Die Efeutute ist als Zimmerpflanze aus unseren Häusern gar nicht mehr wegzudenken. Sicherlich hat sie jeder schon einmal gesehen und wusste nur nicht, wie sie heißt. Die pflegeleichte Blattschmuckpflanze rankt sich mit ihren kräftigen, herzförmigen Blättern durch zahllose Wohnräume, Büros und öffentliche Gebäude. In diesem Ratgeber von toom Baumarkt erfährst du, wie du die Efeutute pflegen und vermehren kannst und was zu tun ist, wenn sie mal die Blätter hängen lässt.


Über die Efeutute

Efeutute in weißem Topf

Die zur Familie der Aronstabgewächse gehörende Efeutute ist eine Verwandte der Monstera und des Einblatts. Mit dem Efeu ist die Efeutute allerdings nicht verwandt, auch wenn ihr Name das vermuten lässt – sie haben lediglich die Rankeigenschaft und die Blattfarbe gemein. Unter der botanischen Bezeichnung „Epipremnum aureum“ ist sie weniger bekannt, doch bezeichnet man die Efeutute hin und wieder auch als Goldene Efeutute oder Goldranke. Die aus der Südpazifikregion stammende Kletterpflanze wird als hängende oder rankende Zimmerpflanze kultiviert und ziert nicht nur Wohnungen im Urban-Jungle-Look – auch in Aquarien und tropischen Terrarien darf sie zu Hause sein.

Aussehen und Wuchs

Die Efeutute kann bis zu 10 Meter lange Ranken ausbilden, die mit großflächigen Blättern und Luftwurzeln bestückt sind. Die Blätter sind herzförmig, ledrig und oftmals mit weißen oder gelblichen Musterungen durchsetzt – gefleckt, gepunktet oder marmoriert. Die Färbungen sind je nach Art unterschiedlich und variieren auch durch die Menge an Licht, die die Efeutute erhält. In ihrer tropischen Heimat kann die Kletterpflanze auch kleine Blüten ausbilden, in der Kulturform kommt das jedoch selten vor.

Kleiner Welpe sitzt neben zerbrochener Zimmerpflanze

Ist die Efeutute giftig?

Ja. Die Efeutute sieht zwar harmlos aus, gehört jedoch zu den giftigen Zimmerpflanzen und sollte somit nicht in der Reichweite von Kindern oder Haustieren stehen. Bei der Pflege der Efeutute empfiehlt sich außerdem das Tragen von Handschuhen, um die Haut nicht unnötig zu reizen.

Die Efeutute als Luftverbesserer

Nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch ein wahrer Lufterfrischer – die Efeutute zählt zu den luftreinigenden Zimmerpflanzen mit der besten Leistung. Sie filtert Schadstoffe aus der Raumluft und verbessert damit das Wohnklima. Außerdem erhöht sie die Luftfeuchtigkeit.

Tipp: Aufgrund der aus der Luft aufgenommenen Schadstoffe sollten Efeututen und Teile davon nicht über den Kompost, sondern den Hausmüll entsorgt werden.

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Pflege der Efeutute

Efeutute in Makramee-Blumenampel

Die Efeutute ist nicht umsonst so beliebt, denn sie ist sehr pflegeleicht und gilt als äußerst robust. In puncto Pflege und Standort der Efeutute gilt es dennoch ein paar Dinge zu beachten, wenn sie optimal wachsen soll. So benötigt die Efeutute beispielsweise Rankhilfen wie Moos- oder Kokosstäbe, sofern sie nicht hängend in einer Blumenampel kultiviert wird. In der freien Wildbahn rankt sie sich am liebsten an Bäumen oder Felsen entlang. Zur Unterstützung der Fotosynthese und Luftreinigung solltest du im Rahmen der Pflanzenpflege außerdem die Blätter der Efeutute regelmäßig abstauben.

Standort und Substrat

In Sachen Standort und Erde ist die Efeutute sehr anspruchslos. Sie steht gerne halbschattig bis hell, mag jedoch keine direkte Sonne. Aber auch schattigere Plätze richten keinen großen Schaden an – lediglich das Wachstum wird eingeschränkt, und die Blattmuster prägen sich nicht so stark aus. Sorten mit helleren Blättern benötigen jedoch etwas mehr Licht und kommen im Schatten nicht so gut zurecht. Handelsübliche Blumenerde genügt der Efeutute vollkommen – um diese etwas aufzulockern und Staunässe vorzubeugen, kannst du zusätzlich etwas Sand beimischen. Zudem empfiehlt sich eine Drainageschicht aus Tonscherben oder Blähton.

Efeutute gießen und düngen

Möchtest du deine Efeutute gut pflegen, dann gießt du sie nicht zu stark. Mit zu feuchter Erde oder gar Staunässe könntest du dem Wurzelballen schaden – mit kurzen Trockenphasen kommt die genügsame Efeutute dafür ganz gut zurecht. Am besten eignet sich abgestandenes, kalkarmes Wasser oder Regenwasser, mit dem du die Kletterpflanze auch gelegentlich besprühen kannst, denn sie liebt eine hohe Luftfeuchtigkeit. Halte die Erde deiner Efeutute gleichmäßig feucht und gieße sie erst, wenn die obere Substratschicht getrocknet ist. Überschüssiges Wasser solltest du abgießen. Außerhalb der Winterruhe kannst du die Efeutute zudem düngen – gib alle paar Wochen etwas flüssigen Grünpflanzendünger ins Gießwasser.

Efeutute vermehren

Efeutute schneiden

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht notwendig, aber ganzjährig möglich – am besten im Frühjahr, zwischen Winterruhe und Wachstumsphase. Wird dir die Ranke zu lang, kannst du die Efeutute zurückschneiden und bis um zwei Drittel kürzen. Abgestorbene, welke oder kranke Triebe sollten immer direkt entfernt werden. Gesunde abgetrennte Triebe kannst du auch neu wurzeln lassen – mehr dazu im Abschnitt „Efeutute vermehren“.

Tipp: Um einen buschigen Wuchs zu fördern, kannst du die Efeutute etwas häufiger an den Blattachsen zurückschneiden. Alternativ oder zusätzlich empfehlen sich Rankhilfen, die die Triebe beieinander halten.

Efeutute umtopfen

Zur Pflege deiner Efeutute gehört auch das regelmäßige Umtopfen. Ungefähr alle 3–4 Jahre dürften die Wurzeln deiner Goldranke so stark gewachsen sein, dass ein größerer Topf notwendig wird. Spätestens jedoch, wenn die Wurzeln bereits aus dem Pflanztopf herausragen, musst du die Efeutute umtopfen. Nimm sie dazu aus dem alten Topf, schüttele das verbrauchte Substrat von den Wurzeln ab und setze die Pflanze mit frischer Erde in einen größeren Topf. Denk auch an die Drainageschicht unten im Kübel.


Krankheiten, Schädlinge und Pflegefehler

Efeutute

Die Efeutute ist sehr resistent gegen Krankheiten und Schädlinge. Sollten sich doch mal Spinnmilben oder andere Schädlinge auf ihr niederlassen, kannst du die Pflanze einfach abduschen – das mag sie ohnehin ganz gerne. Helle, vertrocknete Blätter lassen darauf schließen, dass die Erde über einen längeren Zeitraum zu trocken war. Entferne die beschädigten Blätter und gieße die Efeutute wieder regelmäßig, aber nicht zu viel auf einmal. Eher kann es bei der Efeutute passieren, dass sie zu viel Wasser erhält und sich Staunässe bildet. Dadurch kann es zu Wurzelfäule oder Blattfall kommen. Zugluft verursacht mitunter fleckige oder welke Blätter.


Efeutute vermehren

Efeutute wurzeln lassen

Eine Efeutute zu vermehren, ist vollkommen problemlos. Aufgrund der zahlreichen Luftwurzeln und Wurzelknoten an der Ranke gelingt es fast immer, einen Ableger zu ziehen – und das sogar ganzjährig.

Ein abgetrennter Ableger kann prinzipiell direkt in die Erde gepflanzt werden, jedoch dauert die Bewurzelung dann wesentlich länger, und man kann die Wurzeln nicht sehen. Daher züchtest du den Ableger am besten in einem Wasserglas.

Anleitung für Efeututen-Ableger:

  1. Einen längeren Trieb als Efeututen-Ableger abschneiden. Er muss nicht länger als 10 cm sein, sollte jedoch über Wurzelknoten oder Luftwurzeln verfügen.
  2. Efeutute bewurzeln, indem du den Ableger oder Steckling in ein Wasserglas stellst – wichtig ist, dass sich die Knoten im Wasser befinden. Dort bilden sich nach kurzer Zeit neue Wurzeln.
  3. Efeututen-Ableger einpflanzen, sobald die Wurzeln mindestens 2 cm lang sind.

Tipp: Eine buschigere Pflanze erhältst du, wenn du mehrere Ableger in einen Topf setzt, da sich dann keine Seitentriebe bilden.

Mehr dazu, wie sich Zimmerpflanzen vermehren lassen, erfährst du übrigens in einem anderen Ratgeber.


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