Richtig Rasen mähen: Darauf kommt es an

Richtiges Rasenmähen spielt eine zentrale Rolle bei der Gartenpflege und zahlt sich aus: Das Gras wächst schneller und dichter. Gleichzeitig hinderst du Unkraut daran, sich auszubreiten. Wer Wert auf eine gesunde und ansehnliche Grünfläche legt, greift also am besten regelmäßig zum Rasenmäher. Dabei kommt es nicht nur auf den richtigen Zeitpunkt an. Wir verraten dir, was du außerdem beachten solltest.


Schwierigkeitsgrad: Einfach

Werkzeuge: Rasenmäher, Rasenkantenschere oder Rasentrimmer



Rasenmähen: Wann ist die beste Zeit?

Ein frisch angelegter Rasen braucht Schonung. Deshalb ist es besser, erst den Rasen zu mähen, wenn die Halme eine Länge von acht bis zehn Zentimetern erreicht haben. Später gilt:

  • Das erste Rasenmähen im Jahr erfolgt im März, spätestens im April. Vorher entfernst du altes Laub, kleine Äste und Zweige.
  • Nach dem Mähen gönnst du deinem Rasen bei Bedarf eine Rasenkur. Mehr dazu liest du weiter unten.
  • Der letzte Schnitt folgt im Oktober oder November.
  • Gebrauchsrasen und Schattenrasen solltest du im Frühjahr und Sommer wöchentlich mähen.
  • Zierrasen benötigt alle drei bis fünf Tage einen Schnitt.
  • Für Kräuterrasen genügen 6 bis 10 Schnitte im Jahr.
  • Im Herbst mähst du den Rasen witterungsbedingt nicht ganz so häufig (die Gründe erfährst du weiter unten), sondern versuchst, den üblichen Zyklus so gut es geht beizubehalten.

Tipps zur Schnitthöhe

Die richtige Schnitthöhe hängt vom Wetter, von der Art des Rasens und von dessen Zusammensetzung ab. So besteht ein Unterschied zwischen einer Bienen- und Schmetterlingsweide und einem Familienrasen.

  • Achte darauf, den Rasen nicht zu kurz zu mähen, wenn es länger nicht geregnet hat. Die Halme trocknen sonst aus.
  • Schneide Gebrauchsrasen am besten auf 3,5 bis 5 Zentimeter.
  • Englischer Zierrasen beziehungsweise Premiumrasen entwickelt sich am besten, wenn du ihn alle sieben Tage auf 2,5 Zentimeter zurückschneidest.
  • Belasse Schattenrasen bei 4 bis 5 Zentimeter Länge. Gleiches gilt für Sport- und Spielrasen (Strapazierrasen). Besonders robusten Wassersparrasen solltest du hingegen nur auf 6 Zentimeter kürzen.
  • Für Kräuterrasen sind 7 bis 10 Zentimeter Länge eine gute Orientierung.

Rasenmähen bei Sonne

Bei normalen Temperaturen kannst du den Rasen tagsüber problemlos mähen. Ist es sehr heiß beziehungsweise die Sonneneinstrahlung stark, mähst du besser morgens, damit die frisch gekürzten Halme nicht „verbrennen“ und braun werden.


Nur bei trockenem Boden den Rasen mähen

Rasenmähen bei Regen – das ist keine gute Idee. Wenn Boden und Gras feucht oder nass sind, lässt sich das Gras nicht einheitlich schneiden. Außerdem wird der Rasenmäher stärker beansprucht: Nasses Schnittgut kann Mähwerk und Auffangbehälter verkleben. Auch können die Räder tief einsinken und die Graswurzeln beschädigen. Deshalb solltest du den Rasen auch nicht zu früh am Tag mähen, wenn Gras und Boden noch feucht vom Tau sind. Das Rasenmähen im Herbst gestaltet sich ebenfalls oft schwierig, da eine feuchte Witterung zu dieser Jahreszeit wahrscheinlich ist.


Rasenmähen bei Frost

Wenn es dauerhaft kalt wird, stagniert das Wachstum des Rasens und er beginnt seine Winterruhe. Im Spätherbst erfolgt deshalb meist der letzte Rasenschnitt. Nachtfrost allein ist grundsätzlich noch kein Grund, das Rasenmähen einzustellen. Das Gras wächst weiter, solange es sich tagsüber noch ausreichend erwärmt. Entscheidend ist auch hier, dass Rasen und Boden ausreichend trocknen, bevor du den Rasenmäher einsetzt. Ein sonniger Tag im Herbst kann sich zum Rasenmähen also durchaus eignen. Nachtfrost schadet den frisch geschnittenen Halmen nicht.


Scharfe Messer schneiden gleichmäßig

Kontrolliere regelmäßig, ob die Messer am Rasenmäher scharf sind. Schleife sie oder tausche sie bei Bedarf aus. Nur wenn die Messer scharf sind, schneiden sie das Gras sauber waagerecht ab. Andernfalls reißt der Rasenmäher nur an den Halmen – das Ergebnis wirkt unregelmäßig und fransig; zudem leidet die Gesundheit des Rasens. Die Rasenkanten bringst du mit Rasenkantenschere und Rasentrimmer in Form.


Regelmäßige Rasenkuren

Damit der Rasenteppich lange Zeit grün und gesund bleibt, solltest du ihm regelmäßig eine Rasenkur verpassen. Je nach Alter und Zustand des Rasens beinhaltet dies folgende Arbeitsschritte:

  • Kürze die Halme auf etwa 2 Zentimeter und vertikutiere deinen Rasen. Damit entfernst du Unkraut, Moos sowie alte Rasenreste und sorgst für mehr Platz und Licht. Außerdem verbesserst du die Belüftung des Rasens. Vertikutiere am besten schon im Frühling – spätestens aber Ende Oktober. Achte darauf, dass die Vertikutiermesser nicht tiefer als 3 Zentimeter in den Boden schneiden.
  • Dünge deinen Rasen, um ihn mit wertvollen Nährstoffen zu versorgen. Spezielle Rasendünger wie Vertikutiermix und Rasenkur stehen dafür zur Auswahl. Ersterer besteht meist aus einer Mischung von schnell keimenden Grassorten, Startdünger und Bodenaktivator. Eine Rasenkur beugt hingegen Moos und Krankheiten vor.
  • Per Nachsaat oder Kahlstellenreparatur besserst du Rasenlücken aus. Mit der passenden Rasenerde schaffst du optimale Voraussetzungen, damit die neue Saat schnell anwächst und keimt.
  • Wenn sich die Halme gelblich verfärben und sich Moos im Rasen bildet, kann das an einem zu niedrigen pH-Wert des Bodens liegen. In diesem Fall kannst du den Rasen kalken und bestenfalls wieder in ein gesundes Gleichgewicht bringen.

Rasenmähen samstags und wochentags

Rasen mähen

Generell ist Rasenmähen am Samstag und unter der Woche zwischen 7 und 20 Uhr erlaubt, wenn du einen motorbetriebenen Rasenmäher einsetzt. Je nach Gemeinde sind allerdings weitere Einschränkungen der Zeiten möglich, zum Beispiel eine Mittagsruhe zwischen 13 und 15 Uhr, wie in Kurorten oft üblich. Außerdem können zusätzliche Ruhezeiten für besonders laute Geräte gelten. Am besten informierst du dich direkt bei der zuständigen Behörde, um sicherzugehen.

Wenn du unter der Woche nicht zum Rasenmähen kommst und dir nur der Samstag bleibt, solltest du nach Möglichkeit nicht bereits um 7 Uhr früh den Motor anwerfen. Auch eine Mittagsruhe solltest du einhalten. Am besten beschränkst du dich samstags auf Zeiten zwischen 10 und 12 Uhr oder 15 und 18 Uhr. Deine Nachbarn werden es zu schätzen wissen. Vielleicht laden sie dich sogar zum Grillen ein.


Ist Rasenmähen sonntags erlaubt?

Es kommt darauf an: Sonn- und feiertags ist Rasenmähen verboten – jedenfalls, wenn du einen motorbetriebenen Rasenmäher benutzt. Hier gelten ganztägig Ruhezeiten. Mit einem geräuscharmen Handmäher ohne Motor ist Rasenmähen hingegen auch sonntags erlaubt.


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