Petunien (Petunia)

Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Petunien zählen hierzulande neben Geranien zu den beliebtesten Beet- und Balkonpflanzen. Auf ihre Herkunft weist auch ihr Name hin: „Petun“ bedeutet bei den brasilianischen Ureinwohnern „Tabak“, mit dem unsere Petunie verwandt ist. Durch intensive Züchtungsarbeit ist es gelungen, eine große Vielfalt an Blütenfarben, Blütengrößen und Wuchsformen zu erhalten. Ob gefüllt oder einfach blühend, ob einfarbig oder mehrfarbig, alle Blüten verfügen über eine besondere Leuchtkraft und samtiges Aussehen. Meist sieht man vor lauter Blütenpracht kaum mehr die Blätter der opulenten Pflanzen.


Blütezeit: April bis Oktober

Standort: Sonnig

Düngezeit: Mai bis September

Gießen: Reichlich gießen


Sortiment

Die aus Samen vermehrten Petunien wachsen anfänglich aufrecht, hängen aber durch das Eigengewicht ihrer Triebe später herunter und sind somit bestens für Kübel, Kästen oder Ampeln geeignet. Die Surfinia-Petunien sind wegen ihrer großen Blüten und ihres üppigen Wachstums besonders beliebt. Sie sind wetterunempfindlicher und wachsen viel stärker als stehende Sorten. Die kleinblütigen Calibrachoa oder Zauberglöckchen wurden lange Zeit ebenfalls zu den Petunien gezählt. Mittlerweile weiß man aber, dass es sich hier um eine eigenständige Gattung innerhalb der Nachtschattengewächse handelt.

Standort und Gießen

Damit du lange Freude an deinen Petunien hast, sollten diese an einem sonnigen Platz, möglichst vor zu viel Regen und Wind geschützt, gepflanzt werden. Petunien haben an heißen Tagen einen hohen Wasserbedarf. Der Wurzelballen sollte nie völlig austrocknen. Da die Pflanzen empfindlich gegen Staunässe sind, vertragen sie aber auch nicht zu viel Wasser. Fehlt es den Pflanzen an Nährstoffen oder Wasser, beginnen sie zu kränkeln, werden anfälliger für Schädlinge und die Blätter verblassen.

Pflege und Düngen

Ein regelmäßiges Entfernen verblühter Blüten danken dir die Sonnenanbeter mit einem dauerhaften Blütenflor. Hierfür sorgen auch Langzeitdünger oder wöchentliche Gaben eines Flüssigdüngers. Besonders die üppig wachsenden Surfinien freuen sich über regelmäßige Düngergaben und zeigen dies mit sattgrünen Blättern und unzähligen Blüten. Bei gelegentlich auftretendem Schädlingsbefall solltest du deine Pflanzen frühzeitig behandeln und befallene Blätter entfernen.

Profitipps

Für eine bessere Verzweigung kannst du die Pflanzen entspitzen. Das heißt, die Triebspitzen werden ca. 1cm abgeschnitten und die Pflanzen wachsen dann kompakter und buschiger und blühen üppiger. Surfinien können an einem hellen Standort bei ca. 10 °C überwintern. Hole dir die Pflanzen dafür vor dem ersten Frost rein und kürze die Triebe auf 10–20 cm.