Saubere Kanten und Ecken streichen

Kanten und Ecken zu streichen ist schwieriger als zusammenhängende Flächen. Gehst du beim Abkleben und Streichen nicht richtig vor, kommt es schnell zu unsauberen Übergängen und schiefen Farbverläufen. Besonders unschön wirkt das, wenn du aneinandergrenzende Wände in unterschiedlichen Farben streichen möchtest. Aber mit der richtigen Streichtechnik und gründlicher Vorbereitung lässt sich das leicht vermeiden. toom Baumarkt zeigt dir, wie es geht!

Schwierigkeitsgrad: leicht

Dauer: ab 30 Minuten, je nach Raumgröße

Werkzeug: Wandfarbe, Farbwalze, Ecken- oder Flachpinsel, Malerkrepp


Ecken und Kanten streichen – mit oder ohne Abkleben?

Wand wird mit Malerkrepp abgeklebt

Wer Wände richtig streichen will, sollte wissen, dass Ecken und Kanten immer zuerst kommen. Nur so kann sich das Ergebnis sehen lassen und die Farbe franst nicht zu den Kanten hin aus. Flächen, die du nicht in der jeweiligen Farbe streichen möchtest, klebst du normalerweise ab – also Fensterrahmen, Türen, Steckdosen und Fußleisten sowie angrenzende Wände, die nicht gestrichen werden sollen.

Planst du jedoch, zwei Wände in unterschiedlichen Farben oder Mustern zu streichen, musst du vor dem Abkleben warten, bis die erste Farbe getrocknet ist. Außerdem gibt es zum Beispiel reich verzierte Stuckleisten, die sich gar nicht so einfach abkleben lassen. Um trotzdem scharfe Kanten zu streichen, brauchst du spezielles Malerwerkzeug wie den Flächenstreicher. Er ermöglicht es dir, ohne Abkleben in geraden Linien zu malern. Wenn du kannst oder noch nicht so erfahren im Heimwerken bist, solltest du aber dennoch Malerkrepp benutzen.


Schritt 1: Vorbereitung für saubere Kanten beim Streichen

Schutzfolie vor Malerarbeiten wird auf dem Boden fixiert

Bevor du Wand und Ecken zum Streichen abklebst, stelle bitte sicher, dass der Untergrund sauber, trocken und fettfrei ist. Reinige insbesondere Ecken und Kanten gründlich mit einem Handfeger oder dem Pinsel. Je nach Untergrund musst du die alte Farbe eventuell abwaschen oder eine Wand- und Deckengrundierung auftragen. Außerdem solltest du eventuell vorhandene Dübellöcher füllen und Risse ausbessern. Dann kannst du mit dem Abkleben beginnen. Um sicherzustellen, dass das Malerkrepp wirklich dichthält, streichst du einfach etwas Farbe im Ausgangston darüber. Decke auch den Boden und Möbel mit Flies oder Malerfolie ab, damit nichts daneben geht.


Schritt 2: Ecken und Kanten streichen

Beginne mit dem eigentlichen Farbanstrich in den Ecken des Raumes und fange dabei immer vom Fenster aus an. toom Wohnraumfarbe kann gestrichen, gerollt und airless gespritzt werden. Die Ecken und Kanten sowie schwer zugängliche Stellen streichst du jedoch mit einem Flach- oder Heizkörperpinsel oder einer kleinen Rolle (10 cm) vor. Es gibt auch spezielle Eckenpinsel, die am unteren Ende einen Knick aufweisen.

Achte darauf, die Farbe an den Kanten und Ecken nur dünn zu streichen – oft nimmst du mit einem Pinsel automatisch mehr Farbe auf als mit der Walze. Um das zu vermeiden, tauchst du den Pinsel nur zu zwei Dritteln in die Farbe und streichst ihn sorgfältig am Abtropfgitter ab. Anderenfalls können die Pinselstriche sichtbar bleiben. Beachte, dass Fußleisten mit Lackfarbe und Heizkörper mit hitzebeständiger Spezialfarbe gestrichen werden müssen. Um sichtbare Ansätze zu vermeiden, solltest du zusammenhängende Flächen nass in nass ohne Unterbrechung und immer als Ganzes durcharbeiten.


Schritt 3: Die restliche Wand streichen

Sobald du fertig bist mit den Kanten und Ecken, solltest du sofort die ganze Wand streichen. Wichtig ist, dass die Farbe am Rand noch nicht getrocknet ist, wenn du weiterarbeitest. Streiche die Wände erst in Längsrichtung von einer Kante ausgehend in zwei bis drei Bahnen. Dann streichst du quer und abschließend noch einmal längs mit gerader Überlappung darüber. So verteilst du die Farbe gleichmäßig über die ganze Wand. Für ein optimales Ergebnis werden zwei Anstriche empfohlen. Streiche auch die angrenzenden Flächen möglichst dann, wenn die Farbe in den Ecken noch feucht ist. So vermeidest du sichtbare Übergänge zwischen den Wänden.


Schritt 4: Aufräumen

Pinsel und Malerrolle wird gereinigt

Nach dem Streichen der Ecken, Kanten und Wände musst du Pinsel, Walze und Abtropfgitter sorgfältig reinigen. Halte das Malerwerkzeug dazu nach getaner Arbeit am besten sofort unter Wasser. Anderenfalls trocknet die Farbe an und wird hart. Dann bekommst du sie nur schwer wieder ab. Wenn du lediglich eine Arbeitspause machst, brauchst du die Werkzeuge allerdings nicht aufwendig zu säubern. Wickle Pinsel und Rollen dann einfach in Alufolie, Frischhaltefolie oder eine Plastiktüte. So trocknen sie nicht aus und du kannst sie später weiterverwenden.


Das braucht man

  • toom Premiumweiß
  • toom Premium Walze mit fleeceSkin plus-Bezug
  • toom Premium Flachpinsel mit solidPeakmix-Borste

toom Premiumweiß


Das richtige Werkzeug

Die Wahl des richtigen Werkzeugs trägt entscheidend zum Erfolg des Projektes bei. Zum toom Premiumweiß empfehlen wir die Premium Walze mit fleeceSkin plus-Bezug.

Expertentipp: Streiche die angrenzende Flächen möglichst dann, wenn die Farbe in den Ecken noch feucht ist. So vermeidest du sichtbare Übergänge. Achte außerdem bei der Arbeit mit dem Pinsel darauf, die Farbe vor dem Auftragen gründliche abzustreiben, damit keine Pinselstriche entstehen und streiche den Pinsel in der Wandfläche „aus“. 

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