Gartenwege anlegen

Möchtest du deinen Garten und einen dazugehörigen Gehweg neu anlegen? Dann helfen wir dir gerne weiter! Ein richtig angelegter Gartenweg erleichtert dir den Weg in dein Haus, die Arbeit im Blumenbeet und den Spaziergang durch den eigenen Garten, ohne dass du dabei den Rasen unnötig strapazieren musst. Bevor du einen neuen Gartenweg pflasterst, finde heraus, wie der optimale Verlauf des Weges sein könnte, damit er all deinen Wünschen entspricht. Die verschiedenen Steinarten und -größen sind mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen verbunden. In dieser Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du am besten deinen Gartenweg anlegst.

Schwierigkeitsgrad: Mittel

Dauer: Zwei bis drei Stunden je nach Fläche

Werkzeug: Schaufel, Gummihammer, Holzstäbe, Kordel, Wasserwaage, Plattengreifer, Flächenrüttler, Abziehbrett, Winkelschleifer mit großer Trennscheibe, Hammer und Meißel, Steinknacker (alternativ), Nassschneidemaschine


Schritt 1: Ausheben des Untergrunds

Ob Kies, Schotter oder Naturstein: das fachgerechte Pflastern eines neuen Gartenweges bedarf gründlicher Vorbereitung. Du solltest nicht nur die Länge und Breite bedenken, sondern auch den Verlauf. Soll es ein geradliniger oder doch kurviger Weg werden? All dies spielt bei der Berechnung des Materialbedarfs eine große Rolle.

Nachdem du dein nötiges Material besorgt hast, kannst du mit dem Ausheben beginnen. Markiere den Weg mit Hilfe von Schnüren, die du an kleinen Holzpflöcken befestigst. Den abgegrenzten Weg hebst du nun ca. 30 cm tief aus und glättest die entstandene Ebene mit dem Flächenrüttler.


Schritt 2: Schotter einfüllen

Diese Aushebung füllst du mit einer 20 cm dicken Schotterschicht, die du mit dem Flächenrüttler glättest.


Schritt 3: Wegbegrenzung setzen

Um den Weg stabil einzugrenzen, setzt du Rasenkantensteine, Hochbordsteine oder auch Tiefbordsteine an den Wegrändern in ein Betonbett. Den Beton kannst du in deinem toom Baumarkt fertig kaufen.


Schritt 4: Feinsplitt einfüllen

Sobald die Wegbegrenzung standhält, befüllst du das Wegbett mit einer 5 cm dicken Schicht Feinsplitt (Basaltsplitt mit 2-5 mm Dicke ist hierfür besonders geeignet).


Schritt 5: Splittfläche vorglätten

Mit einem Abziehbrett ziehen Sie die Splittfläche glatt. Das Pflaster wird sich später durch das Abrütteln und die dadurch entstehenden Verdichtungen noch ca. 1 cm absenken.


Schritt 6: Pflastersteine verlegen

Die Pflastersteine werden nun in das Pflasterbett gelegt. Um den Fugenabstand einzuhalten, können Sie die vom Hersteller mitgelieferten Abstandsnoppen benutzen.


Schritt 7: Steine verfugen

Damit dein neu angelegter Gehweg im Garten viele Jahre beständig bleibt, solltest du deine Steine verfugen. Hier bieten sich zwei unterschiedliche Fugenfüllungen an:

     1. Fugenmörtel

Wenn du dich für einen aushärtenden Fugenfüller entscheiden, empfehlen wir dir Fugenmörtel auf Kunstharzbasis. Die Fugen des Gartenweges werden hierbei ordentlich versiegelt, um das Wachstum von Unkraut deutlich zu verringern. Zudem kann Regenwasser nur mäßig versickern, was ein Auswaschen des Fugenmaterials verhindert.

     2. Fugensand

Fugensand ist in der Regel ein kostengünstiger Fugenfüller. Er empfiehlt sich vor allem für größere Steine wie Kopfsteinpflaster, da die eigentliche Stützkraft recht gering ausfällt. Gängige Arten sind hierbei Quarz- oder Basaltsand, welche im feuchten Zustand verarbeitet werden. Als trockene Variante bietet sich Splitt an, welcher ohne Wasser in die Fugen eingekehrt wird. Anders als fester Fugenmörtel, ist Fugensand recht durchlässig.

Ganz gleich für welche Fugenfüllung du dich letztendlich entscheidest: Überprüfe stets die Herstellerangaben auf Anwendungshinweise und Nutzungsbedingungen.  



Schritt 8: Den Weg flachrütteln

Mit Hilfe des Flachrüttlers mit Gummiauflage glätte den Weg sorgfältig. Dieser Arbeitsschritt entfällt bei Natursteinpflaster. Wiederhole das Füllen der Fugen, da dies die Stabilität erhöht.


Schritt 9: Gefälle legen

Den angrenzenden Wegteil verlegst du mit einem leichten Gefälle (1–3%, d.h. 1 bis 3 cm pro Meter), damit Regenwasser vom Haus weg abläuft.


Schritt 10: Verwendung von Kopfsteinpflaster - Legen und Verfugen

Besonders bei kurvigen Wegen wird gerne Kopfsteinpflaster verlegt. Die Arbeitsschritte sind bis zum Legen und Verfugen dieselben wie bei Pflastersteinen (Abstecken, Ausheben, Splittfüllungen und Glätten). Das Kopfsteinpflaster wird nach dem Verlegen einfach mit einem Gummihammer im Untergrund befestigt. Denken Sie beim Verlegen an die Fugenbreite von 2–5 mm. Die Fugen werden mit Basaltsplitt gefüllt und abschließend mit dem Flächenrüttler geglättet. Auch bei Kopfsteinpflaster sollten Sie die Fugen ein zweites Mal mit Splitt füllen, da dies die Stabilität erhöht.

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