Richtiges Rasenmähen spielt eine zentrale Rolle bei der Rasenpflege und zahlt sich aus: Das Gras wächst danach schneller und dichter. Gleichzeitig hinderst du Unkraut daran, sich auszubreiten. Wer Wert auf eine gesunde und ansehnliche Grünfläche legt, sollte also darauf achten, dass regelmäßig der Rasen gemäht wird. Wann der erste Rasenschnitt erfolgen sollte, ob es ratsam ist, bei Regen den Rasen zu mähen, und bis wie viel Uhr man sonntags den Rasen mähen darf, erfährst du in diesem Beitrag.


Erster und letzter Rasenschnitt: Wann ist der beste Zeitpunkt zum Rasenmähen?

Ein frisch angelegter Rasen braucht Schonung. Deshalb ist es besser, mit dem Rasenmähen erst zu beginnen, wenn die Halme eine Länge von acht bis zehn Zentimetern erreicht haben. Mit einem leistungsfähigen Rasenmäher gelingt es, selbst hohes Gras zu mähen. Außerdem solltest du beim Grasmähen folgende Hinweise beachten:

  • Plane das erste Rasenmähen im Frühjahr ein, spätestens im April. Vorher müssen altes Laub, kleine Äste und Zweige entfernt werden.
  • Nach dem Mähen des Rasens gönnst du ihm bei Bedarf eine Rasenkur.
  • Der letzte Rasenschnitt erfolgt idealerweise im Oktober oder November.
  • Gebrauchs- und Schattenrasen solltest du im Frühjahr und Sommer wöchentlich mähen.
  • Zierrasen benötigt alle drei bis fünf Tage einen neuen Schnitt.
  • Bei Kräuterrasen genügen 6 bis 10 Schnitte jährlich.
  • Im Herbst solltest du witterungsbedingt am besten nicht allzu häufig den Rasen mähen. Versuche stattdessen, den üblichen Zyklus beizubehalten.
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Tipps zur Schnitthöhe beim Rasenmähen

Die optimale Rasenhöhe hängt vom Wetter und der Art des Rasens ab. So besteht etwa ein Unterschied zwischen einer Bienenweide oder Schmetterlingsweide und einem Familienrasen.

  • Achte darauf, den Rasen nicht zu kurz zu mähen, wenn es länger nicht geregnet hat. Die Halme trocknen ansonsten aus.
  • Schneide Gebrauchsrasen am besten auf 3,5 bis 5 Zentimeter.
  • Englischer Zierrasen beziehungsweise Premiumrasen entwickelt sich am besten, wenn du ihn alle sieben Tage auf 2,5 Zentimeter zurückschneidest.
  • Belasse Schattenrasen bei 4 bis 5 Zentimeter Länge. Gleiches gilt für Sport- und Spielrasen (Strapazierrasen). Besonders robusten Wassersparrasen solltest du hingegen nur auf 6 Zentimeter kürzen.
  • Für Kräuterrasen sind 7 bis 10 Zentimeter Länge eine gute Orientierung.

Nassen Rasen mähen: Ist das sinnvoll?

Kann man auch nassen Rasen mähen? Die Frage stellt sich vor allem, wenn es bei hohen Temperaturen regnet und die Halme deines Rasens anschließend rasant in die Höhe schießen. Wenn möglich, solltest du jedoch darauf verzichten, nassen oder feuchten Rasen zu mähen. Das Rasenmähen nach einem Regenguss ist mühsam und das Gras lässt sich nicht einheitlich schneiden. Außerdem wird der Rasenmäher stärker beansprucht: Nasses Schnittgut kann Mähwerk und Auffangbehälter verkleben. Auch können die Räder tief einsinken und die Graswurzeln beschädigen. Deshalb sollte auch nicht zu früh am Tag der Rasen gemäht werden, da Gras und Boden dann oft noch feucht vom Tau sind. Das Rasenmähen im Herbst gestaltet sich ebenfalls oft schwierig, da eine feuchte Witterung zu dieser Jahreszeit wahrscheinlich ist.

Bei normalen Temperaturen hingegen kannst du den Rasen auch tagsüber problemlos mähen. Ist es sehr heiß beziehungsweise die Sonneneinstrahlung stark, mähst du besser morgens, damit die frisch gekürzten Halme nicht „verbrennen“ und braun werden.


Rasenmähen bei Frost

Wenn es dauerhaft kalt wird, stagniert das Wachstum des Rasens und seine Winterruhe beginnt. Im Spätherbst erfolgt deshalb meist der letzte Rasenschnitt. Nachtfrost allein ist grundsätzlich noch kein Grund, das Grasmähen einzustellen. Das Gras wächst weiter, solange es sich tagsüber noch hinreichend erwärmt. Entscheidend ist, dass Rasen und Boden ausreichend trocknen, bevor du mit dem Mähen des Rasens beginnst. Ein sonniger Tag im Herbst kann sich zum Rasenmähen also durchaus eignen. Nachtfrost schadet den frisch geschnittenen Halmen nicht.


Regelmäßige Rasenkuren

Damit der Rasenteppich lange Zeit grün und gesund bleibt, solltest du ihm regelmäßig eine Rasenkur verpassen. Je nach Alter und Zustand des Rasens sind hierbei folgende Arbeitsschritte nötig:

  • Kürze die Halme auf etwa 2 Zentimeter und vertikutiere deinen Rasen. Damit entfernst du Unkraut, Moos sowie alte Rasenreste und sorgst für mehr Platz und Licht. Außerdem verbesserst du die Belüftung des Rasens. Vertikutiere am besten schon im Frühling, spätestens jedoch Ende Oktober. Achte darauf, dass die Vertikutiermesser nicht tiefer als 3 Zentimeter in den Boden schneiden.
  • Dünge deinen Rasen im Anschluss an das Mähen und Vertikutieren, um ihn mit wertvollen Nährstoffen zu versorgen. Spezielle Rasendünger wie Vertikutiermix und Rasenkur stehen dafür zur Auswahl. Ersterer besteht meist aus einer Mischung von schnell keimenden Grassorten, Startdünger und Bodenaktivator. Eine Rasenkur beugt hingegen Moos und Krankheiten vor.
  • Per Nachsaat oder Kahlstellenreparatur besserst du Rasenlücken aus. Mit der passenden Rasenerde schaffst du optimale Voraussetzungen, damit die neue Saat schnell anwächst und keimt.
  • Wenn sich die Halme gelblich verfärben und sich Moos im Rasen bildet, kann das an einem zu niedrigen pH-Wert des Bodens liegen. In diesem Fall kannst du den Rasen kalken und bestenfalls wieder in ein gesundes Gleichgewicht bringen.

Darf man sonntags den Rasen mähen?

Rasenmäher auf Rasenfläche

Am Sonntag sowie an Feiertagen ist das Rasenmähen verboten – zumindest, wenn du einen motorbetriebenen Rasenmäher benutzt. Mit einem geräuscharmen Handmäher ohne Motor darf hingegen auch sonntags trotz ganztägiger Ruhezeit der Rasen gemäht werden.

Unter der Woche und am Samstag ist Rasenmähen mit einem motorbetriebenen Mäher zwischen 7 und 20 Uhr gestattet. Je nach Gemeinde sind allerdings weitere Einschränkungen der Zeiten zum Rasenmähen möglich, zum Beispiel eine Mittagsruhe zwischen 13 und 15 Uhr. Außerdem können zusätzliche Ruhezeiten für besonders laute Geräte gelten. Am besten informierst du dich direkt bei der zuständigen Behörde.

Wenn du unter der Woche wenig Zeit hast und dir nur der Samstag zum Rasenmähen bleibt, solltest du nach Möglichkeit nicht bereits um 7 Uhr früh den Motor anwerfen. Auch eine Mittagsruhe solltest du einhalten. Am besten beschränkst du dich beim Rasenmähen samstags auf die Zeiträume zwischen 10 und 12 Uhr oder 15 und 18 Uhr. Deine Nachbarn werden es sicher zu schätzen wissen.


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