oder Rasenkantenstecher zu Leibe gerückt werden.

Die Einfassung
Holzpalisaden, Kantensteine, Beeteinfassungen aus Metall oder Weidengeflecht sind in verschiedenen Ausführungen und Stärken erhältlich. Sie können meist einfach in den Boden eingeschlagen werden. Varianten aus Kunststoff oder recyceltem Material sind in der Handhabung ähnlich, dafür aber deutlich kurzlebiger als jene aus Naturmaterial. Für eine Beetbegrenzung mit Betonfundament muss zunächst ein entsprechender Graben ausgehoben werden.


Die Auswahl der Gartenpflanze

Nachdem das Beet angelegt, vorbereitet und eingefasst wurde, kannst du dich der liebevollen Bepflanzung widmen.

Wähle bevorzugt Pflanzen aus, die sich in ihren Bedürfnissen und Standortansprüchen ähneln und sich in ihrer Blütezeit ergänzen. Wenn du Dauerblüher und Blumen mit unterschiedlichen Blütezeiten zusammenbringst, öffnen sich während der gesamten Garten-Saison immer wieder neue Knospen.

Die Mischung macht’s
Durch unterschiedliche Wuchshöhen, Wuchsformen und dem Zusammenspiel aus Farbkontrasten entsteht Spannung, die ein ästhetisches Gleichgewicht herstellt. Plane Bereiche, die besonders lebhaft wirken und dazu ausgleichende Flächen, beispielsweise mit Blau- und Weißtönen, die weniger kontrastreich kombiniert werden.

Ein schönes Gesamtbild
Für den Beethintergrund eignen sich neben Hecken und immergrünen Sträuchern auch Blühgehölze und Leitstauden. Einzelne Solitärpflanzen, beispielsweise Prachtstauden, setzen gezielt Akzente, während andere Pflanzen für Ausgeglichenheit sorgen. Bodendecker runden die Beetgestaltung als pflegeleichte Flächenbegrünung ab. Lasse deiner Kreativität freien Lauf!

Weniger ist mehr
Wer sich bewusst auf eine solide Auswahl an Pflanzen und Farben beschränkt, erzielt oftmals ein wirkungsvolleres Ergebnis. Eine wilde Mischung aus zusammengewürfelten Pflanzen-Arten und –Sorten kann schnell verwirrend wirken. Orientierung bieten hier auch viele im Handel erhältliche Pflanzen-Sets, die optimal aufeinander abgestimmte Stauden sowie einen Pflanzplan enthalten.


Die richtige Pflege

Nach der Bepflanzung können wir endlich die Früchte unserer Arbeit begutachten. Der heimische Garten ist gleichzeitig Ort des Rückzugs und Quelle der Erholung. Seine neue Gestaltung stimmt uns ein auf die warme Jahreszeit und erweckt in uns die Lust, bald wieder viel Zeit in der Natur zu verbringen.

Mit einigen Tricks können Sie das schöne Bild des neugestalteten Gartens leicht erhalten.

Dem Unkraut an den Kragen
Um das erneute Aufkeimen von Unkraut zu unterdrücken, empfiehlt sich der Auftrag einer Mulch- oder Kiesschicht. Die Wahl des Bodenbelags richtet sich dabei stark nach deinem persönlichen Geschmack. Besonders pflegeleicht sind Beete, die Unkraut und Wildkräutern durch einen dichten Bewuchs, beispielsweise durch Bodendecker, erst gar keine Chance geben.

Nährstoffe benötigt!
Je nach Art der Bepflanzung können Blumenbeete mehr oder weniger pflegeintensiv sein. Regelmäßiges Unkrautjäten und Auflockern sowie die Versorgung der Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen halten den Boden vital. Wer Verblühtes und Verwelktes stets ausputzt, kann sich über immer wieder neu erscheinende Blüten freuen.

Auf gute Nachbarschaft
Beginne bei der Pflanzung in den hinteren Beetbereichen. Die einzelnen Pflanzen benötigen zur vollen Entfaltung ausreichend Platz zu ihren Nachbarn im Beet. Als Faustregel gilt im Staudenbeet: Der Abstand zwischen den jeweiligen Pflanzen sollte so weit sein, wie sie hoch werden. Stark wuchernde Pflanzen können durch eine Wurzelsperre im Zaum gehalten und durch angemessene Schnittmaßnahmen verjüngt werden.